WIFO-Arbeiten zum Thema "COVID-19-Krise"

Die Ökonominnen und Ökonomen des WIFO verfolgen auch in der Corona-Krise das Ziel, zur Lösung sozioökonomischer Herausforderungen beizutragen und sachliche Grundlagen für Entscheidungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.

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Laufende Sammlung

Publikationen (58 Treffer)

Beschäftigung 2020: Bilanz nach einem Jahr COVID-19-Pandemie (Employment 2020: Taking Stock After One Year of COVID-19 Pandemic)
WIFO Research Briefs, 2021, (1), 11 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 21.01.2021 0:00
Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie hinterließen deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Nach den drastischen Einbußen im Frühjahr 2020 gingen mit dem Wiederhochfahren der Wirtschaft und der Belebung des Sommertourismus die Beschäftigungsverluste zurück. Aufgrund des erneuten Lockdown im November und des hinausgeschobenen Beginns der Wintersaison im Tourismus zu Jahresende sank die Beschäftigung jedoch abermals und lag Ende Dezember 2020 um 3,3% unter dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt 2020 – d. h. einschließlich der Zeit bis zum ersten Lockdown im März – betrug der Rückgang der aktiv unselbständigen Beschäftigung 2,0%. Besonders von Arbeitsplatzverlusten betroffen waren junge Menschen sowie Arbeiterinnen und Arbeiter; nach Wirtschaftsbereichen büßten neben dem Tourismus der Arbeitskräfteverleih, die Reisebranche (Reisebüros, Reiseveranstalter), die kontaktintensiven Bereiche Freizeit, Kultur und persönliche Dienstleistungen sowie der Verkehr am stärksten an Beschäftigten ein.
Projektberichte (in Arbeit), Dezember 2020
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Wien – Magistrat der Stadt Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die COVID-19-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung gesetzten Maßnahmen führten die Wiener Stadtwirtschaft in eine schwere Rezession. Im 1. Halbjahr 2020 brach die reale Bruttowertschöpfung um 6,9% ein, im gesamten Jahr 2020 dürfte die regionale Wirtschaftsleistung dank Rebound-Effekten über den Sommer und trotz erneuter Restriktionen gegen Jahresende um 6,2% unter dem Vorjahresniveau bleiben. Der Rückgang ist damit spürbar geringer als im Österreich-Durchschnitt. Dies beruht aber nicht zuletzt auf Sondereffekten und kommt in der Beschäftigungsentwicklung nicht zum Ausdruck (Jahr 2020 Wien –2,4%, Österreich –2,0%). Die Arbeitslosenquote wird daher heuer in Wien mit 15,1% einen neuen Höchstwert erreichen. Für 2021 erwartet die WIFO-Prognose vom 18. Dezember eine Erholung, die wegen des vor Kurzem beschlossenen dritten Lockdown aber schwach bleiben wird. Österreichweit dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 2,5% zunehmen – zu wenig, um die Einbußen des Jahres 2020 an Output und Beschäftigung zu kompensieren.
Josef Baumgartner, Marian Fink, Silvia Rocha-Akis (WIFO), Sarah Lappöhn, Kerstin Plank, Alexander Schnabl, Klaus Weyerstrass (IHS)
Wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Abfederung der COVID-19-Krise. Mikro- und makroökonomische Analysen zur konjunkturellen, fiskalischen und verteilungspolitischen Wirkung (Economic Policy Measures to Mitigate the COVID-19 Crisis. Micro- and Macroeconomic Analyses of the Cyclical, Fiscal, and Distributional Impact)
Projektberichte (in Arbeit), Dezember 2020
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Höhere Studien
Die vorliegende Ex-ante-Analyse untersucht die Wirkungen der im Zuge der COVID-19-Krise beschlossenen Maßnahmen zur Stützung der Einkommen und der Investitionstätigkeit auf drei aufeinander aufbauenden Ebenen: der Mikro-, der Makro- und der sektoral-regionalen Ebene. Durch Maßnahmen zur Unterstützung der privaten Haushalte steigen die verfügbaren Einkommen um 3,1 Mrd. €. Davon entfallen 23,0% auf das untere, 31,8% auf das mittlere und 45,2% auf das obere Einkommensdrittel. Die Lohnersatzleistung im Rahmen der Kurzarbeitsbeihilfe in Höhe von 4,3 Mrd. € fließt zu 15,4% den Haushalten im unteren, 37,6% jenen im mittleren und 47,2% jenen im oberen Einkommensdrittel zu. Durch die Kurzarbeit werden rund 187.000, durch die anderen Maßnahmen 13.000 bis 21.000 Beschäftigungsverhältnisse gesichert. Das reale BIP ist insgesamt um 0,5% bis 1% höher, als es ohne die Maßnahmen zu erwarten gewesen wäre. Von den Maßnahmen für private Haushalte profitiert am meisten der Handel, von den Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen die Herstellung von Waren und das Bauwesen.
Umsatzentwicklung, Investitionsverhalten und Erwartungen bezüglich der Normalisierung. Ergebnisse der vierten Sonderbefragung zur COVID-19-Krise im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests vom Oktober 2020 (Revenue Developments, Investment Behaviour and Expectations for Normalisation. Results of the Fourth Special Survey on the COVID-19 Crisis as Part of the WIFO-Konjunkturtest of October 2020)
WIFO-Konjunkturtest Sonderausgabe, 2020, (4), 14 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Europäische Kommission, GD Wirtschaft und Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 16.11.2020 0:00
Im WIFO-Konjunkturtest vom Oktober wurden zum vierten Mal Sonderfragen zu den Auswirkungen der COVID-19-Krise gestellt. Die Unternehmen rechnen für 2020 aufgrund der COVID-19-Krise durchschnittlich mit einem Umsatzrückgang von 12%. Für 2021 sind die meisten Unternehmen unsicher und skeptisch und erwarten geringe Zuwächse (Durchschnitt +1,8%). Allerdings sind die Meldungen heterogen. Rund 24% der Unternehmen befürchten für 2021 weitere Umsatzeinbußen, 30% eine Steigerung. Das Investitionsverhalten wurde durch die COVID-19-Krise stark beeinflusst: Rund 60% der Unternehmen mit geplanten Investitionen im Jahr 2020 geben an, Investitionsprojekte verschoben oder gestrichen zu haben. 57% aller befragten Unternehmen nutzen die Investitionsprämie, die zusätzliche Investitionen und Vorzieheffekte auslöst. Die Unternehmen sind aber skeptisch in Bezug auf eine rasche Normalisierung ihrer Geschäftslage: Die Mehrheit erwartet eine Normalisierung in frühestens sechs Monaten.
WIFO Research Briefs, 2020, (18), 8 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 09.11.2020 0:00
Es gibt profunde empirische Evidenz über den positiven Effekt von Schulbesuch und erlernten Kompetenzen auf den individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand. Schulschließungen über mehrere Wochen haben nachweislich negative Effekte auf den späteren Arbeitsmarkterfolg der betroffenen Kinder. Makroökonomisch ist Bildung die wesentlichste Determinante für die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und damit für die langfristige Prosperität einer Gesellschaft, da Bildung eine Investition in Wissen und Fähigkeiten der Bevölkerung ist. Für die Bildungspolitik in der COVID-19-Krise steht also sehr viel auf dem Spiel – auf individueller, aber auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.
WIFO Research Briefs, 2020, (17), 11 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.11.2020 0:00
Die Wirtschaft dürfte 2020 um 7,7% schrumpfen statt um 6,8%, wie noch im Oktober prognostiziert. 0,6 Prozentpunkte dieses zusätzlichen Einbruchs sind auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie zurückzuführen, der Rest vor allem auf (freiwilligen) Konsumverzicht in anderen Bereichen. 2021 dürfte das BIP um nur 2,8% expandieren statt um 4,4% laut WIFO-Prognose vom Oktober 2020. Der BIP-Beitrag aus dem Bereich Beherbergung und Gastronomie steigt hingegen um 0,3 Prozentpunkte. Während also der Tourismus von den aktuellen Verschärfungen im nächsten Jahr profitieren soll, ergeben sich gesamtwirtschaftlich negative Folgeeffekte.
WIFO Working Papers, 2020, (617), 51 Seiten
Online seit: 03.11.2020 0:00
This analysis attempts to offer a counter strategy to the idea of anti-globalization and de-growth that had flared up again since the COVID-19 crisis. All international forecasts expect for the year 2020 the deepest recession since the Great Depression. Countries which can afford it, run a super-Keynesian fiscal policy to fight the crisis, accompanied by an extremely expansionary monetary policy in the USA (Fed) and in the euro area (ECB). As a third policy instrument besides fiscal and monetary policy, an aggressive pro-globalization trade policy could relieve and strengthen the crisis macro policy. To demonstrate which options are available we analyze nine mega free trade agreements, some of them are already in effect, others will be enacted soon. Overall, not the big players in world trade, the EU and the USA win by a simultaneous implementation of the nine FTAs. Japan would be the winner because it participates in four combinations (overlaps) of FTAs: EU–Japan, USA–Japan, CPTPP and RCEP. The USA hardly gain from further globalization. Similarly, the EU 27 cannot profit much from further globalization.
Christine Mayrhuber, Marian Fink, Caroline Moreau, Hans Pitlik, Silvia Rocha-Akis (WIFO), Helmut Hofer, Thomas Czypionka, Monika Riedel, Christoph Stegner, Klaus Weyerstrass (IHS)
COVID-19-Krise: Analyse der sozialen Lage in Österreich. Teil 1 (COVID-19 Crisis: Analyses of the Social Situation in Austria. Part 1)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Höhere Studien
Auftraggeber: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Online seit: 10.12.2020 0:00
Die sozialen Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise treffen die Bevölkerung recht unterschiedlich. Die vorliegende Arbeit liefert eine erste Einschätzung der Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Einkommenssituation der privaten Haushalte und der Krisenbetroffenheit unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen im Jahr 2020. Die im Bericht analysierten fiskalischen Effekte zeigen einen erheblichen Einbruch der Staatseinnahmen und einen gesamtstaatlichen Finanzierungssaldo von –10½% des BIP. Das verfügbare Haushaltsäquivalenzeinkommen entwickelte sich in den letzten Monaten nach Personengruppen sehr heterogen, wobei Arbeitslosenhaushalte im 1. Halbjahr 2020 beträchtliche Einkommenseinbußen verzeichneten. Die Betroffenheit der Lehrlinge, Personen in Kurzarbeit, Arbeitslosen und Selbständigen werden getrennt im Teil 2 der Studie näher analysiert.
COVID-19: Beschäftigungssituation – Bilanz nach einem halben Jahr COVID-19-Pandemie (COVID-19 Pandemic: Employment Situation – Taking Stock After Half a Year of COVID-19 Pandemic)
WIFO Research Briefs, 2020, (16), 9 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 02.11.2020 9:00
Ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie sind die Folgen für die Beschäftigung noch immer merklich spürbar. Der Rückgang war im September im Vorjahresvergleich zwar geringer als im Frühjahr, betrug aber immer noch etwa 1%. Zudem waren, nach dem Höhepunkt im Mai mit über 1,3 Mio. angemeldeten Kurzarbeitsfällen, rund 300.000 Beschäftigte zur Kurzarbeit angemeldet. 20- bis 24-jährige Arbeitskräfte waren von den Auswirkungen der COVID-Maßnahmen überdurchschnittlich betroffen, ebenso Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Männer (insbesondere zu Beginn der Krise). Unter jenen Branchen, die von der Krise besonders erfasst worden waren, erreichte einzig das Bauwesen das Beschäftigungsniveau des Vorjahres wieder. War die Beschäftigung im Mai in erster Linie in den vom Wintertourismus geprägten Bundesländer Tirol und Salzburg gesunken, so verzeichnete im September Wien die größten Einbußen. Nur im Burgenland wurde die Beschäftigung ausgeweitet.
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(10), S.731-753
Online seit: 04.11.2020 0:00
 
In der Hauptvariante der Prognose erwartet das WIFO für Österreich für das Jahr 2020 einen Rückgang des realen BIP um knapp 7% und der Beschäftigung um fast 2% sowie einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf knapp 10%. Die fiskalischen Maßnahmen zur Abfederung der Rezession und die Steuerausfälle werden 2020 eine Zunahme des Budgetdefizits auf 9½% und der Staatsverschuldung auf rund 84% des nominellen BIP zur Folge haben. 2021 zeigt sich ein Rebound-Effekt (+4,4%), in den Folgejahren verflacht die Wachstumsdynamik schrittweise (2025 +1,3%). Wegen der geringen Investitionstätigkeit und der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit schwächt sich das Trendwachstum auf +1% p. a. ab. In der Hauptvariante würde die Arbeitslosenquote bis zum Ende der Prognoseperiode auf das Vorkrisenniveau (7½%) zurückgehen. In einem pessimistischeren Risikoszenario wird angenommen, dass aufgrund einer zweiten Infektionswelle im IV. Quartal 2020 in Österreich wie auch bei den europäischen Haupthandelspartnern deutlich restriktivere gesundheitspolitische Maßnahmen bis hin zu einem (partiellen) Lockdown gesetzt werden. Die österreichische Wirtschaft würde dann 2020 um 9¼% schrumpfen, 2021 auf diesem niedrigen Outputniveau beinahe stagnieren (+½%); 2022 würde sich ein Rebound-Effekt zeigen (+5%). Das Budgetdefizit würde 2020 auf 10,8%, die öffentliche Schuldenquote bis 2021 auf 93¼% und die Arbeitslosenquote auf 10¼% steigen. Bis zum Ende des Prognosezeitraumes würde die Arbeitslosenquote auf 8,1% zurückgehen.
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Markus Kiesenhofer, BA, MA

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