WIFO-Arbeiten zum Thema "COVID-19-Krise"

Die Ökonominnen und Ökonomen des WIFO verfolgen auch in der Corona-Krise das Ziel, zur Lösung sozioökonomischer Herausforderungen beizutragen und sachliche Grundlagen für Entscheidungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.
 

Laufende Sammlung

Publikationen (53 Treffer)

Josef Baumgartner, Jürgen Bierbaumer-Polly, Marian Fink, Klaus S. Friesenbichler, Serguei Kaniovski, Michael Klien, Simon Loretz, Hans Pitlik, Silvia Rocha-Akis, Franz Sinabell (WIFO), Alexander Schnabl, Sarah Lappöhn, Liliana Mateeva, Kerstin Plank, Lorenz Wimmer (IHS), Johannes Berger, Wolfgang Schwarzbauer, Ludwig Strohner (EcoAustria)
Ökonomische Bewertung der in der Regierungsklausur am 16. Juni 2020 vorgestellten Maßnahmen (Economic Evaluation of the Measures Presented in the Government Conference on 16 June 2020)
Monographien, September 2020, 62 Seiten
Informations- und Datenstand: 3. Juli 2020
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Höhere Studien – EcoAustria – Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 25.09.2020 0:00
 
Als Reaktion auf die ökonomischen Verwerfungen durch die COVID-19-Pandemie hat die Bundesregierung in ihrer Regierungsklausur Mitte Juni 2020 zusätzlich zu bereits zuvor beschlossenen Hilfsmaßnahmen weitere Unterstützungen für die kommenden Jahre vorgeschlagen. Die in Zusammenarbeit von WIFO, IHS und EcoAustria erstellte Studie untersucht wesentliche Teile des dabei vorgestellten Paketes von Rettungs-, Stützungs- und Konjunkturbelebungsmaßnahmen, mit einem Budgetvolumen von 10,3 Mrd. €. Die ermittelten Wertschöpfungseffekte betragen 2020 +0,7% und 2021 +0,8%, die Arbeitslosenquote wird um 0,4 (2020) bzw. 0,7 Prozentpunkte (2021) gesenkt. Aufgrund der besonderen Umstände sind bestehende Verhaltensunsicherheiten in der Analyse nur schwer zu erfassen. Ohne diese und zahlreiche weitere Maßnahmen hätten sich aber zweifellos zahlreiche Unternehmensinsolvenzen und ein noch stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit eingestellt. Die genannten Wertschöpfungseffekte wären damit ohne die Maßnahmen nicht bei Null, sondern jedenfalls stark negativ.
WIFO Research Briefs, 2020, (10), 11 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 21.08.2020 10:00
Die Beschäftigungszahlen verbesserten sich im Juli 2020 gegenüber den Vormonaten weiter: Der Abbau der unselbständigen Beschäftigung fiel im Vorjahresvergleich mit –2,1% weniger als halb so hoch aus wie im März und April zum Höhepunkt der COVID-19-bedingten Einschränkungen. Für Jugendliche (bis 19 Jahre) in vollzeitschulischer Ausbildung bietet die ausbildungsfreie Zeit die Möglichkeit, ein Pflichtpraktikum, wie es an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen als Teil des Lehrplans vorgeschrieben ist, oder einen Ferialjob auszuüben. Die aktuellen Daten zu den beschäftigten Jugendlichen im Alter bis 19 Jahren weisen auf einen Rückgang der Zahl der Ferialpraktika für Schülerinnen und Schüler im Juli um bis zu 22% hin. Dies ist auf die gegenwärtig schwierigen Rahmenbedingungen zurückzuführen (Beschäftigungsabbau, Kurzarbeit, Home-Office, Abstandsregeln usw.).
Projektberichte (in Arbeit), August 2020
Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Kurzanalyse bietet einen kompakten Überblick über Inhalt und Umsetzungsstand von insgesamt 17 der von der Stadt Wien bisher gesetzten Maßnahmen zur Unterstützung der regionalen Unternehmen und ihrer Beschäftigten in der COVID-19-Krise und nimmt eine erste qualitative Einschätzung ihrer potentiellen Effekte vor. Angesichts des noch unvollständigen Datenstandes kann die Arbeit keine umfassende Evaluierung der zu bewertenden COVID-19-induzierten Maßnahmen bieten. Zweck ist vielmehr eine informierte Zwischenbilanz, die es erlaubt, erste Schlussfolgerungen zum bisher Erreichten zu ziehen, aber auch Verbesserungspotentiale zu orten und damit Lehren für möglicherweise notwendige weitere Initiativen abzuleiten. Die Ergebnisse lassen eine rasche Umsetzung der Maßnahmen sowie großteils deren regionale Treffsicherheit und ökonomische Wirkung auf kurze Frist erkennen. Die Kernaufgabe des gesichteten Maßnahmenpaketes als rasch wirksame Soforthilfe in der Pandemie scheint damit erfüllt. Weitere (längerfristige) Nutzendimensionen wurden durch die Maßnahmen nur teilweise berührt, sie werden bei möglichen weiteren, auf die Stützung der Konjunktur gerichteten Initiativen stärker in den Vordergrund zu rücken sein.
Abschätzung der Verringerung der Treibhausgasemissionen aufgrund des Konjunktureinbruchs (An Assessment of the Reduction of Greenhouse Gas Emissions after the Economic Downturn)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(8), S.599-607
Online seit: 24.08.2020 0:00
 
Die österreichische Volkswirtschaft ist weit davon entfernt, klimaneutral zu sein. Im Jahr 2019 wurden 80,4 Mio. t Treibhausgase ausgestoßen. Das Ziel ist, binnen 20 Jahren diesen Wert netto auf Null zu senken. Im Jahr 2040 sollen nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können. Die Maßnahmen zur Begrenzung der Folgen der COVID-19-Pandemie haben einen starken Rückgang von Produktion und Konsum in nahezu allen Ländern zur Folge. Dies hat auch Auswirkungen auf die Emissionen. Auf Basis der aktuellen WIFO-Prognose zur Entwicklung der österreichischen Wirtschaft dürften die Treibhausgasemissionen wegen des Konjunktureinbruchs im Jahr 2020 um 9,9% abnehmen. Daraus lassen sich Rückschlüsse hinsichtlich der für 2020 gesteckten Etappenziele zur Verringerung der Emissionen ziehen.
Christine Mayrhuber (Projektleitung)
Analyse zur sozialen Lage: Bestandsaufnahme und Ausblick in der COVID-19-Krise (Analysis of the Social Situation: Analysis and Outlook in the COVID-19 Crisis)
Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Situation breiter Bevölkerungsgruppen und die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme werden in drei Modulen analysiert: Im ersten Modul stehen die fiskalischen Konsequenzen für den Staatshaushalt auf der Einnahmen- und Ausgabenseite im Mittelpunkt. Im zweiten Modul werden erste Auswirkungen auf die Einkommenslage der privaten Haushalte durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit und die Einführung der COVID-Kurzarbeit beleuchtet. Im dritten Modul werden die Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit und die Kurzarbeit sowie die auf Situation von Lehrlingen und Selbständigen diskutiert.
Hans Pitlik (Projektleitung)
Haushaltskonsolidierung unter Berücksichtigung geplanter einnahmenseitiger Maßnahmen (Steuerreformen) und möglicher ausgabenseitiger Konjunkturpakete und Nachhaltigkeit öffentlicher Finanzen nach der COVID-19-Krise (Budget Consolidation Taking into Account Planned Revenue-side Measures (Tax Reforms) and Possible Expenditure-side Stimulus Packages and Sustainability of Public Finances After the COVID-19 Crisis)
Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: EcoAustria – Institut für Wirtschaftsforschung
Die Forschungsarbeit ist ein Gemeinschaftsprojekt von EcoAustria, IHS und WIFO. Das Gesamtprojekt untersucht, wie sich die COVID-19-Krise und die von der Bundesregierung beschlossenen staatlichen Rettungs-, Stützungs- und Konjunkturbelebungsmaßnahmen auf die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen auswirken. Das Teilprojekt des WIFO diskutiert politökonomische und institutionelle Grundfragen einer geeigneten fiskalischen Konsolidierungsstrategie. Ziel ist es, die institutionellen Rahmenbedingungen der gesamtstaatlichen Budgetkonsolidierung im europäischen Kontext und im föderativen System Österreichs darzustellen und kritisch zu analysieren.
The measures taken to limit the spread of the COVID-19 virus, which at the same time severely restrict economic activity in many countries, have consequences not only on unemployment, trade, production, income and value added, but also on the environment. This analysis examines the effects on greenhouse gas emissions in Austria. For this purpose, a new, lean and very flexible model, ALICE, was developed, which quantifies the short to medium-term effects of changes in production and consumption with regard to output, value added and greenhouse gas emissions. In order to determine the consequences as precisely as possible, 74 economic activities and households are distinguished. The model results show not only the direct consequences, but also the consequences resulting from the interdependence of the economic system. The scenario presented here is based on the forecast published by WIFO in late June 2020, which forecasts a decline in gross domestic product by 7 percent in 2020. The sector-specific declines in value added and expected changes in household consumption behaviour are the input parameters for the model that calculates the associated greenhouse gas emissions. Greenhouse gas emission – as defined by the Austrian inventory – is estimated to decline by 9.9 percent. This decline is due to the change of economic activities. Factors that also affect the level of emissions, such as ambient temperatures, changes in land use and forest growth, are not considered here. Following the conventions of the greenhouse gas inventory, international aviation is not included in the calculation either. There are several uncertainties because the economy may suffer even more than expected in June 2020. The actual production of industries and the behaviour of households throughout the year, especially with regard to their travel activities, may unfold in a different manner than expected.
COVID-19-Pandemie: Beschäftigungssituation für Frauen schwieriger (COVID-19 Pandemic: Employment Situation for Women More Difficult)
WIFO Research Briefs, 2020, (9), 8 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 20.07.2020 0:00
Mit dem schrittweisen Wiederhochfahren der vom Lockdown betroffenen Wirtschaftsbereiche fallen die Arbeitsplatzeinbußen im Juni 2020 merklich niedriger aus als in den Vormonaten. Allerdings entwickelt sich die unselbständige Beschäftigung der Frauen in einigen Branchen wesentlich ungünstiger als die der Männer: Im März waren Männer stärker vom Beschäftigungsrückgang betroffen als Frauen, im April und im Mai war die Entwicklung ausgewogen, im Juni verloren relativ mehr Frauen als Männer ihren Arbeitsplatz. Auch auf Bundesländerebene veränderte sich das Geschlechterverhältnis zum Nachteil der Frauen: Seit April fällt der relative Beschäftigungsrückgang der Männer nur noch in Oberösterreich, Vorarlberg und Wien höher aus, in allen anderen Bundesländern der der Frauen.
Mehr
© CDC/Unsplash
© CDC/Unsplash

Ihre Ansprechperson

Markus Kiesenhofer, BA, MA

Tätigkeitsbereiche: Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit