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Die nachhaltigen Folgen der Finanzkrise (The Lasting Consequences of the Financial Crisis)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(1), S.47-60
Online seit: 29.01.2019 0:00
 
Die Finanzkrise in den USA löste in allen Industrieländern einen tiefen Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität aus, der bis heute nicht überwunden ist. Das widerspricht der historischen Erfahrung, wonach die wirtschaftlichen Folgen einer Finanzkrise spätestens nach zehn Jahren, die politischen Folgen – Radikalisierung und Rechtsruck – nach etwa fünf Jahren überwunden sind. Zwar wuchs die Wirtschaft zuletzt wieder im Ausmaß des Vorkrisentrends, das Niveau der wirtschaftlichen Aktivität liegt aber in nahezu allen Industrieländern nach wie vor um etwa ein Zehntel darunter; auch die mittelfristigen Prognosen erwarten keine Tendenz eines Aufholens, eher ein weiteres Abdriften. Es ist unklar, wie weit die Senkung des Trends Folge von Nachfrageschwäche, verzögerter Anpassung, Kumulierung verunsichernder Schocks oder eines Strukturbruches ist. Die Analyse lässt vermuten, dass Elemente eines Strukturbruches dominieren: Die westlichen Industrieländer büßten an Dominanz auf dem Weltmarkt ein, und die Politik tendiert dazu, mit protektionistischen Maßnahmen gegenzusteuern. Die Unternehmen dürften das verringerte Niveau der Aktivität inzwischen als "normal" ansehen und ihre Pläne darauf abgestellt haben.
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

The Lasting Consequences of the Financial Crisis
The financial crisis of the USA triggered a deep slump in economic activity in all industrialised countries, which has not yet been overcome. This contradicts historical experience according to which the economic consequences of a financial crisis are overcome after ten years at the latest and the political consequences – radicalisation and a shift to the right – after about five years. Although the economy has recently grown back to the pre-crisis trend, the level of economic activity in almost all industrialised countries is still around a tenth lower; medium-term forecasts do not expect the economy to catch up either, but rather to drift further. It is unclear to what extent the decline in the trend is the result of weak demand, delayed adjustment, accumulation of unsettling shocks or a structural break. The analysis suggests that elements of a structural break dominate: the western industrialised countries have lost dominance on the world markets, and policies tend to counteract with protectionist measures. Companies are now likely to regard the reduced level of activity as "normal" and have adjusted their plans accordingly.

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