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WIFO publications: Ulrike Famira-Mühlberger (61 hits)

WIFO Research Briefs, 2020, (18), 8 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 09.11.2020 0:00
Es gibt profunde empirische Evidenz über den positiven Effekt von Schulbesuch und erlernten Kompetenzen auf den individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand. Schulschließungen über mehrere Wochen haben nachweislich negative Effekte auf den späteren Arbeitsmarkterfolg der betroffenen Kinder. Makroökonomisch ist Bildung die wesentlichste Determinante für die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und damit für die langfristige Prosperität einer Gesellschaft, da Bildung eine Investition in Wissen und Fähigkeiten der Bevölkerung ist. Für die Bildungspolitik in der COVID-19-Krise steht also sehr viel auf dem Spiel – auf individueller, aber auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.
Pflegevorsorge in den Gemeinden (Long-term Care Provision in Municipalities)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(10), pp.769-781
Online since: 04.11.2020 0:00
 
Aufgrund der demographischen Entwicklung steht die Organisation der Pflegevorsorge in den Gemeinden vor großen Herausforderungen. Auf Basis einer Befragung von Gemeinden analysiert der vorliegende Beitrag die aktuelle Situation der Pflegeversorgung in den Gemeinden und gibt einen Ausblick auf die Zukunft aus Gemeindesicht, um daraus den Handlungsspielraum der Pflegepolitik abzustecken. Demnach sind die Gemeinden zu wenig in die Bedarfs- und Entwicklungspläne der Länder involviert und betreiben keine systematische Bedarfsplanung. Sie sprechen sich für die Etablierung von regionalen Pflegeinformationsstellen mit Monitoringfunktion aus, um den Bürgerinnen und Bürgern eine Anlaufstelle zu bieten, aber auch um eine Informationsbasis für die Bedarfsplanung zu schaffen. Die Gemeinden sehen – neben der Finanzierungsfrage – im drohenden Arbeitskräftemangel im Pflegesektor eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft.
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(8), pp.609-618
Online since: 24.08.2020 0:00
 
Österreich ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen demographischen Wandel konfrontiert. Da der Bedarf an medizinischer Versorgung mit steigendem Alter zunimmt, wird allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung die Nachfrage nach medizinischen Leistungen zunehmen. Dem steht eine vergleichsweise ungünstige Ärztedemographie gegenüber. Der vorliegende Beitrag quantifiziert für Wien das aktuelle und künftige Angebotsvolumen an ärztlichen Leistungen. Die Basis für die Bestimmung der aktuellen Nachfrage nach ärztlichen Leistungen bildet eine Befragung von Wiener Ärztinnen und Ärzten zur aktuellen Verteilung der erbrachten medizinischen Leistungen nach Altersgruppen. Die Ergebnisse der Befragung werden dabei mit Projektionen zur demographischen Entwicklung der Bevölkerung und der Ärzte- bzw. Absolventenpopulation (zur Bestimmung des Angebotes an ärztlichen Leistungen) verknüpft, um den künftigen Versorgungsgrad zu identifizieren. Wie die Ergebnisse zeigen, entsteht bis 2050 eine markante Lücke: Auch unter optimistischen Annahmen wird sie auf mehr als ein Zehntel der Nachfrage geschätzt.
Pflegevorsorge in Gemeinden (Long-term Care in Municipalities)
Monographs, June 2020, 76 pages
Commissioned by: SeneCura Kliniken- und HeimebetriebsgmbH – Austrian Association of Municipalities
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 20.08.2020 9:00
 
Aufgrund der demographischen Entwicklung steht die Organisation der Pflegevorsorge in den Gemeinden vor großen Herausforderungen. Auf Basis einer Befragung von Gemeinden präsentiert die vorliegende Studie die aktuelle Situation der Pflegeversorgung in den Gemeinden und einen Ausblick auf die Zukunft aus Gemeindesicht, um daraus pflegepolitische Handlungsspielräume abzustecken. Die Gemeinden profitieren demnach aus den Bedarfs- und Entwicklungsplänen der Länder nur wenig, obwohl sie die Entwicklung von regionalen Bedarfs- und Entwicklungsplänen befürworten. Zuspruch findet auch die Etablierung von regionalen Pflegeinformationsstellen mit Monitoringfunktion. Der regionale Ausbau des Pflegeversorgungssystems muss systematisch erfolgen, da sich auch nach Sicht der Gemeinden das Pflegepotential der Familie künftig verringern und die Nachfrage nach Pflegedienstleistungen steigen wird. Gemeinden setzen auf den Ausbau aller Arten von Pflegedienstleistungen mit Schwerpunkt auf dem Ausbau von betreutem oder betreubarem Wohnen und mobilen Diensten, aber auch von stationären und teilstationären Diensten (mit deutlichen Unterschieden zwischen den Bundesländern). Der zu erwartende Anstieg der Nachfrage nach stationärer Pflege kann durch den Ausbau und die Förderung von Alternativen verzögert und abgeschwächt, jedoch nicht verhindert werden. Die Gemeinden sehen – neben der Finanzierungsfrage – im drohenden Arbeitskräftemangel im Pflegesektor eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft.
Öffentliche Ausgaben für Pflege nach Abschaffung des Regresses in der stationären Langzeitpflege (Public Expenditure on Long-term Care After the Abolition of Asset Recourse in Long-term Inpatient Care)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(6), pp.479-486
Online since: 02.07.2020 17:00
 
Die Abschaffung des Eigenregresses in der stationären Pflege und die künftig jährliche Valorisierung des Pflegegeldes machen eine Neubewertung der Ausgabenpfade für Geld- und Sachleistungen in der Pflege notwendig. Die vorliegende Analyse schätzt zudem erstmals den fiskalischen Effekt der Abschaffung des Pflegeregresses auf die öffentlichen Ausgaben. Insgesamt steigt der Aufwand für öffentliche Geld- und Sachleistungen von 5,1 Mrd. € im Jahr 2018 laut Projektionen bis 2030 auf 9,1 Mrd. € nominell bzw. 7,5 Mrd. € zu Preisen von 2018. Die Abschaffung des Pflegeregresses hatte im Jahr 2018 einen fiskalischen Mehraufwand der Länder und Gemeinden von 272,7 Mio. € zur Folge. Er erhöht sich bis zum Jahr 2030 auf knapp 600 Mio. € jährlich.
WIFO Research Briefs, 2020, (3), 8 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 22.04.2020 7:00
Die COVID-19-Pandemie bewirkt auf dem Arbeitsmarkt Beschäftigungseinbußen wie zuletzt vor rund 70 Jahren und einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der Beschäftigungsrückgang der Frauen fällt zwar geringer aus als jener der Männer, konzentriert sich aber auf für die Frauenbeschäftigung bedeutende Wirtschaftsbereiche. Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist unter Frauen geringer, betrifft aber eher Höherqualifizierte, während bei den Männern Geringqualifizierte stärker betroffen sind. Die Doppelbelastung durch Beruf und Betreuungspflichten, infolge von Home-Office oder einer Beschäftigung in den systemrelevanten Wirtschaftsbereichen, trifft Frauen stärker als Männer.
Monographs, March 2020, 123 pages
Commissioned by: Liaison Office of the Laender
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 02.04.2020 0:00
 
Ausgangspunkte der Studie sind die sehr dynamische subnationale Ausgabenentwicklung der letzten zwei Jahrzehnte und der Umstand, dass die starre Einnahmenverteilung des österreichischen Finanzausgleiches auf derartige Veränderungen kaum reagiert. Die vorliegende Studie analysiert daher die vertikale Mittelverteilung zwischen den österreichischen Gebietskörperschaften vor dem Hintergrund eines möglichen fiskalischen Ungleichgewichtes. In einem internationalen Vergleich wird aufgezeigt, wie in anderen föderalen Staaten unterschiedliche Ausgabenentwicklungen über Kennzahlen in die vertikale Mittelverteilung einfließen. Die Quantifizierung des "notwendigen" Ausgabenwachstums – ein zentrales Problem solcher Ansätze – versucht die Studie mittels einer Wachstumszerlegung (Shift-Share-Analyse) zu lösen. Die Ergebnisse unterstreichen den hohen strukturellen Ausgabendruck der österreichischen Länder und Gemeinden. Beispielhaft für den Bereich der Pflege wird zudem dargelegt, dass die hohe subnationale Ausgabendynamik in den kommenden Jahren womöglich anhalten wird. Abschließend skizziert die Studie, wie ein kennzahlbasierter, struktureller vertikaler Finanzausgleich in Österreich gestaltet sein könnte und welche Umsetzungsoptionen zu beachten sind.
Monographs, October 2019, 55 pages
Commissioned by: Ärztekammer für Wien
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 05.12.2019 0:00
 
Österreich ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen Wandel der demographischen Struktur hin zu einem höheren Anteil der Älteren konfrontiert. Daraus ergeben sich in vielen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft Herausforderungen. Insbesondere im Gesundheitswesen steigt mit der Alterung der medizinische Versorgungsbedarf der Gesellschaft. Dem zu erwartenden Anstieg der Nachfrage nach Ärzten und Ärztinnen steht eine vergleichsweise ungünstige Ärztedemographie gegenüber. Die vorliegende Studie quantifiziert für Wien das aktuelle und künftige Ausmaß an geriatrischen Leistungen im niedergelassenen Bereich wie in Krankenanstalten und schätzt den künftigen Bedarf an ärztlicher Leistung auf Basis von heutiger Leistungserbringung für unterschiedliche Altersgruppen der Bevölkerung. Da der Begriff der Geriatrie anhand von Statistiken kaum abgegrenzt werden kann, bildet eine Befragung von Wiener Ärztinnen und Ärzten zur aktuellen Verteilung der erbrachten medizinischen Leistungen auf unterschiedliche Altersgruppen die Grundlage dieser Schätzungen. Die Ergebnisse der Befragung werden dabei mit Projektionen zur demographischen Entwicklung der Bevölkerung (zur Bestimmung des Bedarfs an ärztlichen Leistungen) und der Ärzte- bzw. Absolventenpopulation (zur Bestimmung des Angebots an ärztlichen Leistungen) verknüpft, um künftige Versorgungslücken zu identifizieren. Wie die Ergebnisse zeigen, entsteht durch die Entwicklung des Ärzteangebotes und der Ärztenachfrage bis 2050 eine markante Lücke: Die gesamte Nachfrage wird nach diesen Projektionen bis 2050 um rund ein Drittel zunehmen, während das Angebot selbst unter optimistischen Annahmen um nur ein Sechstel steigen wird. Die geringste Lücke wird für die niedergelassenen Fachärzte und Fachärztinnen erwartet.
WIFO Working Papers, 2019, (580), 20 pages
Online since: 16.04.2019 0:00
Projections show sharp increases in public spending on long-term care services across Europe. However, a purely cost based focus on long-term care services is economically misleading. Private and public expenditure on long-term care services directly and indirectly generate income in the form of salaries, taxes and social security contributions. The aim of this paper is to quantify the economic impact and multipliers of long-term care services for the first time. Based on an econometric regional input-output model for Austria, we estimate the direct, indirect and induced effects of public and private expenditures on value added, employment, taxes and social security contributions. According to our results, each Euro spent on long-term care services is associated with domestic value added of 1.7 € as well as 0.70 € in taxes and social security contributions. The economic multipliers of the long-term care services are comparatively high due to the high share of wages and salaries in direct expenditure and the associated high direct value added. Public expenditure on professional care services should therefore not be regarded merely as a cost factor in the public budget. Rather, this rapidly growing economic sector is also an increasingly important economic factor in a time of ageing societies.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(3), pp.149-157
Online since: 25.03.2019 0:00
 
In Österreich berichten Pflegedienstleister zunehmend über Schwierigkeiten, Pflegepersonal für mobile und stationäre Dienste zu finden. Neben der Frage der künftigen Finanzierung ist die Frage der Sicherstellung ausreichender Personalabdeckung wohl das dringlichste Problem im Pflegebereich. Wie eine Schätzung auf Basis aktueller Projektionen zur Nachfrage nach Pflegedienstleistungen zeigt, werden im Bereich der mobilen und stationären Pflege und Betreuung bis 2030 rund 24.000 (Vollzeitäquivalente: 18.000) und bis 2050 79.000 (Vollzeitäquivalente: 58.000) zusätzliche Pflegekräfte benötigt (Stand 2016: 63.000 bzw. 45.000 Vollzeitäquivalente). Im Mittelpunkt einer Pflegereform müssen deshalb neben Ausbildungs- und Umschulungsoffensiven Maßnahmen stehen, die den Pflegeberuf attraktiver machen.
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