Themenplattform "Digitalisierung"

Publikationen zum Thema "Digitalisierung" (33 Treffer)

WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.697-705
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Die Strukturanalyse der Beschäftigung in Österreich zeigt ein relativ stabiles Muster nach Tätigkeitsschwerpunkten. In den letzten zwei Jahrzehnten veränderte sich der Anteil der Arbeitsplätze mit überwiegend Routinetätigkeiten (40%) bzw. Nichtroutinetätigkeiten (60%) kaum. Allerdings verlagerte sich die Struktur langsam weg von Berufen mit überwiegend manuellen Tätigkeiten. Die Veränderung der Tätigkeitsstruktur ist mit der Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft verbunden und spiegelt Automatisierungsprozesse insbesondere in der Sachgütererzeugung wider. In hochdigitalisierten Branchen ist der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit überwiegend manuellen Aufgaben geringer. Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien verstärken die Verschiebung der Tätigkeitsprofile weg von manuellen Routineaufgaben hin zu Berufen mit analytischen und interaktiven Nichtroutinetätigkeiten. Die durch Digitalisierung bzw. Automatisierung am stärksten gefährdeten manuellen Routinetätigkeiten werden meist von Geringqualifizierten ausgeübt.
Herausforderungen für kleinere Unternehmen durch die Digitalisierung. Bestandsaufnahme und Prioritäten (Challenges of Digitalisation for SMEs and Micro-enterprises. State of Play and Priorities)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.685-695
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Kleinere Unternehmen (KMU) weisen auch in Österreich Defizite hinsichtlich der Adoption von digitalen Technologien auf. Anhand von Technologieindikatoren zeigt sich kein genereller Adoptionsnachteil, allerdings besteht hinsichtlich der Gründungsdynamik und des Anteiles schnell wachsender Unternehmen ein Rückstand gegenüber den innovationsführenden Ländern. Dies dürfte indirekte Auswirkungen auf die Diffusion digitaler Technologien und Geschäftsmodelle haben. Die österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen sind sich der Bedeutung der Digitalisierung bewusst, die wichtigsten Herausforderungen orten sie unternehmensintern sowie im Bereich von Regulierung, Finanzierung, IKT-Infrastruktur, aber vor allem in einem Mangel an Information und Wissen.
Auswirkungen der Digitalisierung und Herausforderungen für die Standortpolitik aus der Sicht der österreichischen Industrie (The Impact of Digitalisation and Challenges for Location Policy from the Perspective of the Austrian Industry)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.675-684
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Während sich die österreichischen Industrieunternehmen hinsichtlich der Digitalisierung nicht im Nachteil zu den wichtigsten Konkurrenten sehen, stellt sie die Digitalisierung jedoch als Wettbewerbsfaktor mit zunehmender Bedeutung vor eine Reihe von Herausforderungen. Die Digitalisierung erlaubt einerseits, die Effizienz der Produktion, die Organisation der Wertschöpfungsketten und Vertriebswege zu steigern sowie Produkte besser an Kundenerfordernisse anzupassen und dadurch neue Marktchancen wahrzunehmen. Andererseits erfordert sie eine stetige Verbreiterung der Wissensbasis der Unternehmen, die Entwicklung neuer standardisierter Datenschnittstellen, die Bewältigung neuer Fragen hinsichtlich der Regulierung und des Datenschutzes sowie Strategien zur Eindämmung der negativen Auswirkungen der zunehmenden Fragmentierung von Wertschöpfungsketten. Um die Unternehmen in diesen Prozessen optimal zu unterstützen, sollten nicht nur bereits bekannte strukturpolitische Fragen gelöst, sondern auch neue standortpolitische Strategien entwickelt werden.
Agnes Kügler, Andreas Reinstaller (WIFO), Bernhard Dachs (AIT)
Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft im internationalen Vergleich (Digitalisation of the Austrian Economy in an International Comparison)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.663-673
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Der Einsatz digitaler Technologien hat das Potential, die Effizienz und Effektivität von Produktionsprozessen zu steigern und damit die Wirtschaftsleistung eines Landes zu beeinflussen. Wie ein Vergleich mit den innovationsführenden Ländern der EU zeigt, ist der österreichische IKT-Produktionssektor klein, in Bezug auf technologische Innovation und Wirtschaftsleistung aber leistungsfähig. Gemessen an den Patentanmeldungen gilt dies besonders im Bereich der Informations- und Kommunikationsgeräte. Auch die Weitergabe von Wissen über digitale Technologien funktioniert in vielen Bereichen gut. Unternehmen wenden diese im europäischen Vergleich aber etwas zögerlich an, wobei hier einerseits ein Unterschied zwischen der Sachgütererzeugung und dem Dienstleistungsbereich besteht, andererseits die Branchenstruktur Einfluss auf die Art der eingesetzten Technologie hat.
Digitalisierung in Österreich: Einleitende Bemerkungen (Digitalisation in Austria: Introductory Remarks)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.659-662
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Eine neue Studie zur Digitalisierung in Österreich präsentiert eine Bestandsaufnahme der Digitalisierung des österreichischen Unternehmenssektors und der damit zusammenhängenden Digitalisierungspolitik. Vier Beiträge im vorliegenden Heft der WIFO-Monatsberichte fassen wichtige Ergebnisse zusammen. Der österreichische IKT-Produktionssektor ist demnach klein, in Bezug auf technologische Innovation und Wirtschaftsleistung aber leistungsfähig, während Schwächen insbesondere in Bezug auf die Digitalisierung der Dienstleistungsbranchen identifiziert werden. Die standortpolitischen Herausforderungen der Digitalisierung der österreichischen Industrie werden ebenso analysiert wie Hemmnisse und Herausforderungen der Digitalisierung von Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen. Ein Beitrag befasst sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Tätigkeitsstruktur der Beschäftigung in Österreich.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(6), S.459-469
Online seit: 02.07.2019 0:00
 
Dem arbeitssparenden Element des Einsatzes digitaler Technologien stehen positive Nachfrageeffekte durch eine Senkung der Produktionskosten und die Schaffung einer Vielzahl neuer Produkte gegenüber. Ein strukturierter Survey der internationalen Literatur zeigt bisher überwiegend positive Nettoeffekte des Einsatzes digitaler Technologien auf die Beschäftigung. Eine aktuelle WIFO-Studie widmet sich ausführlich den bisherigen Beschäftigungseffekten der Digitalisierung in Österreich auf einer räumlich differenzierten Ebene: Demnach wuchs die Beschäftigung seit 2010 in hochdigitalisierten Branchen in allen Bundesländern stärker als in den anderen Branchen. Dabei weisen urbane Regionen für hochdigitalisierte Branchen Standortvorteile gegenüber anderen Regionen auf, die sich in der Vergangenheit auch kaum verringert haben. Die Nettoeffekte eines höheren Digitalisierungsgrades der lokalen Wirtschaft auf die Gesamtbeschäftigung vor Ort sind ebenfalls mehrheitlich positiv, unterscheiden sich aber zwischen den Regionen. Eine Verbesserung der Breitbandnetzinfrastruktur hat ebenfalls messbar positive Effekte auf die Beschäftigungsentwicklung. Für die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden spielt die Breitbandnetzqualität hingegen bislang eine vernachlässigbare Rolle.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(6), S.447-457
Online seit: 02.07.2019 0:00
 
Beruhend auf einer Vielzahl von Indikatoren bietet die Untersuchung eine umfassende und gleichzeitig überschaubare Bestandsaufnahme mit dem Ziel einer schlüssigen Gesamtbewertung zum aktuellen Stand der Digitalisierung in Österreich. Im internationalen Vergleich liegt Österreich demnach gemessen an den meisten Kennzahlen zur Digitalisierung nur im Mittelfeld und manchmal auch weit zurück. Dennoch zeigen die Daten keine allgemeine Investitionslücke, sondern vergleichsweise hohe Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien. Diesen steht aber eine Nachfragelücke gegenüber, die sich vor allem an der relativ geringen privaten Nutzung moderner Breitbanddienste und Anwendungen zeigt. In den Unternehmen entspricht die Adoption neuer digitaler Dienste häufig dem internationalen Durchschnitt. Das Ziel einer aktiven und gestaltenden Rolle Österreichs im digitalen Wandel erfordert ein breites Spektrum abgestimmter wirtschaftspolitischer Instrumente.
Monographien, März 2019, 201 Seiten
Auftraggeber: Europäische Kommission
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Austrian Institute of Technology
Online seit: 24.07.2019 0:00
 
The report provides an overview and analysis of the state of digitalisation in Austria. The findings show that the digitalisation performance of the Austrian economy is mixed. The overall digitalisation performance of Austria is marked by good performance in the manufacturing industries and weaknesses in the service sector compared to the innovation leader countries. The diffusion gap goes hand in hand with low adoption rates in microenterprises and SMEs and is reinforced by modest industrial dynamics in Austria. Reform needs arise regarding the promotion of ICT skills and competences of the workforce. The policy framework is currently in a phase of reorganisation.
Monographien, März 2019, 141 Seiten
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 21.03.2019 0:00
 
Die Digitalisierung ist als vielseitige Mehrzwecktechnologie der Motor zahlreicher Innovationen. Diese stärken langfristig die Nachfrage und mit dem Wachstum der Wirtschaftsleistung auch die realen Einkommen. Relativ zu den Spitzenreitern liegt Österreich aber hinsichtlich vieler Kennzahlen zur Digitalisierung zurück, wie z. B. die im internationalen Vergleich geringere private Nutzung modernster Breitbanddienste zeigt. In den Unternehmen erfolgt die Digitalisierung im Allgemeinen etwas rascher und entspricht meist dem europäischen Durchschnitt. Für eine gestaltende Rolle im digitalen Wandel wird daher ein bloßes "Mehr" an Investitionen nicht ausreichen, sondern ein breites Spektrum abgestimmter Initiativen (Innovation, Adoption, Ausbildung, Regulierung usw.) notwendig sein.
Monographien, Dezember 2018, 240 Seiten
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 01.02.2019 9:00
 
Dem arbeitssparenden Element des Einsatzes digitaler Technologien stehen positive Nachfrageeffekte durch eine Senkung der Produktionskosten und die Schaffung einer Vielzahl neuer Produkte gegenüber. Aufgrund der Komplexität dieser teils gegenläufigen Effekte sind theoretische Vorhersagen der Nettoeffekte des Einsatzes digitaler Technologien auf die Beschäftigung a priori kaum möglich. Ein strukturierter Survey der internationalen Literatur zeigt bisher überwiegend positive Wirkungen. Auch für Österreich liefern die im Rahmen der Studie durchgeführten Analysen vorwiegend positive Befunde: Die Beschäftigung wuchs in hoch digitalisierten Branchen in allen Bundesländern seit 2010 stärker als die Gesamtbeschäftigung. Insgesamt weisen urbane Regionen für hoch digitalisierte Branchen – bei beträchtlicher Heterogenität zwischen unterschiedlichen Indikatoren zur Messung des Digitalisierungsgrades – Standortvorteile gegenüber anderen Regionen auf, die sich in der Vergangenheit auch kaum verringerten. Die Nettoeffekte eines höheren Digitalisierungsgrades der lokalen Wirtschaft auf die Gesamtbeschäftigung vor Ort sind ebenso mehrheitlich positiv, wobei Regionen außerhalb der Zentren – bei entsprechender Ausstattung mit Humankapital – sowie die stärker von der Industrie geprägten Bundesländer besonders von einer hoch digitalisierten lokalen Wirtschaft profitieren dürften. Eine Verbesserung der Breitbandinfrastruktur (Downloadgeschwindigkeit) hat ebenfalls positive Effekte für die Beschäftigungsentwicklung, insbesondere für bevölkerungsarme Gemeinden und für Gemeinden mit anfangs niedriger Bandbreite sowie für die Beschäftigung in wissensintensiven Dienstleistungen. Für die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden scheint die Breitbandqualität hingegen, trotz damit verbundener besserer Möglichkeiten für Teleworking, eine vernachlässigbare Rolle zu spielen.
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