"Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren, jetzt!"

21.04.2022

FAZ-Gastbeitrag von WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr und Ko-Autoren

Notfallpläne zu beschließen, die erst bei Knappheit greifen, reicht laut Gabriel Felbermayr (WIFO), Christian Bayer (Universität Bonn), Martin Hellwig (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern) und Achim Wambach (ZEW) nicht. In einem Gastkommentar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. April 2022 erklären sie, dass jede Kilowattstunde Gas, die nun eingespart wird, die möglichen Unbilden eines späteren Embargos mildert.

Die deutsche Bundesregierung muss Anreize setzen. Diese Forderung gilt natürlich auch für Österreich. Beide Länder stehen vor einer neuen energiepolitischen Herausforderung. Neben der Bekämpfung des Klimawandels geht es nun, im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, um die Knappheit an Kohle, Öl und vor allem Gas. Schon jetzt sind die Preise für fossile Brennstoffe, vor allem Erdgas, deutlich höher als vor einem Jahr.

Dabei hatten wir noch das Glück, dass der Februar überdurchschnittlich warm und stürmisch war. So war der Heizaufwand in diesem Monat relativ gering und die Windstromproduktion hoch. Ohne diese Sonderentwicklung hätten die Vorräte in den Gasspeichern vielleicht nicht gereicht. Deren Füllstände sind seit Anfang 2021 gesunken, zum Teil, weil die Unternehmen auf ein Absinken der Preise spekulierten, zum Teil, weil das russische Unternehmen Gazprom den ihm gehörenden Speicher Rehden, den größten deutschen Speicher, seit dem Frühjahr 2021 überhaupt nicht mehr befüllt hat.

Den vollständigen Gastbeitrag können Sie hier lesen.

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Markus Kiesenhofer, BA, MA

Tätigkeitsbereiche: Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit
© Dimitry Anikin/Unsplash
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