We use recent advances in the statistical analysis of Oaxaca-Blinder decompositions for non-linear models to analyse the contribution
of individual variables to total gender differences in participation and duration of training. Results suggest that effects
stemming from the intra-household division of labour contribute significantly to gender differences, but that segregation
of the labour market as well as differences in the access to training by tenure, age, occupation, profession and sectors are
more important.
Keywords:gender differences, training
Forschungsbereich:Arbeitsmarktökonomie, Einkommen und soziale Sicherheit
Seit der Einführung der Wirkungsorientierung im Bund fokussiert das Gleichstellungsziel der "UG 16 Öffentliche Abgaben" auf
die Unterstützung einer gleichmäßigeren Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern durch
das Abgabensystem. Die Erreichung dieses Gleichstellungszieles wird von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Wie sowohl theoretische
Überlegungen als auch empirische Evidenz nahelegen, beeinflusst auch das Abgabensystem das Arbeitsangebot von Frauen sowie
die Verteilung der unbezahlten Arbeit zwischen den Geschlechtern und somit den Zielerreichungsgrad des Gleichstellungszieles
des Bundesministeriums für Finanzen.
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2018
Für die Analyse der Arbeitsmarktlage und der Lebenssituation von Frauen und Männern in den Regionen mit besonderem Fokus auf
geschlechtsspezifische Unterschiede in den Zugangsmöglichkeiten und Chancen zur Teilhabe am österreichischen Arbeitsmarkt
werden in Anlehnung an Beispiele in Deutschland, Schweden und Norwegen geeignete ausbildungs-, arbeitsmarkt- und einkommensspezifische
Indikatoren ausgewählt und in einem Gesamtindex zusammengefasst. Ziel ist, entsprechend dem Gender-Mainstreaming-Ansatz das
Ausmaß der Chancen(un)gleichheit von Frauen und Männern auf regionaler Ebene in Österreich aufzuzeigen, auch unter Berücksichtigung
regionaler Rahmenbedingungen. In der vorliegenden Fassung werden die Ergebnisse aus den Jahren 2006 bis 2012 um die Erhebungsjahre
2015 und 2017 ergänzt.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 06.12.2017 0:00
Im Rahmen der Wirkungsorientierung des Bundes ist jedes Ressort zur Formulierung eines Gleichstellungszieles verpflichtet.
Gemäß einem der Gleichstellungsziele des Bundesministeriums für Finanzen soll das Abgabensystem zu einer gleichmäßigeren Verteilung
der Erwerbsarbeit und der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern beitragen. Vor diesem Hintergrund bietet die Studie
einen Literaturüberblick über empirische Ergebnisse zum Einfluss von Steuern und Abgaben auf das Arbeitskräfteangebot von
Frauen, die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit in Paarhaushalten sowie Ausbildungsentscheidungen und Unternehmensgründungen
von Frauen. Dabei werden nicht nur direkte, sondern auch indirekte Steuern berücksichtigt. Das Arbeitskräfteangebot von Frauen
reagiert demnach in Österreich wie generell in den Industrieländern sowohl hinsichtlich der Arbeitsmarktpartizipation als
auch des Stundenausmaßes wesentlich empfindlicher auf die gesamte direkte Abgabenbelastung der Arbeitseinkommen als jenes
von Männern. Zudem dürften eine Reihe von Begünstigungen im Einkommensteuersystem bzw. im Rahmen der Sozialversicherungsbeiträge
die Partizipationsentscheidung und die Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern beeinflussen.
Die Belastung der Arbeitseinkommen durch direkte Steuern und Abgaben (Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge) spielt die
wichtigste Rolle, aber auch indirekte Steuern könnten das Arbeitskräfteangebot von Frauen sowie die Arbeitsteilung in Paarhaushalten
beeinflussen; diese Fragestellung wurde allerdings für Industrieländer in der Literatur bislang kaum untersucht, empirische
Belege für diese Annahmen fehlen daher bislang. Die Ausgestaltung von Steuern und Abgaben soll insgesamt primär Anreize für
eine Verringerung der Frauenerwerbsbeteiligung vermeiden oder dämpfen sowie eine gleichmäßige Verteilung der bezahlten und
unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern unterstützen und durch Sonderregelungen im Steuer- und Abgabenrecht fördern.
Der Literaturüberblick untermauert darüber hinaus die Annahme, dass durch die Besteuerung auch andere individuelle ökonomische
Entscheidungen von Männern und Frauen – in unterschiedlichem Ausmaß – beeinflusst werden, etwa Bildungsentscheidungen oder
Unternehmensgründungen. Hier besteht allerdings noch erheblicher Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der empirischen
Überprüfung möglicher Effekte allgemein und für Frauen im Besonderen.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2017
Within the EU Mutual Learning Programme in Gender Equality supported by the European Union Rights, Equality and Citizenship
Programme (2014-2020), the paper comments from an Austrian perspective on the Swedish experience with introducing an individual-based
income tax system.
Herausgeber: Europäisches Parlament, GD für Interne Politikbereiche der Union, Direktion A – Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik
This study provides an overview over gender aspects in taxation at member country and EU level. After an outline of gender
gaps in socioeconomic realities across member countries, relevant for taxation, the implementation of gender aspects at EU
and member country level and the existing legal approaches and obligations are reviewed critically. Research results on gender-disaggregated
effects are presented for the taxation of personal income, corporations and business income, property, and consumption. Finally,
the study presents recommendations on how to improve gender equality in taxation.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2017
Das AMS Wien hat seit Bestehen des Gender-Budgetziels im Arbeitsmarktservice vor mehreren Jahren in keinem Jahr die Vorgaben
erreicht. Deshalb wurde von der Landesgeschäftsstelle ab 2016 ein internes Projekt zur Analyse und Argumentation zu Gender
Mainstreaming in der aktiven Arbeitsmarktpolitik umgesetzt, zu dem das WIFO externe Expertise beisteuerte. Diese betraf insbesondere
Unterstützung bei der geschlechtsspezifischen Analyse verschiedener Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik sowie bei
der Entwicklung und Bewertung der Auswirkungen verschiedener Änderungsszenarien zum geschlechtsspezifischen Mitteleinsatz
im Hinblick auf die Erreichung des Gender-Budgetziels einerseits und den potentiellen Einfluss auf die Erreichung sonstiger
Ziele andererseits.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2017
Mit der ab 2009 implementierten Haushaltsrechtsreform des Bundes wurde die Verpflichtung zum Gender Budgeting in Österreich
verfassungsrechtlich verankert. Seit 2013 wird Gender Budgeting auf der Bundesebene als integraler Bestandteil der wirkungsorientierten
Haushaltsführung umgesetzt. Somit ist bei der Planung, Umsetzung und Evaluierung budgetpolitischer Maßnahmen als eine Wirkungsdimension
die tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen zu berücksichtigen. Das Gleichstellungsziel des Bundesministeriums
für Finanzen für die Untergliederung 16 "Öffentliche Abgaben" zielt auf einen positiven Beitrag des Abgabensystems zu einer
gleichmäßigeren Verteilung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern ab. Die Studie bereitet überblicksartig
die wichtigsten internationalen empirischen Ergebnisse zu den genderdifferenzierten Effekten von Steuern und Abgaben auf und
identifiziert wichtige abgabenrechtliche Regelungen, die in Österreich negative oder positive Anreize für das Arbeitskräfteangebot
von Frauen und die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen setzen. So soll der öffentlichen Verwaltung erstens eine erste
grobe Orientierung für die gleichstellungsorientierte Beurteilung von Regelungsvorhaben im Rahmen der wirkungsorientierten
Folgenabschätzung gegeben werden. Zweitens sollen Hinweise auf Maßnahmen gegeben werden, die im BMF, aber auch in anderen
relevanten Ressorts (sofern ein Bezug zum Abgabenrecht gegeben ist) implementiert werden können, um zur Erreichung der Gleichstellungsziele
beizutragen.
WWWforEurope: Welfare, Wealth and Work for Europe, Juli 2015, 24 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH – Österreichische Austauschdienst-GesmbH
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Projekt-Konsortium WWWforEurope
So far, the economic case for gender equality and female empowerment has gained stronger attention in the case of developing
countries where women have far less rights and opportunities compared to developed ones. Hence, the grounds supporting gender
equality have been much stronger and much more researched in the former. In developed countries, although there are still
large differences in labour force participation, income and power, there is at least a growing equality in opportunity, making
it less easy to analyse the existing gender inequality in terms of restrictions which need to be lifted in order to reach
a fair and efficient division of work. This paper offers a review of the literature on the economics of gender equality by
way of organising it along three propositions and two questions. This way it is possible to combine very different strands
of literature, ranging from rather formal explorations within theoretical micro-economics, to more empirically oriented macro-economic
research on economic growth, and rather heterodox contributions from feminist economics, illustrating the richness of the
debate and the different positions that can be taken.
Alyssa Schneebaum, Bernhard Rumplmaier, Wilfried Altzinger
Primarily using data from the 2010 European Social Survey, we analyse intergenerational educational persistence in 20 European
countries, studying cross-country and cross-cluster differences, changes in the degree of intergenerational persistence over
time, and the role of gender in determining educational persistence across generations. We find that persistence is highest
in the Southern and Eastern European countries, and lowest in the Nordic countries. While persistence in the Nordic and Southern
countries has declined over time, it has remained relatively steady in the rest of Europe. Our analysis highlights the importance
of a detailed gender analysis in studying intergenerational persistence, finding that mothers' education is a stronger determinant
of daughters' (instead of sons') education and fathers' education a stronger determinant of the education of their sons. For
most clusters, declines in intergenerational persistence over time are largely driven by increasing mobility for younger women.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit finanzieller Unterstützung von: Europäische Kommission
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Online seit: 27.04.2015 0:00
Die vorliegende Analyse der Arbeitsmarktlage und Lebenssituation von Frauen und Männern legt besonderes Augenmerk auf geschlechtsspezifische
Unterschiede in den Zugangsmöglichkeiten und Teilhabechancen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. In Anlehnung an Beispiele
in Deutschland, Schweden und Norwegen werden geeignete Indikatoren für Ausbildung, Arbeitsmarktsituation und Einkommen ausgewählt
und in einem Gesamtindex zusammengefasst, um die Chancen von Frauen und Männern auf regionaler Ebene in konzentrierter Form
darzustellen und zu vergleichen. Entsprechend dem Gender-Mainstreaming-Ansatz wird so das Ausmaß der Chancen(un)gleichheit
von Frauen und Männer in Österreich unter Berücksichtigung regionaler Rahmenbedingungen deutlich. In der vorliegenden Fassung
werden die Ergebnisse aus den Jahren 2006/2010 um das Erhebungsjahr 2012 ergänzt.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Im Rahmen von Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes, die von der EU unterstützt werden, sind die Mitgliedsländer
angehalten, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Männern und Frauen sowie die Nichtdiskriminierung zu fördern.
Die vorliegende Studie aktualisiert die Ergebnisse einer WIFO-Analyse der regionalen Arbeitsmarktlage und Lebenssituation
von Frauen und Männern aus dem Jahr 2011, um Rückschlüsse auf die regionale Wirkung solcher Maßnahmen zu ermöglichen.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2014
2013 wurde auf Bundesebene die wirkungsorientierte Haushaltsführung mit Gender-Budgeting als integralem Bestandteil eingeführt.
Der geplante Lehrgang soll methodische Grundlagen für die Durchführung von Gender-Budgeting liefern und mit der Erstellung
eines Handbuches abgeschlossen werden.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
In Österreich ist seit 2013 Gender-Budgeting als integraler Bestandteil der wirkungsorientierten Haushaltsführung auf Bundesebene
umzusetzen. Auch im Bundesministerium für Finanzen ist daher für die zum Ressort gehörenden Untergliederungen eine Gender-Prüfung
zu implementieren. Im Rahmen des Projektes wurden Unterlagen für die Verwaltung erarbeitet. Diese enthalten die Auswertung
und Zusammenfassung der rechtlichen Grundlagen, der inhaltlich-politischen und methodisch-konzeptionellen Vorgaben für Gender-Prüfungen
im BMF sowie der bereits vorliegenden Leitfäden, Checklisten usw. zur Durchführung von Gender-Prüfungen im BMF. Zudem wurden
grundsätzliche Gender-Ziele und genderrelevante Aspekte erarbeitet. Die Studie geht auch auf methodische Ansätze und Datenerfordernisse
im Bereich von Steuern und Abgaben ein und bietet einen Überblick über die aktuelle Forschungssituation im Ausland und in
Österreich. Schließlich wurden Leitfäden für Gender-Prüfungen für einkommens-, aufwands- und vermögensbezogene Steuern erarbeitet.
Seit mehreren Jahren fordert der österreichische Bundesminister für Arbeit, mindestens 50% des Budgets der aktiven Arbeitsmarktpolitik
für Frauen zu verwenden. Dieses Ziel wurde österreichweit seit 2004 nur zwischen 2005 und 2007 erreicht, obwohl Frauen häufiger
Zugang zu einer Maßnahme finden als Männer. Die Förderung für Frauen ist aber im Durchschnitt niedriger. Um den Anteil der
Frauen am Fördervolumen auf 50% zu steigern, muss vom Arbeitsmarktservice strukturell geringeren Förderkosten gegengesteuert
werden, was in den einzelnen Landesgeschäftsstellen mit unterschiedlichen Strategien erfolgt. Bedeutsam dafür sind in jedem
Fall die Frauenförderprogramme (Wiedereinstieg, Handwerk und Technik). Diese Programme werden durch die Ministervorgabe auch
finanziell abgesichert.
Alyssa Schneebaum, Bernhard Rumplmaier, Wilfried Altzinger (WU Wien)
WWWforEurope: Welfare, Wealth and Work for Europe, Februar 2014, 26 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH – Österreichische Austauschdienst-GesmbH
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Projekt-Konsortium WWWforEurope
Online seit: 28.02.2014 0:00
We employ 2011 European Union Survey on Income and Living Conditions (EU-SILC) data for Austria to perform Markovian mobility
matrix analysis and uni- and multivariate econometric analysis to study intergenerational educational mobility by gender and
migration background. We find that the educational attainment of girls and migrants relative to their parents is less mobile
than for boys and natives. Further, the immobility of educational attainment is enhanced by the intersection of these identities:
migrant girls are the least educationally mobile group and are especially likely to follow their mothers' educational footsteps,
while native boys are the most mobile, especially compared to their mothers.
We examine the change of the gender wage gap in Austria between 2002 and 2007 using Juhn et al. (Workers and their wages,
AEI Press, Washington DC, 1991, pp. 107-143) decomposition. We analyse data from Austrian tax records which we merge with
social security records and Austrian microcensuses of the years 2002 and 2007. We find that the gender wage gap declined from
21 percent in 2002 to 18 percent in 2007. The main determinant of this decline is the relative improvement of women's unobserved
characteristics. The decline of the gender wage gap is also due to women having attained more formal education and to a convergence
of men's and women's returns to education. Women's improved educational attainments were partly offset by a shift in the demand
for skilled workers that disadvantaged unskilled workers, most of whom are women, resulting in a moderate decrease of the
gender pay gap over these years. Robustness checks confirm our results.
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Höhere Studien
Online seit: 20.09.2013 0:00
2007 wurde in Österreich die Verpflichtung zum Gender-Budgeting verfassungsrechtlich verankert. Sie gilt für den Bundeshaushalt
ebenso wie für die Haushalte der nachgeordneten Gebietskörperschaften und ist damit ein integraler Bestandteil der wirkungsorientierten
Haushaltsführung. Im Arbeitsmarktservice besteht vor dem Hintergrund der Zielsetzungen des Bundesministers für Arbeit eine
mehrjährige Tradition der geschlechtersensiblen, gleichstellungs- und wirkungsorientierten Arbeitsmarktpolitik. Seit mehreren
Jahren ist dabei die explizite Vorgabe an das Arbeitsmarktservice formuliert, zumindest 50% der Fördermittel im Rahmen der
aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen zu verwenden. In der vorliegenden Studie werden basierend auf einer Kombination von
quantitativen und qualitativen Methoden die Strategien und Strukturen des Mitteleinsatzes in den Bundesländern untersucht
sowie die Wirkung dieses Genderbudgetziels diskutiert.
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Nach einer kurzen Darstellung der politischen und rechtlichen Grundlagen sowie des Status-quo des Umsetzungsprozesses von
Gender-Budgeting in Österreich im Allgemeinen und im Bereich der Steuern und Abgaben im Besonderen konzentriert sich der Literaturüberblick
auf die Wirkungen von Steuern und Abgaben auf das Arbeitskräfteangebot und auf genderdifferenzierte Verteilungswirkungen.
Bisher liegen hier in Österreich unsystematisch und unregelmäßig Analysen der genderdifferenzierten Verteilungswirkungen im
Bereich von Lohn- und Einkommensteuer sowie einige statistisch-ökonometrische Studien zur Arbeitsangebotselastizität vor.
Der gesamte Bereich der Steuern auf Verbrauch und Vermögen wurde dagegen noch kaum behandelt. In einem zweiten Schritt werden
wichtige Datenerfordernisse für eine gendersensible Analyse des österreichischen Abgabensystems sowie wichtige Datenlücken
identifiziert. Abschließend werden Empfehlungen für Maßnahmen des Bundesministeriums für Finanzen und anderer politischer
Akteure formuliert, um die Qualität des Umsetzungsprozesses und seiner Ergebnisse zu garantieren. Sie beziehen sich auf institutionelle
Rahmenbedingungen, die Schaffung und effektive Nutzung von interner und externer Expertise, die Dokumentation und Berichterstattung
als Grundlage für die Ableitung und Umsetzung gleichstellungsorientierter Maßnahmen sowie auf Vorgaben und Standards bezüglich
der Abläufe und inhaltlichen Aspekte der Umsetzung von Gender-Budgeting.
Policies to reduce the gender pay gap feature prominently on the political agenda and interventions in the labour market are
frequently proposed, claiming a persistent wage gap. We examine the change of the gender wage gap in Austria between 2002
and 2007 with new data from administrative records and find that it declined from 24 percent in 2002 to 19 percent in 2007.
We observe that women's improved educational attainments were partly offset by a shift in the demand for skilled workers that
disadvantaged unskilled labour. The main determinant of this decline is however the improvement of women's relative position
in unobserved characteristics.
Final report to the "Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank", Grant No 12975 • Project Co-ordinator: Christine
Zulehner (WIFO) – IT support: Georg Böhs
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
We constructed a new dataset from the Austrian micro-census, Austrian social security data and from tax records to investigate
the differences in pay and career for Austrian men and women. Combining the information in these data sets using an anonymous
personal identifier provides the unique data source for Austria for the analysis of gender wage differences. In a first step
the micro-census database was augmented with income tax data on the individual level. The income tax data contain information
on gross yearly income, paid taxes, extra compensation and seniority bonuses. In combination with the Austrian social security
data which provide information about the individual employment for each single day it is possible to create reliable data
about hourly wages and generate different variables about the actual experience and employment history which were analysed
in detail. The merged data allow the analysis of the effects of human capital, employment history and family formation on
the gender wage gap. In addition, we analysed the family pay gap for women and men and the pay gap over time, being able to
account for household characteristics, in addition to the characteristics of actual and former workplaces (such as the number
of women in a particular workplace).
This paper addresses the impact of addiction and social interactions on cigarette demand, controlling for demographic and
socioeconomic factors. A Box-Cox double-hurdle model for the simultaneous decisions of how much to smoke and whether to quit
smoking is estimated on individual data from the 2000 Italian "Health Status and Use of Health Services" survey. The model
incorporates the fixed costs of quitting and allows for the analysis of the effects of addiction and social interactions on
smoking participation and cigarette consumption. Estimation results show that the duration of the smoking habit, used as measure
of addiction, significantly increases the level of cigarette consumption and lowers the probability of quitting. Social interactions
significantly affect individual's attitude toward smoking. Finally, gender differences are formally tested to verify whether
male and female sub-samples can be pooled or should be separately analyzed. The hypothesis of equal consumption parameters
is clearly rejected, suggesting the opportunity of distinguishing the consumption patterns of men and women.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Akademie der Bildenden Künste Wien
Die Akademie der Bildenden Künste will Gender-Budgeting als Instrument zur Sicherung der Geschlechtergerechtigkeit in das
Personal- und Studienmanagementsystem integrieren. Die vorliegende Studie zeigt, wie ein solches System konzipiert werden
könnte. Gemäß der Analyse der Personalstruktur erhöhte die bisherige Frauenförderung die Gender-Gerechtigkeit, reichte aber
nicht aus, um sie im Kunst- und Forschungsdesign sowie in der Lehre zu verankern.
Österreich zählt zu den EU-Ländern mit den geringsten Einkommensunterschieden zwischen den privaten Haushalten. Frauen tragen
mit ihrer zunehmenden Erwerbsbeteiligung zur Festigung des mittleren Haushaltseinkommens bei. Transferleistungen des Staates
stellen sicher, dass Familien mit Kindern und niedrigem Erwerbseinkommen nicht verarmen.
The European Union has developed a complex strategy and policy coordination process to promote gender equality in all community
policies through "gender mainstreaming". While every member country has to promote the policy objective of gender equality,
the instruments implemented to that end may differ. Different institutional structures and gender roles in the society may
result in different outcomes of the same policy measure. Therefore every country has to choose those instruments best fitted
to achieve gender equality. This paper outlines the various positions of the individual member countries relative to gender
relations, with a special emphasis on Austria. Overall, it is the state and public sector institutions which tend to take
a lead in implementing affirmative action programmes, in the main positive discrimination of women (quota regulations, targets)
and enforcement of antidiscrimination legislation. Affirmative action programmes in private industry are not a universal feature
in all EU countries. While gender equality is pursued as a moral issue in its own right, it is also an instrument to combat
the negative impact of ageing of the European populations on welfare budgets and economic growth.
Im Rahmen einer Pilotstudie analysierte das WIFO Teilbereiche des oberösterreichischen Landesbudgets aus der Geschlechterperspektive
(Gender-Budget-Analyse). Für diese Untersuchung der Bereiche Bildung, Gesundheit und Sport wurden exemplarisch verschiedene
Analysezugänge und -methoden verwendet. Mit Hilfe einer Ausgabeninzidenzanalyse wurden die Ausgaben des Landes für Gesundheit
Männern und Frauen zugerechnet. Eine Einkommens- und Beschäftigungsanalyse gab Aufschluss über Quantität und Qualität der
Beschäftigungsverhältnisse im Bereich Bildung. Um Querverbindungen zwischen öffentlichen Ausgaben und unbezahlter Arbeit –
ein wichtiger Aspekt von Gender-Budget-Analysen – sichtbar zu machen, wurde beispielhaft die Bedeutung des Ehrenamtes näher
betrachtet.
Die unterschiedliche ökonomische Situation von Frauen und Männern in Österreich zeigt die Notwendigkeit von weiteren Gleichstellungsmaßnahmen.
Wie der gesetzlich verpflichtende Ansatz des Gender Mainstreaming liefert auch der systematische Einsatz von Gender-Budget-Analysen
wichtige Grundlagen für die Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter. Die Verwendung öffentlicher Mittel kann auf
dieser Grundlage effizienter werden und die Gleichstellung stärker unterstützen.
Japan and Austria are among the OECD countries with an average labour force participation rate but an above average gender
gap as far as employment opportunities and earnings are concerned. In Japan, women in the main working age have a fairly large
margin of labour resources not employed in the market economy. In Austria in contrast, the proportion of unused labour resources
of mature workers is high, and the gender gap is less pronounced than in Japan, which suggests that a different combination
of policies is called for to promote economic and employment growth in the face of an ageing society.
Unter Mitarbeit von Hedwig Lutz • Konsulentinnen: Luise Gubitzer, Elisabeth Klatzer, Gabriele Michalitsch
Auftraggeber: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Solution, Sozialforschung & Entwicklung e.U.
Die Studie legt die konzeptionellen Grundlagen für Gender-Budgeting dar und analysiert direkte und indirekte Wirkungen der
Ausgabenbereiche Bildung, Gesundheit und Sport aus Geschlechterperspektive. Zudem werden Maßnahmen für die Institutionalisierung
und Umsetzung von Gender-Budgeting im oberösterreichischen Landeshaushalt sowie Ansatzpunkte für die geschlechterdifferenzierte
Analyse von Ausgabenkürzungen skizziert.
Unter Mitarbeit von Hedwig Lutz • Konsulentinnen: Luise Gubitzer, Elisabeth Klatzer, Gabriele Michalitsch
Auftraggeber: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Solution, Sozialforschung & Entwicklung e.U.
Die Studie legt die konzeptionellen Grundlagen für Gender-Budgeting dar und analysiert direkte und indirekte Wirkungen der
Ausgabenbereiche Bildung, Gesundheit und Sport aus Geschlechterperspektive. Zudem werden Maßnahmen für die Institutionalisierung
und Umsetzung von Gender-Budgeting im oberösterreichischen Landeshaushalt sowie Ansatzpunkte für die geschlechterdifferenzierte
Analyse von Ausgabenkürzungen skizziert.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Das österreichische Bundesministerium für Finanzen will innerhalb seiner Ressortzuständigkeit (Steuern und Ausgaben der Gruppe
5 einschließlich Personal) eine verpflichtende Gender-Prüfung einführen. Künftig werden demnach geplante Vorhaben aus der
Gleichstellungsperspektive auf ihre direkten und indirekten Effekte auf die Situation von Frauen und Männern überprüft. Die
Studie identifiziert jene Einzelbereiche, für die Gender-Prüfungen überhaupt sinnvoll und aussagefähig sind, und legt Leitfäden
und Checklisten für die zu überprüfenden Bereiche im Finanzressort vor. Nach einem kurzen Überblick über Ziele und Ausgestaltung
von Gender-Prüfungen in Finanzressorts anderer Länder werden die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche
Institutionalisierung und Umsetzung in Österreich skizziert.
Unter Mitarbeit von Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Huemer, Helmut Mahringer, Christine Mayrhuber
Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Der Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums reiht Österreich hinsichtlich der Gleichbehandlung der Geschlechter unter
58 Ländern an 28. Stelle. Demnach schneiden in Österreich Frauen hinsichtlich Erwerbsbeteiligung und Bildung deutlich schlechter
ab als Männer.
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Für die Analyse der Arbeitsmarktlage und der Lebenssituation von Frauen und Männern in den Regionen mit besonderem Fokus auf
geschlechtsspezifische Unterschiede in den Zugangsmöglichkeiten und Chancen zur Teilhabe am österreichischen Arbeitsmarkt
werden in Anlehnung an Beispiele in Deutschland, Schweden und Norwegen geeignete ausbildungs-, arbeitsmarkt- und einkommensspezifische
Indikatoren ausgewählt und in einem Gesamtindex zusammengefasst. Ziel ist, entsprechend dem Gender-Mainstreaming-Ansatz das
Ausmaß der Chancen(un)gleichheit von Frauen und Männern auf regionaler Ebene in Österreich aufzuzeigen, auch unter Berücksichtigung
regionaler Rahmenbedingungen. In der vorliegenden Fassung werden die Ergebnisse aus den Jahren 2006 bis 2012 um die Erhebungsjahre
2015 und 2017 ergänzt.