Rainer Eppel, Thomas Horvath, Helmut Mahringer (WIFO), Trude Hausegger, Isabella Hager, Christine Reidl (prospect Unternehmensberatung)
Arbeitsmarktferne Personen. Charakteristika, Problemlagen und Unterstützungsbedarf (The Labour Market Circumstances and Support Requirements of People Furthest From the Labour Market)
Monographien, März 2016, 227 Seiten
EDV: Georg Böhs (WIFO)
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – prospect Unternehmensberatung GesmbH
Online seit: 04.04.2016 0:00
 
Ein höheres Erwerbsalter, gesundheitliche Einschränkungen und eine geringe Qualifikation erweisen sich als die drei zentralen Risikofaktoren für längerfristige Erwerbsausgrenzung und ebenso als zentrale Bestimmungsfaktoren der Chance, wieder in eine Beschäftigung überzugehen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, ob und wenn ja, wodurch die Dauer der Arbeitslosigkeit von längerfristig arbeitsmarktfernen Personen verkürzt werden könnte. Trotz der Gemeinsamkeit einer längerfristigen Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt erweist sich die Gruppe der Arbeitsmarktfernen als sehr heterogen. Sie umfasst Personen, deren Integrationsbarrieren sich überwiegend auf ein Integrationshindernis konzentrieren, während andere mehrere Problemlagen zu bewältigen haben. Die Studie zeigt für acht Subgruppen von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen, welche Faktoren ihnen bei der Rückkehr ins Erwerbsleben geholfen haben – auf Basis von Administrativdaten ebenso wie anhand der Einschätzung ehemals arbeitsmarktferner Personen und von Beraterinnen und Beratern des Arbeitsmarktservice (AMS). Um dem jeweils unterschiedlichen Bedarf gerecht zu werden, ist neben spezifischen Beratungs- und Vermittlungsleistungen des AMS und unterschiedlichen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten eine professionelle Anamnese erforderlich.
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

The Labour Market Circumstances and Support Requirements of People Furthest From the Labour Market
A higher working age, health restrictions and low skills are the three key risk factors for longer-term labour market exclusion, as well as key determinants of the opportunity to return to employment. At the center of the study is the question of whether and, if so, which could shorten the duration of unemployment for those who are furthest from the labour market. Despite the commonality of a longer-term exclusion from the labour market, the group far from the labour market proves to be very heterogeneous. It includes individuals with mainly one barrier to integration, while others have multiple issues to tackle. For eight subgroups of unemployed people previously far from the labour market, the study shows the factors that helped them to return to work – based on administrative data as well as the views of those affected and AMS experts. In order to meet the different needs, a thorough clarification of problems and needs is required in addition to specific advisory and placement services of the AMS and various labour market policy instruments.
Data management: Georg Böhs (WIFO)

Verwandte Einträge

Rainer Eppel (Projektleitung)
Evaluierung der Wirkung von arbeitsmarktpolitischen Interventionen für arbeitsmarktferne Personen (The Labour Market Circumstances and Support Requirements of People Furthest from the Labour Market)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2015
Das Projekt erarbeitet vertieftes und handlungsrelevantes Wissen über die Zusammensetzung und die arbeitsmarktbezogenen Rahmenbedingungen von arbeitsmarktfernen Personen sowie Vorschläge für die gezielte Unterstützung dieser Personengruppe. Es gliedert sich in drei Blöcke: Der erste Block sieht eine differenzierte Analyse der Arbeitsmarktpositionierung sowie spezifischer Karriereverlaufsmuster arbeitsmarktferner Kunden und Kundinnen des AMS auf Basis quantitativer Individualdaten-Analysen vor. Ein zweiter Block umfasst qualitative Analysen von ehemals arbeitsmarktfernen Personen, um eine verlässliche Grundlage für die Gestaltung von arbeitsmarktpolitischen Hilfestellungen zu schaffen. Im dritten Block geht es schließlich um die Auslotung von Erfahrungen mit bestehenden Hilfestellungen: Im Rahmen von Fokusgruppen mit AMS-Beratern undAMS-Beraterinnen wird deren Erfahrungshintergrund in der Begleitung von arbeitsmarktfernen Personen erhoben. Auf Basis dieser drei Blöcke werden konkrete Handlungsvorschläge ausgearbeitet.