WIFO-Macromod

Mittelfristige makroökonomische Prognose für Österreich
Das WIFO-Macromod wird für die mittelfristige makroökonomische Prognose und Politiksimulation für Österreich verwendet. Es bildet die Dynamik der wichtigsten Nachfrageaggregate auf Jahresbasis ab und lässt kurz- bis mittelfristige Ungleichgewichte auf dem Arbeits- und Gütermarkt zu. Die angebotsseitigen Elemente des Modells umfassen den Potenzialoutput, der mithilfe des Produktionsfunktionsansatzes der Europäischen Kommission geschätzt wird. Das Modell verknüpft Inlandsmärkte, Außenwirtschaft, Arbeitsmarkt und Preis-Lohn-System über Steuern und Staatsausgaben mit dem öffentlichen Sektor. Die Verhaltensgleichungen werden mittels Fehlerkorrekturmethoden geschätzt, die auf langfristige Gleichgewichtsbeziehungen abzielen und zyklische Abweichungen zulassen.

Das WIFO-Macromod wird zur Erstellung der mittelfristigen WIFO-Prognose und für die Schätzung der makroökonomischen Effekte von wirtschaftspolitischen Maßnahmen verwendet.

Das WIFO-Macromod bildet die Dynamik der wichtigsten Nachfrageaggregate auf Jahresbasis ab und lässt kurz- bis mittelfristige Ungleichgewichte auf dem Arbeits- und dem Gütermarkt zu. Die Nachfrageseite wird durch Schätzungen des Trendoutputs nach dem Produktionsfunktionsansatz gemäß der Europäischen Kommission angebotsseitig ergänzt. Im Modell werden die wichtigsten Beziehungen zwischen dem Inlandsmarkt und der Außenwirtschaft, dem Arbeitsmarkt und dem Preis-Lohn-System abgebildet und mit dem öffentlichen Sektor über Staatsausgaben und Steuern verknüpft. Die wichtigsten Verhaltensgleichungen werden mit einem Fehlerkorrekturansatz geschätzt, welcher auf langfristig stabile Zusammenhänge zwischen mehreren Variablen abzielt, aber kurzfristige (z. B. konjunkturbedingte) Abweichungen davon zulässt.

Das Modell unterscheidet zwischen den Einnahmen und den Ausgaben des Staates. Die Einnahmen werden endogen erklärt: Entweder explizit über die Dynamik der Steuerbasis und Tarifsätze oder durch die Ermittlung des Steueraufkommens in Bezug zu einer gesamtwirtschaftlichen Größe. Die Dynamik der öffentlichen Verschuldung wird durch die Entwicklung des Budgetsaldos bestimmt. Der Zinsendienst ergibt sich aus der impliziten Verzinsung der Bestandsschuld und der Struktur der Neuverschuldung.