Suche nach PublikationenErweiterte Suche

Alle WIFO-Publikationen (47 Treffer)

 
Die reale Wirtschaftsleistung (+1,5%) und der Bruttoinlandsverbrauch an Energie (+1,4%) wuchsen 2016 gleichgerichtet. Somit wurde in diesem Jahr keine Entkoppelung zwischen der Entwicklung von Energieverbrauch und Wirtschaftsleistung erzielt. Dies zeigt die vorliegende elfte Ausgabe der WIFO-Schlüsselindikatoren zu Energiewirtschaft und Klimawandel. Lediglich die Zunahme der Treibhausgasemissionen (+1%) wurde aufgrund einer Energieträgersubstitution von Kohle hin zu Gas und Mineralöl relativ von der Wirtschaftsleistung entkoppelt. Sie nahmen aber das zweite Jahr in Folge zu, der 2005 eingeleitete rückläufige Trend konnte somit nicht wiederaufgenommen werden. Dies war auf den Anstieg der Emissionen im Nicht-Emissionshandelsbereich (+2,6%) zurückzuführen, insbesondere die CO2-Emissionen des Verkehrssektors wuchsen erneut kräftig (+4,1%), aber auch im Gebäudebereich (+2,5%) wurde aufgrund des Anstieges der Zahl der Heizgradtage eine Zunahme der Emissionen gemessen. In einem Sonderthema befasst sich der vorliegende Bericht mit Optionen für die aufkommensneutrale Einführung einer CO2-Steuer für die Nicht-Emissionshandelssektoren in Österreich und deren potentiellen Effekten auf Verteilung und Wettbewerb.
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(5), S.375-385
Online seit: 04.06.2018 0:00
 
Die vorliegende Studie entwickelt und analysiert neue Energieszenarien für Österreich bis zum Jahr 2050 unter Berücksichtigung der internationalen Klimapolitik nach der UNO-Klimakonferenz in Paris 2015 ("COP21"). Nach UNFCCC-Definition werden ein WEM-Szenario ("with existing measures", mit Maßnahmen bis Mai 2016) und ein WAM-plus-Szenario ("with additional measures", mit zusätzlichen Maßnahmen) modelliert. In den Szenarien werden Auswirkungen von unterschiedlichen klima- und energiepolitischen Maßnahmenbündeln auf Energieverbrauch und Wertschöpfung analysiert. Das WAM-plus-Szenario quantifiziert die Auswirkungen zusätzlicher, ambitionierter ("plus") Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, des Einsatzes erneuerbarer Energieträger und des technologischen Wandels, die den langfristigen Zielen der UNO-Klimakonferenz in Paris zur Verringerung der Treibhausgasemissionen entsprechen. Neben Innovationen und Kostenverbesserungen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie werden Verhaltens- und Lebensstiländerungen energierelevanter Nachfragemuster und gezielte Infrastrukturinvestitionen abgebildet. Das WAM-plus-Szenario ist ein weltweites Klimaschutzszenario, das ein weltweites Engagement zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens widerspiegelt. Die Szenarien werden durch Koppelung mehrerer technologieorientierter sektoraler Bottom-up-Modelle der Projektpartner (Österreichische Energieagentur, TU Wien, TU Graz, Umweltbundesamt) mit dem Top-down-Modell WIFO.DYNK (dynamisches neu-keynesianisches Modell) modelliert. Das WEM-Szenario ergibt eine leichte absolute Entkoppelung von Wirtschaftsleistung und Energieverbrauch bei einem durchschnittlichen jährlichen realen BIP-Wachstum von 1,5%. Ambitionierter Klimaschutz bewirkt im WAM-plus-Szenario ein durchschnittliches jährliches BIP-Wachstum von 1,7% (zu konstanten Preisen) bei einem deutlichen Rückgang der Energienachfrage in den wichtigsten Sektoren.
Monographien, Mai 2018, 61 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Centre of Economic Scenario Analysis and Research
Online seit: 29.05.2018 0:00
 
This study develops and analyses new energy scenarios for Austria, taking into account the international climate policy after the COP21 in Paris (2015). In two energy-economic scenarios, potential effects of climate and energy policy measures on energy consumption and value added in Austria are modelled up to the year 2050. According to the UNFCCC definition, a WEM scenario ("with existing measures") is developed which describes energy-economic trends and includes the climate and energy-economic measures implemented until the end of May 2016. In addition, a WAM plus scenario ("with additional measures") is developed and modelled, which is based on the medium- and long-term objectives of the European climate and energy policy, i.e., a greenhouse gas emissions reduction of 80 to 95 percent by 2050 (compared to 1990) and a representation of the 2030 target (greenhouse gas emissions –40 percent) detailed for Austria. The WAM plus scenario includes a large number of additional measures in the area of energy efficiency, renewable energy and technological change. Next to technological innovations and cost improvements in energy efficiency and renewable energy technologies, this includes behavioural and lifestyle changes in energy-related demand patterns and targeted infrastructure investments. The WAM plus scenario is a global climate change scenario that reflects a global commitment to achieving the goals of the Paris Climate Agreement. The modelling of the scenarios takes the form of a model coupling of a number of technology-oriented sectoral bottom-up models of the project partners (AEA, TU Vienna, TU Graz, UBA) with a top-down model – the WIFO.DYNK model (Dynamic New-Keynesian model). As a result, there is a slight absolute decoupling of economic performance and energy consumption in the WEM scenario, with an average annual GDP growth rate of 1.5 percent. Considerable investments in a low-carbon economy set significant growth impulses for the Austrian economy in the WAM plus scenario. Cost-saving effects through lower energy bills are responsible for income effects that generate a positive stimulous to the economy. Ultimately, this increases the average annual GDP growth rate to 1.7 percent (at constant prices), with a significant fall in energy demand in the main aggregated sectors. Detailed sector results can be found in the report.
Monographien, November 2017, 62 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 30.11.2017 0:00
 
Die vorliegende Studie übersetzt zwei Energieeffizienzszenarien in die Modellsprache des Modells WIFO.DYNK und analysiert die mittel- und langfristigen Auswirkungen (2030/2050) von Energiepreisentwicklung, Potentialen zur Steigerung der technologischen Effizienz sowie Struktur- und Verhaltensänderungen auf die Wirtschaftsleistung, den Endenergieverbrauch und die CO2-Emissionen in Österreich. Modelliert werden ein Effizienzszenario für den produzierenden Bereich und, darauf aufsetzend, ein Effizienzszenario für den Haushaltssektor und Verkehr. In das Baseline-Szenario fließen bereits beschlossene Entwicklungen zum Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger und der Elektromobilität bis 2050 ein. In einem Umfeld der weltweiten Dekarbonisierung (450-Szenario der Internationalen Energieagentur) könnten demnach durch eine Realisierung der angenommenen Effizienzsteigerungspotentiale die CO2-Emissionen gegenüber dem Baseline-Szenario um bis zu 5 Mio. t im Jahr 2030 und bis zu 8 Mio. t im Jahr 2050 gesenkt werden; zugleich könnte die Wirtschaftsleistung geringfügig gesteigert werden. Für Maßnahmen zur Vermeidung der verbleibenden Emissionen könnte insbesondere der dieselbasierte Güterverkehr ein Ansatzpunkt sein, um eine mit dem Übereinkommen von Paris konforme Emissionsentwicklung zu erzielen.
 
Die vorliegende zehnte Ausgabe der WIFO-Schlüsselindikatoren zu Energiewirtschaft und Klimawandel zeigt auf der Basis der aktuellen statistischen Daten, dass im Jahr 2015 keine Entkoppelung von realer Wirtschaftsleistung (+1%) und Treibhausgasemissionen (+3,1%) bzw. Bruttoinlandsverbrauch an Energie (+2,4%) erzielt werden konnte. Die in den letzten Jahren beobachtete Entkoppelung von gesamtwirtschaftlichem Energieverbrauch und ökonomischer Aktivität konnte somit nicht fortgesetzt werden. Die konsumbasierte Treibhausgasinventur steht im Mittelpunkt des diesjährigen Schwerpunktthemas. Eine Analyse auf Basis der OECD-Daten zeigt, dass kleine entwickelte Volkswirtschaften einen hohen Nettoimportanteil an CO2-Emissionen aufweisen, Flächenländer oder Schwellenländer hingegen geringere Nettoimporte bzw. Nettoexporte von CO2-Emissionen.
Monographien, November 2016, 35 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung V/7 Betrieblicher Umweltschutz und Technologie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Umweltbundesamt GmbH
Online seit: 06.12.2016 0:00
Anhand der Stoffgruppen Eisen und Stahl, Aluminium, Papier und Glas werden die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen (Beschäftigung und Wertschöpfung) der Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen für die Substitution von Primärrohstoffen in der Produktion und im Export geschätzt. Berechnet werden die weltweiten Einsparungen an Treibhausgasemissionen durch die Vermeidung von Primärproduktion. Die Analyse erfolgt mit dem WIFO.DYNK-Modell, das für diese Zwecke adaptiert wurde: Datensätze zu Primär- und Sekundärproduktionsprozessen wurden integriert, insbesondere zum Ressourcen- und Energieeinsatz in der Produktion, der auf Basis von physischen Materialflüssen und Preisen berechnet wurde.
Monographien, November 2016, 92 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung V/7 Betrieblicher Umweltschutz und Technologie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Umweltbundesamt GmbH
Online seit: 21.11.2016 0:00
 
Anhand der Stoffgruppen Eisen und Stahl, Aluminium, Papier und Glas werden die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen (Beschäftigung und Wertschöpfung) der Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen für die Substitution von Primärrohstoffen in der Produktion und im Export geschätzt. Berechnet werden die weltweiten Einsparungen an Treibhausgasemissionen durch die Vermeidung von Primärproduktion. Die Analyse erfolgt mit dem WIFO.DYNK-Modell, das für diese Zwecke adaptiert wurde: Datensätze zu Primär- und Sekundärproduktionsprozessen wurden integriert, insbesondere zum Ressourcen- und Energieeinsatz in der Produktion, der auf Basis von physischen Materialflüssen und Preisen berechnet wurde.
Michiko Hama, Brigitte Eder, Paul Dobesberger, Markus Keuschnig (alpS), Andreas Baumgarten, Helene Berthold (AGES), Robert Jandl, Johanna Kohl, Christian Lackner (BFW), Reinhard Mechler, Ziga Malek, Keith Williges (IIASA), Markus Leitner, Ivo Offenthaler, Astrid Felderer, Natalie Glas (Umweltbundesamt), Stefan Kienberger, Raphael Spiekermann, Peter Zeil (Universität Salzburg), Ina Meyer, Oliver Fritz (WIFO), Ivonne Anders, Andreas Schaffhauser (ZAMG)
Monographien, August 2016, 24 Seiten
Auftraggeber: Klima- und Energiefonds
Studie von: alpS GmbH – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft – Internationales Institut für Angewandte Systemanalyse – Umweltbundesamt GmbH – Universität Salzburg – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik – Geoconsult
Online seit: 06.10.2016 0:00
 
Die Identifikation und insbesondere Visualisierung der Schlüsselrisiken des Klimawandels auf Gemeindeebene anhand des Konzeptes der "lokalen Gründe zur Besorgnis" dient als Kommunikations- und Entscheidungshilfe für (lokale) Akteurinnen und Akteure im ganzheitlichen klimasensitiven Risikomanagement. Dieses Konzept füllt eine wichtige Lücke in der Entscheidungsfindung und ermöglicht eine gezielte Auswahl aus der Fülle von möglichen Anpassungsmaßnahmen und –strategien. Es schafft und stärkt Bewusstsein und Handlungsverantwortung für bestehende, entstehende und künftige Risiken. Durch das Verfahren können gängige Praktiken im Umgang mit Risiken überarbeitet und mögliche künftige (klimatische sowie sozioökonomische) Entwicklungen in die Beurteilung der Risiken sowie in Entwicklungskonzepte der Gemeinden mit einbezogen werden. Die Entscheidungsverantwortlichen werden dadurch unterstützt, präventiv zu handeln und die für ihre Gemeinde notwendigen Maßnahmen rechtzeitig zu treffen.
 
Der vorliegende neunte WIFO-Bericht über Schlüsselindikatoren zu Energiewirtschaft und Klimawandel analysiert die Entwicklung des Energieeinsatzes und den Fortschritt in der Entkoppelung von Treibhausgasemissionen und Wirtschaftswachstum im Jahr 2014. Die Treibhausgasemissionen sanken in Österreich 2014 gegenüber 2013 um 4,7% (CO2-Emissionen –5,4%) auf 76,3 Mio. t CO2-Äquivalente. Der stärkste Rückgang wurde im Sektor Energieerzeugung gemessen (–14,4%). Ausschlaggebend war dafür in erster Linie der Nachfragerückgang in der Wärmeerzeugung aufgrund des sehr milden Wetters. Den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen hatten 2014 Industrie und Gewerbe mit 34,9% sowie der Verkehrssektor mit 29,1%. Beide Sektoren weisen im Vergleich mit dem Vorjahr leichte und gegenüber 2000 deutliche Anteilszuwächse auf. Schwerpunktthema ist im vorliegenden Bericht das erste weltweite Klimaschutzabkommen, das am 12. Dezember 2015 anlässlich der UNO-Konferenz in Paris unterzeichnet wurde.
 
Die längerfristige Entwicklung der vom WIFO regelmäßig publizierten Schlüsselindikatoren der Energiewirtschaft, der Klimapolitik und der Landwirtschaft zeigt zum Teil Strukturanpassungen an politische Zielvorgaben, zum Teil Abweichungen davon. Im Rahmen des Sonderthemas befasst sich der Bericht heuer mit Fragen der Energieeffizienz. Österreich steigerte die Effizienz des Energiesystems in der Vergangenheit im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. Neben technologischen Ansätzen kann eine Forcierung der Änderung von Konsumpraktiken und sozialen Normen zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen.
Mehr

Ihre Ansprechpersonen: Redaktionsteam

E-Mail: publikationen@wifo.ac.at

Mag. Ilse Schulz

Tätigkeitsbereiche: Redaktion, Website, Publikationen, Abonnentenbetreuung

Tamara Fellinger

Tätigkeitsbereiche: Redaktion, Website, Publikationen, Abonnentenbetreuung

Tatjana Weber

Tätigkeitsbereiche: Redaktion, Website, Publikationen, Abonnentenbetreuung