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Weitere%20Publikationen:%20Gunther%20Tichy (145 hits)

Internationale Vergleiche lassen erkennen, dass die Österreicher zunehmend pessimistisch geworden sind, besonders markant in den letzten Jahren. Die meisten Themen werden hierzulande deutlich negativer eingeschätzt als in vergleichbaren Ländern, und das Vertrauen sinkt. Einfache Erklärungen wie die Flüchtlingskrise oder die Stagnation der letzten Jahre können zwar die jüngste Verschärfung der Einstellungen erklären, nicht aber das Problem selbst, das schon zuvor beobachtet werden konnte. Die Erklärung wird überdies dadurch erschwert, dass Pessimismus und Vertrauensverlust in merkwürdigem Gegensatz zur steigenden Lebenszufriedenheit der Österreicher und ihrer günstigen Einschätzung der jeweils persönlichen beruflichen und finanziellen Lage stehen.
Wirtschaft und Gesellschaft, 2016, (1), pp.61-81
Die Deregulierung der Märkte, im Bereich des Arbeitsmarktes durch Abbau von Kündigungsbeschränkungen, erfolgte um die Effizienz der Wirtschaft zu steigern. Form und Ausmaß fielen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus, sodass differenzierte Arbeitsmarktregime entstanden. Vor allem die asymmetrische Deregulierung von regulären und Zweitverträgen, die überdies die Beschäftigung steigern sollte, brachte bloß geringen Effizienz- und Beschäftigungsgewinn, schuf aber erhebliche Probleme der Segmentierung. Inzwischen hat sich die Deregulierungsdebatte auf die Arbeitszeit verlagert: Einerseits soll der Abbau der Beschränkungen Effizienz und Beschäftigung steigern, andererseits eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit die Arbeitslosigkeit verringern. In beiden Fällen dürfte die Wirkung der Maßnahmen überschätzt werden. Ausweitung der Nachfrage bis zum Erreichen einer normalen Kapazitätsauslastung und (budgetneutrale) Verringerung der Abgabenbelastung der Arbeit einerseits, Verringerung der Segmentierung durch abgabenmäßige Belastung der Zeitverträge versprechen größere Erfolge.
in: Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Keynes, Schumpeter und die Zukunft der entwickelten kapitalistischen Volkswirtschaften
Book chapters, contributions to collected volumes, Metropolis, Marburg, 2016, pp.33-68
In den meisten wohlhabenden Industriegesellschaften übersteigen die Ersparnisse derzeit deren Verwendungsmöglichkeit. Unternehmen wie Staat tendieren dazu, Schulden abzubauen, und die Anlagemöglichkeiten im Ausland sind beschränkt; daraus resultieren rezessive Tendenzen. Es gibt wenig Anzeichen für eine Trendwende. Sofern es nicht gelingt, die Konsum- und Investitionsneigung zu erhöhen, sollte der Staat die Investitionen in die materielle und vor allem immaterielle Infrastruktur ausweiten, um den Sparüberschuss sinnvoll zu nutzen.
Intervention – Journal of Economics, 2014, (3), pp.333-348, http://dx.doi.org/10.4337/ejeep.2014.03.07
Online since: 27.07.2015 12:22
in: Peter Hilpold, Walter Steinmair (Eds.), Neue europäische Finanzarchitektur. Die Reform der WWU
Book chapters, contributions to collected volumes, Springer, Heidelberg, January 2014, pp.223-247
Online since: 22.04.2015 14:44
Intereconomics – Review of European Economic Policy, 2013, (2), pp.106-115, http://dx.doi.org/10.1007/s10272-013-0451-1
Online since: 18.08.2015 22:13
Papers and proceedings, Vienna, January 2012, 128 pages
Online since: 15.10.2015 17:23
Kurswechsel, 2011, (2), 8 pages, pp.9-17, http://www.wifo.ac.at/bibliothek/archiv-intern/EI0131.pdf
Online since: 16.10.2015 16:32
Perspektiven der Wirtschaftspolitik, 2010, (4), pp.356-382, http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/%28ISSN%291468-2516/issues
Online since: 19.10.2015 16:52
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