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WIFO-Publikationen: Andreas Reinstaller (74 Treffer)

WIFO Research Briefs, 2021, (9), 12 Seiten
Online seit: 05.07.2021 9:00
Die COVID-19-Pandemie, aber auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen haben der Frage nach einer Rückverlagerung der Produktion von "kritischen Produkten" neues Gewicht verliehen. Wie die Analyse zeigt, ist die Importabhängigkeit Österreichs sowohl bei COVID-relevanten Produkten als auch bei Schlüsseltechnologien auf einige wenige Bereiche begrenzt – das Gros der kritischen Güter stammt von Handelspartnern innerhalb der EU. Für die verbliebenen Bereiche identifiziert die Studie inwieweit die jeweiligen Güter zur österreichischen Industriestruktur passen (technologische Nähe, Wettbewerbsfähigkeit), was eine mögliche nationale Produktion erleichtern würde. Des Weiteren wird in einer regionalen Analyse untersucht, in welchen Bundesländern günstige Ausgangsvoraussetzungen für eine Produktionsansiedelung der unterschiedlichen kritischen Güter bestehen. Zuletzt wird deutlich, dass der Staat als zentraler Anbieter von Gesundheitsleistungen einen großen Nachfragehebel bei vielen COVID-relevanten Produkten hat, und daher in einigen Bereichen direkten Einfluss auf die Wertschöpfungsketten nehmen könnte.
Unternehmerische Unsicherheit und wirtschaftspolitische Risikofaktoren in der COVID-19-Krise. Ergebnisse des Updates der WIFO-Industriebefragung vom Sommer 2020 (Business Uncertainty and Economic Policy Risk Factors in the COVID-19 Crisis. Results of the Update of the WIFO Industry Survey in Summer 2020)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(6), S.461-470
Online seit: 30.06.2021 0:00
 
Die ökonomische Unsicherheit nahm infolge der COVID-19-Pandemie drastisch zu. Eine im Sommer 2020 durchgeführte Befragung österreichischer Industrieunternehmen zeichnet ein detailliertes Bild der Ursachen und Wirkungen dieser Entwicklung. Als zentrale Ursache wurden neben möglichen Auswirkungen auf die Nachfrage Lieferengpässe genannt. Die Zunahme der Unsicherheit wirkte sich vor allem auf die Investitionen und die Beschäftigung dämpfend aus. Zu den wichtigsten strategischen Maßnahmen der Unternehmen, um der Unsicherheit zu begegnen, zählten neben der Digitalisierung das Liquiditäts- und Risikomanagement. Wirtschaftspolitische Aspekte der unternehmerischen Unsicherheit verloren in der COVID-19-Krise etwas an Bedeutung. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und des internationalen Handels wurden als die wichtigsten wirtschaftspolitischen Risikofaktoren gesehen. Nationale Risikofaktoren waren für die befragten Unternehmen besser abschätzbar, wobei vor allem die Steuerpolitik und Umweltregulierungen zugleich als relevant eingestuft wurden.
Monographien, Juni 2021, 197 Seiten
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 22.06.2021 0:00
 
Die Studie untersucht die Möglichkeiten zur Stärkung der Unabhängigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich bei kritischen Produkten durch vermehrte Produktionsansiedlung und Forcierung regionaler Wertschöpfungsketten. Nach einer konzeptionellen Grundlagendiskussion wird in der Studie für die ausgewählten kritischen Produkte empirisch geklärt, ob erstens, eine Importabhängigkeit gegenüber Drittstaaten besteht und zweitens, inwieweit sich ein kritisches Produkt dafür eignet, am Industriestandort Österreich erzeugt zu werden. Zu diesem Zweck werden auf Basis von rezenten Daten zum internationalen Warenhandel weitreichende Indikatoren-Sets gebildet, mit denen diese Fragen in großer Detailtiefe analysiert werden. Anschließend wird in einer regionalen Analyse untersucht, in welchen Bundesländern günstige Ausgangsvoraussetzungen für eine Produktionsansiedelung der unterschiedlichen kritischen Güter bestehen. Zuletzt wird die Rolle des Staates als Nachfrager von kritischen Gütern beleuchtet, und die Frage untersucht, ob spezifische Vergabepraktiken eine lokale Produktion begünstigen können.
Umweltinnovationen und Beschäftigung (Environmental Innovations and Employment)
Monographien, Mai 2021, 37 Seiten
Auftraggeber: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 16.06.2021 0:00
 
Unternehmen kommen zunehmend unter Druck in ihren Aktivitäten auch Umwelt- und Klimaziele zu berücksichtigen. Damit gehen zusätzliche Belastungen, aber auch Marktchancen, einher. Umweltinnovationen unterscheiden sich von anderen Innovationen durch die Problematik doppelter Externalitäten. Dies erfordert den kombinierten Einsatz von umwelt- und innovationspolitischen Instrumenten, um die richtigen Anreize für derartige Innovationen zu setzen. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Belastungen für Unternehmen aus Umweltregulierungen und -steuern und die Umweltausgaben des Unternehmenssektors gestiegen. Die Ausgaben für Umweltinnovationen haben sich hingegen nicht sehr dynamisch entwickelt. Diese gedämpfte Dynamik dürfte dazu beigetragen haben, dass in Österreich entwickelte Umwelttechnologien international an Bedeutung eingebüßt haben. Die wirtschaftliche Bedeutung des Umweltsektors ist aber dennoch gestiegen. Die Schätzungen in dieser Studie zeigen, dass die Entwicklung von Umwelttechnologien in Österreich mit positiven Beschäftigungseffekten auf Unternehmensebene einhergeht. Angesichts der Entwicklungen in Österreich und der internationalen Marktpotentiale sollte dieser Bereich verstärkte innovationspolitische Aufmerksamkeit erfahren.
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(3), S.225-234
Online seit: 31.03.2021 0:00
 
Die Zunahme des Anteils chinesischer Importe am gesamten Importaufkommen dämpfte im Zeitraum 2003/2016 das Produktivitätswachstum von Unternehmen in der EU. Dieser Effekt fiel bei wachstumsstarken Unternehmen stärker aus und war im Niedrigtechnologiesektor größer als im Hochtechnologiebereich. Multinationale Unternehmen konnten dagegen von einer Zunahme der Importintensität mit China profitieren, wobei ein hohes Produktivitätswachstum in diesem Fall die positiven Effekte verstärkte.
WIFO Working Papers, 2021, (623), 61 Seiten
Revised version (March 2021)
Online seit: 12.02.2021 14:00
We revisit the impact of rising imports from China on within-firm labour productivity growth in the EU. We analyse the period 2003-2016 which covers the recent increase in technology-intensive imports from China. We uncover a changing relationship over time. Higher fractions of Chinese imports in aggregate imports exert an adverse effect on productivity growth in in later periods, especially after the financial crisis 2008-09. This mirrors the changing nature of trade with China, reversing the growth-enhancing effect of import-competition. This effect is more pronounced for domestic firms, while multinationals are able to benefit from Chinese imports. Both effects become stronger at higher productivity-growth intensities. The growth-dampening effects particularly strong for firms in low-tech industries and in Southern Europe.
COVID-19-Krise dämpft die Innovationstätigkeit österreichischer Unternehmen. Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom Dezember 2020 (COVID-19 Crisis Dampens Innovation Activity of Austrian Companies. Results of the WIFO-Konjunkturtest of December 2020)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(2), S.127-138
Online seit: 01.03.2021 0:00
 
Laut WIFO-Konjunkturtest vom Dezember ging 2020 der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte eingeführt haben, gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozentpunkte zurück. Auch die Dynamik der Ausgaben für Produktinnovationen war 2020 deutlich gedämpft. Die Unternehmen versuchten dennoch, die Aufwendungen auf dem Vorkrisenniveau zu halten. Die für 2021 geplanten Investitionen lassen eine fortgesetzte Zurückhaltung der Unternehmen bei den Innovationsausgaben erkennen.
We study the strategic positioning of Austrian manufacturing firms that face competition from emerging markets as opposed to firms that do not. Using a unique sample of large Austrian manufacturing, we find that emerging market competitors are not always a force majeure, but the result of the firms' international activity. Existing strengths and weaknesses are more pronounced when firms face competitors from emerging markets. Emerging market competition is associated with a broader product portfolio and triggers portfolio adjustments. Yet, a larger share of the companies facing emerging market competitors neither adjusts the product portfolio nor plans to develop new competences.
Monographien, Oktober 2020, 129 Seiten
Auftraggeber: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 12.10.2020 0:00
 
Eine hochentwickelte Transport- und Logistikinfrastruktur sowie ein effizienter und technologisch fortschrittlicher Logistiksektor sind zentrale Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Sie ermöglichen die Entwicklung internationaler Wertschöpfungsketten und das Fortschreiten der internationalen Arbeitsteilung. Die zunehmende Verbreitung neuer digitaler Technologien im Logistiksektor und in der Industrie stehen mit diesen Prozessen in einer kontinuierlichen Wechselwirkung. Der fortwährende technische Wandel und die Digitalisierung der Produktionsprozesse in der Industrie verändern jedoch laufend die Anforderungen an den Transport und die Logistik. Dies hat in Europa einen Rückgang des Bahntransports zugunsten des Straßentransports zur Folge. Für die Analyse dieses Zusammenhanges für Österreich wurden die Treiber der Nachfrage nach Gütertransportdienstleistungen identifiziert und ihre Wechselwirkungen mit dem Transportvolumen und der Entwicklung der Marktanteile zwischen den Verkehrsträgern Bahn und Straße untersucht. Sowohl der Strukturwandel als auch innersektorale Veränderungen waren demnach in der jüngeren Vergangenheit tendenziell bahnavers, wenn auch in Österreich – vor dem Hintergrund der Wirtschaftsstruktur – der Schienenanteil im Modal Split der intermediären Transportnachfrage unerwartet hoch ausfällt. Der Versuch der Einschätzung der künftigen Entwicklungen zeigt weitere Herausforderungen, aber auch Chancen für die Bahn auf – sie muss diese aber auch aktiv nützen.
Der Beitrag österreichischer Hochschulen zur erfinderischen Tätigkeit von Unternehmen (The Contribution of Austrian Universities to Inventive Activity by Companies)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(9), S.687-697
Online seit: 28.09.2020 0:00
 
Wie die Analyse von Patentanmeldungen österreichischer Hochschulen zeigt, nahmen sowohl der Umfang der Patentanmeldungen als auch die Zahl der Akteure stark zu. Die Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen in erfinderischen Tätigkeiten gewann an Bedeutung. Dies schlägt sich in einer umfangreicheren Kooperationstätigkeit wie auch in der verstärkten Wahrnehmung des Beitrages österreichischer Hochschulen zur Entwicklung des Standes der Technik in Erfindungen von Unternehmen nieder.
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