WIFO-Arbeiten zum Thema "COVID-19-Krise"

Die Ökonominnen und Ökonomen des WIFO verfolgen auch in der Corona-Krise das Ziel, zur Lösung sozioökonomischer Herausforderungen beizutragen und sachliche Grundlagen für Entscheidungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.
 

Laufende Sammlung

Publikationen (38 Treffer)

The measures taken to limit the spread of the COVID-19 virus, which at the same time severely restrict economic activity in many countries, have consequences not only on unemployment, trade, production, income and value added, but also on the environment. This analysis examines the effects on greenhouse gas emissions in Austria. For this purpose, a new, lean and very flexible model, ALICE, was developed, which quantifies the short to medium-term effects of changes in production and consumption with regard to output, value added and greenhouse gas emissions. In order to determine the consequences as precisely as possible, 74 economic activities and households are distinguished. The model results show not only the direct consequences, but also the consequences resulting from the interdependence of the economic system. The scenario presented here is based on the forecast published by WIFO in late June 2020, which forecasts a decline in gross domestic product by 7 percent in 2020. The sector-specific declines in value added and expected changes in household consumption behaviour are the input parameters for the model that calculates the associated greenhouse gas emissions. Greenhouse gas emission – as defined by the Austrian inventory – is estimated to decline by 9.9 percent. This decline is due to the change of economic activities. Factors that also affect the level of emissions, such as ambient temperatures, changes in land use and forest growth, are not considered here. Following the conventions of the greenhouse gas inventory, international aviation is not included in the calculation either. There are several uncertainties because the economy may suffer even more than expected in June 2020. The actual production of industries and the behaviour of households throughout the year, especially with regard to their travel activities, may unfold in a different manner than expected.
WIFO Research Briefs, 2020, (8), 10 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 25.06.2020 0:00
Mit den Lockerungen der COVID-19-bedingten Einschränkungen im Handel, in den persönlichen Dienstleistungen und im Gastgewerbe von Anfang Mai fiel der Beschäftigungsrückgang im Mai mit –4,0% etwas geringer aus als im April (April –5,0%, März –4,9%). Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit war (einschließlich Personen in Schulungsmaßnahmen), nach dem Höhepunkt Mitte April, im Mai mit +50,7% etwas weniger stark (April +58,2%, März +52,5%). Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 11,5% (April 12,7%, März 12,3%). Auch die Zahl der geringfügig Beschäftigten, die nicht in den offiziellen Zahlen des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger ausgewiesen wird, ging seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie massiv zurück (Mai –12,6% bzw. –43.909 auf 305.628, April –17,8%, März –21,5%) und liegt gegenwärtig auf einem Niveau wie vor rund 10 Jahren (2011: 307.741).
Werner Hölzl (WIFO), Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien, Institut für Volkswirtschaftslehre)
Ein Mechanismus zur Unterstützung von Unternehmen in der COVID-19-Krise (A Mechanism to Support Companies in the COVID-19 Crisis)
WIFO Research Briefs, 2020, (7), 11 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Universität Wien, Institut für Volkswirtschaftslehre
Online seit: 06.06.2020 14:00
Der Beitrag skizziert einen Mechanismus "gewinnabhängig rückzahlbarer Zuschuss" zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen in der COVID-19-Krise, der schnell, zielgerichtet und mit geringen administrativen Kosten implementiert werden kann. Dieser Mechanismus ist charakterisiert durch die gewinnabhängige Rückzahlung, eine begrenzte Rückzahlungsfrist, marktübliche Verzinsung und eine Abwicklung über das Steuerkonto. Ein solcher Mechanismus kann effizient und fiskalisch verantwortungsvoll staatliches "Unterstützungskapital" für viele kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung stellen. Abschließend werden mögliche Probleme des Mechanismus diskutiert.
Projektberichte (in Arbeit), Juni 2020
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Wien – Magistrat der Stadt Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Zäsur der COVID-19-Pandemie teilt den Beobachtungszeitraum dieses Konjunkturberichtes in zwei ganz unterschiedliche Phasen: Einer "sanften Landung" der Konjunktur im Jahresverlauf 2019 und Anfang 2020 folgte ein massiver Wirtschaftseinbruch gegen Ende der Beobachtungsperiode. Im Verlauf des Jahres 2019 verlor die Dynamik der Wiener Wirtschaft deutlich an Kraft, ohne in eine Rezession zu münden. In Einklang mit der nationalen und internationalen Konjunktur nahm die reale Bruttowertschöpfung in Wien im 2. Halbjahr 2019 noch um 1,2% zu. Das Jahreswachstum 2019 blieb damit (bei +1,5%) um 0,7 Prozentpunkte unter jenem des Jahres 2018, die regionale Dynamik reichte aber an den Österreich-Durchschnitt heran und war noch mit erheblichen und auch im nationalen Vergleich hohen Beschäftigungsgewinnen verbunden (+1,9%, Österreich +1,6%). Erste Anzeichen einer beginnenden Konjunkturerholung im Jänner und Februar 2020 kamen mit Ausbruch der Pandemie und den zu ihrer Eindämmung ergriffenen Maßnahmen Mitte März allerdings zu einem abrupten Ende. Für 2020 ist (auch) für Wien eine schwere Rezession abzusehen: Die Wirtschaftsleistung Wiens dürfte heuer bei leichten strukturbedingten Vorteilen gegenüber Österreich insgesamt (–5,2%) um mindestens 4,1% schrumpfen. Trotz stützender Maßnahmen der COVID-Kurzarbeit dürfte dies deutliche Beschäftigungsverluste (–1,5%, Österreich –1,7%) nach sich ziehen. Die regionale Arbeitslosenquote wird damit um rund 2 Prozentpunkte steigen und mit 13,7% im Jahresdurchschnitt den höchsten Wert seit der unmittelbaren Nachkriegszeit erreichen.
Ökonomische Bedeutung der Kulturwirtschaft und ihre Betroffenheit in der COVID-19-Krise (Economic Significance of Cultural Industries and Adverse Effects of the COVID-19 Crisis)
Auftraggeber: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 02.07.2020 0:00
 
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und der raschen Ausbreitung von Infektionen wurden aus gesundheitspolitischen Gründen erhebliche Einschränkungen beschlossen, die die Kulturwirtschaft in Österreich sehr beeinträchtigen. Die Studie quantifiziert den Beitrag des erweiterten Kultursektors zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt auf etwas unter 3%. Die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Kultursektors werden auf rund 9,8 Mrd. € geschätzt, er lastet dabei rund 150.000 unselbständig und selbständig Beschäftigte aus. Die ökonomischen Schäden im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise werden auf 1,5 bis 2 Mrd. € geschätzt und verteilen sich in unterschiedlichem Ausmaß auf die Teilsektoren des Kulturbereiches.
Monographien, Juni 2020, 32 Seiten
Auftraggeber: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.06.2020 9:00
 
Die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie zieheneine massive weltweite Rezession nach sich. Die Studie beleuchtet zwei zentrale innovationspolitische Aspekte: Unternehmen, die F&E-aktiv sind, bewältigen die Krise in der Regel besser. F&E- und Innovationstätigkeiten der Unternehmen sind prozyklisch, was Innovationen als langfristigen Treiber des Beschäftigungs- und Wirtschaftswachstums nachhaltig schwächen und die Entwicklung von Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bremsen kann. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen schließen die Studie.
Konjunkturerwartungen verbessern sich – Auftragslage bleibt schwach. Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom Juni 2020 (Economic Expectations Improve – Order Situation Remains Weak. Results of the WIFO Business Cycle Survey June 2020)
WIFO-Konjunkturtest, 2020, (6), 12 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Europäische Kommission, GD Wirtschaft und Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 29.06.2020 14:00
Die Stimmung der österreichischen Unternehmen war auch im Juni weiterhin skeptisch. Zwar stieg der WIFO-Konjunkturklimaindex (saisonbereinigt) um 7,6 Punkte, er lag jedoch mit –20,7 Punkten im Bereich jener Werte, die während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 erreicht wurden. Die COVID-19-Krise hält die österreichische Wirtschaft weiter im Griff.
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, Stockholm, 12.6.2020, https://www.euroconstruct.org
Veranstalter: Prognoscentret AB
Online seit: 24.02.2020 0:00
WIFO's Swedish Euroconstruct partner Prognoscentret AB is pleased to invite to the 89th Euroconstruct Conference on 12 June 2020. Due to the extraordinary circumstances right now, this summer's conference will be organised as a live streamed conference from a top-class studio in Stockholm. Join us to receive the first estimates on the impact of the Coronavirus on European construction. Enjoy lectures on housing, non-residential construction, civil engineering and construction as well as related topics presented by leading experts within the fields of forecasting, European economic policies and politics, sustainable communication, demographic and societal trends. The conference will of course be interactive, meaning you will have far-reaching opportunities to comment and ask questions directly to the host and speakers throughout the day! See the full programme and details on our conference website.
Hans Pitlik (Projektleitung)
Ökonomische Bedeutung der Kulturwirtschaft und ihre Betroffenheit in der COVID-19-Krise (Economic Significance of Cultural Industries and Adverse Effects of the COVID-19 Crisis)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Abgeschlossen: 2020
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und angesichts ihrer raschen Ausbreitung wurden aus gesundheitspolitischen Gründen erhebliche Einschränkungen verfügt, die die Kulturwirtschaft in Österreich stark beeinträchtigen. Die Studie quantifiziert die Bedeutung der Kulturwirtschaft für die österreichische Wirtschaft und diskutiert die ökonomischen Folgen der COVID-19-Krise. Ausgehend von einer ökonomischen Beschreibung des Kultursektors werden die Auswirkungen auf die Kulturwirtschaft mit Hilfe von Wirtschaftsprognosen des WIFO und ökonomischen Simulationsmethoden geschätzt. Vorläufige Politikempfehlungen werden mit Blick auf die Überwindung der Krisenfolgen für die österreichische Kultur- und Kreativwirtschaft abgeleitet.
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© CDC/Unsplash
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Markus Kiesenhofer, BA, MA

Tätigkeitsbereiche: Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit