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WIFO-Publikationen: Thomas Url (206 Treffer)

In 2005 the EU lowered the guaranteed minimum prices for crops in its Common Agricultural Policy and stopped market interventions. Consequently, prices started to fluctuate more intensively, and farmers' incomes are now subject to higher price volatility. A crop price insurance scheme could provide an interesting instrument to stabilise the income of European farmers. We analyse the premium level and capital requirement of a hypothetical insurance contract covering several combinations of minimum prices for a bundle of wheat, maize, and rape seed. The premium level is based on the Black option pricing model and a Bayesian autoregressive stochastic volatility model. Monte Carlo simulated forecasts provide estimates for expected variances and a profit-loss distribution for various combinations of minimum prices. The required solvency capital to keep the insurance business afloat at the 1 percent ruin probability creates capital costs exceeding the expected profit.
Finanzmärkte 2019 durch anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen geprägt (Financial Markets in 2019 Characterised by Continued Favourable Financing Conditions)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(4), S.299-309
Online seit: 04.05.2020 13:30
 
Die Zentralbanken schwenkten im Jahresverlauf 2019 wieder auf einen expansiven geldpolitischen Kurs ein. Die daraus folgenden günstigen Finanzierungsbedingungen veranlassten die nichtfinanziellen Unternehmen zur verstärkten Nutzung von Fremdkapital. Zugleich bauten die privaten Haushalte ihre Einlagen im Kreditwesen und den Bestand an börsennotierten Aktien aus. Bei nur leicht steigenden Erlösen verschlechterte sich die Ertragslage im Kreditwesen vorwiegend durch die kräftige Kostensteigerung. Die expansivere Geldpolitik gab auch den Aktienkursen weltweit positive Impulse und stärkte den Wechselkurs des Dollars. Für Österreich folgte daraus eine nominell- und real-effektive Abwertung.
Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in Österreich und die Möglichkeiten der Stabilisierungspolitik (Macroeconomic Effects of the COVID-19 Pandemic in Austria and the Opportunities for Stabilisation Policy)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(4), S.267-273
Online seit: 04.05.2020 13:30
 
Die COVID-19-Pandemie wird auf das österreichische Bruttoinlandsprodukt einen größeren negativen Effekt haben als die Finanzmarktkrise der Jahre 2007/08. Zusätzlich zum starken Rückgang des Außenhandels vermindern großflächige Betriebsschließungen die auf den Inlandsmarkt ausgerichtete Wertschöpfung, die allgemeine Sperre der Schulen senkt das Arbeitskräfteangebot. Eine Pandemie stört den gesamtwirtschaftlichen Kreislauf von Gütern und Dienstleistungen direkt und verringert die damit verbundenen Zahlungsströme zwischen den Wirtschaftssektoren. Das verursacht nicht nur einen Rückgang von Nachfrage und Wertschöpfung, sondern drängt die Unternehmen in einen Liquiditätsengpass. Während automatische Stabilisatoren rasch gegensteuern können, haben konventionelle Instrumente der Stabilisierungspolitik in der aktuellen Situation wenig Aussicht auf Erfolg. Unkonventionelle fiskalpolitische Instrumente und Eingriffe in privatwirtschaftliche Verträge können eine Insolvenzwelle wesentlich besser verhindern und erhalten so die Produktionskapazität für einen dynamischen Aufschwung nach der Lockerung der gesundheitspolitischen Maßnahmen.
Monographien, Februar 2020, 86 Seiten
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 07.05.2020 0:00
 
Die Erhaltung des Vertrauens zwischen Kunden und Finanzdienstleistern ist das zentrale wirtschaftspolitische Ziel der Beaufsichtigung. In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten führte der Gesetzgeber mehrere zusätzliche regulatorische Vorgaben für die Versicherungswirtschaft ein. Diese Studie untersucht die Zusatzkosten dieser Maßnahmen für die Versicherungswirtschaft anhand einer Erhebung unter österreichischen Versicherungsunternehmen. Zur Vorbereitung war ein zusätzlicher Personalbedarf von jährlich 920 Personen in Vollzeitäquivalenten notwendig. Die kumulierten Anlaufkosten betrugen – bereinigt um Sowieso-Kosten – rund 450 Mio. €. Das entsprach 45% der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Jahr 2018. Im laufenden Betrieb wurden zusätzlich 490 Personen in Vollzeitäquivalenten (2018) beschäftigt, und es entstanden Regulierungskosten von über 120 Mio. € (ebenfalls korrigiert um Sowieso-Kosten). Die zusätzlichen Ausgaben für neue Regularien umfassten damit etwa ein Achtel der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die meisten regulatorischen Vorgaben verletzen das Prinzip der Proportionalität von Regulierungskosten.
WIFO Bulletin, 2019, 24(16), S.143-152
Online seit: 20.01.2020 9:00
 
Favourable labour market conditions and robust income growth strengthened demand for non-life insurance in 2018. In contrast, life insurance continued to suffer from low interest rates and the high liquidity preference of private households. With premiums growing by 5 percent, non-life and accident insurance exceeded expectations by far, and private health insurance continued its stable growth path with +4.2 percent. The premium volume in life insurance, on the other hand, prolonged its decline at –3.7 percent. In comparison with the nominal gross domestic product, the premium volume of the entire private insurance sector developed modestly; insurance penetration in Austria fell to 4.5 percent of GDP and it is thus far below the European average of 7.6 percent. Current WIFO surveys show that this trend will continue – at a lesser pace – over the next two years. For the first time, the long phase of low yields on fixed-interest securities caused visible losses in the revenue from capital investments. In total, the financial result was about one tenth lower than in the previous year.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographic projections foresee a pronounced population ageing process in the coming decades. The associated changes in quantity and quality of labour will have an impact on the long-term economic outlook. This study discusses economic implications of current demographic projections for a set of large industrialised economies, which include the largest EU member countries, the USA and Japan, as well as Austria as an example of a small open economy. The focus of the study is the interplay between demographic and technological trends. The study extends the methodology of the European Commission's Ageing Report by considering the effects of size and composition of the working-age population on the productivity growth and productivity effect of the ICT intensity as a measure of directed technological change.
Martina Lizarazo López, Thieß Petersen (Bertelsmann Stiftung Gütersloh), Thomas Url, Serguei Kaniovski (WIFO)
Gesamtwirtschaftliche Effekte der demografischen Alterung. Fokuspapier (Macroeconomic Consequences of Demographic Ageing. Focus Paper)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographische Prognosen gehen von einem deutlichen Alterungsprozess der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten aus. Die damit verbundenen Veränderungen in Quantität und Qualität der Arbeitskräfte werden sich auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven auswirken. Diese Studie untersucht die wirtschaftlichen Implikationen aktueller demographischer Prognosen für eine Reihe großer Industrieländer – die größten Mitgliedsländer der EU, die USA und Japan – und Österreich als Beispiel für eine kleine offene Volkswirtschaft. Im Mittelpunkt der Studie steht das Zusammenspiel von demographischen und technologischen Trends. Die Studie erweitert die Methodik des "Ageing Report" der Europäischen Kommission, indem sie die Auswirkungen von Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter auf das Produktivitätswachstum und die Produktivitätswirkung der IKT-Intensität als Maß für den arbeitssparenden technologischen Wandel berücksichtigt.
Günstige Konjunkturlage stützt Prämienwachstum in der Privatversicherung (Favourable Business Cycle Conditions Support Premium Growth in Private Insurance)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.647-657
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Vergleichsweise hohe Beschäftigungszuwächse und die gute Einkommenslage stärkten 2018 die Nachfrage in der Nicht-Lebensversicherung. Im Gegensatz dazu litt die Lebensversicherung weiterhin unter dem niedrigen Zinsniveau und der hohen Liquiditätspräferenz der Privathaushalte. Mit einem Prämienzuwachs von 5% übertraf die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung bei weitem die Erwartungen, und die Krankenzusatzversicherung setzte mit +4,2% den stabilen Wachstumskurs der Vorjahre fort. In der Lebensversicherung war das Prämienvolumen hingegen mit –3,7% weiterhin rückläufig. Das Prämienvolumen der gesamten Privatversicherung wuchs wesentlich schwächer als das nominelle Bruttoinlandsprodukt. Die Versicherungsdurchdringung ging damit auf 4,5% des BIP zurück und lag weit unter dem europäischen Durchschnitt von 7,6%. Gemäß aktuellen Umfragen des WIFO wird sich diese Entwicklung nur leicht abschwächen. Erstmals bewirkte die lange Phase niedriger Renditen auf festverzinsliche Wertpapiere sichtbare Einbußen im Überschuss aus der Kapitalveranlagung. Insgesamt war das Finanzergebnis um etwa ein Zehntel niedriger als im Vorjahr.
Die Auswirkung dauernder Berufsunfähigkeit auf das erwartete Lebenseinkommen in Österreich (The Impact of Permanent Occupational Disability on Expected Life Income in Austria)
Monographien, Februar 2019, 60 Seiten
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 26.02.2019 0:00
 
Das Humankapital ist für viele Menschen die wichtigste Einkommensquelle. Ein unerwarteter Verlust der physischen oder psychischen Fähigkeiten zur Ausübung der Erwerbsarbeit hat trotz der bestehenden öffentlichen Pflichtversicherung gegen Berufsunfähigkeit große Auswirkungen auf das erzielbare Lebenseinkommen von Erwerbstätigen. Der erwartete Nettoeinkommensverlust durch Berufsunfähigkeit hängt stark vom gewählten Beruf und vom Alter bei Eintritt der Berufsunfähigkeit ab. 25-Jährige verlieren, je nach Berufszugehörigkeit, zwischen einem Drittel und etwas mehr als der Hälfte ihres erwarteten Nettolebenseinkommens. Mit steigendem Lebensalter nimmt der Nettoeinkommensverlust durch Berufsunfähigkeit langsam ab. Derzeit sind nur 4% der Erwerbstätigen in Österreich privat gegen Berufsunfähigkeit zusatzversichert, und die durchschnittliche Versicherungssumme liegt deutlich unter dem zu erwartenden Einkommensverlust.
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