Aktuelle wettbewerbsökonomische Herausforderungen in Europa

06.12.2023

Fachtagung von WIFO, BWB und OeNB

Am 4. Dezember 2023 veranstaltete das WIFO zusammen mit der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und der Österreichischen Nationalbank (OeNB) eine Fachtagung. Dabei drehte sich alles um die makroökonomischen Herausforderungen in Europa. Ein Fokus galt auch den Herausforderungen für den Wettbewerb in Österreich.
© Katharina Schiffl
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An der Veranstaltung nahmen zahlreiche hochkarätige Expert:innen aus dem Bereich der Wissenschaft und des Wettbewerbsvollzugs teil. Neben WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr diskutierte auch die Generaldirektorin der BWB, Natalie Harsdorf-Borsch, zum Thema "Stärkung des Wettbewerbs gegenüber aktuellen Herausforderungen". Dabei stand vor allem die Gegenüberstellung von Theorie und Praxis im Mittelpunkt.

Das anschließende Expertenpanel wurde von Justus Haucap (Dice, Universität Düsseldorf), Viktoria Robertson (Wirtschaftsuniversität Wien), KOG Senatspräsident Georg Kodek (Wirtschaftsuniversität Wien), Tomaso Duso (DIW, Monopolkommission) und Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien) bestritten.
 

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Zum Thema Wettbewerb und Marktkonzentration gaben Fiona Scott Morton von der Yale University, Tomaso Duso und Philipp Schmidt-Dengler spannende Vorträge. Dabei spielte vor allem die wissenschaftliche Sicht sowie empirische Blickpunkte eine wichtige Rolle.

"Der Austausch zwischen den Expert:innen gab einen ausgezeichneten Überblick darüber, wo wir beim Wettbewerb in Österreich und in der EU stehen. Als Wettbewerbsbehörde muss man den Fokus insbesondere auf die neuen Herausforderungen der Digitalisierung, einen offenen Marktzugang und eine starke Fusionskontrolle setzen. Der Fokus liegt daher klar auf einer Zukunft in der sich Wettbewerb nachhaltig entwickeln kann. Damit Märkte für die Menschen positiv und effizient wirken können", so Natalie Harsdorf-Borsch.
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"Anlässlich der Teuerungskrise macht es Sinn, über weitere Wettbewerbsreformen nachzudenken und von erfolgreichen Beispielen im Ausland zu lernen. Denn Wettbewerbsvollzug und -politik können wesentlich zu fairen Marktbedingungen, Innovation, Qualität, niedrigeren Preisen und letztlich zur Wettbewerbsfähigkeit Österreichs auf internationalen Märkten beitragen", so WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr.

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"Wettbewerb schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Er sorgt nicht nur für Preiswettbewerb in Österreich, sondern fungiert auch als kraftvoller Motor für Innovation und erstklassige Qualität. Somit ist er von essenzieller Bedeutung für den voranschreitenden technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Die Bedeutung des Wettbewerbs erstreckt sich über nationale Grenzen hinaus – er ist nicht nur der Antrieb für Exzellenz, sondern auch die treibende Kraft für globale Prosperität. Daher braucht es internationale Wettbewerbsregeln als unverzichtbares Regelwerk, das sicherstellt, dass der Wettbewerb fair und ausgewogen ist, um Innovation, Effizienz und nachhaltiges Wirtschaftswachstum weltweit zu fördern", so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher.

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"Wettbewerb ist die Grundlage des Fortschritts sowie ein Garant für Innovation sowie Veränderung und damit letztlich gesellschaftlichen wie individuellen Wohlstand", so der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Robert Holzmann.

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"This is an important moment for the competition community because of the strong evidence of the benefits of competition enforcement and a recognition that societies have been doing too little of it. Competition enforcement provides benefits across the economy like higher productivity, wage increases, open digital markets, lower prices and more innovation", erklärte Fiona M. Scott Morton, Wirtschaftswissenschafterin der Yale School of Management.

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Rückfragen an

Verena Kraushofer, MA

Tätigkeitsbereiche: Eventmanagement – Public Relations
Natalie Harsdorf-Borsch (BWB), Gabriel Felbermayr (WIFO), Tomaso Duso (DIW), Robert Holzmann (OeNB), Fiona M. Scott Morton (Yale School of Management), Philipp Schmidt-Dengler (Uni Wien) © Katharina Schiffl
Natalie Harsdorf-Borsch (BWB), Gabriel Felbermayr (WIFO), Tomaso Duso (DIW), Robert Holzmann (OeNB), Fiona M. Scott Morton (Yale School of Management), Philipp Schmidt-Dengler (Uni Wien) © Katharina Schiffl