Stefan Ederer, Jürgen Janger, Wachstums- und Beschäftigungspolitik in Österreich unter europäischen Rahmenbedingungen

Monographien, Dezember 2010, 122 Seiten
   
Die vorliegende Studie untersucht, wieweit die europäischen Rahmenbedingungen (Binnenmarkt, Europa-2020-Strategie, Stabilitäts- und Wachstumspakt) mit der nationalen Wirtschaftspolitik der nächsten Jahre im Einklang sind bzw. Konfliktpotentiale aufweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die nationale Wirtschaftspolitik an den vorhandenen Schwächefeldern der österreichischen Wirtschaft ansetzt. Trotz der EU-Vorgaben verbleiben Freiräume für die nationale Wirtschaftspolitik. Die Übereinstimmungspotentiale einer künftigen österreichischen Wachstums- und Beschäftigungspolitik mit den europäischen Rahmenbedingungen sind hoch.
Unter Mitarbeit von Michael Böheim
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik – Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
Sprache:Deutsch

Growth and Employment Policy in Austria in the Context of a European Framework

The study investigates the extent to which European framework terms (internal market, Europe-2020 strategy, stability and growth pact) are in harmony or in conflict with Austrian economic policies over the coming years, starting out from the assumption that national economic policies will focus on existing weaknesses in the Austrian economy. The EU-stipulated framework leaves some leeway for national economic policies. Future growth and employment policies in Austria are likely to be a close match to the European framework terms.
With contributions by Michael Böheim

Verwandte Einträge

Stefan Ederer, Jürgen Janger, Promotion of Growth and Employment in Austria within the New European Policy Framework

Austrian Economic Quarterly, 2011(2), S.119-131
The "Europe 2020" Strategy for growth and employment in the EU establishes a new framework for member countries' economic policies. Key elements are the national targets in five policy areas (employment, research and development, education, poverty, environment), the Stability and Growth Pact, the co-ordination process in the context of the "European Semester" with guidelines set for economic policy at the national level, the drafting of National Reform Programmes, their evaluation at the European level, and a new procedure for the surveillance of macroeconomic imbalances. Against the background of a status-quo assessment of the course of Austria's economic policy followed since 1995 ("narrow focus on competitiveness"), this article explores potential options for gauging the scope for policy action at the national level. Thus, measures in the area of education and innovation, employment and environmental policy could broaden the sources of Austria's economic growth and mobilise potential demand and output hitherto untapped. For such policy approaches, the new European co-ordination process defines guidelines, while leaving major scope for action to individual member countries, thereby lending support to growth- and employment-enhancing reforms in Austria. The EU framework is binding with regard to the environmental targets, due to the commitment to reduce greenhouse gas emissions.
 

Stefan Ederer, Jürgen Janger, Wachstums- und Beschäftigungspolitik in Österreich unter neuen europäischen Rahmenbedingungen

WIFO-Monatsberichte, 2011(6), S.421-433
Die EU-Wachstums- und Beschäftigungsstrategie "Europa 2020" definiert neue Rahmenbedingungen für die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer. Zentral sind dabei die nationalen Ziele in fünf Bereichen der Wirtschaftspolitik (Beschäftigung, Forschung und Entwicklung, Bildung, Armut, Umwelt), der Stabilitäts- und Wachstumspakt, der Koordinationsprozess im Rahmen des "Europäischen Semesters" mit der Vorgabe von Leitlinien für die nationale Wirtschaftspolitik, der Entwurf nationaler Reformprogramme, deren Bewertung durch die europäische Ebene und ein neuer Prozess zur Überwachung makroökonomischer Ungleichgewichte. Vor dem Hintergrund einer Status-quo-Bestimmung des Kurses der österreichischen Wirtschaftspolitik seit 1995 ("enger Wettbewerbsfähigkeitskurs") wird anhand von potentiellen Ansatzpunkten der Spielraum der nationalen Wirtschaftspolitik identifiziert: Maßnahmen im Bereich der Bildungs- und Innovationspolitik, Beschäftigungs- und Umweltpolitik würden eine Verbreiterung der Wachstumsquellen bewirken, um ungenutzte Wachstumspotentiale in Österreich auszuschöpfen. In den potentiellen Ansatzpunkten gibt der neue europäische Koordinationsprozess Leitlinien vor, Österreich behält aber wesentlichen Gestaltungsspielraum und findet im EU-Prozess Unterstützung für wachstums- und beschäftigungsfördernde Reformen. Verbindlich sind die EU-Rahmenbedingungen hinsichtlich der Umweltziele aufgrund der vertraglichen Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgasemissionen.
 
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