Stabilisierung der relativen Lohnstückkosten im Jahr 2025
Im Jahr 2025 stiegen die Lohnstückkosten in der österreichischen Herstellung von Waren gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig (+0,5%), nachdem sie 2023 und 2024 kräftig um 11,7% bzw. 9,6% zugelegt hatten. Damit verbesserten sich die relativen Lohnstückkosten sowohl gegenüber dem gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner (–2,6 Prozentpunkte), als auch gegenüber den EU-Handelspartnern ( 3,1 Prozentpunkte) und dem wichtigsten Handelspartner Deutschland (–2,7 Prozentpunkte). Getragen wurde diese Entwicklung von einer deutlichen Erholung der Produktivität (+3,4%) bei zugleich merklich schwächerer Dynamik der Arbeitnehmerentgelte pro Kopf (+3,9% nach +6,4% im Jahr 2024). In den letzten fünf Jahren wuchsen die Lohnstückkosten in der heimischen Warenherstellung gleich rasch wie in Deutschland und um 0,4 Prozentpunkte p. a. schneller als in Westeuropa, aber um 0,7 Prozentpunkte p. a. langsamer als im gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner. Aufgrund der staatlichen Hilfsmaßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie bzw. zur Abfederung der hohen Inflation sind die Ergebnisse für die letzten fünf Jahre weiterhin mit Vorsicht zu interpretieren.