Themenplattform "Nachhaltigkeit und Inklusivität"

Schlüsselpublikationen zum Thema "Nachhaltigkeit und Inklusivität"

Two major international frameworks provide landmarks for future development paths: the UN Sustainable Development Goals (SDGs) and the Paris Climate Agreement. Monitoring the progress towards achieving the individual goals must take into account a multitude of synergies and trade-offs. In this paper we use composite indices to analyse climate and energy policies in selected EU member countries. These results show that, in general, the improvements regarding energy efficiency, emissions and deployment of renewables have been moderate in the period under observation (2005–2015). This hints at the time needed for restructuring to take place, which underlines the importance of credible political commitments to climate targets, the implementation of ambitious instruments and the need for stability in the guiding frameworks to effectuate substantial changes. In addition, the analysis of the selected countries shows that they are characterised by very specific energy systems (complemented by specific social structures), and this determines the challenges that each country must overcome on the way to decarbonisation and sustainable development. While the SDGs are to be implemented on a global scale, it is necessary to adapt them to the characteristics of a given country or region. Reliable and long-term quantitative data that is comparable across countries or regions and that takes into account the social dimension is required to be able to monitor the overall progress of SGD implementation.
WIFO Working Papers, 2019, (585), 35 Seiten
Online seit: 12.08.2019 0:00
Der "Armutsindex" bildet erstmals die Lebensumstände auf kleinräumiger Ebene in den 2.122 Wohngemeinden in Österreich für den Zeitraum 2010 bis 2017 quantitativ ab, indem er die auf Armut und soziale Ausgrenzung einwirkenden Faktoren wie Einkommen, Erwerbsintensität, Alter und Qualifikation in einer Indexzahl bündelt. Aus diesem Aggregat lassen sich Rückschlüsse auf die Lebensumstände auf Wohngemeindeebene in Österreich ziehen. Nicht nur werden die zwischen städtischen und ländlichen Regionen bzw. dicht und dünn besiedelten Gebieten unterschiedlichen Lebensbedingungen aufgezeigt, zugleich wird auch Einblick in die Heterogenität innerhalb der ländlichen Regionen geboten, wie der Blick auf die peripheren ländlichen Regionen auf der einen Seite und die zentralen ländlichen Räume im Umland von Zentren auf der anderen Seite zeigt.
Franz Sinabell, Julia Bock-Schappelwein, Matthias Firgo, Klaus S. Friesenbichler, Philipp Piribauer, Gerhard Streicher (WIFO), Ludwig Gerner, Mathias Kirchner, Jochen Kantelhardt, Andreas Niedermayr, Erwin Schmid, Martin Schönhart (BOKU), Christina Mayer (STAT)
Eine Zwischenbilanz zu den Wirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2014-2020 (An Interim Assessment of the Impacts of the Rural Development Programme 2014-2020)
Auftraggeber: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Universität für Bodenkultur Wien – Statistik Austria
Online seit: 12.08.2019 0:00
 
Mit dem Programm der ländlichen Entwicklung LE 14-20 wird die "zweite Säule" der Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich umgesetzt. Dieses Programm hat ein jährliches Volumen von annähernd 1 Mrd. € und wird zur Hälfte von der EU finanziert. Die Maßnahmen des Programmes zielen vor allem darauf ab, die landwirtschaftliche Produktion in Ungunstlagen aufrecht zu erhalten, die biologische Wirtschaftsweise zu fördern und Investitionen in zeitgemäße Tierhaltungssysteme zu unterstützen. Weitere Maßnahmen betreffen den Aufbau von Humankapital und die Etablierung sozialer Dienstleistungen in ländlichen Regionen. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur ländliche Regionen von dem Programm profitieren, sondern auch urbane Zentren, in denen nur wenige Begünstigte sind. Da das Programm viele Ziele anstrebt, sind Zielkonflikte unvermeidbar. In Folgeprogrammen sollten diese nach Möglichkeit verringert werden.
Monographien, Mai 2019, 184 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz – Bundeskanzleramt
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die vorliegende Umverteilungsstudie des WIFO zum Jahr 2015 beruht auf den aktuellsten verfügbaren und verknüpfbaren Daten. Ausgehend von der Verteilung der Markt- und Primäreinkommen (Markteinkommen, Pensionen und nettoimputierte Mieten) werden die Verteilungswirkungen der von den privaten Haushalten geleisteten Sozialbeiträge, direkten und indirekten Steuern und der von ihnen empfangenen Geld- und Sachleistungen der öffentlichen Hand in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und Bedarfsorientierte Mindestsicherung analysiert. Vor Umverteilung betrug das durchschnittliche Einkommen der Haushalte im obersten Zehntel der Einkommensverteilung das 30-Fache der Haushalte im untersten Zehntel, nach Umverteilung nur das 5,5-Fache. Die Umverteilung erfolgte von den Haushalten im oberen zu den Haushalten im unteren Drittel der Verteilung der Primäreinkommen. Öffentliche Sachleistungen lieferten den größten Beitrag zur Umschichtung vor den einkommensabhängigen Abgaben (Sozialbeiträge und direkte Steuern) und den öffentlichen Geldleistungen (ohne Pensionen). Die regressive Wirkung der indirekten Steuern senkte das Umverteilungsausmaß leicht. War die Ungleichheit sowohl der Primär- als auch der Sekundäreinkommen (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller öffentlichen Geld- und Sachleistungen) zwischen 2000 und 2010 gestiegen, so kehrte sich diese Entwicklung zwischen 2010 und 2015 um. Da sich in diesem Zeitraum auch das Ausmaß der Umverteilung erhöhte, ging die Ungleichheit der Sekundärverteilung noch stärker zurück. Dieser Entwicklung lagen gegenläufige Veränderungen in Haushalten mit unterschiedlichen soziodemographischen Merkmalen zugrunde. – Die Analyse verwendet Daten aus dem European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC), der Konsumerhebung und dem Household Finance and Consumption Survey (HFCS).
Projektberichte (in Arbeit), April 2019
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktivität schwächte sich in den letzten Jahren in vielen Industrieländern ab. Diese Entwicklung liegt allerdings nicht an einer Verlangsamung der Dynamik an der weltweiten technologischen Frontier, sondern viel mehr an der Abschwächung der Produktivitätszuwächse abseits der Frontier. Die Studie beschreibt die Mechanismen hinter dieser ungleichen Produktivitätsentwicklung und entwickelt einen Analyserahmen, in dem Politikinstrumente in ihrer Wirkung auf Wachstum und Inklusion beurteilt werden können. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf den Politikfeldern Wettbewerbs- und Regulierungspolitik, öffentliche Investitionen und Investitionsförderung sowie Innovationspolitik.
Die Ereignisse seit dem Ausbruch der Großen Rezession haben gezeigt, dass die soziale Dimension der EU eine entscheidende Bedeutung für die Stabilität und politische Legitimation der EU einnimmt. Der vorliegende Beitrag untersucht die Rolle und das Potential der sozialinvestiven Perspektive auf den Wohlfahrtsstaat für die Weiterentwicklung des europäischen Integrationsprojekts. Dazu werden in einem ersten Schritt die Kerngedanken dieses sozialpolitischen Ansatzes erläutert und ihre Bedeutung mit Blick auf die EU und insbesondere auf die Währungsunion beleuchtet. In einem zweiten Schritt wird analysiert, in welcher Form und in welchem Ausmaß der sozialinvestive Ansatz im politischen Prozess der EU verankert ist, wobei der Fokus auf den jüngsten Entwicklungen und Initiativen liegt.
Alexander Krenek, Margit Schratzenstaller
in: Barbara Caracciolo, Charline Cheuvart, Catalin Dragomirescu-Gaina, Vassilis Ntousas, Progressive Lab for Sustainable Development. From Vision to Action
Buchbeiträge, Brussels, Juni 2017
Herausgeber: Foundation For European Progressive Studies
The increase in wealth inequality in many EU countries has spurred renewed interest in wealth taxation. While taxes on wealth for a long time have played only a marginal role in public finance and taxation literature, in the more recent literature a variety of arguments have been put forward in favour of (higher) wealth taxation in general and in Europe in particular. Most of these arguments directly or indirectly refer to the potential of wealth taxes to contribute to various dimensions of sustainability, in particular to economic, social, and/or institutional/cultural sustainability. Tax competition has led to an almost complete disappearance of pure net wealth taxes in Europe. EU-wide implementation of a net wealth tax based on harmonised tax provisions may serve as a first step in a longer-term move to a stepwise expansion of net wealth taxes on a global scale in the form of concentric circles. By dealing with non- and underreporting in the Household and Consumption Survey (HFCS) data set provided by the European Central Bank, we are able to estimate wealth distribution within 20 EU countries. Applying a progressive tax schedule with a tax rate of 1 percent for net wealth above 1 million € and 1.5 percent for net wealth above 5 million € on these adjusted wealth distributions yields potential tax revenues of 155 billion €, taking into account the behavioural responses of individuals triggered by net wealth taxation. Given the positive sustainability properties of a wealth tax with regard to economic efficiency and social inclusion, a European wealth tax offers itself as an interesting candidate for sustainability-oriented tax-based own resources to finance the EU budget.
We develop and calibrate an analytical growth model in the Post-Keynesian tradition with an endogenous wealth distribution and differential returns to wealth between workers and capitalists. We show that a long-run equilibrium allows for non-zero wealth owned by workers, even as the model contains the "triumph of the rentier" predicted by Piketty as a special case. The model's calibration to ten European countries shows that the distribution of wealth is likely to become more unequal in all cases, barring political countermeasures.
This paper calculates the carbon footprint of private consumption in the EU 27 by five groups of household income, using a fully fledged macroeconomic input-output model covering 59 industries and five groups of household income for the EU 27. Due to macroeconomic feedback mechanisms, this methodology – besides induced intermediate demand – also quantifies: 1. private consumption induced in the other household groups, 2. impacts on other endogenous final demand components, and 3. negative feedback effects due to output price effects of household demand. The carbon footprint is calculated separately for the consumption vector of each of the five income groups. The simulation results yield a non-linear income elasticity of direct and indirect emissions at each income level: the value of the direct footprint income elasticity decreases from 1.32 (first quintile) to 0.69 (fourth quintile). The value of the indirect footprint income elasticity is always below unity and decreases from 0.89 to 0.62. The results in general reveal a relative decoupling effect: the share of the top income group in income (45 percent) is much larger than its share in the carbon footprint (37 percent) and vice versa for the bottom income group (6 percent in income and 8 percent in footprint).
WWWforEurope: Welfare, Wealth and Work for Europe, März 2016, 152 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH – Österreichische Austauschdienst-GesmbH
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Projekt-Konsortium WWWforEurope
The WWWforEurope research project proposes a comprehensive strategy to set Europe on a dynamic path to a socio-ecological transition. The proposed strategy is medium to long-term in nature; solving short-run problems in specific countries may require some policy instruments not covered, but should nevertheless take this longer view into account. WWWforEurope respects different starting positions and heterogeneous preferences, and also acknowledges the high degree of uncertainty deriving from new challenges and disruptive technological innovations. The strategy cannot serve as a blueprint for solving all current and future problems or for exploiting all new opportunities, but it initially aims to develop guiding principles, then drivers of change and, last but not least, facilitators of strategy implementation which, combined, should support transition under very different real-world circumstances. The first part of this report is an overarching synthesis, the second one reports on the results of different models and presents research findings in the five areas which were inputs for the synthesis.
WIFO-Monatsberichte, 2015, 88(2), S.127-135
Online seit: 19.02.2015 0:00
 
Ein zentrales Ziel einer Reform des österreichischen Abgabensystems sollte die Verbesserung der Abgabenstruktur sein. Dies bedeutet die Umschichtung des gesamten Abgabenvolumens weg von bestimmten Steuerbasen (Entlastung) hin zu anderen Steuerbasen (und damit auch deren höhere Besteuerung). Die stärkere Besteuerung bestimmter Steuerbasen sollte nicht nur der Erschließung kurzfristiger Gegenfinanzierungspotentiale zur Kompensation von Steuerausfällen dienen. Vielmehr sollte das Leitprinzip einer zukunftsfähigen Steuerpolitik sein, aufbauend auf einer Vision für ein "Abgabensystem 2025" in einem längerfristigen Stufenplan die gesamte Abgabenlast schrittweise umzuschichten. Kern einer Abgabenstrukturreform ist eine Verringerung der hohen Abgabenbelastung des Faktors Arbeit vor allem für niedrige und mittlere Arbeitseinkommen, die im Rahmen eines ökosozialen Abgabenreformkonzeptes kompensiert wird durch die Anhebung von Umweltsteuern und bestimmten vermögensbezogenen Steuern sowie den Abbau von steuerlichen Ausnahmen vor allem in der Einkommen- und der Umsatzsteuer. Unabhängig von der Abgabenstruktur kann die Abgabenquote umso stärker gesenkt werden, je mehr es gleichzeitig gelingt, Einsparungspotentiale auf der Ausgabenseite zu realisieren, die parallel zur Senkung der Abgaben auf den Faktor Arbeit die Ausgabenquote verringern.
Claudia Kettner (Projektleitung), Katharina Köberl, Christine Mayrhuber (WIFO), Sophie Karmasin, Nicole Steininger (Karmasin Motivforschung)
Mehr als Wachstum. Messung von Wohlstand und Lebensqualität in ausgewählten Ländern mit dem OECD Better Life Index auf Basis der österreichischen Präferenzen (More Than Growth. Measuring Affluence and Quality of Living in Selected Countries by the OECD Better Life Index, Based on Austrian Preferences)
Monographien, November 2012, 110 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend – Ökosoziales Forum Europa
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Karmasin Motivforschung
 
Der OECD Better Life Index (http://oecdbetterlifeindex.org/) misst das Wohlbefinden und die Lebensqualität in verschiedenen Ländern anhand ökonomischer, sozialer und ökologischer Kriterien. Insgesamt werden 24 Indikatoren aus elf Teilbereichen gewichtet und zu einem aggregierten Index zusammengefasst, um die Länder im Hinblick auf Lebensqualität und Wohlbefinden vergleichen zu können. Im Rahmen der vorliegenden Studie wird der OECD Better Life Index erweitert und mit Hilfe einer für Österreich repräsentativen Gewichtung implementiert: Die OECD-Indikatoren werden um weitere, für Österreich relevante Informationen ergänzt. Ein umfangreicher Vorschlag für mögliche zusätzliche Indikatoren wurde auf Basis von Forschungsarbeiten des WIFO in Abstimmung mit den Auftraggebern entwickelt. Die endgültige Auswahl der Indikatoren wurde im Rahmen eines Pretests festgelegt. Auf Basis von Gewichten, die aus einer Befragung von 800 Personen gewonnen wurden und für Österreichs Bevölkerung repräsentativ sind, werden der OECD Better Life Index und der erweiterte Index für Österreich und andere ausgewählte OECD-Länder berechnet. Zusätzlich zur Berechnung des aggregierten OECD Better Life Index werden disaggregierte Indexberechnungen für Bevölkerungsgruppen nach bestimmten sozioökonomischen Merkmalen (z. B. Geschlecht, Alter) durchgeführt.
Ausgewählte Ergebnisse einer erweiterten Wohlstandsmessung im Ländervergleich (A Cross-Country Comparison of Selected Results of an Extended Measurement of Prosperity)
WIFO-Monatsberichte, 2011, 84(11), S.713-726
 
Unter dem Stichwort "Beyond GDP" beschäftigt sich die ökonomische Literatur in letzter Zeit zunehmend mit neuen oder längere Zeit wenig beachteten Ansätzen zur erweiterten Wohlstandsmessung. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit zwei Aspekten aus diesem Spektrum: Zum einen werden weniger beachtete Standardkennzahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vorgestellt, zum anderen Indikatoren der sozialen Kohärenz einer Gesellschaft.