Data Science and Management

Das Team "Data Science and Management" unterstützt die Forschungsbereiche des WIFO in Bezug auf Datenzugang, Datenbankpflege und Datenbankadministration sowie bei der Beschaffung, Verarbeitung, Analyse und Auswertung von sehr komplexen und großen Datenmengen. Der damit verbundene hohe Anspruch an Datenqualität und Datenkonsistenz ist für die gesamte Forschungstätigkeit des WIFO prägend.

Neue technologische Entwicklungen ermöglichen sowohl neue Methoden, große Datenmengen zu analysieren, als auch den Aufbau neuer Datensätze. Das WIFO sieht darin eine große Chance für die empirische Wirtschaftsforschung und eine evidenzbasierte Wirtschaftspolitik und nutzt daher diese neuen Verfahren sowohl im Rahmen von Forschungsprojekten als auch in seiner Grundlagenforschung.

Rezente Beispiele sind etwa der Aufbau eines Datensatzes zu Komplexitätsindikatoren (Product-Space-Indikatoren). Weitere komplexe Datensätze sind die Patentdatenbank des WIFO oder der Individualdatenbestand der Arbeitsmarktdatenbank des Sozialministeriums.

Abseits der Entwicklung von neuen Datenanalysemethoden und Datensätzen betreut das Team Data Science and Management u. a. das WDS – WIFO-DatenSystem, welches auch externen Nutzern und Nutzerinnen zur Verfügung steht. Dazu werden unterschiedliche Datenquellen aus dem In- und Ausland homogenisiert importiert und für wissenschaftliche Analysen und wirtschaftspolitische Entscheidungen aufbereitet.

 

Beispiele für die Datenvisualisierung

 

Publikationen

Detailansicht

Entwicklung und Verteilung der psychisch bedingten Krankenstände in Oberösterreich
Monographien, Jänner 2019, 51 Seiten
EDV: Georg Böhs
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 25.01.2019 11:00
 
Psychische Erkrankungen bilden eine hohe Hürde für die Erwerbstätigkeit und sind eine der wichtigsten Ursachen von Invalidität. Ihre Bedeutung für das Krankenstandsgeschehen nahm längerfristig stark zu. Dieser Bericht befasst sich mit der Entwicklung und Verteilung psychisch bedingter Krankenstände in Oberösterreich in den Jahren 2005 bis 2016. Nach einem deutlichen Anstieg in den 2000er-Jahren gingen die Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen zwischen 2011 und 2016 leicht zurück. Dies war vor allem auf eine Verkürzung der durchschnittlichen Krankenstandsdauer zurückzuführen. Die Zahl der psychisch bedingten Krankenstandstage der Arbeitslosen war um ein Vielfaches höher als jene der Beschäftigten, sie folgte in ihrer Entwicklung über die Zeit aber einem ähnlichen Muster.
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

Absences Due to Mental Health in Upper Austria
Mental illnesses pose a major obstacle to gainful employment and are one of the major causes of disability. Over the last decades, their importance for sick leave has also risen sharply. This report looks at the development and distribution of sick leave due to mental illness in Upper Austria between 2005 and 2016. After a sharp rise in the 2000ies, absenteeism due to mental illness declined slightly between 2011 and 2016. This decline was primarily due to a reduction in sick leave durations. The unemployed recorded a much higher number of mental sick leaves than the employed, but their development followed a similar pattern over time.
Data processing: Georg Böhs

Verwandte Einträge

Abgeschlossene Forschungsprojekte
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
Abgeschlossen: 2019
Um handlungspolitisch relevante Erkenntnisse zur Verteilung und Entwicklung der psychisch bedingten Krankenstände in Oberösterreich zu gewinnen, wird in einem ersten Schritt das aggregierte Bild zur Verbreitung der psychischen Erkrankungen, wie es aus der Krankenstandsstatistik für die Periode 2004/2016 hervorgeht, nach verschiedenen Dimensionen untersucht. Dazu werden die Krankenstandsquoten unterschiedlicher Beschäftigtengruppen (nach Geschlecht und Altersgruppen) gebildet und Unterschiede in der Häufigkeit und Dauer der Krankenstände dieser Gruppen sowie Veränderungen über die Zeit analysiert. Ein zweiter Schwerpunkt der Analyse betrifft den Kreis jener Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die aufgrund psychischer Leiden krankgeschrieben wurden. Dabei soll geklärt werden, wieweit psychisch bedingte Krankenstände einen wiederkehrenden, chronischen Charakter haben oder tendenziell eher als isolierte Episoden in der Erwerbsbiographie auftreten.