Themenplattform "Ageing"

Ökonomische und budgetäre Implikationen der Alterung (9 Treffer)

Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographic projections foresee a pronounced population ageing process in the coming decades. The associated changes in quantity and quality of labour will have an impact on the long-term economic outlook. This study discusses economic implications of current demographic projections for a set of large industrialised economies, which include the largest EU member countries, the USA and Japan, as well as Austria as an example of a small open economy. The focus of the study is the interplay between demographic and technological trends. The study extends the methodology of the European Commission's Ageing Report by considering the effects of size and composition of the working-age population on the productivity growth and productivity effect of the ICT intensity as a measure of directed technological change.
Martina Lizarazo López, Thieß Petersen (Bertelsmann Stiftung Gütersloh), Thomas Url, Serguei Kaniovski (WIFO)
Gesamtwirtschaftliche Effekte der demografischen Alterung. Fokuspapier (Macroeconomic Consequences of Demographic Ageing. Focus Paper)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographische Prognosen gehen von einem deutlichen Alterungsprozess der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten aus. Die damit verbundenen Veränderungen in Quantität und Qualität der Arbeitskräfte werden sich auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven auswirken. Diese Studie untersucht die wirtschaftlichen Implikationen aktueller demographischer Prognosen für eine Reihe großer Industrieländer – die größten Mitgliedsländer der EU, die USA und Japan – und Österreich als Beispiel für eine kleine offene Volkswirtschaft. Im Mittelpunkt der Studie steht das Zusammenspiel von demographischen und technologischen Trends. Die Studie erweitert die Methodik des "Ageing Report" der Europäischen Kommission, indem sie die Auswirkungen von Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter auf das Produktivitätswachstum und die Produktivitätswirkung der IKT-Intensität als Maß für den arbeitssparenden technologischen Wandel berücksichtigt.
Langfristige Perspektiven der öffentlichen Finanzen in Österreich (Long-term Prospects for Public Finances in Austria)
Monographien, Dezember 2019, 46 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.12.2019 0:00
 
Künftige demographische Veränderungen, insbesondere die Zunahme der älteren Bevölkerung, haben bedeutende Auswirkungen auf den Staatshaushalt. Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss des demographischen Wandels auf die öffentlichen Ausgaben in den Bereichen Pensionen, Gesundheit, Bildung, Pflege und Familie unter Berücksichtigung bestehender gesetzlicher Regelungen. Die Ergebnisse hängen erheblich von bestimmten Rahmenbedingungen ab, wie etwa der künftigen Entwicklung der Produktivität. Jedenfalls werden der Wechsel geburtenstarker Kohorten ("Babyboomer") von der Erwerbstätigkeit in das Pensionsalter sowie der Anstieg der Lebenserwartung und die damit verbundene stärkere Inanspruchnahme von Gesundheits- und Pflegeleistungen eine Zunahme der (öffentlichen) Sozialausgaben zur Folge haben. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, das wohl noch einige Jahre anhalten wird, hilft die Belastung des Staatshaushaltes durch den Anstieg der Sozialausgaben zu dämpfen. Mittelfristig wird die Staatsschuldenquote weiter sinken, langfristig dürften Primärdefizite, Zinsausgaben und Staatsschulden wieder zunehmen.
Monographien, Dezember 2017, 121 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.12.2017 0:00
 
Unternehmen und private Haushalte zahlten 2015 in Österreich insgesamt 8,6 Mrd. € an Beiträgen für die betriebliche und private Altersvorsorge. Die Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge ist für jeden Durchführungsweg unterschiedlich ausgestaltet. Für direkte Förderungen wurden 42 Mio. € aufgewandt. Die indirekten Kosten zur Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge machten im Vergleich mit einem Referenzsystem mit vorgelagerter Besteuerung (z. B. Sparbuch) insgesamt 1,6 Mrd. € aus. Im Vergleich mit einer nachgelagerten Besteuerung (z. B. Nachkauf von Schulzeiten) entstanden für den öffentlichen Haushalt insgesamt indirekte Erträge von 520 Mio. €, weil die Prämienzahlungen der privaten Lebensversicherung aus dem voll versteuerten persönlichen Einkommen stammen und die damit verbundenen Abgaben- und Steuereinnahmen bei vorgelagerter Besteuerung entfallen würden. Über die gesamte Laufzeit betrachtet verursachen Kapitalabfindungen in der betrieblichen Lebensversicherung entsprechend § 3 Abs. 15 EStG und die in Renten umgewandelten Auszahlungen der Betrieblichen Vorsorgekassen die höchsten indirekten Kosten. Niedrige indirekte Kosten entstehen für Arbeitnehmerbeiträge in Pensionskassen (ohne Steuerbegünstigung) und für Renten aus individuellen Lebensversicherungen.
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(6), S.479-491
Online seit: 28.06.2017 0:00
 
Ein qualitativ hochwertiger Arbeitseinsatz erhöht nicht nur die Innovationskraft einer Volkswirtschaft, sondern verbessert auch deren Fähigkeit, technologische Innovationen aus dem Ausland nutzbringend einzusetzen. Erstmals schätzt die vorliegende Arbeit einen qualifikationsgewichteten Arbeitseinsatz für Österreich, indem das in Stunden gemessene Arbeitsvolumen mit bildungsspezifischen Informationen verknüpft wird. Wie eine einfache Wachstumszerlegung zeigt, erhöht die Berücksichtigung von qualifikationssteigernden Effekten im Arbeitseinsatz den Wachstumsbeitrag des Faktors Arbeit auf das Drei- bis Vierfache. So kann ein Teil des Wirtschaftswachstums erklärt werden, welcher bisher der Restgröße "totale Faktorproduktivität" zugeordnet wurde.
WIFO Working Papers, 2016, (510), 41 Seiten
Online seit: 21.01.2016 0:00
Many countries have implemented social programmes providing long-term financial or in-kind entitlements. These programmes often focus on specific age-groups and consequently their expenditure streams are subject to demographic change. Given the strains already existing on public budgets, long-term forecasts are an increasingly important instrument to monitor the budgetary consequences of social programmes. The expected development of the labour force is a key input to these forecasts. We suggest combining a functional data approach to age-profiles of labour market participation rates with information on education, marital status and other exogenous variables to improve long-term forecasts of labour supply.
Monographien, Juni 2014, 48 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Höhere Studien
Online seit: 13.06.2014 0:00
 
We use the Austrian Long-run Macroeconomic Model (A-LMM) for a long-term projection of the Austrian economy until 2070. Our baseline scenario is the input for micro-simulation models of the Austrian pension insurance system. A-LMM is a neoclassical growth model replicating stylised facts about growing market economies. The current model update incorporates recent information from labour market and national accounts data. Compared to the previous report we now project slightly higher labour market participation rates and – due to the lower starting value in 2013 – a lower level of real output.
 
Thomas Url, Michael Wüger
Die Konsumausgaben österreichischer Haushalte im Pensionsalter (Expenditure on Consumption by Pensioner Households in Austria)
WIFO-Monatsberichte, 2005, 78(11), S.775-782
 
Gemäß dem Lebenszyklusmodell für den privaten Konsum würde das Konsumniveau unabhängig vom Alter mit dem Produktivitätswachstum gleichmäßig steigen. Die Ergebnisse empirischer Untersuchungen aus dem angelsächsischen Raum widersprechen dieser Theorie jedoch. Aufgrund einer Auswertung der Konsumerhebung von Statistik Austria kommt die WIFO-Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Pensionistenhaushalte in Österreich im Durchschnitt um 13% weniger für den Konsum ausgeben als Erwerbstätigenhaushalte. Die Konsumstruktur verschiebt sich im Ruhestand zu lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, sozialer Wandel und die Zunahme des vererbten Vermögens können das Konsumverhalten künftiger Pensionistengenerationen verändern.

Arbeitsmarkt und Alterung (5 Treffer)

Entwicklung der Erwerbsbeteiligung bis 2030 unter Berücksichtigung von Änderungen im Bildungsverhalten und rezenter Pensionsreformen. Ein Update (Development of Labour Market Participation Until 2030 With Respect to Changes in Education Participation and Recent Pension Reforms. Update)
WIFO Working Papers, 2016, (523), 31 Seiten
Online seit: 31.08.2016 0:00
Die österreichische Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen. Auch wenn sich das Bevölkerungswachstum nicht in gleichem Ausmaß in einer Zunahme Erwerbsbevölkerung niederschlagen wird, wird die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter dennoch voraussichtlich bis 2020 deutlich zunehmen und schließlich – gemäß der Bevölkerungsprognose 2015 (Hauptvariante) von Statistik Austria – bis 2030 auf das Niveau von 2015 sinken. Wieweit sich diese demographische Veränderung im tatsächlichen Arbeitskräfteangebot widerspiegeln wird, hängt wesentlich vom Erwerbsverhalten ab. Wie die Analyse der Entwicklung der Erwerbsquote zeigt, wirken sich Veränderungen der Ausbildungsstruktur, langfristige Trends im Erwerbsverhalten und die Verschärfung der Pensionszugangsbestimmungen deutlich erhöhend auf die Erwerbsbeteiligung aus. Auf Basis neuer Bevölkerungsprognosen wird die Entwicklung des Arbeitskräfteangebotes bis 2030 geschätzt.
Monographien, November 2015, 154 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Online seit: 04.12.2015 0:00
 
Die Beschäftigungsquote Älterer differiert deutlich zwischen den EU-Ländern. In Österreich gehen 44,9% der 55- bis 64-Jährigen einer Beschäftigung nach; am höchsten ist der Anteil in Schweden mit 73,6%. Wie groß in einem Land der Anteil der Bevölkerung in Beschäftigung ist, hängt von makroökonomischen, institutionellen, persönlichen und gesellschaftlichen Faktoren ab. Die Forschungsarbeit untersucht für die Länder Österreich, Deutschland, Finnland, die Niederlande und Schweden die Struktur der Beschäftigung Älterer, skizziert das System der sozialen Sicherung in jenen drei Bereichen (Arbeitslosigkeit, Alter, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten), die den vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben ermöglichen, und gibt einen Überblick über arbeitgeberseitige Instrumente, die die Beschäftigung Älterer erhöhen.
Einfluss von Bildungsexpansion und Pensionsreformen auf die Erwerbsbeteiligung. Prognose der Erwerbsquote und des Arbeitskräfteangebotes bis 2030 (Impact of Education Expansion and Pension Reforms on Labour Force Participation. Participation Rate and Labour Force Projections until 2030)
WIFO-Monatsberichte, 2014, 87(6), S.411-426
 
Die österreichische Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen. Gleichzeitig wird aber die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter bis 2030 sinken. Wieweit sich diese demographische Veränderung im tatsächlichen Arbeitskräfteangebot (Summe aus Beschäftigten und Arbeitslosen) spiegeln wird, hängt wesentlich vom Erwerbsverhalten ab. Wie die Analyse der Entwicklung der Erwerbsquote zeigt, wirken sich die Veränderungen der Ausbildungsstruktur, langfristige Trends im Erwerbsverhalten und die Verschärfung der Pensionszugangsbestimmungen deutlich erhöhend auf die Erwerbsbeteiligung aus. Bis 2030 ist deshalb kaum ein Rückgang sondern eine mäßige Zunahme des Arbeitskräfteangebotes zu erwarten.
We construct two matching scenarios to estimate the long-term impact of targeted wage subsidies in Austria on the subsequent labour market integration of previously unemployed participants. Even if substantial dead-weight loss is taken into account, the treated experience a significant increase in employment in the seven years from program start and spend considerably less time in unemployment and out of the labour force than similar nonparticipants. The effect increases with age and with pre-treatment unemployment duration. It is particularly large for older workers and the long-term unemployed. Hence, wage subsidies are particularly effective in helping disadvantaged unemployed individuals back into employment. Cumulated earnings rise significantly for the treated as a result of their relative increase in employment. Participation in the program does, however, not exert a positive influence on the quality of jobs in terms of the average wage level.
Monographien, Oktober 2011, 396 Seiten
EDV: Georg Böhs
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Die Eingliederungsbeihilfe – ein vom AMS angebotener zielgruppenorientierter Lohnkostenzuschuss – zielt auf die Verbesserung der Beschäftigungschancen Arbeitsloser und setzt Schwerpunkte auf die Förderung der älteren und Langzeitarbeitslosen. Die vorliegende Evaluierung zeichnet den Einsatz dieses arbeitsmarktpolitischen Instrumentes der österreichischen Arbeitsmarktpolitik nach und überprüft seine Wirkung auf die weitere Erwerbskarriere der Geförderten mit mikroökonometrischen Methoden. Trotz erheblicher Mitnahmeeffekte ist eine positive Gesamtwirkung festzustellen. Die größten positiven Wirkungen ergeben sich für Personen mit größeren Reintegrationsproblemen, besonders für Langzeitarbeitslose und Ältere.

Gesundheit und Alterung (5 Treffer)

Thomas Leoni (WIFO), Johanna Schwinger (IfGP)
Fehlzeitenreport 2017. Krankheits- und unfallbedingte Fehlzeiten in Österreich – Die alter(n)sgerechte Arbeitswelt (Absence from Work Report 2017. Absences Due to Sickness and Accidents in Austria – Focus on Workforce Ageing)
Monographien, November 2017, 141 Seiten
EDV: Georg Böhs
Auftraggeber: Bundesarbeitskammer – Wirtschaftskammer Österreich – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Gesundheitsförderung und Prävention
Online seit: 14.11.2017 17:00
 
Der Fehlzeitenreport gibt eine Übersicht über Entwicklung und Verteilung der gesundheitsbedingten Fehlzeiten in Österreich. 2016 verringerte sich die Krankenstandsquote gegenüber dem Vorjahr leicht, die Beschäftigten verbrachten durchschnittlich 12,5 Kalendertage im Krankenstand, das entspricht einem Verlust an Jahresarbeitszeit von 3,4%. Der aktuelle Bericht behandelt in einem Schwerpunktkapitel das Thema "Die alter(n)sgerechte Arbeitswelt". Die über 50-Jährigen verbringen zwar aufgrund von längeren Krankenstandsfällen im Durchschnitt mehr Zeit im Krankenstand als Jüngere, der Anteil der Personen, die im Jahresverlauf erkranken, ist aber in allen Altersgruppen etwa gleich groß. In Bezug auf Leistungsfähigkeit und Produktivität zeigt sich ein sehr differenziertes Bild, wonach mit zunehmendem Alter Veränderungen, aber keineswegs nur Verschlechterungen eintreten. Die Erwerbsbeteiligung Älterer ist, wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, in weiten Teilen durch den Einsatz von alters- und alternsgerechten Maßnahmen gestaltbar.
Rainer Eppel, Thomas Leoni, Helmut Mahringer (WIFO), Trude Hausegger, Christine Reidl, Friederike Weber (prospect Unternehmensberatung)
Einsatz und Wirkung aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Eine Evaluierung für Oberösterreich (Active Labour Market Policies for Individuals with Health Restrictions. Evaluation for Upper Austria)
Monographien, März 2017, 178 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – prospect Unternehmensberatung GesmbH
Online seit: 17.03.2017 0:00
 
Auf Grundlage einer innovativen Verknüpfung von erwerbsbezogenen Daten der Sozialversicherung und des AMS mit gesundheitsbezogenen Daten der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse werden die quantitative Bedeutung und Art arbeitsmarktrelevanter gesundheitlicher Einschränkungen unter den Erwerbspersonen sowie Einsatz und Wirkung aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für Arbeitslose mit gesundheitlicher Belastung untersucht. Arbeitssuchende sind um ein Vielfaches häufiger von gesundheitlichen Belastungen betroffen als ungefördert unselbständig Beschäftigte, insbesondere von Muskel-Skeletterkrankungen und psychischen Erkrankungen. Alle evaluierten Maßnahmen steigern die Erwerbsbeteiligung der teilnehmenden gesundheitlich belasteten Arbeitslosen. Anders als für aktive Arbeitssuche und berufliche Orientierung lässt sich für fachliche Qualifizierung, Beschäftigungsmaßnahmen auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt sowie die Betreuung in einer externen Beratungs- und Betreuungseinrichtung darüber hinaus eine positive Wirkung auf die Integration in ungeförderte unselbständige Beschäftigung nachweisen, wenn auch teilweise erst mit großer Verzögerung.
Österreich 2025 – Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit. Status quo und Reformperspektiven (Austria 2025 – Health and Employability. Status Quo and Perspectives for Reform)
WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(11), S.785-798
Das Forschungsprogramm "Österreich 2025" wird von Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Oesterreichischer Nationalbank, Klima- und Energiefonds, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und Hannes Androsch Stiftung bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziell unterstützt. Einzelne Projekte finanziert durch die Bundesarbeitskammer, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, die Landwirtschaftskammer Österreich und die Wirtschaftskammer Österreich werden ebenfalls im Rahmen des Forschungsprogramms abgewickelt.
Online seit: 21.11.2016 0:00
 
Gesundheitliche Beeinträchtigungen bilden für viele Erwerbspersonen, insbesondere Arbeitslose und Ältere, eine große Hürde bei der Arbeitsmarktintegration. Durch die Verlängerung der Erwerbskarriere sowie aufgrund der steigenden Anforderungen an Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Arbeitskräfte wird die gesundheitliche Dimension der Beschäftigungsfähigkeit in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, braucht Österreich eine effektive Gesamtstrategie zur Förderung der Arbeitsfähigkeit und zur Handhabe von Arbeitsunfähigkeit. Eine Analyse der derzeitigen Situation im Lichte internationaler Erfahrungen macht Handlungsbedarf sichtbar, vor allem in Bezug auf den Ausbau von Frühinterventionen, die bessere Abstimmung zwischen den Schnittstellen und Akteuren sowie eine stärkere Einbindung der Betriebe und der Ärzteschaft in die Prävention und Reintegration.
Österreich 2025 – Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit. Status quo, internationale Erfahrungen und Reformperspektiven (Austria 2025 – Health and Employability. Status-quo, International Experiences and Reform Perspectives)
Projektpublikationen "Österreich 2025", April 2016, 110 Seiten
Das Forschungsprogramm "Österreich 2025" wird von Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Oesterreichischer Nationalbank, Klima- und Energiefonds, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und Hannes Androsch Stiftung bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziell unterstützt. Einzelne Projekte finanziert durch die Bundesarbeitskammer, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, die Landwirtschaftskammer Österreich und die Wirtschaftskammer Österreich werden ebenfalls im Rahmen des Forschungsprogramms abgewickelt.
Mit finanzieller Unterstützung von: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie – Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft – Oesterreichische Nationalbank – Klima- und Energiefonds – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Hannes Androsch Stiftung bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 21.04.2016 0:00
 
Die gesundheitliche Dimension der Beschäftigungsfähigkeit ist ein wichtiger Bestimmungsgrund der Qualität und Dauer der Erwerbsbeteiligung. Der vorliegende Bericht leistet einen Beitrag zur Ausarbeitung einer Strategie zur Prävention von Arbeitsunfähigkeit und zur Förderung von Beschäftigungsfähigkeit. Eine solche Strategie sollte auf drei Säulen ruhen: Prävention und medizinische Behandlung, Absicherung bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit sowie Aktivierung und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nach Krankheit bzw. bei gesundheitlicher Beeinträchtigung. Der erste Teil des Berichts liefert Evidenz zum Ausmaß und der Verteilung von Arbeitsunfähigkeit und gesundheitlichen Einschränkungen in der österreichischen Erwerbsbevölkerung. Der zweite Teil gibt einen Überblick über die Maßnahmen und Strategien, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten in europäischen Vergleichsländern umgesetzt wurden. Der dritte Teil befasst sich mit der Frage der derzeitigen Gestaltung des österreichischen Systems mit besonderem Augenmerk auf den Reformen und gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre. Im Lichte dieser Analysen werden abschließend Problemfelder aufgezeigt und Empfehlungen zur Anpassung des österreichischen Systems gegeben.
Soziale Unterschiede in Gesundheit und Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung (Social Differences in Health Status and Use of the Health Care System)
WIFO-Monatsberichte, 2015, 88(8), S.649-662
Online seit: 17.08.2015 0:00
 
Gemäß einem europäischen Vergleich anhand einer Reihe von Gesundheitsindikatoren ist der Gesundheitszustand der über 50-Jährigen in der Schweiz, den Niederlanden und den skandinavischen Ländern am besten. Österreich rangiert in der Reihung der 15 Länder im oberen Mittelfeld. Sowohl für Österreich als auch für die anderen Länder ergibt sich anhand der Einkommensdaten ein positiver Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Gesundheit. Auch die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen weist zum Teil soziale Unterschiede auf. Nach Berücksichtigung des Gesundheitszustandes und somit des Bedarfes zeigt sich grob gesprochen eine horizontale Gleichverteilung der Inanspruchnahme von Hausarztbesuchen und Krankenhausaufenthalten. Facharztbesuche konzentrieren sich dagegen in vielen Ländern und besonders in Österreich überproportional auf sozial Bessergestellte.

Soziale Sicherheit und Alterung (4 Treffer)

Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit und ihre Bedeutung für das Frauen-Lebenseinkommen (Breaks in Employment, Part-time Work and their Importance for Women's Life-time Income)
Monographien, Oktober 2017, 48 Seiten
Auftraggeber: Arbeitsmarktservice Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Das Lebenseinkommen wird von der Einkommenshöhe und der Zahl der Erwerbsjahre bestimmt. Erwerbsunterbrechungen, wie sie Frauen häufig aufweisen, haben so wie eine Verringerung der Arbeitszeit (Teilzeiterwerbstätigkeit) langfristige Einkommensfolgen, die in der vorliegenden Arbeit quantifiziert werden. Eine Erwerbslücke von einem Jahr senkt die monatliche Pension um rund 2,8%. Ist die Erwerbslücke durch die Kindererziehungszeit gedeckt, dann wird die Monatspension halb so stark verringert. Eine Teilzeiterwerbstätigkeit im Ausmaß von 30 Wochenstunden für die Dauer von 15 Jahren ermöglicht eine Monatspension, die um zumindest 10% höher ist als bei einer Teilzeiterwerbstätigkeit von 20 Wochenstunden.
Monographien, Februar 2016, 35 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Online seit: 28.04.2016 9:00
 
Wenn das Antrittsalter für normale Alterspensionen für Frauen schrittweise nicht erst bis 2024, sondern schon bis 2019 auf 65 Jahre angehoben wird, wächst das Arbeitskräfteangebot in der Altersgruppe der 60- bis 64-jährigen Frauen, und das tatsächliche Pensionsantrittsalter steigt. Die Pensionsausgaben sinken in der Übergangsphase um 0,12% des BIP p.a. Aufgrund der längeren Erwerbstätigkeit erhöhen sich danach die Neupensionen und damit die Pensionsaufwendungen (+0,03% des BIP). Im Übergangszeitraum steigen auch die Aufwendungen der Arbeitslosenversicherung. Dieser Effekt kompensiert die Senkung der Pensionskosten teilweise.
Monographien, April 2013, 49 Seiten
Datenbankauswertung: Georg Böhs
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 25.04.2013 9:00
 
Pensionsversicherte können mit einer Bridging-Rente den vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben vorfinanzieren und während der Wartezeit auf die Pension freiwillig Sozialversicherungsbeiträge einzahlen. Die Bridging-Rente steht dabei in einem engen Zusammenhang mit ähnlichen Transferleistungen des Sozialstaates (Altersteilzeit, Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe) und verliert dadurch an Attraktivität. Für den öffentlichen Haushalt bewirken Bridging-Renten eine privat aufgebaute finanzielle Entlastung, solange sie mit einem Verzicht auf öffentliche Transfers verbunden sind. Die potentielle Höhe einer Bridging-Rente hängt vom erwarteten Konsumbedürfnis nach dem Austritt aus dem Erwerbsleben und vom letzten Nettoeinkommen ab. Die Konsumausgaben von Pensionistenhaushalten liegen um 5% bis 15% unter jenen der Erwerbstätigen. Die durchschnittliche kumulierte Einkommenslücke betrug in den Jahren 2007 bis 2010, je nach Annahme über den Bezug öffentlicher Transfers, 9.900 € bis 35.200 €. Durch die schiefe Einkommensverteilung können diese Beträge individuell auch wesentlich höher sein.
Private Versicherungen als Finanzierungsquelle für den Pflegebedarf im Alter (Private Insurances – A Source for Financing Care for the Elderly)
Monographien, März 2011, 39 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
 
Privatversicherungen stehen im Bereich der Langzeitpflege wegen asymmetrischer Information, moralischen Risikos, aggregierter Risken und vor allem wegen der Verdrängung von Versicherungsleistungen durch staatliche Transfers vor erheblichen versicherungstechnischen Problemen. Trotzdem sollte die Pflegeversicherung ein interessanter Versicherungsmarkt sein, weil der Risikoausgleich sowohl innerhalb des Versichertenkollektivs als auch zwischen der Ein- und Auszahlungsphase möglich ist und versicherungstechnische Instrumente zur Verringerung von moralischem Risiko und Negativselektion zur Verfügung stehen. Wegen der hohen aggregierten Risken sollten die Leistungen einer privaten Pflegeversicherung aus festen Beträgen bestehen, die schrittweise mit dem Pflegebedarf steigen. Eine dauerhafte Entlastung der öffentlichen Haushalte von Pflegekosten durch eine Privatversicherung erscheint nur mit einer allgemeinen Versicherungspflicht möglich. Die Umsetzung einer Versicherungspflicht könnte mit der Einrichtung einer Versicherungsbörse verknüpft werden. Diese Börse kann auch das Prämieninkasso für die Versicherer übernehmen. Für Personen mit niedrigem Einkommen könnte die öffentliche Hand die Versicherungsprämie direkt an dieser Börse subventionieren. Durch Prämiensubventionen und den Betrieb der Versicherungsbörse entstehen zwar Kosten für die öffentliche Hand, sie sollten jedoch deutlich niedriger sein als die derzeitigen Ausgaben.

Pflege (11 Treffer)

Monographien, Oktober 2019, 55 Seiten
Auftraggeber: Ärztekammer für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.12.2019 0:00
 
Österreich ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen Wandel der demographischen Struktur hin zu einem höheren Anteil der Älteren konfrontiert. Daraus ergeben sich in vielen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft Herausforderungen. Insbesondere im Gesundheitswesen steigt mit der Alterung der medizinische Versorgungsbedarf der Gesellschaft. Dem zu erwartenden Anstieg der Nachfrage nach Ärzten und Ärztinnen steht eine vergleichsweise ungünstige Ärztedemographie gegenüber. Die vorliegende Studie quantifiziert für Wien das aktuelle und künftige Ausmaß an geriatrischen Leistungen im niedergelassenen Bereich wie in Krankenanstalten und schätzt den künftigen Bedarf an ärztlicher Leistung auf Basis von heutiger Leistungserbringung für unterschiedliche Altersgruppen der Bevölkerung. Da der Begriff der Geriatrie anhand von Statistiken kaum abgegrenzt werden kann, bildet eine Befragung von Wiener Ärztinnen und Ärzten zur aktuellen Verteilung der erbrachten medizinischen Leistungen auf unterschiedliche Altersgruppen die Grundlage dieser Schätzungen. Die Ergebnisse der Befragung werden dabei mit Projektionen zur demographischen Entwicklung der Bevölkerung (zur Bestimmung des Bedarfs an ärztlichen Leistungen) und der Ärzte- bzw. Absolventenpopulation (zur Bestimmung des Angebots an ärztlichen Leistungen) verknüpft, um künftige Versorgungslücken zu identifizieren. Wie die Ergebnisse zeigen, entsteht durch die Entwicklung des Ärzteangebotes und der Ärztenachfrage bis 2050 eine markante Lücke: Die gesamte Nachfrage wird nach diesen Projektionen bis 2050 um rund ein Drittel zunehmen, während das Angebot selbst unter optimistischen Annahmen um nur ein Sechstel steigen wird. Die geringste Lücke wird für die niedergelassenen Fachärzte und Fachärztinnen erwartet.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(3), S.149-157
Online seit: 25.03.2019 0:00
 
In Österreich berichten Pflegedienstleister zunehmend über Schwierigkeiten, Pflegepersonal für mobile und stationäre Dienste zu finden. Neben der Frage der künftigen Finanzierung ist die Frage der Sicherstellung ausreichender Personalabdeckung wohl das dringlichste Problem im Pflegebereich. Wie eine Schätzung auf Basis aktueller Projektionen zur Nachfrage nach Pflegedienstleistungen zeigt, werden im Bereich der mobilen und stationären Pflege und Betreuung bis 2030 rund 24.000 (Vollzeitäquivalente: 18.000) und bis 2050 79.000 (Vollzeitäquivalente: 58.000) zusätzliche Pflegekräfte benötigt (Stand 2016: 63.000 bzw. 45.000 Vollzeitäquivalente). Im Mittelpunkt einer Pflegereform müssen deshalb neben Ausbildungs- und Umschulungsoffensiven Maßnahmen stehen, die den Pflegeberuf attraktiver machen.
Zu den Kosten der stationären Pflege im Bundesländervergleich (On the Costs of Inpatient Long-term Care in a Comparison of the Austrian Länder)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(2), S.109-120
Online seit: 25.02.2019 0:00
 
Die öffentliche Diskussion über die Unterschiede zwischen den durchschnittlichen Kosten der stationären Pflege in den einzelnen Bundesländern basiert häufig auf Vergleichen und Erklärungen, die einer genauen Überprüfung nicht standhalten. Ziel dieses Beitrages ist eine Analyse der tatsächlichen Kostenunterschiede auf Basis statistischer Methoden, in der einerseits die teils beträchtlichen Unterschiede zwischen den Betreuungsstrukturen, aber auch den Lohn- und Immobilienpreisniveaus in den Bundesländern und andererseits eine Reihe von Einschränkungen hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Daten der Pflegedienstleistungsstatistik berücksichtigt werden. Weite Teile der Streuung der Kosten je Verrechnungstag zwischen den Bundesländern können in einem einfachen Regressionsmodell mithilfe dieser Faktoren erklärt werden. Die ökonomisch bzw. statistisch nicht erklärbaren Kostenunterschiede zwischen den Bundesländern sind letztlich gering.
Monographien, Dezember 2018, 113 Seiten
Auftraggeber: Hilfswerk Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 17.12.2018 11:59
 
Der vorliegende Bericht beleuchtet die derzeitige und künftige ökonomische Bedeutung mobiler Pflege- und Betreuungsdienste in Österreich vor dem Hintergrund des bevorstehenden demographischen Wandels und möglicher politischer Maßnahmen zur Veränderung des Versorgungsmix in der formellen Pflege. Die Studie zeigt einerseits den Status quo mobiler Dienste im nationalen und internationalen Kontext auf und gibt analog zu einer Reihe von weiteren rezenten WIFO-Studien Einblick in den projizierten, österreichweiten Leistungsumfang mobiler Dienste und der Pflegedienste insgesamt bis zum Jahr 2050. Darauf aufbauend wird versucht, in vier Politikszenarien (Verschiebung des Versorgungsmix zugunsten der stationären Pflege, der 24-Stunden-Betreuung und der mobilen Dienste, relative Erhöhung des Potentials für informelle Pflege) die Effekte möglicher Maßnahmen zu quantifizieren, die die Bedeutung der jeweiligen Pflegeformen in unterschiedlichem Ausmaß beeinflussen. Eine Reihe von evidenzbasierten Schlussfolgerungen und Argumenten zeigt abschließend die Bedeutung mobiler Dienste als integraler Bestandteil eines effektiven Pflegesystems auf.
WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(8), S.639-648
Online seit: 24.08.2017 0:00
 
Die erste österreichweite mikroökonometrische Analyse der häuslichen Pflege zeigt den Gesundheitszustand als primären Faktor für die Wahl der Pflegeform sowie eine komplementäre Beziehung zwischen informeller und formeller Pflege. Projektionen der öffentlichen Ausgaben für Langzeitpflege unterstreichen die Bedeutung der demographischen Entwicklung für die zu erwartenden Kostensteigerungen. Die öffentlichen Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste werden bereits 2025 real um etwa 50% höher sein als 2015, jene für das Pflegegeld um rund 12%. Der markante Kostenanstieg setzt jedoch erst nach 2025 mit zunehmender Alterung der Babyboom-Generationen ein. Zwischen 2025 und 2050 verdreifachen sich dadurch die Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste. Über direkte und indirekte wirtschaftliche Verflechtungen generieren die Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste ein Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen von etwa 70% der Ausgaben und lasteten 2015 etwa 115.000 Beschäftigte aus, wie die erstmalige Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte des österreichischen Pflegesektors belegt.
Monographien, Juli 2017, 51 Seiten
Auftraggeber: Institut für angewandte Gewerbeforschung
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 25.10.2017 0:00
 
Seit Einführung des Pflegegeldes im Jahr 1993 stieg die Zahl der Pflegegeldempfängerinnen und Pflegegeldempfänger kontinuierlich. Zur Zeit erhalten rund 5% der österreichischen Bevölkerung Pflegegeld. Zusätzlich zu Geldleistungen können Pflegebedürftige Sachleistungen in Form von stationärer, mobiler, teilstationärer und Kurzzeitpflege erhalten, wobei der stationäre Bereich mit 74% der Nettoausgaben für Sachleistungen den größten Anteil der Mittel bindet. Zur Entlastung der Ausgaben für stationäre Pflege – aber auch um den Wünschen der Betroffenen gerecht zu werden – wurde und wird die mobile Pflege ausgebaut und ein Fördermodell der 24-Stunden-Betreuung zu Hause etabliert. Letzteres erfreut sich wachsender Beliebtheit: Waren im Jahr 2008 durchschnittlich 3.200 Förderfälle pro Monat verzeichnet worden, so erreichte ihre Zahl im Jahr 2015 bereits 21.900. Es gibt Hinweise, dass die 24-Stunden-Betreuung den Bedarf an stationärer bzw. auch mobiler Pflege hinausschiebt und etwas verringert. Damit das Modell der 24-Stunden-Betreuung allerdings zu einem nachhaltigen Modell werden kann, sind qualitätsfördernde Maßnahmen unabdingbar.
Projektpublikationen "Österreich 2025", Juni 2017, 48 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 08.06.2017 9:00
 
Die öffentlichen Ausgaben für Pflegevorsorge werden, wie aktuelle Projektionen zeigen, bereits bis 2025 kräftig steigen. Unter der Annahme einer gleichbleibenden Betreuungsstruktur ergeben sich jedoch vor allem aufgrund der demographischen Entwicklung insbesondere zwischen 2025 und 2050 drastische Kostensteigerungen. Die Projektionen für das Pflegegeld zeigen bis 2025 gegenüber 2015 einen realen Ausgabenanstieg um etwa 12%, bis 2050 jedoch um 67%. In den von Ländern und Gemeinden finanzierten Pflege- und Betreuungsdiensten erhöhen sich die öffentlichen Ausgaben bis 2025 bereits um knapp 50%, bis 2050 sogar um 360%. Gemäß Schätzungen zu den regionalwirtschaftlichen Verflechtungen der Pflegedienste waren die öffentlichen und privaten Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste von 3,4 Mrd. € im Jahr 2015 mit direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekten von 5,9 Mrd. € sowie 115.000 Beschäftigungsverhältnissen (bzw. 86.500 Vollzeitäquivalenten) verbunden. Die Gesamtausgaben generieren somit ein Steueraufkommen von rund 1,1 Mrd. € und Sozialversicherungsabgaben von rund 1,3 Mrd. €. Die volkswirtschaftlichen Multiplikatoren des Pflegesektors sind aufgrund des hohen Anteils von Löhnen und Gehältern an den direkten Ausgaben und der damit verbundenen hohen direkten Wertschöpfung vergleichsweise hoch.
Understanding the relation between different types of long-term care and the determinants of individual choice of long-term care types is fundamental for efficient policy making in times of ageing societies. However, empirical research on this issue has revealed both national and methodological factors as crucial for the policy conclusions drawn. Thus, the purpose of the present paper is twofold: First, at least to our knowledge, it is the first comprehensive assessment of this kind for Austria. Second, it extends the scarce literature explicitly focusing on the combined use of informal and formal care in addition to the exclusive use of these services based on an econometric framework accounting for the simultaneity and interdependencies in these types of long-term care. Our results provide strong evidence for a task-specific and complementary relation of formal and informal home care in Austria, with the health status and functional limitations as the main determinants of individual choice.
WIFO-Monatsberichte, 2014, 87(9), S.643-652
Online seit: 17.09.2014 0:00
 
Die Projektion der öffentlichen Nettoausgaben für Pflegedienstleistungen in den Bundesländern, die aus Mitteln der Sozialhilfe bzw. der Mindestsicherung (mit-)finanziert werden, berücksichtigt die prognostizierte demographische Entwicklung, die Verbesserung der Gesundheit der Älteren, den Rückgang der informellen Pflege sowie Kostensteigerungen, nicht jedoch künftige Politikänderungen. Zwischen 2012 und 2030 wird demnach der öffentliche Gesamtaufwand um 112% (Burgenland) bis 159% (Vorarlberg) zunehmen. Dabei ergibt sich ein etwas geringerer Anstieg für mobile Dienste als für stationäre Dienste. Ein "Politikszenario" unterstellt eine schrittweise Einschränkung der stationären Pflege und zeigt, dass eine treffsicherere Vergabe der Pflegeheimplätze die Kosten senken würde.
Status quo und Zukunftspotentiale der Pflegedienstleistungen in Österreich (Status quo and Potentials for the Future of Long-term Care Services in Austria)
WIFO-Monatsberichte, 2014, 87(9), S.631-642
Online seit: 17.09.2014 0:00
 
Wegen des demographischen Wandels zu einer älteren Gesellschaft gewinnt die effiziente Ausgestaltung öffentlich finanzierter Pflegedienstleistungen zunehmend an Bedeutung. Mit dem Pflegefondsgesetz wurde der vorrangige Ausbau mobiler gegenüber stationären Pflegediensten 2011 gesetzlich verankert. Wie die aktuelle Literatur und eine österreichweite Befragung von Pflegedienstleistern durch das WIFO zeigen, können mobile und stationäre Dienste nur eingeschränkt als Substitute betrachtet werden. Der bevorstehende Anstieg der Nachfrage erfordert darüber hinaus dennoch auch die Verringerung bestehender Ineffizienzen in Hinblick auf die bedarfsorientierte Zuteilung und Erbringung von Pflegedienstleistungen. Um den künftigen Bedarf an Pflegekräften adäquat decken zu können, gilt es außerdem die Attraktivität der Pflegeberufe deutlich zu erhöhen.
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Regionale Aspekte der Alterung (5 Treffer)

Peter Huber, Peter Mayerhofer, Stefan Schönfelder, Oliver Fritz, Andrea Kunnert, Dieter Pennerstorfer
Teilbericht 5: Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen (Subreport 5: Summary and Recommendations for Action)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 91 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
In einem größeren Forschungsprojekt für die österreichischen Bundesländer hat das WIFO die ökonomischen Effekte des demographischen Wandels auf die österreichischen Regionen analysiert. Der vorliegende Teilbericht fasst die Ergebnisse zusammen und zieht wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen. Demnach sind erhebliche wirtschaftliche Einbußen aus den derzeit absehbaren Veränderungen von Dynamik und Struktur der Bevölkerung für Österreichs Regionen wenig wahrscheinlich. Dennoch wird der ökonomische Entwicklungspfad in den Regionen (auch) dadurch bestimmt sein, wieweit es der Wirtschaftspolitik gelingt, den alterungsbedingten Wandel wachstumsoptimierend zu begleiten. Der Teilbericht grenzt daher wesentliche Handlungsfelder für eine solche Politik auf der Ebene der österreichischen Bundesländer ab und benennt sinnvolle Maßnahmen in Familienpolitik, Migrations- und Integrationspolitik, Beschäftigungspolitik, Standortpolitik und Verkehrspolitik.
Stefan Schönfelder
Teilbericht 4: Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Verkehrsnachfrage in den Regionen (Subreport 4: Impact of Demographic Change on the Demand for Transport in the Regions)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 123 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
Der Einfluss des demographischen Wandels auf die künftigen Mobilitätsstrukturen ist für die österreichischen Regionen eine gesellschaftliche, politische und technische Herausforderung. Regionale Wachstums- und Schrumpfungsprozesse sowie Strukturänderungen innerhalb der Bevölkerung werden in Kombination mit parallel verlaufenden Verhaltensänderungen langfristig spürbare Konsequenzen auf das Verkehrswesen haben. Die bisherige kleinräumige Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung hatte eine verkehrsintensive Organisation des Alltags und ein beträchtliches Wachstum des Regionalverkehrs zur Folge. Gemäß den vorliegenden Bevölkerungsprognosen und der Projektion der individuellen Mobilitätsmuster wird die Verkehrsnachfrage im überwiegenden Teil Österreichs weiter wachsen, sich allerdings in ihrer Struktur verändern. Für Verkehrspolitik und Verkehrsplanung sowie für das Management und die Finanzierung der Infrastruktur ergibt sich ein regional differenzierter Handlungsbedarf zur Anpassung der Prioritäten und Maßnahmen, der im Teilbericht skizziert wird.
Andrea Kunnert, Oliver Fritz, Dieter Pennerstorfer (WIFO), Gerhard Streicher (Joanneum Research), Birgit Aigner, Thomas Döring (Fachhochschule Kärnten)
Teilbericht 3: Alterung und regionale Wettbewerbsfähigkeit (Subreport 3: Population Ageing and Regional Competitiveness)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 109 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
Für eine Beurteilung der ökonomischen Wirkungen der Alterung ist zentral, wie sich der demographische Wandel auf die Gesamtwirtschaft auswirkt. Konkret sind Effekte auf die Nachfrage und die Produktivität zu erwarten, die auch die nationale und regionale Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. In einem ersten Schritt wird gezeigt, dass für die österreichischen Bundesländer der Zusammenhang zwischen demographischem Wandel und Produktivität umgekehrt U-förmig verläuft: Jüngere und ältere Erwerbstätige weisen gegenüber der Alterskohorte der 35- bis 44-Jährigen einen Produktivitätsrückstand auf. Durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung sind – mit Ausnahme Wiens – bis 2030 Produktivitätsverluste zu erwarten. Die private Konsumnachfrage wird sowohl in ihrem Niveau als auch in ihrer Struktur vom Alter des Haushaltsvorstands bestimmt. So ist aufgrund der Alterung der Bevölkerung bis 2030 mit einem Anstieg der Sparquote zu rechnen. Darüber hinaus werden die Ausgaben für Konsumgruppen wie Wohnung, Beheizung und Beleuchtung, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sowie Gesundheitsprodukte steigen, während die Verkehrsausgaben sinken dürften. Die mit Hilfe des multiregionalen ökonometrischen Input-Output-Modells MultiREG geschätzten gesamtwirtschaftlichen Effekte der demographischen Alterung sind sehr gering: Die Produktivitätsveränderung hat keinen Einfluss auf die Bruttowertschöpfung, erhöht jedoch das Beschäftigungsniveau etwas. Insgesamt wirkt die Strukturveränderung des privaten Konsums leicht positiv auf Bruttowertschöpfung und Beschäftigung, jene des öffentlichen Konsum (Zunahme der Gesundheitsausgaben) leicht negativ. Regionale Unterschiede ergeben sich vor allem durch die Effekte auf den privaten Konsum, da Wien aufgrund der angenommenen Kürzungen in der öffentlichen Verwaltung verliert.
Teilbericht 2: Auswirkungen auf das Arbeitskräfteangebot und den Arbeitsmarkt (Subreport 2: Effects on the Labour Supply and Labour Market)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 92 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
In diesem Teilbericht des Forschungsprojektes werden die Implikationen der prognostizierten demographischen Entwicklung für die regionalen Arbeitsmärkte Österreichs diskutiert. Nach der Untersuchung der Folgen der bisherigen demographischen Verschiebungen für Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktdynamik sowie für die Struktur der Arbeitslosigkeit werden die möglichen Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Bildungsstruktur der erwerbsfähigen Bevölkerung beleuchtet. Anhand verschiedener Szenarien der Bevölkerungsprognose werden zudem Möglichkeiten der wirtschaftspolitischen Einflussnahme identifiziert, um den Handlungsspielraum der Wirtschaftspolitik auszuloten.
Peter Mayerhofer (WIFO), Birgit Aigner, Thomas Döring (Fachhochschule Kärnten)
Teilbericht 1: Räumliche Charakteristika des demographischen Wandels – Bevölkerung und Erwerbspotential (Subreport 1: Geographical Characteristics of Demographic Change – Population and Employment Potential)
in: Demographischer Wandel als Herausforderung für Österreich und seine Regionen
Monographien, November 2010, 100 Seiten
Projektkoordination: Peter Mayerhofer, Peter Huber
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
 
Als Grundlage der Untersuchung der ökonomischen Effekte des demographischen Wandels auf regionaler Ebene analysiert der vorliegende Teilbericht die räumlichen Charakteristika dieses Wandels und identifiziert die dabei wirkenden Einflussfaktoren. Demnach wirken der Anstieg der Lebenserwartung, die Abnahme der Fertilität und die Zunahme der Migration massiv, aber regional sehr differenziert auf Dynamik und Struktur der Bevölkerung ein. Das Erwerbspotential wird bis 2030 in allen Bundesländern außer Wien schrumpfen, im Süden und Südosten überdurchschnittlich. Auf kleinräumiger Ebene differenzieren sich "Gewinner" und "Verlierer" der demographischen Entwicklung zunehmend aus. Insgesamt ist die demographische Herausforderung real, in ihrer Größenordnung aber beherrschbar, sofern konsequente Maßnahmen zur Abfederung allfälliger negativer ökonomischer Folgen ergriffen werden.