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Thomas Url, Die Lebensversicherung aus einer individuellen und gesamtwirtschaftlichen Perspektive

Monographien, Juni 2017
   
Lebensversicherungen bieten den Versicherten als einziges Finanzprodukt gleichzeitig Schutz gegen die Folgen von biometrischen und von Kapitalertragsrisiken auf das Erwerbseinkommen. Zu den biometrischen Risiken zählen die Absicherung gegen das Langlebigkeitsrisiko, das Sterblichkeits- bzw. Hinterbliebenenrisiko und gegen das Invaliditätsrisiko. Wie ein Vergleich der Prämieneinnahmen zeigt, ist die Nachfrage nach Versicherungsschutz vor dem Invaliditätsrisiko in Österreich niedrig. Die Leistungen der Lebensversicherung entsprechen etwa 3% bis 4% des verfügbaren Einkommens der Privathaushalte und bilden für die betroffenen Haushalte eine wichtige Einkommensquelle, weil sie ausgezahlt werden, wenn ein Haushalt dringend zusätzliche Mittel benötigt. Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld überdeckt derzeit die Vorteile einer langfristig angelegten Strategie zur Altersvorsorge. Lebensversicherungen sind ein Instrument zur Selbstbindung, d. h. Versicherte können sich damit selbst zur Spartätigkeit verpflichten. Lange Vertragslaufzeiten erleichtern den Kapitalaufbau, und die Möglichkeiten der klassischen Lebensversicherung zur Glättung der Kapitalerträge im Zeitverlauf erlauben auch Personen mit niedriger Risikotragfähigkeit eine breit diversifizierte Veranlagung auf dem Kapitalmarkt.
 
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.07.2017 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Life Insurance from an Individual and Macroeconomic Perspective

Life insurance offers simultaneously protection against biometric risks as well as against the risk of high investment losses. Specifically they protect the income level of private households against the negative consequences resulting from the uncertainties of life time and individual earning capacity. A comparison of premium revenues for longevity, mortality, survivor, and disability risks reveals that Austrian households have a low propensity to spend on private disability insurance. Claims payments from life insurance make up for 3 to 4 percent of disposable income. They are an important source of substitute income as the payment is either conditional on an adversity or on retirement. At the moment, life insurance faces a challenging environment which disguises the advantages from long contract periods for accumulating pension capital. Moreover, individuals can use life insurance as an instrument to self commit towards long-term saving. Long contract periods alleviate the build-up of pension capital and classical life insurance policies provide comparatively smooth interest earnings, thus they offer individuals with a low loss capacity the opportunity to invest in broadly diversified portfolios.

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