Sozialpartnerschaft, Institutionen und Wirtschaft. Entwicklungen seit der Krise
Projektberichte (in Arbeit), Juni 2018
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Der Bericht diskutiert empirisch relevante Theorien zu den Wirkungskanälen zwischen Sozialpartnerschaft und makropolitischen Kennzahlen, vergleicht wesentliche Institutionen von Lohnverhandlungssystemen in 16 europäischen Ländern und zeichnet die Entwicklung der institutionellen bzw. korporatistischen Landschaften in diesen Ländern anhand vergleichbarer Daten in der längeren Frist und seit Ausbruch der Krise nach. Der deskriptive Vergleich der Länder mit ihren unterschiedlichen Lohnverhandlungsstrukturen im Hinblick auf ihre makroökonomische Performance zeigt, dass Länder mit einem sowohl auf der Arbeitnehmer- als auch auf der Arbeitgeberseite hohen verbandlichen Organisations- bzw. Koordinationsgrad ("sozialpartnerschaftliche Gruppe") im Durchschnitt hinsichtlich wichtiger makroökonomischer Größen tendenziell bessere Ergebnisse erzielen als andere Ländergruppen. Der Vergleich der Periode vor und nach 2008 zeigt darüber hinaus, dass sich die Ländergruppe durch eine schnellere Krisenbewältigung auszeichnet.
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Social Partnership, Institutions and the Economy. Developments Since the Crisis
The report discusses empirically relevant theories concerning the channels of influence between social partnership structures and key macro-political figures, compares essential wage bargaining institutions in 16 European countries, and traces the developments of their institutional corporatist structures on the basis of comparable indicators in the longer run and since the outbreak of the crisis. A descriptive comparison of the countries with their different wage bargaining structures concerning their macroeconomic performance indicates that the countries with a high degree of employer and employee organisation or coordination ("social partnership group"), on average achieve comparatively better outcomes regarding important macroeconomic indicators. Furthermore, a comparison of the period before and after 2008 shows that these countries have overcome the negative effects of the crisis more quickly.

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Projektberichte (in Arbeit), Juni 2018
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Anhand von internationalen Daten über den korporatistischen Konzentrationsgrad auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite bei Lohnverhandlungen wurde deren Zusammenhang mit einem zu beobachtenden sozialen Frieden im Arbeitsbereich untersucht. Demnach geht ein hoher Zentralisierungsgrad auf der Arbeitnehmerseite kombiniert mit einem geringen Organisationsgrad auf der Arbeitgeberseite mit einem statistisch niedrigeren Streikvolumen einher. Trotz der hohen statistischen Signifikanz der Parameter für den Zentralisierungsgrad kann nur ein kleiner Teil der Gesamtvarianz der Daten zum Streikvolumen mit dem verwendeten Modell erklärt werden. Offenbar wird das Streikvolumen von einer Vielzahl weiterer Faktoren beeinflusst, wie etwa gesetzlichen Regelungen oder landestypischen Gegebenheiten. Die Schätzungen ergeben für Österreich allein auf Basis der Konzentrationsgrade bei Lohnverhandlungen ein hypothetisches Streikvolumen von 1,9 Tagen je 1.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, das beinahe dem langjährigen Durchschnitt in Österreich entspricht. Der Mittelwert der Konzentrationsgrade der beobachteten Länder (ohne Österreich) würde ein Streikvolumen von 8,2 Tagen, der Median von 7,0 Arbeitstagen je 1.000 Beschäftigte ergeben. Exemplarisch wurden auch die damit einhergehenden möglichen Verluste an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung für Österreich berechnet.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien – Wirtschaftskammer Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2018
Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Der Bericht diskutiert empirisch relevante Theorien zu den Wirkungskanälen zwischen Sozialpartnerschaft und makropolitischen Kennzahlen, vergleicht wesentliche Institutionen von Lohnverhandlungssystemen in 16 europäischen Ländern und zeichnet die Entwicklung der institutionellen bzw. korporatistischen Landschaften in diesen Ländern anhand vergleichbarer Daten in der längeren Frist und seit Ausbruch der Krise nach. Der deskriptive Vergleich der Länder mit ihren unterschiedlichen Lohnverhandlungsstrukturen im Hinblick auf ihre makroökonomische Performance zeigt, dass Länder mit einem sowohl auf der Arbeitnehmer- als auch auf der Arbeitgeberseite hohen verbandlichen Organisations- bzw. Koordinationsgrad ("sozialpartnerschaftliche Gruppe") im Durchschnitt hinsichtlich wichtiger makroökonomischer Größen tendenziell bessere Ergebnisse erzielen als andere Ländergruppen. Der Vergleich der Periode vor und nach 2008 zeigt darüber hinaus, dass sich die Ländergruppe durch eine schnellere Krisenbewältigung auszeichnet.