Themenplattform "Wettbewerbsfähigkeit"

Außenwirtschaft (24 Treffer)

WIFO Research Briefs, 2020, (11), 9 Seiten
Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Internationale Wirtschaft (FIW)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Online seit: 20.09.2020 9:00
Der Beitrag skizziert Handlungsoptionen zur Stärkung der österreichischen Exportindustrie während der COVID-19-Pandemie. Die derzeitige Wirtschaftskrise zeigt Auswirkungen ungekannten Ausmaßes, die auch den Außenhandel erfassen und die ungünstige Entwicklung der österreichischen Exportwirtschaft infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 beschleunigen und vertiefen dürften. Umfangreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen tragen während der COVID-19-Pandemie zur Stabilisierung der Unternehmen bei, dennoch sind strukturpolitische Maßnahmen zur Exportdiversifikation und Steigerung der Resilienz notwendig. Das bedeutet eine intelligente Verschränkung von Technologiepolitik und Exportförderung mit dem Ziel der technologischen und geographischen Diversifikation des Exportportfolios. Wirtschaftspolitische Ansatzpunkte sind eine strategischen Standortpolitik, die Stärkung der Kompetenzbasis, die Förderung der Resilienz der Exportwirtschaft oder die Nutzung des Dienstleistungshandels in der Sachgütererzeugung.
Monographien, September 2018, 113 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 11.09.2018 0:00
 
Die Studie untersucht das österreichische Soft-Loan-Verfahren vor dem Hintergrund seiner Zielsetzungen: Förderung der Markterschließung, Erhöhung des Exportvolumens, Realisierung kommerzieller Nachfolgeprojekte sowie technologische Spill-over-Effekte im Geberland und entwicklungspolitischer Beitrag in den Zielländern. Sie bewertet die Auswahl der seit 2005 im österreichischen Verfahren als Soft-Loan-tauglich eingestuften Länder nach deren Bonität, Struktur und Entwicklung der Nachfrage und analysiert die Wettbewerbsposition und Exportstruktur der österreichischen Exporteure in diesen Ländern. Ökonometrische Verfahren und das Input-Output-Modell des WIFO quantifizieren die von Soft Loans induzierten Rückwirkungen auf Exporte, Beschäftigung und Wertschöpfung. Aus Erfahrungsberichten von Unternehmen im Rahmen von Interviews werden ein Problemaufriss am Beispiel der Balkanregion sowie künftige Strategien vor allem im Hinblick auf Nachfolgeprojekte und ungebundene Hilfskredite abgeleitet.
in: Ernest Gnan, Ralf Kronberger, Schwerpunkt Außenwirtschaft 2017/2018. Protektionismus: Ursachen, Erscheinungsformen, Ökonomische Effekte
Buchbeiträge, Facultas, Wien, Juni 2018, S.153-163
Herausgeber: Oesterreichische Nationalbank – Wirtschaftskammer Österreich
Die Folgen staatlicher Wechselbürgschaften und Beteiligungsgarantien für Inlandsbeschäftigung und Leistungsbilanz (Current Account and Employment Effects of Public Guarantees by Aval and Participation Guarantees)
Monographien, April 2018, 131 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 26.04.2018 0:00
 
Das österreichische System der Ausfuhrförderung besteht seit 1955 und hat in diesem Zeitraum ausgeglichen bilanziert. Staatliche Garantien können die asymmetrische Informationslage zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern überwinden und damit den Zugang zu Kreditfinanzierungen verbessern sowie deren Finanzierungskosten senken. Die Ergebnisse eines Matching-Verfahrens zeigen für die Wechselbürgschaften des Refinanzierungsrahmens eine signifikant positive Wirkung auf Beschäftigung und Umsätze sowie eine Verringerung des Zinsaufwandes. Die Auswertung der Aval-Wechselbürgschaften bringt keine so eindeutigen Ergebnisse. Die Nutzer von Beteiligungswechselbürgschaften und G4-Beteiligungsgarantien unterscheiden sich hinsichtlich der Entwickllung von Beschäftigung, Umsätzen und Pro-Kopf-Löhnen auf den Inlandsstandorten statistisch nicht signifikant von der Kontrollgruppe. Die Wechselbürgschaften erwiesen sich während der Finanzmarktkrise als ein flexibles und geeignetes Instrument zur Aufrechterhaltung des Vertrauens zwischen den Marktteilnehmern. Staatliche Haftungen für Auslandsbeteiligungen deckten zwischen 2000 und 2009 etwa ein Fünftel der aktiven Direktinvestitionen im Ausland und verbessern über die Einkommen aus aktiven Direktinvestitionen die Leistungsbilanz.
Klaus S. Friesenbichler (Projektleitung), Christian Glocker, Werner Hölzl, Serguei Kaniovski, Agnes Kügler, Andreas Reinstaller, Gerhard Streicher (WIFO), Iulia Siedschlag, Mattia Di Ubaldo, Zuzanna Studnicka (ESRI), Robert Stehrer, Roman Stöllinger, Sandra Leitner, Doris Hanzl-Weiss, Oliver Reiter, Amat Adarov, Alexandra Bykova (wiiw)
Monographien, Dezember 2017, 367 Seiten
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Economic and Social Research Institute – Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche
Online seit: 08.01.2018 0:00
 
This report offers an extensive analysis of the effects of the EU Single Market. It sheds light on four interrelated aspects: It first reveals the asymmetric economic performance across member countries, which also mirrors structural differences. These differences in economic outcomes are next confronted with measures of the Single Market, economic institutions, changes in demand patterns, industrial turbulence and producer price developments. Next, the changes in value chains are tracked over time, and also put into a global perspective. Eventually, firm level evidence complements the findings. The results are highly relevant for economic policies at the member country and the EU level.
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(1), S.83-95
 
Die österreichischen Handelsbeziehungen konzentrieren sich nach wie vor in hohem Maße auf den europäischen Markt. Die Analyse einer Vielzahl von Indikatoren, die die künftige Importnachfrage mitbestimmen, liefert ein Bild des makroökonomischen Umfeldes und der mittelfristigen Wachstumsaussichten für 55 Wirtschaftsräume außerhalb der EU und der EFTA, die ein Potential für den Export heimischer Waren und Dienstleistungen bieten. Auf Basis eines Gravitationsmodells für bilaterale Waren- und Dienstleistungsexporte werden in der Folge wirtschaftspolitisch beeinflussbare Angebotsfaktoren identifiziert, die maßgeblich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften beitragen können. Im Zentrum der Untersuchung stehen Maßnahmen zur Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsintensität und der (öffentlichen) Ausgaben im tertiären Bildungsbereich sowie die Umsetzung einer nachhaltigen Energiepolitik. Unter der Annahme, dass Österreich in Bezug auf diese drei Wettbewerbsindikatoren zu den skandinavischen Ländern (Dänemark, Finnland, Schweden) aufschließen könnte, ergeben sich in den simulierten Alternativszenarien für alle Angebotsfaktoren positive Exportimpulse. Die höchsten Exportpotentiale werden in den Industrieländern in Übersee sowie in den BRICS-Ländern identifiziert; sie wären dank der soliden mittelfristigen Wachstumsaussichten in diesen Regionen zudem am besten zu realisieren.
FIW – Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft, Dezember 2016, 8 Seiten, https://www.fiw.ac.at/
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Im vorliegenden Beitrag werden wirtschaftspolitisch beeinflussbare Angebotsfaktoren untersucht, die erfolgreiche Exportländer kennzeichnen und maßgeblich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften beitragen können. Im Zentrum der Untersuchung stehen Maßnahmen zur Steigerung der F&E-Intensität, der (öffentlichen) Ausgaben im tertiären Bildungsbereich sowie die Umsetzung einer nachhaltigen Energiepolitik. Unter der Annahme, dass Österreich den konstanten Aufwärtstrend fortsetzt und in diesen drei Wettbewerbsindikatoren zu den skandinavischen Ländern (Dänemark, Finnland und Schweden) aufschließen könnte, lassen sich mögliche Exportpotentiale dieser unterschiedlichen Politikmaßnahmen für den österreichischen Waren- und Dienstleistungshandel quantifizieren. Die empirischen Ergebnisse legen nahe, dass eine Erhöhung der Ausgaben für F&E sowie für tertiäre Bildung positive Exportimpulse induzieren können. Darüber hinaus deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass eine allfällige Forcierung einer nachhaltigen Energiepolitik im Sinne einer Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am gesamten Energiekonsum nicht im Widerspruch zu einer erfolgreichen Exportperformance stehen muss.
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Industrie- und Strukturpolitik (11 Treffer)

Die Wertschöpfungskette von Agrargütern und Lebensmitteln in Österreich (The Value Chain of Agricultural Commodities and Food in Austria)
Monographien, September 2020, 61 Seiten
Auftraggeber: Landwirtschaftskammer Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 16.09.2020 10:00
 
Während die Arbeitskräftezahl in der Landwirtschaft seit dem EU-Beitritt kontinuierlich abnahm, blieb sie in den vor- und nachgelagerten Branchen stabil oder nahm zu – vor allem im Handel. Wie im Rahmen einer Modellanalyse gezeigt wird, geht eine Ausweitung der Nachfrage nach inländischen Lebensmitteln mit einem Zuwachs der Produktion im Agrarsektor und in den nachgelagerten Verarbeitungssektoren einher. Damit ist in den vorgelagerten Branchen und der Volkswirtschaft insgesamt eine Steigerung der Wertschöpfung und Beschäftigung verbunden. In den einzelnen Bundesländern sind die Effekte aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur nicht gleich stark ausgeprägt.
Karl Aiginger, Hubertus Bardt, Christoph M. Schmidt, Peter Bofinger, Heike Belitz, Martin Gornig
Wirtschaftsdienst, 2019, (2), S.87-105, https://link.springer.com/article/10.1007/s10273-019-2402-3
Die Digitalisierung, die Energiewende und der Aufstieg Chinas zu einem wichtigen Konkurrenten stellen die Wirtschaftspolitik vor große Herausforderungen. Die Politik reagiert darauf mit Überlegungen, europäische Champions zu schaffen oder lenkend in die Wirtschaft einzugreifen. Eine horizontale Industriepolitik ohne spezifische Förderung einzelner Branchen halten viele Ökonomen für richtig. Direkte Interventionen können allerdings nicht nur in eine technologische Sackgasse führen, sondern auch dem Wettbewerb schaden. Aber sie sind in einer Wirtschaft, die von Netzwerkeffekten und Pfadabhängigkeiten dominiert wird, vor allem deshalb unabdingbar, weil Investitionen mit großer Unsicherheit über die Zukunft und hohen Risiken verbunden sind. Industriepolitik sollte letztlich das Ziel, mehr Wohlfahrt und Nachhaltigkeit für die gesamte Gesellschaft zu erreichen, in den Vordergrund stellen.
Neue Anforderungen an Industrie- und Strukturpolitik (New Challenges for Industrial and Structural Policy)
WIFO Working Papers, 2018, (553), 28 Seiten
Online seit: 12.02.2018 0:00
Wirtschaftspolitische Begriffe, die unter nationalen Aspekten definiert wurden, müssen heute an die neuen Anforderungen von Technologieentwicklung und Globalisierung angepasst werden. So hat sich der Begriff der Wettbewerbsfähigkeit von einer vorwiegend kostenseitigen Betrachtung zu einem Konzept entwickelt, nach dem die Fähigkeit eines Landes zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen ("Beyond GDP") beurteilt wird. Diese Definition ermöglicht die konsequente Verfolgung einer "High-Road-Strategie": Sie nutzt Innovationen, Skills und Ambitionen, um damit hohe Einkommen, sozialen Zusammenhalt und ökologische Exzellenz zu erreichen. Auch Strukturpolitik und Industriepolitik müssen neu definiert werden, und der Erfolg der Globalisierung darf nicht nur an Indikatoren über Export- und Importanteile beurteilt werden, sondern auch an der Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Standards. Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitszielen ist die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften höher als gemessen am Pro-Kopf-Einkommen. Keines der erfolgreicheren europäischen Länder verfolgt eine kostenorientierte "Low-Road-Strategie".
European Economic Review, 2017, (100), S.193-214, https://daneshyari.com/article/preview/5066240.pdf
We estimate the causal impact of restructuring aid granted by the European Commission between 2003 and 2012 on the survival and financial viability of aided firms. Using a comprehensive data set we find that restructuring aid increases a firm's average survival time by 8 to 15 years and decreases the hazard rate by 58 to 68 percent, depending on the definition of firm survival. Further analysis finds strong support that, in the longer run, aid receiving firms have a significantly higher probability to improve their financial viability than the counterfactual group.
Projektpublikationen "Österreich 2025", Dezember 2016, 37 Seiten
Das Forschungsprogramm "Österreich 2025" wird von Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Oesterreichischer Nationalbank, Klima- und Energiefonds, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und Hannes Androsch Stiftung bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziell unterstützt. Einzelne Projekte finanziert durch die Bundesarbeitskammer, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, die Landwirtschaftskammer Österreich und die Wirtschaftskammer Österreich werden ebenfalls im Rahmen des Forschungsprogramms abgewickelt.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 09.12.2016 9:00
 
Wie Strukturanalysen der österreichischen Wirtschaft zeigen, vollzog sich der Strukturwandel in Österreich weitgehend innerhalb der Branchen und ging mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der produzierten Waren und Dienstleistungen einher (Upgrading). Dennoch verlangsamt sich seit der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise die Wachstumsdynamik des Außenhandels der Sachgütererzeugung. Dies wirft Fragen in Bezug auf die künftige Entwicklung der österreichischen Industrie und des Industriestandortes Österreich auf. Anhand einer Unternehmensbefragung werden die Veränderung der Wertschöpfungsstrategien (insbesondere Produkt-, Sourcing- und Marktstrategien), die Positionierung in Wertschöpfungsketten und die Kernkompetenzen österreichischer Unternehmen erhoben und Implikationen für die Wirtschaftspolitik abgeleitet.
Wirtschaftsdienst, 2016, (8), S.595-602
Monographien, August 2015, 183 Seiten
This study has been prepared for the Executive Agency for Small and Medium-sized Enterprises (EASME), under Specific Contract ENT-SME-14-F-S107-SI2-698839 implementing the Framework Service Contract ENTR/300/PP/2013/FC-WIFO on "Studies in the Area of European Competitiveness" coordinated by the Austrian Institute of Economic Research (WIFO; coordinator: Andreas Reinstaller). This service contract is financed by the EU Programme for the Competitiveness of Enterprises and SMEs (COSME).
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
The aim of this study is to analyse the development of new industrial specialisations and the process of export diversification both at the country and the regional level for the EU countries over time. It examines to what extent these processes show path dependent properties, whether persistent development trajectories can be shifted in order to avoid structural traps and what role related and unrelated diversification play for the economic performance of regions. Overall, the results of this report and its policy implications underscore that Smart Specialisation policies require a smooth coordination of a larger set of diverse policy measures that take into account both the local context and all the involved players rather than a perfect setup of single policies. In particular, the educational system, specialisation patterns in research and innovation, and foreign direct investments play a key role in diversification processes and should be a constitutive element of Smart Specialisation policies.
in: David Bailey, Keith Cowling, Philip Tomlinson (Hrsg.), New Perspectives on Industrial Policy for a Modern Britain
Buchbeiträge, Oxford University Press, Oxford, Jänner 2015, http://dx.doi.org/10.1093/acprof:oso/9780198706205.003.0019
Online seit: 30.09.2015 14:15
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Innovation und technologischer Wandel (10 Treffer)

Applied Economics Letters, 2019, https://doi.org/10.1080/13504851.2019.1646863
We test whether intellectual property rights (IPRs) foster or hinder innovation by estimating IV structural equations for a large sample of Swiss firms. We find that better appropriability conditions at the industry level raise the number of competitors. However, conditional on the given industry structure, individual firms face fewer competitors, if they actually use IPRs. The further impact of fewer competitors is to raise R&D, when initial competition is strong, but to reduce it, when initial competition is weak ("inverted U").
Journal of Business Research, 2019, (96), S.157-168
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(12), S.881-890
Online seit: 20.12.2018 0:00
 
Digitalisierung verändert die Bedeutung von Raum und Distanz. Aufgrund der Verringerung der Transaktionskosten nehmen die Möglichkeiten der Leistungserbringung über größere Distanzen deutlich zu. Trotzdem bringt Digitalisierung nicht zwingend eine wirtschaftliche Konvergenz zwischen peripheren und zentralen Räumen mit sich. Agglomerationsvorteile und eine bessere Ausstattung mit Technologie, Humankapital und Infrastruktur verstärken, wenn die menschliche Arbeit komplexer wird, die Standortvorteile von zentralen Räumen weiter. Digitale Technologien bieten dennoch Entwicklungschancen für ländliche Räume, wenn die notwendige Ausstattung mit Infrastruktur und qualifiziertem Humankapital gegeben ist. Digitalisierung verändert zudem die weltweiten Handelsströme und fragmentiert die Wertschöpfungsketten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie den Dienstleistungssektor erhöht der zunehmende Einsatz digitaler Technologien die Exportfähigkeit.
This article investigates the impact of the introduction of the patent box/IP regime on foreign direct investment (FDI) inflows in R&D and related activities, including design, developing, and testing activities, using city level data. The data are based on approximately 1,200 cities in 80 countries. Results obtained by use of a difference‐in‐differences estimator show that the introduction of the patent/IP box regime in the Netherlands has led to increases in the FDI inflows in R&D and related activities in the subsequent three‐year period. For Spain and Belgium, no significant effects could be found. The results are robust when other important factors are accounted for (capital city, city population, quality of local university, presence of an airport, R&D tax incentives, protection of property rights, and PISA ratings in mathematics and science) and different measures of FDI inflows (number of FDI projects, capital flows, and number of jobs generated).
Research Policy, 2017, (1), S.30-42, http://dx.doi.org/10.1016/j.respol.2016.10.001
In October 2013, the European Commission presented a new indicator intended to capture innovation outputs and outcomes and thereby "support policy-makers in establishing new or reinforced actions to remove bottlenecks that prevent innovators from translating ideas into products and services that can be successful on the market". This article aims to evaluate the usefulness of the new indicator against the background of the difficulties in measuring innovation outputs and outcomes. We develop a unique conceptual framework for measuring innovation outcomes that distinguishes structural change and structural upgrading as two key dimensions in both manufacturing and services. We conclude that the new indicator is biased towards a somewhat narrowly defined "high-tech" understanding of innovation outcomes. We illustrate our framework proposing a broader set of outcome indicators capturing also structural upgrading. We find that the results for the modified indicator differ substantially for a number of countries, with potentially wide-ranging consequences for innovation and industrial policies.
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(2), S.141-151
Online seit: 20.02.2017 0:00
 
Die Leistung eines Innovationssystems kann anhand der Fähigkeit, zur Frontier oder der höchsten Leistungsgrenze in verschiedenen Bereichen beizutragen, gemessen werden. Die Differenzierung in die vier Frontier-Bereiche Wissenschaft, Technologie, Innovationen und Wirtschaft ermöglicht einen Fokus der Analyse auf die Überleitung von der Wissens- und Technologieproduktion in Beschäftigung und Wertschöpfung. Die beiden Dimensionen der Innovations-Frontier – Strukturwandel in Richtung wissensintensiver Sektoren und Verbesserung der Marktpositionen in bestehenden Spezialisierungen (Upgrading) – können als strategischer Rahmen für die FTI-Politik genutzt werden. Dieser lässt sich effektiver operationalisieren als eine Orientierung an radikalen Innovationen. Eine Anwendung des Konzepts auf Österreich zeigt derzeit gegenüber führenden Innovationsländern einen Rückstand in allen Frontier-Bereichen, besonders in der Wissenschaft und hinsichtlich des Strukturwandels.
Projektpublikationen "Österreich 2025", Februar 2017, 39 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 15.02.2017 0:00
 
Innovation is increasingly seen as the dominant policy to address both economic and societal objectives. As a survey of the innovation policy literature in this paper shows, performance goals for innovation efforts are usually very general, framed as increasing the rate of innovation activities or as changing the direction of innovation activities towards specific societal goals. We argue that there is a middle layer missing in the hierarchy of performance goals, a layer which connects bundles of individual policies and the overarching country-wide innovation performance. Recent research suggests that the economic effects of innovation must be reflected at the sectoral level in either structural change towards knowledge-intensive sectors or upgrading within sectors towards more knowledge-intensive segments. We propose to investigate whether this way of measuring innovation outcomes – which we call the innovation frontier – is a suitable focussing device for innovation policy-making at the national or regional level. The paper outlines the conceptual basis for further more empirically oriented research.
Projektpublikationen "Österreich 2025", Februar 2017, 70 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 15.02.2017 0:00
 
Several strands of the innovation and growth literature use the notion technological or innovation frontier for performance assessment of countries and for policy recommendations as a function of the distance to these frontiers. We show that these concepts and measures are not easily interchangeable due to the lack of a common definition and a consensus on how to measure different kinds of frontier. We propose a consistent framework for the measurement of the scientific, technological, innovation and economic frontier, which also takes account of the impact of global value chains on innovation indicators. This can be used as a basis for empirical validation of the different claims of the literature using the frontier concept as well as for guiding performance comparison of countries and hence policies.
Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 2015, (3), S.268-285, http://www.jbnst.de/de/
Online seit: 30.09.2015 14:12

Qualifikation und Bildung (6 Treffer)

Asymmetric international mobility of highly talented scientists is well documented. We contribute to the explanation of this phenomenon, looking at the "competitiveness" of research universities in terms of being able to attract talented early stage researchers. We propose a new hybrid quantitative-qualitative methodology for comparing the top tier of national higher education systems: We characterise a country's capability to offer attractive entry positions into academic careers building upon the results of a large scale experiment on the determinants of job choice in academia, using a mix of data and expert-based assessment. We examine salary level, quality of life, career perspectives, research organisation, balance between teaching and research, funding and the probability of working with high quality peers. Our results in the form of a job attractiveness index indicate that overall, the US research universities offer the most attractive jobs for early stage researchers, consistent with the asymmetric flow of talented scientists to the USA. By comparison with rankings that use survey results or bibliometric data, our methodology offers the advantage of comparing structures and factors shaping the process of research rather than results of research. The findings are hence directly relevant for policies aiming at improving the attractiveness of research universities.
Journal of Regional Science, 2018, (1), S.81-99
Monographien, Dezember 2017, 66 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 29.01.2018 0:00
 
Die Detailanalyse der Beschäftigung nach Tätigkeitsschwerpunkten wird ergänzt um Expertenbefragungen, um das Phänomen der Digitalisierung aus detaillierten Informationen zur aktuellen Situation und zur Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit zu ermitteln. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen formuliert, um die Arbeitsmarktchancen aus der Digitalisierung in Österreich verstärkt zu nutzen.
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(6), S.479-491
Online seit: 28.06.2017 0:00
 
Ein qualitativ hochwertiger Arbeitseinsatz erhöht nicht nur die Innovationskraft einer Volkswirtschaft, sondern verbessert auch deren Fähigkeit, technologische Innovationen aus dem Ausland nutzbringend einzusetzen. Erstmals schätzt die vorliegende Arbeit einen qualifikationsgewichteten Arbeitseinsatz für Österreich, indem das in Stunden gemessene Arbeitsvolumen mit bildungsspezifischen Informationen verknüpft wird. Wie eine einfache Wachstumszerlegung zeigt, erhöht die Berücksichtigung von qualifikationssteigernden Effekten im Arbeitseinsatz den Wachstumsbeitrag des Faktors Arbeit auf das Drei- bis Vierfache. So kann ein Teil des Wirtschaftswachstums erklärt werden, welcher bisher der Restgröße "totale Faktorproduktivität" zugeordnet wurde.
Österreich 2025 – Die Rolle ausreichender Basiskompetenzen in einer digitalisierten Arbeitswelt (Austria 2025 – The Role of Adequate Basic Competences in a Digitalised Working Environment)
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(2), S.131-140
Online seit: 20.02.2017 0:00
 
Mit dem Einsatz digitaler Technologien wandeln sich die mit einem Arbeitsplatz verbundenen Arbeitsinhalte und Arbeitsanforderungen – ein Prozess, der in Teilbereichen bereits weit fortgeschritten ist. Gefragt ist ein Bündel an formaler Qualifikation, Kompetenzen und Fähigkeiten, die die menschliche Arbeitskraft von Robotern oder programmierten Algorithmen merklich unterscheidet. Der Erwerb von Basiskompetenzen, wie sie im Erstausbildungssystem zu vermitteln sind, ist ein unverzichtbarer Grundstein. Allerdings erwerben nicht alle Schüler und Schülerinnen in Österreich während bzw. bis zum Ende ihrer Pflichtschulzeit die nötigen Kompetenzen. Der Anteil der Leistungsschwachen in Lesen oder Rechnen lag in den letzten zehn Jahren relativ stabil bei rund einem Fünftel aller Schüler und Schülerinnen.
For a newspaper article based on the research article, see Jürgen Janger, Klaus Nowotny, "Job choice is about more than colleagues and money", Research Europe, 28th July 2016, p. 8.

Produktionskosten und Produktivität (14 Treffer)

Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 17.06.2020 0:00
Das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktivität schwächte sich in den letzten Jahren in vielen Industrieländern ab. Diese Entwicklung liegt allerdings nicht an einer Verlangsamung der Dynamik an der weltweiten technologischen Frontier, sondern vielmehr an der Abschwächung der Produktivitätszuwächse abseits der Frontier. Die Studie beschreibt die Mechanismen hinter dieser ungleichen Produktivitätsentwicklung und entwickelt einen Analyserahmen, in dem Politikinstrumente in ihrer Wirkung auf Wachstum und Inklusion beurteilt werden können. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf den Politikfeldern Wettbewerbs- und Regulierungspolitik, öffentliche Investitionen und Investitionsförderung sowie Innovationspolitik.
Monographien, Dezember 2018, 26 Seiten
Auftraggeber: Rat für Forschung und Technologieentwicklung
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 16.01.2019 0:00
 
Die OECD initiierte 2015 das Projekt "Multiprod", das erstmals die Produktivitätsentwicklung von Unternehmen auf Basis von Unternehmensmikrodaten international vergleichend analysieren sollte. Das WIFO untersuchte aufgrund von Mikrodaten von Statistik Austria die Produktivitätsentwicklung in Österreich und verglich sie mit den am Multiprod-Projekt teilnehmenden Ländern (darunter die Innovation Leader Finnland, Schweden, Dänemark). Leider beeinflussen Strukturunterschiede zwischen den Unternehmensdaten von Statistik Austria (Leistungs- und Strukturerhebung) und anderen Ländern, wie z. B. das Fehlen von Kapitalstockdaten die Ergebnisse erheblich. Ein aussagekräftiger internationaler Vergleich der Daten war deshalb nicht möglich.
WIFO Bulletin, 2018, 23(17), S.162-173
Online seit: 14.01.2019 0:00
 
In 2017, the economic upturn in the Austrian manufacturing sector led to an improvement in the unit labour cost position compared with the weighted average of all trading partners. Productivity increased more strongly than in previous years, while labour costs in Austria rose only moderately. The Austrian unit labour cost position also improved in comparison with Germany and the other EU trading partners.
Internationale Lohnstückkostenposition der Warenherstellung verschlechtert sich 2016 (International Unit Labour Cost Position in Manufacturing Deteriorated in 2016)
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(10), S.783-795
Online seit: 25.10.2017 0:00
 
Den jüngsten Daten zufolge verschlechterte sich die internationale Lohnstückkostenposition der österreichischen Volkswirtschaft in der Herstellung von Waren im Jahr 2016 gegenüber dem gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner. Diese Entwicklung war vor allem auf den stärkeren Anstieg der Arbeitskosten in Österreich zurückzuführen. Auch im Vergleich mit den EU-Handelspartnern und mit Deutschland erhöhten sich die Lohnstückkosten in Österreich. Längerfristig entwickelten sie sich – abgesehen von den Krisenjahren 2008/09 – relativ stabil, mit einer Verschlechterung der Lohnstückkostenposition seit 2013.
Entwicklung und Struktur der Arbeitskosten und der Lohnstückkosten 2000 bis 2015. Ein kommentierter Datenüberblick (Development and Structure of Labour Costs and Unit Labour Costs 2000-2015. Data Survey and Comment)
Monographien, August 2017, 66 Seiten
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 01.09.2017 0:00
 
Aufbauend auf Daten aus der europäischen Arbeitskostenerhebung analysiert dieser Bericht die Entwicklung und Zusammensetzung der Arbeitskosten im internationalen Vergleich. Besonderes Augenmerk gilt länderspezifischen Unterschieden in der Höhe und Struktur der Lohnnebenkosten, die auch im Lichte eines detaillierten Vergleichs zwischen Österreich, Deutschland, Schweden und den Niederlanden untersucht werden. Abschließend wird das Verhältnis zwischen Arbeitskosten und Produktivität anhand der Entwicklung der Lohnstückkosten und der österreichischen Lohnstückkostenposition dargestellt.
The effect of price-cost competitiveness on national exports and imports, and hence on the current account, is especially important for open economies, in particular for small open economies. In Europe the issue of short-term price-cost competitiveness gained specific prominence after the onset of the global crisis in 2008, although large external imbalances had been identified even before 2008. Across the Euro system, various (harmonised) indicators are used to monitor and assess national short-term price-cost competitiveness performance. In Austria, these indicators are compiled by the OeNB in cooperation with WIFO. National competitiveness indicators need to be revised regularly to ensure that they adequately reflect changing country-specific trade patterns, as the reliability of these indicators crucially depends on the weights of individual trading partners. In the current release for Austria, which reflects external trade data for the period from 2010 to 2012, the basic conceptual framework was left unchanged. A comparison of the country weights for six consecutive three-year periods, starting in 1995, that underly the current release highlights the re-orientation of trade flows towards countries that joined the EU in 2004 and 2007 as well as the rising importance of China as a destination for Austrian exports. The current revision of the competitiveness indicators for Austria, as described here, indicates only small variations in Austria's international competitiveness since 2008. Another purpose of this article is to establish which of the various price-cost competitiveness indicators best reflects our country's short-term price competitiveness. This is done by estimating standard export and import regressions and comparing the in-sample and out-of-sample fit of models that differ only with respect to the respective real effective exchange rate index. Performance indicators show that models including real effective exchange rates deflated by unit labour costs or by producer prices create comparatively smaller estimation and forecast errors than those using the HICP/CPI.
We investigate the drivers of firm level productivity in catching-up economies by jointly estimating its relationship to innovation and competition using data from the EBRD-WB Business Environment and Enterprise Performance Survey (BEEPS) in Eastern Europe and Central Asia. The findings confirm an inverted-U shaped impact of competition on R&D. Both competition and innovation have a simultaneous positive effect on labour productivity in terms of either sales or value added per employee, as does a high share of university graduates and foreign ownership. Further positive impacts come from firm size, exports, or population density. Innovation and foreign ownership appear to be the strongest drivers of multifactor productivity.
Harald Oberhofer, Benjamin Furlan, Martin Gächter, Bob Krebs
Scottish Journal of Political Economy, 2016, (2), S.216-242, https://doi.org/10.1111/sjpe.12088
In this article, we combine two so far separate strands of the economic literature and argue that democratization leads to a real exchange rate appreciation. We test this hypothesis empirically for a sample of countries observed from 1980 to 2007 by combining a difference‐in‐difference approach with propensity score matching estimators. Our empirical results reveal a strong and significant finding: democratization causes real exchange rates to appreciate. Consequently, the ongoing process of democratization observed in many parts of the world is likely to reduce exchange rate distortions.
Journal of Public Economics, 2015, S.70-82, http://dx.doi.org/10.1016/j.jpubeco.2015.02.006
Online seit: 29.04.2015 15:14
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Regionalwirtschaftliche Themen (19 Treffer)

Oliver Fritz, Sabine Ehn-Fragner (WIFO), Peter Laimer, Johanna Ostertag-Sydler, Jürgen Weiß (STAT)
Bericht über die Bedeutung, Entwicklung und Struktur der österreichischen Tourismuswirtschaft im Jahr 2019 (Report on the Impact, Development and Structure of the Austrian Tourism Industry 2019)
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Statistik Austria
Online seit: 10.06.2020 0:00
 
Basierend auf dem Konzept des Tourismus-Satellitenkontos erreichten die Tourismusaufwendungen von in- und ausländischen Gästen in Österreich 2019 38,1 Mrd. € (Schätzung; +2,9% gegenüber 2018). Die daraus resultierenden direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte von 29,2 Mrd. € (+2,9%) trugen 7,3% zum BIP bei. Zudem waren 2019 schätzungsweise rund 311.600 Vollarbeitsplätze (Erwerbstätige) in Österreich direkt oder indirekt mit der Tourismuswirtschaft verbunden, das entsprach 7,8% der österreichweiten Gesamtbeschäftigung (zu Vollzeitäquivalenten). Der Reiseverkehrssaldo laut Zahlungsbilanz erhöhte sich 2019 auf +10,2 Mrd. € (nominell; +9,4%), wobei sich die Exporte wesentlich dynamischer als die Importe entwickelten (+5,4% zu +2,2%; einschließlich internationaler Personentransport). Gemessen an den nominellen Tourismusexporten der EU 28 erreichte Österreich 2019 einen Marktanteil von 4,8%. Damit wurde die Position des Vorjahres gehalten und erneut Rang 6 erzielt.
in: Gudrun Biffl, Thomas Pfeffer, Europa auf der Suche nach Zusammenhalt und Sicherheit
Buchbeiträge, Edition Donau-Universität Krems, Krems, 2018, S.87-112
Wachstumsbremse Tertiärisierung? Evidenz für die europäischen Regionen (Tertiarisation as an Impediment to Growth? Evidence for the European Regions)
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(11), S.843-854
Online seit: 24.11.2017 0:00
 
Wie die vorliegende Analyse der gesamtwirtschaftlichen Wachstumswirkungen der Tertiärisierung zeigt, lassen sich produktivitätsdämpfende Effekte aus dem Strukturwandel zu Dienstleistungen, wie sie mit Hinweis auf geringere Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Dienstleistungsbereich immer wieder erwartet wurden, zumindest für die NUTS-2-Regionen der EU 27 und die Jahre seit 1991 nicht festmachen. Demnach war die Tertiärisierung vorrangig durch das Wachstum wissensintensiver Unternehmensdienste getrieben, welche wegen ihrer besonderen Rolle in Wissens-Spillovers und Innovationsprozessen positive Effekte auf die Effizienzentwicklung in anderen Branchen ausüben. Ökonometrisch ist daher ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsentwicklung und dem Bedeutungsgewinn von wissensintensiven Unternehmensdiensten bzw. Marktdienstleistungen insgesamt zu belegen. Für Wachstumsverluste aus der Tertiärisierung findet sich damit keine Evidenz.
Ausgangspunkt dieses Artikels ist die in der Literatur weit verbreitete Hypothese, wonach der Strukturwandel zu Dienstleistungen wegen vermeintlich geringerer Möglichkeiten zu Effizienzsteigerungen im Tertiärbereich mit negativen Effekten auf die gesamtwirtschaftliche Produktivitäts- und Wachstumsentwicklung verbunden sei. Nach unseren Ergebnissen kann diese Hypothese zumindest für die NUTS-2-Regionen Österreichs bzw. der EU 27 und die untersuchte Zeitperiode (1991/2012) verworfen werden: einerseits weil die Tertiärisierung in den letzten Jahrzehnten vorrangig durch das Wachstum wissensintensiver Unternehmensdienstleistungen (knowledge intensive business services, KIBS) getrieben war und diese Dienste in weiten Teilen selbst hoch produktiv sind, vor allem aber zeigt unsere Evidenz eindeutig positive (direkte und indirekte) Gesamteffekte auf die regionale Produktivität, welche von KIBS wegen ihrer besonderen Rolle in Wissens-Spillovers auf die Effizienzentwicklung in anderen Wirtschaftsbereichen ausgehen. Damit sprechen unsere Ergebnisse für eine Wirtschaftspolitik, welche den fortschreitenden Wandel zum Dienstleistungsbereich als Bestandteil moderner Wirtschaftsentwicklung begreift und das Potential von KIBS als Treiber von Wissens-Spillovers und Produktivitätsdynamik verstärkt nutzt. Der Artikel schließt daher mit Überlegungen zu sinnvollen förderpolitischen Ansatzpunkten zur Entwicklung wissensintensiver Unternehmensdienste bei knappen finanziellen Ressourcen.
Unternehmensinvestitionen in den österreichischen Bundesländern. Entwicklung – Struktur – Funktion regionaler Förderung (Business Investments in the Austrian Provinces. Development – Structure – Function of Regional Promotion)
Monographien, November 2016, 187 Seiten
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Wirtschaftspolitik
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Angesichts der nur schwachen Erholung der Unternehmensinvestitionen nach dem Einbruch in der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise stehen die Investitionsentwicklung in Österreich und ihre Ursachen zunehmend im Fokus empirischer Arbeiten. Die regionale Dimension blieb dabei allerdings bisher unbeachtet. Die vorliegende Studie hat daher das Ziel, Unterschiede der Entwicklung der Investitionen zwischen den Bundesländern offenzulegen, regionale Spezifika in deren Struktur zu orten und so evidenzbasierte Grundlagen für die regionale Wirtschaftspolitik aufzubereiten. Wie die Ergebnisse zeigen, nahm die Kapitalakkumulation der Unternehmen gemessen an der Wirtschaftsleistung in allen Bundesländern ab – und dies nicht erst seit der Krise, sondern auch auf mittlere Sicht. Allerdings sind im Detail markante Unterschiede zwischen den Entwicklungspfaden nach Bundesländern zu erkennen, auch in sektoraler Dimension und deren Ausprägung nach Investitionsarten. Dies spricht für eine regional differenzierte Politik, welche in der Unterstützung der Investitionsaktivitäten auf den jeweiligen regionalen Kontext Bezug nimmt. Konzeptionelle Überlegungen zur Rolle der regionalen Ebene in der Investitionsförderung sowie zu einer sinnvollen Arbeitsteilung zwischen den Ebenen der Gebietskörperschaften schließen daher die Studie ab.
Monographien, September 2016, 136 Seiten
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien – Magistrat der Stadt Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Im vorliegenden Teilprojekt wird empirische Evidenz zur räumlichen Verteilung wissensintensiver Unternehmensdienste (KIBS) in Österreich und ihren Bestimmungsgründen präsentiert. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse des Teilprojektes, wonach KIBS über ihre Rolle in Innovationsprozessen auch in Österreich erheblich zum regionalen Wachstum beitragen. Gleichzeitig liegt internationale Evidenz für ein sehr ungleichgewichtiges Standortmuster solcher Dienste vor, ihr Bedeutungsgewinn könnte regionale Unterschiede also weiter verschärfen. Wie kleinräumige Daten für die österreichischen Gemeinden und Arbeitsmarktbezirke zeigen, sind KIBS in Österreich tatsächlich durch eine sehr steile Standorthierarchie gekennzeichnet, mit deutlicher Konzentration der Anbieter in wenigen (oft stark spezialisierten) Regionen und einem mäßigen Besatz in der Mehrheit der heimischen Gemeinden. Grundtendenz sind ein erheblicher KIBS-Besatz in verdichteten Räumen (vor allem den Großstädten und der Metropole Wien) und ein nur dünnes Angebot in ländlich-peripheren Regionen. Ökonometrische Analysen zu den Bestimmungsgründen dieses Standortmusters zeigen eine dichte regionale Intermediärnachfrage und damit eine KIBS-affine Wirtschaftsstruktur, den Zugang zu übergeordneten Netzwerkinfrastrukturen, strukturelle Diversität und übergeordnete Verdichtungsvorteile als entscheidende Parameter. Vor allem komplexere KIBS sind also auf ein Bündel von Standortattributen angewiesen, welche vor allem in urbanen Räumen zu finden sind und zudem von Agglomerationsvorteilen profitieren. Eine ausgleichende Regionalpolitik mit dem Ziel einer Reallokation von KIBS-Angeboten in unterversorgten Regionen dürfte unter diesen Bedingungen wenig effizient und gesamtwirtschaftlich suboptimal sein. Prioritär scheinen vielmehr die Sicherung und der Ausbau kritischer Massen an KIBS in den Zentralräumen (insbesondere Wien) sowie eine bessere Verknüpfung der Unternehmen in der Peripherie mit (auch) überregionalen KIBS-Angeboten.
WIFO Working Papers, 2016, (511), 38 Seiten
Online seit: 17.02.2016 0:00
Empirical results on the link between growth and diversity in (un-)related industries proved to be highly dependent on the specific regional and temporal context. Making use of highly disaggregated employment data at the sub-regional level, we find that higher employment growth in Austria is mainly linked to unrelated variety. However, in-depth analyses by sectors and regional regimes illustrate substantial heterogeneity in the results, mainly driven by the service sector and by a large number of relatively small regions. Thus, our results argue against structural policy conclusions based on assessments across all economic sectors or different types of regions.
Empirical Economics, 2016, (2), S.659-680
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Ressourceneffizienz (17 Treffer)

The need to reform EU funding and recent political developments such as Brexit and the withdrawal of the USA from the 2015 Paris climate agreement could revitalise the debate about the introduction of border carbon adjustments (BCA) for the European emission trading system (ETS). The introduction of a BCA would allow the EU to phase out current carbon leakage provisions of the ETS and to auction off all emission allowances, thus rendering the ETS a more effective unilateral tool to price and reduce carbon emissions. By using a dynamic new Keynesian (DYNK) model, we estimate that a BCA for the ETS would generate substantial and stable revenues. Given different assumptions about the development of the carbon intensity of non-EU production and different BCA designs we find that estimated revenues would suffice to finance between a third and all of current EU expenditures by the year 2027, thus allowing EU countries to reduce their current contributions to the EU budget accordingly. Administered at the EU borders a BCA would represent a sustainability-oriented instrument to finance the EU allowing EU member countries to cut more distortionary taxes such as those on labour, thereby increasing growth- and employment-friendliness of taxation. The proposed measure could thus contribute to tackle both environmental and fiscal challenges currently facing the EU.
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(5), S.375-385
Online seit: 04.06.2018 0:00
 
Die vorliegende Studie entwickelt und analysiert neue Energieszenarien für Österreich bis zum Jahr 2050 unter Berücksichtigung der internationalen Klimapolitik nach der UNO-Klimakonferenz in Paris 2015 ("COP21"). Nach UNFCCC-Definition werden ein WEM-Szenario ("with existing measures", mit Maßnahmen bis Mai 2016) und ein WAM-plus-Szenario ("with additional measures", mit zusätzlichen Maßnahmen) modelliert. In den Szenarien werden Auswirkungen von unterschiedlichen klima- und energiepolitischen Maßnahmenbündeln auf Energieverbrauch und Wertschöpfung analysiert. Das WAM-plus-Szenario quantifiziert die Auswirkungen zusätzlicher, ambitionierter ("plus") Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, des Einsatzes erneuerbarer Energieträger und des technologischen Wandels, die den langfristigen Zielen der UNO-Klimakonferenz in Paris zur Verringerung der Treibhausgasemissionen entsprechen. Neben Innovationen und Kostenverbesserungen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie werden Verhaltens- und Lebensstiländerungen energierelevanter Nachfragemuster und gezielte Infrastrukturinvestitionen abgebildet. Das WAM-plus-Szenario ist ein weltweites Klimaschutzszenario, das ein weltweites Engagement zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens widerspiegelt. Die Szenarien werden durch Koppelung mehrerer technologieorientierter sektoraler Bottom-up-Modelle der Projektpartner (Österreichische Energieagentur, TU Wien, TU Graz, Umweltbundesamt) mit dem Top-down-Modell WIFO.DYNK (dynamisches neu-keynesianisches Modell) modelliert. Das WEM-Szenario ergibt eine leichte absolute Entkoppelung von Wirtschaftsleistung und Energieverbrauch bei einem durchschnittlichen jährlichen realen BIP-Wachstum von 1,5%. Ambitionierter Klimaschutz bewirkt im WAM-plus-Szenario ein durchschnittliches jährliches BIP-Wachstum von 1,7% (zu konstanten Preisen) bei einem deutlichen Rückgang der Energienachfrage in den wichtigsten Sektoren.
Energy Policy, 2018, S.245-261, https://doi.org/10.1016/j.enpol.2017.11.049
Based on representative firm-level data for the three countries Austria, Germany, and Switzerland, we investigate the effects of energy-related regulations, taxes, voluntary agreements, and subsidies on the creation of green energy products, and analyze through which channels policy affects green product innovation and which factors mediate the observed effects. Policy may affect green product innovation by directly stimulating the supply of green products/services, or more indirectly by stimulating the demand for green products/services. Our data set allows us to distinguish between the two channels, which improves our understanding of the frequently observed positive net effect of policies. Controlling for the demand-side effect, taxes and regulations are negatively related with green product innovation. Hence, if taxes and regulation do not trigger additional demand, they decrease the propensity to innovate. These effects are ameliorated for technologically very advanced firms and for firms with a high level of financial awareness. Subsidies and (partly) voluntary agreements are positively related with green product innovation.
Mark Sommer, Kurt Kratena, Ina Meyer, Mathias Kirchner
Energieszenarien 2030/2050: Energieökonomische Auswirkungen der Realisierung von Effizienzpotentialen in Industrie und Haushalten (Energy Scenarios 2030-2050. Energy-economic Impacts from Reaping Energy Efficiency Potentials in Industry and Households)
Monographien, November 2017, 62 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 30.11.2017 0:00
 
Die vorliegende Studie übersetzt zwei Energieeffizienzszenarien in die Modellsprache des Modells WIFO.DYNK und analysiert die mittel- und langfristigen Auswirkungen (2030/2050) von Energiepreisentwicklung, Potentialen zur Steigerung der technologischen Effizienz sowie Struktur- und Verhaltensänderungen auf die Wirtschaftsleistung, den Endenergieverbrauch und die CO2-Emissionen in Österreich. Modelliert werden ein Effizienzszenario für den produzierenden Bereich und, darauf aufsetzend, ein Effizienzszenario für den Haushaltssektor und Verkehr. In das Baseline-Szenario fließen bereits beschlossene Entwicklungen zum Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger und der Elektromobilität bis 2050 ein. In einem Umfeld der weltweiten Dekarbonisierung (450-Szenario der Internationalen Energieagentur) könnten demnach durch eine Realisierung der angenommenen Effizienzsteigerungspotentiale die CO2-Emissionen gegenüber dem Baseline-Szenario um bis zu 5 Mio. t im Jahr 2030 und bis zu 8 Mio. t im Jahr 2050 gesenkt werden; zugleich könnte die Wirtschaftsleistung geringfügig gesteigert werden. Für Maßnahmen zur Vermeidung der verbleibenden Emissionen könnte insbesondere der dieselbasierte Güterverkehr ein Ansatzpunkt sein, um eine mit dem Übereinkommen von Paris konforme Emissionsentwicklung zu erzielen.
Energy Policy, 2017, (109), S.154-180
International Journal of Green Energy, 2017, S.1192-1208
Journal of Cleaner Production, 2017, S.47-61
The present study investigates the effects of energy-related technologies on economic performance at firm level. We distinguish clearly between adoption and use of energy-related technologies (process innovation in the broad sense) and product innovation in energy-related fields. We take into consideration four energy-related policy instruments (and expected demand for energy-related new products and services). We investigate the possibility of indirect effects of policy on performance via adoption or innovation by interacting adoption and innovation variables with policy instrument dummies. We test our hypotheses not only for the pooled data but also separately for the three countries (Austria, Germany, Switzerland) that are taken into consideration in this study. We find a positive direct effect of investment expenditures for energy-related technologies on labour productivity – that measure intensity of adoption of energy-related technologies – and a positive indirect effect of energy taxes via investment in energy-related technologies. Further, we find positive direct and indirect effects of regulation, standards and voluntary agreements via the adoption of production-related technologies and for technologies for the generation of renewal energy sources. We find neither direct nor indirect effects of the sales of innovative energy-related products – that measure product innovation in energy-related products – on labour productivity. No differences among the three countries could be detected with respect to investment in energy-related technologies and sales of innovative energy-related products. The indirect effects of regulation and standards and voluntary agreements can be primarily traced back to German firms.
Ina Meyer, Mark Sommer, Kurt Kratena (WIFO), Maria Tesar, Christian Neubauer (Umweltbundesamt)
Volkswirtschaftliche Effekte durch Recycling ausgewählter Altstoffe und Abfälle (Macroeconomic Impact of Austria's Classical Waste Recycling Economy)
Monographien, November 2016, 92 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung V/7 Betrieblicher Umweltschutz und Technologie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Umweltbundesamt GmbH
Online seit: 21.11.2016 0:00
 
Anhand der Stoffgruppen Eisen und Stahl, Aluminium, Papier und Glas werden die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen (Beschäftigung und Wertschöpfung) der Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen für die Substitution von Primärrohstoffen in der Produktion und im Export geschätzt. Berechnet werden die weltweiten Einsparungen an Treibhausgasemissionen durch die Vermeidung von Primärproduktion. Die Analyse erfolgt mit dem WIFO.DYNK-Modell, das für diese Zwecke adaptiert wurde: Datensätze zu Primär- und Sekundärproduktionsprozessen wurden integriert, insbesondere zum Ressourcen- und Energieeinsatz in der Produktion, der auf Basis von physischen Materialflüssen und Preisen berechnet wurde.
Österreich 2025 – Umweltinnovationen in Österreich. Performance und Erfolgsfaktoren (Austria 2025 – Environmental Innovations in Austria. Performance and Success Factors)
WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(11), S.809-820
Das Forschungsprogramm "Österreich 2025" wird von Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Oesterreichischer Nationalbank, Klima- und Energiefonds, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und Hannes Androsch Stiftung bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziell unterstützt. Einzelne Projekte finanziert durch die Bundesarbeitskammer, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, die Landwirtschaftskammer Österreich und die Wirtschaftskammer Österreich werden ebenfalls im Rahmen des Forschungsprogramms abgewickelt.
Online seit: 21.11.2016 0:00
 
Mit der Diffusion des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung in Politik und Gesellschaft wurde zunehmend erkannt, dass die derzeitigen Produktions- und Konsummuster nur eingeschränkt zukunftsfähig sind. Auf internationaler Ebene werden Strategien für ein ökologisch nachhaltiges Wachstum diskutiert ("OECD Green Growth Strategy", Strategie "Europa 2020"). Dabei wird die Relevanz von Umweltinnovationen, d. h. der Entwicklung von umwelt- und ressourcenschonenden Technologien, hervorgehoben. Wie die Ex-post-Analyse der Performance der österreichischen Unternehmen im Bereich Umweltinnovationen auf Basis der OECD-Patentdatenbanken zeigt, verlor die Entwicklung des Forschungsoutputs (gemessen an der Zahl der Patente) in der jüngeren Vergangenheit in Österreich an Dynamik, eine deutliche Spezialisierung auf Umwelttechnologien ist nicht mehr festzustellen. Der Vergleich mit dem Politikumfeld in erfolgreichen Ländern und die Ergebnisse einer Expertenbefragung machen Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Unterstützung von Umweltinnovationen sichtbar. Dazu zählen, etwa stabile Rahmenbedingungen mit ambitionierten umwelt- und energiepolitischen Zielen, die zentrale Nachfragetreiber für Umwelttechnologien sind und damit auch entsprechende Innovationsaktivitäten auslösen.
Stefan Schleicher, Andrei Marcu, Angela Köppl, Jürgen Schneider, Milan Elkerbout, Andreas Türk, Alexander Zeitlberger
CEPS Carbon Market Forum, Option Paper, 2015, 72 Seiten, http://www.wifo.ac.at/bibliothek/archiv-intern/RSN39962.pdf
Online seit: 04.05.2016 13:49
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Soziale Entwicklung als Produktivfaktor (9 Treffer)

Monographien, Februar 2018, 88 Seiten
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 15.03.2018 9:00
 
Österreichs Standortqualität wird vor dem Hintergrund nachhaltigen Wirtschaftens und der "Beyond-GDP"-Ziele der Europäischen Kommission nicht nur von ökonomischen, sondern verstärkt auch von sozialen und ökologischen Indikatoren bestimmt. Gemessen an sozialen und ökologischen Faktoren liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Determinanten dafür sind hohe Sozialstandards mit effizienter Mittelverwendung, kaufkraftstärkende Umverteilungsmaßnahmen der öffentlichen Hand und Investitionen in den Sozialstaat. Eine Verstärkung der Investitionen kann die Standortqualität von Österreich verbessern.
Monographien, März 2014, 84 Seiten
Unter Mitarbeit von Thomas Leoni
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 09.07.2014 0:00
 
Entwicklung und Niveau wesentlicher makroökonomischer Kennzahlen unterscheiden sich zwischen den Ländern und über die Zeit. Die Studie befasst sich mit der Frage, ob beobachtbare Unterschiede zwischen den Lohnverhandlungssystemen dafür mitbestimmend sind. Der Vergleich umfasst die Länder Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und Großbritannien für den Zeitraum 1990/2012. Zur Operationalisierung der makroökonomischen Performance dienen die Größen Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes, Arbeitslosigkeit, Beschäftigung, Einkommensverteilung und Löhne. Wie die theoretische und empirische Literatur zeigt, münden koordinierte, sozialpartnerschaftlich organisierte Systeme tendenziell in einer besseren makroökonomischen Performance. Eine deskriptive Analyse auf Basis aktueller Daten bestätigt diese Schlussfolgerung. Insbesondere die Entwicklung der Löhne und der Niedriglohnbeschäftigung divergiert aber zwischen Ländern mit sozialpartnerschaftlich organisierten Lohnverhandlungen erheblich.
in: Adolf Buxbaum (Hrsg.), Perspektiven für sozialen Fortschritt. Sozialinvestitionen haben eine Mehrfachdividende
Sozialpolitik in Diskussion, 2014, (16), S.27-42, http://www.wifo.ac.at/bibliothek/archiv-intern/RSN38654.pdf
Online seit: 22.04.2015 15:27
in: Nikolaus Dimmel, Martin Schenk, Christine Stelzer-Orthofer (Hrsg.), Handbuch Armut in Österreich
Buchbeiträge, Studienverlag, Innsbruck, Jänner 2014, http://www.studienverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buchdetail&titnr=5292
Online seit: 21.04.2015 12:13
Peter Huber, Peter Mayerhofer, Stefan Schönfelder, Oliver Fritz, Andrea Kunnert, Dieter Pennerstorfer
Teilbericht 5: Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen (Subreport 5: Summary and Recommendations for Action)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 91 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
In einem größeren Forschungsprojekt für die österreichischen Bundesländer hat das WIFO die ökonomischen Effekte des demographischen Wandels auf die österreichischen Regionen analysiert. Der vorliegende Teilbericht fasst die Ergebnisse zusammen und zieht wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen. Demnach sind erhebliche wirtschaftliche Einbußen aus den derzeit absehbaren Veränderungen von Dynamik und Struktur der Bevölkerung für Österreichs Regionen wenig wahrscheinlich. Dennoch wird der ökonomische Entwicklungspfad in den Regionen (auch) dadurch bestimmt sein, wieweit es der Wirtschaftspolitik gelingt, den alterungsbedingten Wandel wachstumsoptimierend zu begleiten. Der Teilbericht grenzt daher wesentliche Handlungsfelder für eine solche Politik auf der Ebene der österreichischen Bundesländer ab und benennt sinnvolle Maßnahmen in Familienpolitik, Migrations- und Integrationspolitik, Beschäftigungspolitik, Standortpolitik und Verkehrspolitik.
Stefan Schönfelder
Teilbericht 4: Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Verkehrsnachfrage in den Regionen (Subreport 4: Impact of Demographic Change on the Demand for Transport in the Regions)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 123 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
Der Einfluss des demographischen Wandels auf die künftigen Mobilitätsstrukturen ist für die österreichischen Regionen eine gesellschaftliche, politische und technische Herausforderung. Regionale Wachstums- und Schrumpfungsprozesse sowie Strukturänderungen innerhalb der Bevölkerung werden in Kombination mit parallel verlaufenden Verhaltensänderungen langfristig spürbare Konsequenzen auf das Verkehrswesen haben. Die bisherige kleinräumige Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung hatte eine verkehrsintensive Organisation des Alltags und ein beträchtliches Wachstum des Regionalverkehrs zur Folge. Gemäß den vorliegenden Bevölkerungsprognosen und der Projektion der individuellen Mobilitätsmuster wird die Verkehrsnachfrage im überwiegenden Teil Österreichs weiter wachsen, sich allerdings in ihrer Struktur verändern. Für Verkehrspolitik und Verkehrsplanung sowie für das Management und die Finanzierung der Infrastruktur ergibt sich ein regional differenzierter Handlungsbedarf zur Anpassung der Prioritäten und Maßnahmen, der im Teilbericht skizziert wird.
Andrea Kunnert, Oliver Fritz, Dieter Pennerstorfer (WIFO), Gerhard Streicher (Joanneum Research), Birgit Aigner, Thomas Döring (Fachhochschule Kärnten)
Teilbericht 3: Alterung und regionale Wettbewerbsfähigkeit (Subreport 3: Population Ageing and Regional Competitiveness)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 109 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
Für eine Beurteilung der ökonomischen Wirkungen der Alterung ist zentral, wie sich der demographische Wandel auf die Gesamtwirtschaft auswirkt. Konkret sind Effekte auf die Nachfrage und die Produktivität zu erwarten, die auch die nationale und regionale Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. In einem ersten Schritt wird gezeigt, dass für die österreichischen Bundesländer der Zusammenhang zwischen demographischem Wandel und Produktivität umgekehrt U-förmig verläuft: Jüngere und ältere Erwerbstätige weisen gegenüber der Alterskohorte der 35- bis 44-Jährigen einen Produktivitätsrückstand auf. Durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung sind – mit Ausnahme Wiens – bis 2030 Produktivitätsverluste zu erwarten. Die private Konsumnachfrage wird sowohl in ihrem Niveau als auch in ihrer Struktur vom Alter des Haushaltsvorstands bestimmt. So ist aufgrund der Alterung der Bevölkerung bis 2030 mit einem Anstieg der Sparquote zu rechnen. Darüber hinaus werden die Ausgaben für Konsumgruppen wie Wohnung, Beheizung und Beleuchtung, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sowie Gesundheitsprodukte steigen, während die Verkehrsausgaben sinken dürften. Die mit Hilfe des multiregionalen ökonometrischen Input-Output-Modells MultiREG geschätzten gesamtwirtschaftlichen Effekte der demographischen Alterung sind sehr gering: Die Produktivitätsveränderung hat keinen Einfluss auf die Bruttowertschöpfung, erhöht jedoch das Beschäftigungsniveau etwas. Insgesamt wirkt die Strukturveränderung des privaten Konsums leicht positiv auf Bruttowertschöpfung und Beschäftigung, jene des öffentlichen Konsum (Zunahme der Gesundheitsausgaben) leicht negativ. Regionale Unterschiede ergeben sich vor allem durch die Effekte auf den privaten Konsum, da Wien aufgrund der angenommenen Kürzungen in der öffentlichen Verwaltung verliert.
Teilbericht 2: Auswirkungen auf das Arbeitskräfteangebot und den Arbeitsmarkt (Subreport 2: Effects on the Labour Supply and Labour Market)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 92 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
In diesem Teilbericht des Forschungsprojektes werden die Implikationen der prognostizierten demographischen Entwicklung für die regionalen Arbeitsmärkte Österreichs diskutiert. Nach der Untersuchung der Folgen der bisherigen demographischen Verschiebungen für Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktdynamik sowie für die Struktur der Arbeitslosigkeit werden die möglichen Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Bildungsstruktur der erwerbsfähigen Bevölkerung beleuchtet. Anhand verschiedener Szenarien der Bevölkerungsprognose werden zudem Möglichkeiten der wirtschaftspolitischen Einflussnahme identifiziert, um den Handlungsspielraum der Wirtschaftspolitik auszuloten.
Peter Mayerhofer (WIFO), Birgit Aigner, Thomas Döring (Fachhochschule Kärnten)
Teilbericht 1: Räumliche Charakteristika des demographischen Wandels – Bevölkerung und Erwerbspotential (Subreport 1: Geographical Characteristics of Demographic Change – Population and Employment Potential)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 100 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
Als Grundlage der Untersuchung der ökonomischen Effekte des demographischen Wandels auf regionaler Ebene analysiert der vorliegende Teilbericht die räumlichen Charakteristika dieses Wandels und identifiziert die dabei wirkenden Einflussfaktoren. Demnach wirken der Anstieg der Lebenserwartung, die Abnahme der Fertilität und die Zunahme der Migration massiv, aber regional sehr differenziert auf Dynamik und Struktur der Bevölkerung ein. Das Erwerbspotential wird bis 2030 in allen Bundesländern außer Wien schrumpfen, im Süden und Südosten überdurchschnittlich. Auf kleinräumiger Ebene differenzieren sich "Gewinner" und "Verlierer" der demographischen Entwicklung zunehmend aus. Insgesamt ist die demographische Herausforderung real, in ihrer Größenordnung aber beherrschbar, sofern konsequente Maßnahmen zur Abfederung allfälliger negativer ökonomischer Folgen ergriffen werden.

Standortanalysen und -vergleiche (15 Treffer)

Oliver Fritz, Sabine Ehn-Fragner (WIFO), Peter Laimer, Johanna Ostertag-Sydler, Jürgen Weiß (STAT)
Bericht über die Bedeutung, Entwicklung und Struktur der österreichischen Tourismuswirtschaft im Jahr 2019 (Report on the Impact, Development and Structure of the Austrian Tourism Industry 2019)
Auftraggeber: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Statistik Austria
Online seit: 10.06.2020 0:00
 
Basierend auf dem Konzept des Tourismus-Satellitenkontos erreichten die Tourismusaufwendungen von in- und ausländischen Gästen in Österreich 2019 38,1 Mrd. € (Schätzung; +2,9% gegenüber 2018). Die daraus resultierenden direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte von 29,2 Mrd. € (+2,9%) trugen 7,3% zum BIP bei. Zudem waren 2019 schätzungsweise rund 311.600 Vollarbeitsplätze (Erwerbstätige) in Österreich direkt oder indirekt mit der Tourismuswirtschaft verbunden, das entsprach 7,8% der österreichweiten Gesamtbeschäftigung (zu Vollzeitäquivalenten). Der Reiseverkehrssaldo laut Zahlungsbilanz erhöhte sich 2019 auf +10,2 Mrd. € (nominell; +9,4%), wobei sich die Exporte wesentlich dynamischer als die Importe entwickelten (+5,4% zu +2,2%; einschließlich internationaler Personentransport). Gemessen an den nominellen Tourismusexporten der EU 28 erreichte Österreich 2019 einen Marktanteil von 4,8%. Damit wurde die Position des Vorjahres gehalten und erneut Rang 6 erzielt.
Sozialpartnerschaft, Institutionen und Wirtschaft. Entwicklungen seit der Krise (Social Partnership, Institutions and the Economy. Developments Since the Crisis)
Monographien, Juli 2018, 101 Seiten
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 27.06.2019 0:00
 
Der Bericht diskutiert empirisch relevante Theorien zu den Wirkungskanälen zwischen Sozialpartnerschaft und makropolitischen Kennzahlen, vergleicht wesentliche Institutionen von Lohnverhandlungssystemen in 16 europäischen Ländern und zeichnet die Entwicklung der institutionellen bzw. korporatistischen Landschaften in diesen Ländern anhand vergleichbarer Daten in der längeren Frist und seit Ausbruch der Krise nach. Der deskriptive Vergleich der Länder mit ihren unterschiedlichen Lohnverhandlungsstrukturen im Hinblick auf ihre makroökonomische Performance zeigt, dass Länder mit einem sowohl auf der Arbeitnehmer- als auch auf der Arbeitgeberseite hohen verbandlichen Organisations- bzw. Koordinationsgrad ("sozialpartnerschaftliche Gruppe") im Durchschnitt hinsichtlich wichtiger makroökonomischer Größen tendenziell bessere Ergebnisse erzielen als andere Ländergruppen. Der Vergleich der Periode vor und nach 2008 zeigt darüber hinaus, dass sich die Ländergruppe durch eine schnellere Krisenbewältigung auszeichnet.
WIFO Working Papers, 2018, (565), 185 Seiten
Online seit: 29.05.2018 0:00
Österreich bietet einen hohen Lebensstandard, der sowohl in überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen und einer im internationalen Vergleich niedrigen Arbeitslosenquote als auch einem geringeren Anteil armutsgefährdeter Personen zum Ausdruck kommt. Der erreichte materielle Wohlstand beruht auf vergangenen Leistungen, stimmt aber auch für die nähere Zukunft optimistisch. Gleichzeitig bestehen hartnäckige Strukturdefizite in Bezug auf wichtige Bestimmungsfaktoren der langfristigen Entwicklung. Beispiele sind die als zu gering empfundene Leistungsfähigkeit des Bildungssystems, hohe Abgaben auf Arbeitseinkommen, als überbordend empfundene Regulierungen, ein geringer Anteil forschungsintensiver Produktionszweige oder die mangelnde Finanzierung von risikoreichen Projekten mit großem Wachstumspotential.
Oberösterreichs Wirtschaft im europäischen Konkurrenzumfeld. Zweiter Bericht zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit, 2017 (The Economy of Upper Austria in a European Setting. 2nd Report on International Competitiveness, 2017)
Monographien, September 2017, 189 Seiten
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Oberösterreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 04.09.2017 10:00
 
Aufbauend auf einer ersten umfassenden Sichtung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Wirtschaft zum Datenstand 2008 (Mayerhofer et al., 2012) analysiert die Studie die Weiterentwicklung der regionalen Konkurrenzposition in der schwierigen Phase in und nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise. Zu diesem Zweck werden international vergleichbare Indikatoren für Oberösterreich und wesentliche Konkurrenzregionen in harmonisierter Form aufbereitet und vergleichend analysiert. Benchmark ist ein Sample von insgesamt 108 hochentwickelten sachgüterorientierten Volkswirtschaften in Europa (HSRE), die auf Basis einer Clusteranalyse der europäischen NUTS-2-Regionen als engere Konkurrenzregionen Oberösterreichs identifiziert wurden. Wie die Analyse der Erfolgsindikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Wirtschaft zeigt, verbesserte sich die Wettbewerbsposition der Region auch in der Krisen- und Nachkrisenphase weiter. Zugleich wird die Notwendigkeit einer pointiert wachstums- und produktivitätsorientierten Ausrichtung der regionalen Wirtschaftspolitik als Grundlage für eine Absicherung erreichter Wettbewerbsvorteile deutlich. Eine detaillierte Sichtung der zentralen Determinanten der Wettbewerbsfähigkeit in Innovationsorientierung, Qualifizierung und der Positionierung auf internationalen Märkten schließt sich daher an. Auf Basis der dabei identifizierten Stärken und Schwächen Oberösterreichs werden Handlungslinien für Internationalisierungspolitik, Forschungs- und Innovationspolitik sowie Aus- und Weiterbildungspolitik aufgezeigt, die geeignet scheinen, Wachstum und Produktivitätsentwicklung in der oberösterreichischen Wirtschaft als Grundlage für deren nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.
Wirtschaftspolitische Blätter, 2016, (1), S.155-170
Peter Mayerhofer, Matthias Firgo, Stefan Schönfelder
Vierter Bericht zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Wiens (Fourth Report on the International Competitiveness of Vienna)
Monographien, Dezember 2015, 334 Seiten
Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Im Rahmen der vorliegenden Studie werden als Grundlage für eine stark evidenzbasierte Wirtschaftspolitik in Wien international harmonisierte Daten für alle 255 Metropolregionen in Europa in funktionaler Abgrenzung aufbereitet und in Hinblick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit Wiens in der Städtehierarchie vergleichend analysiert. Dazu werden auf Basis umfassender empirischer Arbeiten die Ergebnisse (Indikatoren) der regionalen Wettbewerbsfähigkeit sowie deren wesentliche Bestimmungsgründe vor allem im Vergleich mit relevanten Konkurrenzregionen ähnlicher Charakteristik bewertet, namentlich den anderen erstrangigen europäischen Metropolregionen mit mehr als 1,5 Mio. Einwohnern und Einwohnerinnen im Agglomerationsraum, den Großstadtregionen mit ähnlichen Absatzmärkten sowie solchen mit ähnlich dynamischer demographischer Entwicklung. Auf dieser Basis werden die Stärken und Schwächen der Wiener Stadtwirtschaft in der Städtekonkurrenz herausgearbeitet und Hinweise auf wesentliche Handlungsfelder und Maßnahmenlinien der urbanen Wirtschaftspolitik identifiziert. Die Ergebnisse zeigen Wien nach wie vor als einen auch im Kontext der europäischen Metropolen überdurchschnittlich leistungsfähigen und innovativen Wirtschaftsraum. Sie lassen aber auch erkennen, welch großen Herausforderungen die demographisch wachsende Stadt in einem wenig dynamischen makroökonomischen Umfeld gegenübersteht, um neue Erwerbspotentiale auch "produktiv" zu machen. Grosso modo setzen sich die bereits im dritten Bericht zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Wiens 2010 identifizierten Entwicklungstrends fort, kommen in den letzten fünf Jahren aber noch verstärkt zum Ausdruck. Insofern erscheint das Konzept einer pointiert wachstumsorientierten Wirtschafts- und Standortpolitik weiterhin ohne Alternative. Die wirtschaftspolitischen Überlegungen der vorliegenden Studie benennen hiezu zentrale Ansatzpunkte und Maßnahmen mit hoher Impulswirkung, vorrangig in den Bereichen Strukturpolitik, Innovationspolitik, Qualifizierungspolitik, Internationalisierungspolitik und Arbeitsmarktpolitik.
WWWforEurope: Welfare, Wealth and Work for Europe, November 2015, 35 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH – Österreichische Austauschdienst-GesmbH
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Projekt-Konsortium WWWforEurope
This paper aims to redefine the term competitiveness to enhance its usefulness for the evaluation of country performance and for policy conclusions. We attempt to establish a definition that is adequate if economic policy strives for a new growth path that is more dynamic, socially inclusive and ecologically sustainable. We tentatively apply the proposed definition to evaluate the "competitiveness" of EU member countries as well as to compare Europe's "competitiveness" with that of the USA (and, where possible, with Switzerland, Japan and China).
Matthias Firgo, Oliver Fritz, Peter Mayerhofer (WIFO), Michael Kernitzkyi, Eric Kirschner, Judith Köberl, Veronika Kulmer, Andreas Niederl, Franz Prettenthaler, Claudia Winkler (JOANNEUM RESEARCH), Johannes Absenger, Simone Harder, Robert Steinegger, Ewald Verhounig (WKO Steiermark, IWS)
Wirtschaftsstandort Steiermark 2015+ (Business Location Styria 2015+)
Monographien, Juni 2015, 516 Seiten
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Steiermark
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH – POLICIES: Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung – Wirtschaftskammer Steiermark, Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung
Online seit: 23.07.2015 0:00
 
Eine wichtige Aufgabe der steirischen Wirtschaftspolitik besteht darin, den Wirtschaftsstandort Steiermark in seiner Qualität nicht nur abzusichern, sondern kontinuierlich weiter auszubauen, um den Herausforderung der Zukunft mit sinkenden Transportkosten, Freizügigkeit im Waren-, Kapital- und Personenverkehr sowie dem Aufstieg "neuer" Standorte in Schwellenländern gerecht zu werden. Die vorliegende Studie leistet dazu einen empirisch gestützten Beitrag. International vergleichbare Informationen über die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Steiermark und ähnlich entwickelter und strukturierter Regionen in Europa werden aufbereitet und vergleichend analysiert. Auf dieser Basis können Stärken und Schwächen des Standortes im europäischen Konkurrenzumfeld identifiziert werden und in weiterer Folge Hinweise für wesentliche Handlungsfelder und Maßnahmen der regionalen Wirtschaftspolitik abgeleitet werden.
Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft, 2014, S.87-114, http://dx.doi.org/10.1553/moegg156
Online seit: 21.04.2015 14:56
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Theoretische und methodische Grundlagen (5 Treffer)

Michael Peneder (WIFO), Christian Rammer (ZEW)
Monographien, Jänner 2018, 242 Seiten
Authors: Michael Peneder, Andreas Reinstaller, Stefan Weingärtner (WIFO), Florence Blandinières, Niklas Dürr, Stefan Frübing, Sven Heim, Bettina Peters, Christian Rammer (ZEW) – Disclaimer: This report has been prepared for the European Commission, DG GROW, under Specific Contract No SI2-750358 implementing the Framework Service Contract ENTR/300/PP/2013/FC-WIFO coordinated by the Austrian Institute of Economic Research (WIFO, coordinator: Andreas Reinstaller). The information and views set out in this study are those of the author(s) and do not necessarily reflect the official opinion of the Commission. The Commission does not guarantee the accuracy of the data included in this study. Neither the Commission nor any person acting on the Commission's behalf may be held responsible for the use which may be made of the information contained therein.
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Online seit: 21.12.2017 13:34
 
The study serves as a background document for the European Commission and is conducted in close cooperation with the ZEW Mannheim. The main tasks are to define the concept of competitiveness at the micro, meso, and macro levels of economic activity, to establish a set of indicators that is suitable for comparing the competitive performance of EU countries, to develop a systematic grid of indicators and policy objectives, and to determine the strengths and weaknesses of commonly used indicators, including their associated measurement problems or biases.
in: Paolo Chiocchetti, Frédéric Allemand, Competitiveness and Solidarity in the European Union: Interdisciplinary Perspectives
Buchbeiträge, Routledge, Abingdon, 2018
Wettbewerbsfähigkeit: vom "gefährlichen" Schlagwort zum Zukunftskompass. Die ökonomische Forschung und der Beitrag des WIFO (Competitiveness: From "Dangerous" Key Word to Future Compass. Economic Research and the Contribution of WIFO)
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(12), S.947-953
Online seit: 20.12.2017 0:00
 
Wettbewerbsfähigkeit ist ein wichtiges Ziel für Wirtschaftspolitik wie Unternehmen. Sie wird allerdings sehr unterschiedlich definiert, womit auch die wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen oft gegensätzlich sind. Der vorliegende Beitrag zeigt den Weg von einer rein kostenorientierten Sicht zu einer Definition, die sich an den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zielen orientiert. Diese Definition ermöglicht die konsequente Verfolgung einer High-Road-Strategie: Sie nutzt Innovationen, Skills und Ambitionen, um damit hohe Einkommen, sozialen Zusammenhalt und ökologische Exzellenz zu erreichen. Anhand dieses Konzeptes ist die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Länder nach breiteren Wohlfahrtsindikatoren stärker als gemessen am Pro-Kopf-Einkommen. Keines der erfolgreicheren europäischen Länder verfolgt eine kostenorientierte Low-Road-Strategie.
in: Robert Huggins, Piers Thompson, Handbook of Regions and Competitiveness – Contemporary Theories and Perspectives on Economic Development
Buchbeiträge, Edward Elgar Publishing, Northampton, MA, März 2017, S.155-191, https://www.elgaronline.com/view/9781783475001.00013.xml

Unternehmensdynamik und -finanzierung (13 Treffer)

Werner Hölzl (WIFO), Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien, Institut für Volkswirtschaftslehre)
Ein Mechanismus zur Unterstützung von Unternehmen in der COVID-19-Krise (A Mechanism to Support Companies in the COVID-19 Crisis)
WIFO Research Briefs, 2020, (7), 11 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Universität Wien, Institut für Volkswirtschaftslehre
Online seit: 06.06.2020 14:00
Der Beitrag skizziert einen Mechanismus "gewinnabhängig rückzahlbarer Zuschuss" zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen in der COVID-19-Krise, der schnell, zielgerichtet und mit geringen administrativen Kosten implementiert werden kann. Dieser Mechanismus ist charakterisiert durch die gewinnabhängige Rückzahlung, eine begrenzte Rückzahlungsfrist, marktübliche Verzinsung und eine Abwicklung über das Steuerkonto. Ein solcher Mechanismus kann effizient und fiskalisch verantwortungsvoll staatliches "Unterstützungskapital" für viele kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung stellen. Abschließend werden mögliche Probleme des Mechanismus diskutiert.
We explore the effects of EU accession on firms in Central and Eastern Europe. We draw on trade theory and institutional reform literature to argue changes in both the perceived market structures and productivity distributions. Using firm level data from six waves of the World Bank's Enterprise Survey between 2002 and 2013, we document a decreasing likelihood of higher market concentration as countries accede. We show changes in the firm level productivity distributions. EU membership tends to decrease the variance of productivity across firms, and shifts the distribution towards higher productivity levels. Less concentrated markets are associated with higher productivity.
in: Elias G. Carayannis, Encyclopedia of Creativity, Invention, Innovation and Entrepreneurship
Buchbeiträge, 2019, S.734-738
This paper provides evidence on the role of firm size and firm age for firm level net job creation in the Austrian economy between 1993 and 2013 and during the Great Recession. We propose a new estimation strategy based on a two-part model to decompose behavioural differences between exiting and surviving firms. Young firms contribute most to net job creation, despite high relative exit rates, due to high growth rates among young surviving firms. Small firms have similar job creation rates conditional on survival as large firms. Small firms' contribution to job creation is, however, smaller due to higher exit rates. The up-or-out dynamics characterising less regulated economies such as the USA also apply to the more regulated Austrian economy. During the Great Recession both the relative net job creation rate conditional on survival and the relative survival probability of young firms decreased. The relative contribution of small firms to net job creation, by contrast, increased due to increased relative job creation rates of small firms conditional on survival.
Monographien, November 2014, 166 Seiten
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Online seit: 29.01.2015 0:00
 
This study links public sector efficiency to firm growth via several microeconomic channels. The results show that greater public administration efficiency induces higher rates of fast growing firms. Especially corruption and ineffective justice systems were identified as the factors that most impede firms' growth. In addition, public service provision that relies on fees rather than on taxes was associated with higher efficiency.
Standortfaktoren und Investitionspotential von Risikokapital in Österreich (Location Factors and Investment Potential of Risk Capital in Austria)
WIFO-Monatsberichte, 2013, 86(8), S.673-683
Online seit: 23.08.2013 0:00
 
Risikokapitalgeber investieren in Unternehmen mit großem Wachstums- bzw. Ertragsteigerungspotential. Sie nehmen eine wichtige Rolle im Innovations- und Finanzierungssystem ein. Da der österreichische Risikokapitalmarkt unterentwickelt ist, bleibt ein Teil des Wachstums- und Beschäftigungspotentials ungenutzt. Lediglich 0,04% des jährlichen Bruttoinlandsproduktes wurden zwischen 2007 und 2011 als Venture Capital und Wachstumsfinanzierung zur Verfügung gestellt, wesentlich weniger als im Durchschnitt von Vergleichsländern wie Belgien, Dänemark (je 0,09%) oder Deutschland (0,06%). Bestimmungsfaktoren für die Höhe von Risikokapitalinvestitionen sind im internationalen Vergleich neben dem Finanzierungs- und Innovationssystem auch das Regulierungsumfeld der Branche, die Industriestruktur sowie die Unternehmensdynamik, die den Pool möglicher Investitionsprojekte bestimmt. Die Berechnungen mit einem ökonometrischen Schätzmodell ergeben vor diesem Hintergrund ein beträchtliches Potential für Risikokapitalinvestitionen in Österreich.
Von den "trockenen Tälern" der Risiko- und Wachstumsfinanzierung (On the "Valley of Death" of Venture Capital Finance)
WIFO-Monatsberichte, 2013, 86(8), S.637-648
Online seit: 23.08.2013 0:00
 
Dieser einleitende Beitrag zum Schwerpunkt "Risikokapital in Österreich" behandelt den in der Literatur als "valley of death" bezeichneten kritischen Übergang von der öffentlichen Forschungs- zur privaten Wachstumsfinanzierung. Die Analyse identifiziert die Ursachen von Finanzierungslücken sowie die besonderen Eigenschaften der betroffenen Unternehmen und erörtert die wirtschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten. In einer Zusammenfassung der einzelnen Artikel dieses Heftes steckt der Beitrag den thematischen Rahmen dieses Schwerpunktheftes der WIFO-Monatsberichte ab. Besonderes Augenmerk wird auf den Gegensatz zwischen den in Österreich einerseits guten allgemeinen Finanzierungsbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen und dem andererseits sehr schwach entwickelten Markt für Risikokapital gelegt.
This paper examines the employment effects of acquisitions for acquired European firms, taking non-random selection of acquisition targets explicitly into account. Following the empirical firm growth literature and theories put forward in the mergers and acquisition (M&A) literature, we control for convergence dynamics in firm size and distinguish between different types of acquisitions. Empirically, we estimate an endogenous treatment model using accounting data for a newly created sample of acquired and non-acquired European firms. Our results reveal positive employment effects for different types of acquisitions indicating that M&As likely induce efficiency gains.
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Wettbewerbspolitik (5 Treffer)

American Economic Journal: Microeconomics, 2019, (11), S.1-29
Michael Böheim, Dieter Pennerstorfer, Franz Sinabell
Strukturanpassung im österreichischen Lebensmittelhandel. Auswirkung auf die Versorgung und wettbewerbsökonomische Implikationen (Structural Adjustment in Austrian Food Retailing. Impact on the Supply Side of the Market and Implications From the Viewpoint of Competition Economics)
WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(3), S.171-183
Online seit: 24.03.2016 0:00
 
Der österreichische Lebensmitteleinzelhandel ist durch eine hohe und steigende Marktkonzentration gekennzeichnet. Neben Verfahren wegen verbotener Preisabsprachen in den letzten Jahren geriet dieser Sektor zuletzt durch die Insolvenz der Zielpunkt GmbH Ende 2015 erneut in den wirtschaftspolitischen Fokus. Die Insolvenz dieser Handelskette hat, wie die vorliegende Untersuchung zeigt, nur geringe Auswirkungen auf die Versorgungsqualität und die Angebotsvielfalt. Da ein Wettbewerber aus dem Markt ausgeschieden ist, ist der Zuwachs der Marktkonzentration aber beträchtlich. Die geplante Übernahme einiger Zielpunkt-Filialen durch Unternehmen mit geringem Marktanteil kann die Zunahme der Marktkonzentration nicht abfedern, da die meisten Filialen durch die Marktführer übernommen werden.
Industrial and Corporate Change, 2016, (3), S.447-455, https://doi.org/10.1093/icc/dtv033
This note proposes the continuous treatment approach as a valuable alternative to propensity score matching for evaluating economic effects of merger and acquisitions (M&As). This framework allows considering the variation in treatment intensities explicitly, and it does not call for an arbitrary definition of cutoff values in traded ownership shares to construct a binary treatment indicator. We demonstrate the usefulness of this approach using data from European M&As and by relying on the example of post-M&A employment effects. The empirical exercise reveals some heterogeneities over the whole distribution of acquired ownership shares and across different types of M&As and country groups.