Anpassungen von Export- und Importstrategien auf Märkten außerhalb der EU

Ergebnisse der Sonderbefragung zur Anpassung von Export- und Importstrategien aufgrund von Spannungen, Störungen oder politischen Veränderungen auf Märkten außerhalb der EU im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests vom Februar 2026

Lieferengpässe und Unsicherheiten aufgrund geopolitischer Konflikte und protektionistischer Praktiken wichtiger Handelspartner haben in den letzten Jahren zugenommen. Die vorliegenden Befragungsergebnisse zeigen, dass rund die Hälfte der befragten Unternehmen ihre bisher verfolgten Export- und Importstrategien für Märkte außerhalb der EU nicht verändert haben, bzw. diese nicht verändern. Obwohl sich aus den Befragungsergebnissen keine dominante Anpassungsstrategie herauskristallisiert, legen die Ergebnisse nahe, dass bei den Exporten vor allem mit Preiszurückhaltung und der Überprüfung der Vertragsbedingungen reagiert wurde, bei Importen mit Einzelmaßnahmen und der Anpassung der Lagerhaltung sowie der Überprüfung der Import-Vertragsbedingungen. Die Befragungsergebnisse zu Strategieänderungen bezüglich Produktionsstandorte in Ländern außerhalb der EU leiden unter einer geringen Fallzahl, fügen sich aber gut in die Reihe der Befragungsergebnisse ein, die zeigen, dass keine Tendenz zur Rückverlagerung der Produktion zu beobachten ist.