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COVID-19-Pandemie dämpft die Konjunkturaussichten. Mittelfristige Prognose 2021 bis 2025 (COVID-19 Pandemic Dampens the Economic Outlook. Medium-term Forecast 2021 to 2025)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(10), S.731-753
Online seit: 04.11.2020 0:00
 
In der Hauptvariante der Prognose erwartet das WIFO für Österreich für das Jahr 2020 einen Rückgang des realen BIP um knapp 7% und der Beschäftigung um fast 2% sowie einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf knapp 10%. Die fiskalischen Maßnahmen zur Abfederung der Rezession und die Steuerausfälle werden 2020 eine Zunahme des Budgetdefizits auf 9½% und der Staatsverschuldung auf rund 84% des nominellen BIP zur Folge haben. 2021 zeigt sich ein Rebound-Effekt (+4,4%), in den Folgejahren verflacht die Wachstumsdynamik schrittweise (2025 +1,3%). Wegen der geringen Investitionstätigkeit und der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit schwächt sich das Trendwachstum auf +1% p. a. ab. In der Hauptvariante würde die Arbeitslosenquote bis zum Ende der Prognoseperiode auf das Vorkrisenniveau (7½%) zurückgehen. In einem pessimistischeren Risikoszenario wird angenommen, dass aufgrund einer zweiten Infektionswelle im IV. Quartal 2020 in Österreich wie auch bei den europäischen Haupthandelspartnern deutlich restriktivere gesundheitspolitische Maßnahmen bis hin zu einem (partiellen) Lockdown gesetzt werden. Die österreichische Wirtschaft würde dann 2020 um 9¼% schrumpfen, 2021 auf diesem niedrigen Outputniveau beinahe stagnieren (+½%); 2022 würde sich ein Rebound-Effekt zeigen (+5%). Das Budgetdefizit würde 2020 auf 10,8%, die öffentliche Schuldenquote bis 2021 auf 93¼% und die Arbeitslosenquote auf 10¼% steigen. Bis zum Ende des Prognosezeitraumes würde die Arbeitslosenquote auf 8,1% zurückgehen.
JEL-Codes:E32, E37, E66
Keywords:TP_COVID, Mittelfristige Prognose, Öffentliche Haushalte, Österreich, COVID-19
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik – Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

COVID-19 Pandemic Dampens the Economic Outlook. Medium-term Forecast 2021 to 2025
In the baseline scenario of the forecast, Austria is expected to see a decline in real GDP of almost 7 percent and employment by about 2 percent in 2020, and an increase in the unemployment rate to around 10 percent. Fiscal measures to cushion the recession and the loss of tax revenues will result in an increase in the public deficit at 9½ percent and in public debt to 84 percent of nominal GDP in 2020. A rebound effect (+4.4 percent) will be seen in 2021; in the following years the growth dynamics will gradually decrease (2025 +1.3 percent). Due to low investment activity and persistently high unemployment, trend growth will weaken to +1 percent p.a. In the baseline scenario, the unemployment rate would fall to its pre-crisis level (7½ percent) by the end of the forecast period. In a more pessimistic risk scenario, it is assumed that due to a second wave of infection in the fourth quarter of 2020 in Austria and in the European main trading partners, significantly more restrictive health policy measures up to (partial) lockdowns will be taken. Under this scenario, the Austrian economy would shrink by 9¼ percent in 2020, almost stagnate (+½ percent) at this low output level in 2021 and rebound in 2022 (+5 percent). The budget deficit would rise to 10.8 percent in 2020; by 2021 the public debt ratio would rise to 93¼ percent and the unemployment rate to 10¼ percent. By the end of the forecast period, the unemployment rate would fall to 8.1 percent.

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