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WIFO-Publikationen: Hans Pitlik (92 Treffer)

Ökonomische Bedeutung der Kulturwirtschaft und ihre Betroffenheit in der COVID-19-Krise (Economic Significance of Cultural Industries and Adverse Effects of the COVID-19 Crisis)
Auftraggeber: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 02.07.2020 0:00
 
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und der raschen Ausbreitung von Infektionen wurden aus gesundheitspolitischen Gründen erhebliche Einschränkungen beschlossen, die die Kulturwirtschaft in Österreich sehr beeinträchtigen. Die Studie quantifiziert den Beitrag des erweiterten Kultursektors zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt auf etwas unter 3%. Die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Kultursektors werden auf rund 9,8 Mrd. € geschätzt, er lastet dabei rund 150.000 unselbständig und selbständig Beschäftigte aus. Die ökonomischen Schäden im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise werden auf 1,5 bis 2 Mrd. € geschätzt und verteilen sich in unterschiedlichem Ausmaß auf die Teilsektoren des Kulturbereiches.
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(5), S.355-361
Online seit: 29.05.2020 18:30
 
Die COVID-19-Krise hat deutliche Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte in Österreich. Ein Teil der Hilfsmaßnahmen im Umfang von 38 Mrd. € auf Bundesebene und von 1,4 Mrd. € auf Ebene der Bundesländer (insgesamt 9,9% des BIP von 2019) wird unmittelbar budgetwirksam. Zudem löst der COVID-19-bedingte Konjunktureinbruch automatische Mehrausgaben (z. B. Arbeitslosen- oder Sozialhilfezahlungen) und Mindereinnahmen an konjunkturreagiblen Abgaben bzw. Steuern aus (automatische Stabilisatoren). So wird sich das Maastricht-Defizit 2020 auf –7,4% und 2021 auf –3,3% des BIP erhöhen. Der Schuldenstand wird auf über 80% des BIP steigen. Aufgrund der Unsicherheit über die Dauer und Tiefe der Rezession sowie die Inanspruchnahme der Hilfsmaßnahmen ist auch die Budgetprognose mit großer Unsicherheit verbunden.
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(4), S.239-265
Online seit: 04.05.2020 13:30
 
Die COVID-19-Pandemie und die gesundheitspolitischen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung legen weite Teile der Weltwirtschaft vorübergehend lahm. Die schwerste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist für die österreichische Volkswirtschaft damit 2020 unvermeidbar. Das reale BIP wird zumindest um 5,2%, die Beschäftigung um 1,7% zurückgehen und die Arbeitslosenquote auf 8,7% steigen. Die fiskalischen Maßnahmen zur Abfederung der Rezession und die Steuerausfälle haben 2020 einen Anstieg des Budgetdefizits auf 7,4% und der Staatsverschuldung auf 80,2% des nominellen BIP zur Folge. Unter der Voraussetzung, dass die Pandemie unter Kontrolle bleibt, sollte sich die Wirtschaft ab der zweiten Jahreshälfte 2020 schrittweise erholen. 2021 ergäbe sich dann ein Wachstum von 3,5%, die Arbeitslosenquote sollte auf 7,9% zurückgehen. Mittelfristig wird sich das Wirtschaftswachstum dem Trendwachstum (+1,1% p. a.) annähern, welches durch die Verringerung von Investitionstätigkeit und Beschäftigungswachstum infolge der COVID-19-Pandemie verringert wird. Die Arbeitslosenquote wird im Durchschnitt der Periode 2022 bis 2024 7½% betragen. 2021 dürfte die öffentliche Verschuldung einen Höchstwert von 80,5% des BIP erreichen, zum Ende des Projektionszeitraumes wird sie auf 78,5% geschätzt. In einem pessimistischeren Szenario wird für die Weltwirtschaft eine schwächere Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2020 unterstellt. Die österreichische Wirtschaft würde dann 2020 um 7,5% schrumpfen, die Arbeitslosenquote auf 9,1% und das Budgetdefizit auf 10,0% steigen.
Monographien, März 2020, 123 Seiten
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 02.04.2020 0:00
 
Ausgangspunkte der Studie sind die sehr dynamische subnationale Ausgabenentwicklung der letzten zwei Jahrzehnte und der Umstand, dass die starre Einnahmenverteilung des österreichischen Finanzausgleiches auf derartige Veränderungen kaum reagiert. Die vorliegende Studie analysiert daher die vertikale Mittelverteilung zwischen den österreichischen Gebietskörperschaften vor dem Hintergrund eines möglichen fiskalischen Ungleichgewichtes. In einem internationalen Vergleich wird aufgezeigt, wie in anderen föderalen Staaten unterschiedliche Ausgabenentwicklungen über Kennzahlen in die vertikale Mittelverteilung einfließen. Die Quantifizierung des "notwendigen" Ausgabenwachstums – ein zentrales Problem solcher Ansätze – versucht die Studie mittels einer Wachstumszerlegung (Shift-Share-Analyse) zu lösen. Die Ergebnisse unterstreichen den hohen strukturellen Ausgabendruck der österreichischen Länder und Gemeinden. Beispielhaft für den Bereich der Pflege wird zudem dargelegt, dass die hohe subnationale Ausgabendynamik in den kommenden Jahren womöglich anhalten wird. Abschließend skizziert die Studie, wie ein kennzahlbasierter, struktureller vertikaler Finanzausgleich in Österreich gestaltet sein könnte und welche Umsetzungsoptionen zu beachten sind.
Monographien, Februar 2020, 86 Seiten
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 07.05.2020 0:00
 
Die Erhaltung des Vertrauens zwischen Kunden und Finanzdienstleistern ist das zentrale wirtschaftspolitische Ziel der Beaufsichtigung. In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten führte der Gesetzgeber mehrere zusätzliche regulatorische Vorgaben für die Versicherungswirtschaft ein. Diese Studie untersucht die Zusatzkosten dieser Maßnahmen für die Versicherungswirtschaft anhand einer Erhebung unter österreichischen Versicherungsunternehmen. Zur Vorbereitung war ein zusätzlicher Personalbedarf von jährlich 920 Personen in Vollzeitäquivalenten notwendig. Die kumulierten Anlaufkosten betrugen – bereinigt um Sowieso-Kosten – rund 450 Mio. €. Das entsprach 45% der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Jahr 2018. Im laufenden Betrieb wurden zusätzlich 490 Personen in Vollzeitäquivalenten (2018) beschäftigt, und es entstanden Regulierungskosten von über 120 Mio. € (ebenfalls korrigiert um Sowieso-Kosten). Die zusätzlichen Ausgaben für neue Regularien umfassten damit etwa ein Achtel der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die meisten regulatorischen Vorgaben verletzen das Prinzip der Proportionalität von Regulierungskosten.
WIFO Working Papers, 2019, (594), 22 Seiten
Online seit: 18.12.2019 0:00
Debates about the appropriate role of markets and governments are often shaped by sharply contrasting opinions. Based on individual data from the World Values Survey and the European Values Study for up to 190,000 respondents in a sample of 68 democratic countries, we find that social trust is associated with tempered attitudes regarding government intervention and redistribution. Results corroborate ideas from socio-psychological research that trusting people have personality attributes which work towards a moderation on politically divisive topics. Complementary to the existing literature on political polarisation, this opens the possibility that trusting societies may be superior at implementing controversial policy reforms because social trust reduces the probability of extreme attitude formation.
 
The global economy reached its business cycle peak in 2018 and growth is likely to slow in the coming years. Over the forecast period 2019-2023, the Austrian economy is expected to grow by 1.6 percent p.a. (2014-2018 +1.8 percent p.a.), slightly stronger than the euro area average. The income tax relief for private households granted by the family bonus will support consumer demand in 2019 and especially in 2020. Over the forecast period, private consumption is expected to grow at an annual rate of 1.6 percent (2014-2018 +1.0 percent p.a.). Employment will expand faster than labour supply up to 2020 as a result of the economic conditions and the unemployment rate will remain at 7.3 percent. However, from 2021 labour supply will again grow faster than demand, so that the unemployment rate will rise to 7.5 percent by the end of the forecasting period. Inflationary pressure will remain moderate in the medium term, and the positive inflation differential with the euro area should continue to narrow, but not reverse. WIFO expects an average consumer price inflation rate of 1.8 percent p.a. Based on the projected economic outlook and the assumed economic policy conditions, the overall fiscal balance will remain positive over the forecasting period and even improve slightly. As a result, the public debt ratio (general government debt as a percentage of nominal GDP) will fall by around 17½ percentage points as compared with 2018 to below 57 percent by 2023.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(4), S.221-230
Online seit: 02.05.2019 0:00
 
Die Weltwirtschaft erreichte den Konjunkturhöhepunkt 2018. In den nächsten Jahren wird eine Abschwächung der Wachstumsdynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird die österreichische Wirtschaft um 1,6% pro Jahr (2014/2018 +1,8% p. a.) wachsen, etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Steuerentlastung der privaten Haushalte durch den Familienbonus wird die Konsumnachfrage 2019 und vor allem 2020 unterstützen. Im Prognosezeitraum wird von einem durchschnittlichen Wachstum des privaten Konsums von 1,6% pro Jahr ausgegangen (2014/2018 +1,0% p. a.). Bis einschließlich 2020 wird die Beschäftigung konjunkturbedingt noch stärker ausgeweitet als das Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 7,3%. Ab 2021 wird das Arbeitskräfteangebot aber wieder stärker zunehmen als die Nachfrage, sodass sich die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 7,5% erhöht. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das positive Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern, aber nicht umkehren. Das WIFO rechnet mit einer Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex von durchschnittlich 1,8% p. a. Auf der Basis des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte über die Prognoseperiode positiv bleiben und sich leicht verbessern. Daraus folgt bis 2023 ein Rückgang der Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2018 um rund 17½ Prozentpunkte auf unter 57%.
Ausgabendynamik in den Budgets der Gebietskörperschaften im Lichte einer aufgabenorientierten vertikalen Finanzmittelverteilung (Public Expenditure Dynamics in Federal and Sub-central Budgets in Light of a Task-orientated Vertical Revenue Assignment)
Monographien, September 2018, 133 Seiten
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 04.12.2018 0:00
 
Die geplante grundlegende Reform des Finanzausgleichs strebt auch eine verstärkte Aufgabenorientierung an. Vor diesem Hintergrund werden die Entwicklung großer funktionaler Ausgabenblöcke in den Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden dargestellt und analysiert und vertikale Ausgabenverschiebungen zulasten der Landes- und Gemeindebudgets identifiziert. Haupttreiber sind dabei die Ausgaben für Spitäler und für soziale Sicherung. In diesem Kontext werden auch die durch die Dynamik erzeugten Herausforderungen für eine stärkere Aufgabenorientierung diskutiert, die in der bisherigen theoretischen und empirischen Debatte nur wenig beleuchtet werden.
WIFO Working Papers, 2018, (564), 43 Seiten
Online seit: 18.05.2018 0:00
While trust in the business sector is crucial for well-functioning markets, there is surprisingly little empirical work on its sources. Available research recognises social trust as a major force explaining confidence in political institutions. Regulation is frequently advocated to foster trust in companies as it is supposed to reduce scope for opportunistic behaviour. Based on individual level data from World Values Survey, European Values Studies and economic regulation data from the Economic Freedom of the World project the paper empirically investigates joint effects of social trust, intensity and quality of regulation on public trust in major companies. Our findings suggest that it is not the intensity of economic regulation per se which matters for trust in companies but that the impartiality with which rules are enforced is decisive, even when we control for social trust. Trust in business can be facilitated by an implicit guarantee of governments to fair and impartial treatment.
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