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WIFO publications: Gerhard Streicher (113 hits)

Monographs, October 2020, 129 pages
Commissioned by: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 12.10.2020 0:00
 
Eine hochentwickelte Transport- und Logistikinfrastruktur sowie ein effizienter und technologisch fortschrittlicher Logistiksektor sind zentrale Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Sie ermöglichen die Entwicklung internationaler Wertschöpfungsketten und das Fortschreiten der internationalen Arbeitsteilung. Die zunehmende Verbreitung neuer digitaler Technologien im Logistiksektor und in der Industrie stehen mit diesen Prozessen in einer kontinuierlichen Wechselwirkung. Der fortwährende technische Wandel und die Digitalisierung der Produktionsprozesse in der Industrie verändern jedoch laufend die Anforderungen an den Transport und die Logistik. Dies hat in Europa einen Rückgang des Bahntransports zugunsten des Straßentransports zur Folge. Für die Analyse dieses Zusammenhanges für Österreich wurden die Treiber der Nachfrage nach Gütertransportdienstleistungen identifiziert und ihre Wechselwirkungen mit dem Transportvolumen und der Entwicklung der Marktanteile zwischen den Verkehrsträgern Bahn und Straße untersucht. Sowohl der Strukturwandel als auch innersektorale Veränderungen waren demnach in der jüngeren Vergangenheit tendenziell bahnavers, wenn auch in Österreich – vor dem Hintergrund der Wirtschaftsstruktur – der Schienenanteil im Modal Split der intermediären Transportnachfrage unerwartet hoch ausfällt. Der Versuch der Einschätzung der künftigen Entwicklungen zeigt weitere Herausforderungen, aber auch Chancen für die Bahn auf – sie muss diese aber auch aktiv nützen.
Die Wertschöpfungskette von Agrargütern und Lebensmitteln in Österreich (The Value Chain of Agricultural Commodities and Food in Austria)
Monographs, September 2020, 61 pages
Commissioned by: Austrian Chamber of Agriculture
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 16.09.2020 10:00
 
Während die Arbeitskräftezahl in der Landwirtschaft seit dem EU-Beitritt kontinuierlich abnahm, blieb sie in den vor- und nachgelagerten Branchen stabil oder nahm zu – vor allem im Handel. Wie im Rahmen einer Modellanalyse gezeigt wird, geht eine Ausweitung der Nachfrage nach inländischen Lebensmitteln mit einem Zuwachs der Produktion im Agrarsektor und in den nachgelagerten Verarbeitungssektoren einher. Damit ist in den vorgelagerten Branchen und der Volkswirtschaft insgesamt eine Steigerung der Wertschöpfung und Beschäftigung verbunden. In den einzelnen Bundesländern sind die Effekte aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur nicht gleich stark ausgeprägt.
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(8), pp.609-618
Online since: 24.08.2020 0:00
 
Österreich ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen demographischen Wandel konfrontiert. Da der Bedarf an medizinischer Versorgung mit steigendem Alter zunimmt, wird allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung die Nachfrage nach medizinischen Leistungen zunehmen. Dem steht eine vergleichsweise ungünstige Ärztedemographie gegenüber. Der vorliegende Beitrag quantifiziert für Wien das aktuelle und künftige Angebotsvolumen an ärztlichen Leistungen. Die Basis für die Bestimmung der aktuellen Nachfrage nach ärztlichen Leistungen bildet eine Befragung von Wiener Ärztinnen und Ärzten zur aktuellen Verteilung der erbrachten medizinischen Leistungen nach Altersgruppen. Die Ergebnisse der Befragung werden dabei mit Projektionen zur demographischen Entwicklung der Bevölkerung und der Ärzte- bzw. Absolventenpopulation (zur Bestimmung des Angebotes an ärztlichen Leistungen) verknüpft, um den künftigen Versorgungsgrad zu identifizieren. Wie die Ergebnisse zeigen, entsteht bis 2050 eine markante Lücke: Auch unter optimistischen Annahmen wird sie auf mehr als ein Zehntel der Nachfrage geschätzt.
Abschätzung der Verringerung der Treibhausgasemissionen aufgrund des Konjunktureinbruchs (An Assessment of the Reduction of Greenhouse Gas Emissions after the Economic Downturn)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(8), pp.599-607
Online since: 24.08.2020 0:00
 
Die österreichische Volkswirtschaft ist weit davon entfernt, klimaneutral zu sein. Im Jahr 2019 wurden 80,4 Mio. t Treibhausgase ausgestoßen. Das Ziel ist, binnen 20 Jahren diesen Wert netto auf Null zu senken. Im Jahr 2040 sollen nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können. Die Maßnahmen zur Begrenzung der Folgen der COVID-19-Pandemie haben einen starken Rückgang von Produktion und Konsum in nahezu allen Ländern zur Folge. Dies hat auch Auswirkungen auf die Emissionen. Auf Basis der aktuellen WIFO-Prognose zur Entwicklung der österreichischen Wirtschaft dürften die Treibhausgasemissionen wegen des Konjunktureinbruchs im Jahr 2020 um 9,9% abnehmen. Daraus lassen sich Rückschlüsse hinsichtlich der für 2020 gesteckten Etappenziele zur Verringerung der Emissionen ziehen.
The measures taken to limit the spread of the COVID-19 virus, which at the same time severely restrict economic activity in many countries, have consequences not only on unemployment, trade, production, income and value added, but also on the environment. This analysis examines the effects on greenhouse gas emissions in Austria. For this purpose, a new, lean and very flexible model, ALICE, was developed, which quantifies the short to medium-term effects of changes in production and consumption with regard to output, value added and greenhouse gas emissions. In order to determine the consequences as precisely as possible, 74 economic activities and households are distinguished. The model results show not only the direct consequences, but also the consequences resulting from the interdependence of the economic system. The scenario presented here is based on the forecast published by WIFO in late June 2020, which forecasts a decline in gross domestic product by 7 percent in 2020. The sector-specific declines in value added and expected changes in household consumption behaviour are the input parameters for the model that calculates the associated greenhouse gas emissions. Greenhouse gas emission – as defined by the Austrian inventory – is estimated to decline by 9.9 percent. This decline is due to the change of economic activities. Factors that also affect the level of emissions, such as ambient temperatures, changes in land use and forest growth, are not considered here. Following the conventions of the greenhouse gas inventory, international aviation is not included in the calculation either. There are several uncertainties because the economy may suffer even more than expected in June 2020. The actual production of industries and the behaviour of households throughout the year, especially with regard to their travel activities, may unfold in a different manner than expected.
Quantitative Wirkungen der EU-Struktur- und Kohäsionspolitik in Österreich. Ein Beitrag zu "25 Jahre Österreich in der EU" (Quantitative Impacts of the ESI Funds and their Predecessors in Austria: A Cross-fund Analysis for the Entire Impact Period)
Monographs, June 2020, 161 pages
Commissioned by: Austrian Conference on Statual Planning
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 02.07.2020 0:00
 
Die Studie bietet erstmals eine integrierte und fondsübergreifende Analyse der quantitativen Effekte der ESI-Fonds und ihrer Vorgänger für den gesamten Zeitraum ihres Wirkens in Österreich (1995/2017). Grundlage ist eine neue, umfassende Datenbank zu den Auszahlungen der EU-Strukturfonds und der damit verbundenen nationalen öffentlichen Kofinanzierung auf räumlicher Ebene, die durch die Zusammenführung der Individualdatenbestände der fondsverantwortlichen bzw. abwickelnden Stellen im Rahmen des Projektes aufgebaut wurde. Auf ihrer Basis untersucht die Studie die regionalen Auszahlungsstrukturen der Fonds und die dadurch ausgelösten Effekte auf die Bundesländer sowie die kleinräumige Ebene (Arbeitsmarktbezirke, Gemeinden), wobei deskriptiv-statistische Methoden, ökonometrische Schätzmethoden sowie Simulationen mit dem multiregionalen Modell des WIFO zum Einsatz kommen. Die Hypothese, wonach die Interventionen der ESI-Fonds positive Entwicklungsimpulse in den geförderten Regionen ausgelöst haben, wird durch die Ergebnisse und die dazu durchgeführten Robustheitstests insgesamt gestützt. Zusammen mit deutlichen Resultaten zur "Treffsicherheit" ihres Mitteleinsatzes zugunsten ländlicher, ökonomisch benachteiligter Regionen spricht dies für einen positiven und relevanten Beitrag der ESIF-Initiativen zum regionalen Ausgleich in Österreich.
Ökonomische Bedeutung der Kulturwirtschaft und ihre Betroffenheit in der COVID-19-Krise (Economic Significance of Cultural Industries and Adverse Effects of the COVID-19 Crisis)
Commissioned by: Federal Ministry for Arts, Culture, the Civil Service and Sport
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 02.07.2020 0:00
 
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und der raschen Ausbreitung von Infektionen wurden aus gesundheitspolitischen Gründen erhebliche Einschränkungen beschlossen, die die Kulturwirtschaft in Österreich sehr beeinträchtigen. Die Studie quantifiziert den Beitrag des erweiterten Kultursektors zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt auf etwas unter 3%. Die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Kultursektors werden auf rund 9,8 Mrd. € geschätzt, er lastet dabei rund 150.000 unselbständig und selbständig Beschäftigte aus. Die ökonomischen Schäden im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise werden auf 1,5 bis 2 Mrd. € geschätzt und verteilen sich in unterschiedlichem Ausmaß auf die Teilsektoren des Kulturbereiches.
Economy in the Austrian Länder, June 2020
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 11.06.2020 18:00
 
Die Konjunkturdynamik fußte im Jahr 2019 auf einer breiten sektoralen Basis, verlor jedoch gegenüber den Jahren zuvor etwas an Kraft. Auf dem Arbeitsmarkt äußerte sich die weiterhin solide Wirtschaftsentwicklung in einem Anstieg der Beschäftigung und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Regional zeigte sich insgesamt jedoch ein sehr heterogenes Bild.
Auswirkungen des COVID-19-bedingten Konjunktureinbruchs auf die Emissionen von Treibhausgasen in Österreich. Ergebnisse einer ersten Einschätzung (Effects of the COVID-19-related Economic Slump on Greenhouse Gas Emissions in Austria. Results of a First Assessment)
WIFO Working Papers, 2020, (600), 31 pages
Online since: 10.05.2020 0:00
In der vorliegenden Analyse werden die Auswirkungen der Maßnahmen zur Begrenzung der Ausbreitung von COVID-19 auf die Treibhausgasemissionen in Österreich untersucht. Dazu wurde ein neues Modell, ALICE, entwickelt, das die kurz- bis mittelfristigen Auswirkungen von Produktions- und Konsumänderungen im Hinblick auf Wertschöpfung und Emissionen quantifiziert. Die Ergebnisse zeigen die direkten Konsequenzen wie auch die Folgewirkungen aufgrund der Verflechtungen der Wirtschaft. Die hier vorgestellte Analyse orientiert sich an der vom WIFO im April 2020 veröffentlichten Prognose, die für 2020 einen Rückgang der realen Bruttowertschöpfung um 5¼% prognostiziert. Demgemäß ist in Österreich ein Rückgang der Treibhausgasemissionen entsprechend der Abgrenzung der Treibhausgasinventur im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 7,1% zu erwarten. Ungewissheit über den tatsächlichen Rückgang der Emissionen besteht durch die endgültigen Produktionsauswirkungen und das Verhalten der Haushalte.
WIFO Working Papers, 2020, (597), 44 pages
Online since: 09.04.2020 7:00
Vor dem Hintergrund der massiven wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung bietet das vorliegende Papier eine Abschätzung der relativen Betroffenheit der Wirtschaft der österreichischen Bundesländer in der derzeitigen Krisenphase. Die Analyse basiert auf einer jüngst vom WIFO entwickelten Skala zur Betroffenheit der einzelnen Wirtschaftsbereiche im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Verbreitung und einer Übertragung dieser Skala auf die Branchenstruktur der einzelnen Bundesländer. Die ökonomische Beeinträchtigung tritt demnach in der derzeitigen Phase der COVID-19-Krise auf sektoral breiter Front auf. Über zwei Drittel der Erwerbstätigen sind in Österreich in Branchen tätig, die laut den zugrundeliegenden detaillierten Branchenbewertungen wirtschaftlich erheblich bis sehr stark von den Auswirkungen der derzeitigen Phase der COVID-19-Krise betroffen sind. Die Betrachtung der Bundesländer illustriert erstmals die regionalen Unterschiede der ökonomischen Betroffenheit in Österreich. Trotz beträchtlicher Unterschiede der regionalen Wirtschaftsstruktur zeigt sich für die meisten Bundesländer in Summe ein ähnlicher Betroffenheitsgrad. Vor- und Nachteile aus Spezialisierungen in unterschiedlich betroffenen Wirtschaftsbereichen heben einander also weitgehend auf. Verstärkt betroffen sind nach den vorliegenden Ergebnissen jedoch die Bundesländer Salzburg und Tirol.
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