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WIFO-Monatsberichte

Aktuelle Konjunkturberichte für Österreich und die großen OECD-Länder – Vierteljährliche Konjunkturprognose des WIFO – Rund 70 Artikel pro Jahr mit Hintergrundinformationen in Tabellen, Graphiken und englischer Zusammenfassung – Monatlich ausführlicher Tabellensatz mit rund 300 makroökonomischen Indikatoren

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Aktuelle Ausgaben (4638 Treffer)

WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), 112 Seiten
 
Stefan Ederer, Konjunktur zwischen Abkühlung und Stabilisierung • Silvia Rocha-Akis, Christine Mayrhuber, Umverteilung durch den Staat in Österreich 2015. Einleitende Bemerkungen • Silvia Rocha-Akis, Christine Mayrhuber, Umverteilung durch den Staat 2015 – Überblick über die Gesamteffekte • Silvia Rocha-Akis, Umverteilung durch den Staat: Heterogenität nach Haushaltstypen • Jürgen Bierbaumer-Polly, Simon Loretz, Christine Mayrhuber, Verteilungswirkungen von Steuern und Sozialbeiträgen 2015 • Hedwig Lutz, Silvia Rocha-Akis, Verteilungswirkungen der Leistungen bei Arbeitslosigkeit und der Bedarfsorientierten Mindestsicherung • Silvia Rocha-Akis, Verteilungswirkungen der Familienleistungen • Julia Bock-Schappelwein, Verteilungswirkungen der Leistungen des öffentlichen Bildungssystems • Thomas Leoni, Verteilungswirkungen des österreichischen Gesundheitssystems • Michael Klien, Verteilungswirkungen der Wohnbauförderung
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.297-303
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
In den USA und im Euro-Raum wuchs die Wirtschaft im I. Quartal 2019 stärker als zuletzt. Einige Indikatoren deuten weiter auf eine Abkühlung hin. Die Konjunktur scheint sich jedoch wieder etwas stabilisiert zu haben. In Österreich schwächte sich das Wachstum im I. Quartal hingegen neuerlich etwas ab. Insbesondere die Sachgütererzeugung leidet unter der weltweiten Konjunkturflaute, während sich die Binnenwirtschaft robust entwickelt. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt verflacht allmählich. Die Inflation ist weiterhin mäßig.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.306-318
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.319-322
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die vorliegende Umverteilungsstudie des WIFO reiht sich an die bisherigen WIFO-Umverteilungsstudien an, die seit den 1980er-Jahren durchgeführt werden und ab dem Untersuchungsjahr 2000 die Ergebnisse im Fünfjahresabstand vergleichen. Die jüngste und aktuellste verfügbare und verknüpfbare Datenbasis für eine solche Untersuchung betrifft das Jahr 2015. Durch ihre umfassende und differenzierte Analyse der Umverteilungswirkungen des Abgaben- und Transfersystems auf die privaten Haushalte hebt sich die gegenständliche Arbeit von üblichen Umverteilungsstudien ab. Die Umverteilungswirkungen der finanziellen Aktivitäten des Staates in Österreich im Jahr 2015 und die Veränderungen in den Jahren nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 werden in acht Beiträgen im vorliegenden Schwerpunktheft der WIFO-Monatsberichte zusammengefasst. Ausgehend von der Verteilung der Markt- und Primäreinkommen werden auf der Einnahmenseite des öffentlichen Sektors die Verteilungswirkungen der Sozialbeiträge sowie der direkten und indirekten Steuern auf der Haushaltsebene untersucht. Auf der Ausgabenseite bilden die sozial- und wohlfahrtsstaatlichen Geld- und Sachleistungen der öffentlichen Hand in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und Bedarfsorientierte Mindestsicherung den Schwerpunkt der Analyse. Das Ausmaß der Umverteilung und die Auswirkungen auf die Einkommensungleichheit und die Armut werden auch differenziert nach Haushaltstypen untersucht.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.323-337
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Durch Steuern, Sozialbeiträge sowie öffentliche Geld- und Sachleistungen wird die ökonomische Situation der Haushalte in Österreich in unterschiedlichem Ausmaß verändert: Vor Umverteilung betrug das durchschnittliche Einkommen der Haushalte im obersten Zehntel der Einkommensverteilung das 30-Fache der Haushalte im untersten Zehntel, nach Umverteilung nur das 5,5-Fache. Die Umverteilung erfolgte von den Haushalten im oberen zu den Haushalten im unteren Drittel der Verteilung der Primäreinkommen (Markteinkommen, Pensionen und nettoimputierte Mieten). Öffentliche Sachleistungen lieferten mit 41% den größten Beitrag zur Umschichtung vor den einkommensabhängigen Abgaben (Sozialbeiträge und direkte Steuern) mit 36%. 31% der Verringerung machten die öffentlichen Geldleistungen (ohne Pensionen) aus. Die regressive Wirkung der indirekten Steuern senkte das Umverteilungsausmaß um 8%. War die Ungleichheit sowohl der Primär- als auch der Sekundäreinkommen (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller öffentlichen Geld- und Sachleistungen) zwischen 2000 und 2010 gestiegen, so kehrte sich diese Entwicklung zwischen 2010 und 2015 um: Die Ungleichheit der Primäreinkommen nahm gemessen am Gini-Koeffizienten leicht von 0,393 auf 0,382 ab. Da in diesem Zeitraum auch das Ausmaß der Umverteilung zunahm, ging die Ungleichheit der Sekundärverteilung noch stärker zurück, der Gini-Koeffizient der Sekundäreinkommen sank von 0,265 auf 0,249.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.339-351
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die Ungleichheit der Einkommen verringerte sich in Österreich sowohl vor als auch nach Umverteilung durch direkte und indirekte Steuern, Sozialbeiträge und öffentliche Geld- und Sachleistungen im Querschnitt über die gesamte Bevölkerung in der ersten Hälfte der 2010er-Jahre leicht. Dieser Entwicklung lagen gegenläufige Veränderungen in Haushalten mit unterschiedlichen soziodemographischen Merkmalen zugrunde. Die Einkommensposition der Haushalte mit über 45-jährigen Hauptverdienenden ohne unterhaltsberechtigte Kinder verbesserte sich vor und nach Umverteilung relativ zu den anderen Haushalten. Haushalte mit jüngeren Erwachsenen und unterhaltsberechtigten Kindern verlagerten sich hingegen in der Einkommensverteilung sowohl vor als auch nach Wirkung von öffentlichen Abgaben und Transfers deutlich nach unten. Die Armutsgefährdung nahm hier zu, während jene der Haushalte mit über 65-jährigen Hauptverdienenden merklich zurückging. Die Einkommen entwickelten sich in den Haushalten unterschiedlichen Typs nicht nur relativ zueinander gegenläufig, sondern auch absolut und real. Die Wirkung automatischer Stabilisatoren und deren Veränderung aufgrund soziodemographischer Entwicklungen hatten einen Anstieg des Ausmaßes der Umverteilung zur Folge.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.353-363
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
In Österreich ist die Belastung der privaten Haushalte mit Steuern und Sozialbeiträgen hoch. Die Abgabenquote der Haushalte mit Einkommen überwiegend aus Erwerbstätigkeit liegt mit durchschnittlich 37,3% über jener aller Haushalte mit 34,3%. Die Abgabenbelastung variiert abhängig von Höhe und Struktur der Einkommen: Haushalte im unteren Drittel der Einkommensverteilung wandten 2015 13,4% ihres Bruttogesamteinkommens für indirekte und 12,2% für direkte Abgaben auf (insgesamt 25,6% des Einkommens), für Haushalte im oberen Einkommensdrittel betrugen diese Anteile 6,8% und 30,8% (insgesamt 37,6%). Bezogen auf alle Haushalte weist das Abgabensystem eine progressive Wirkung auf.
 
Die Periode zwischen 2010 und 2015 war in Österreich durch geringes Wirtschaftswachstum, einen markanten Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie einen Strukturwandel von Wirtschaft und Gesellschaft gekennzeichnet. Während der Anteil der von Dauerarbeitslosigkeit betroffenen Haushalte zwischen 2010 und 2015 von 5,8% auf 7,6% stieg, verdoppelte sich in diesem Zeitraum der Anteil der Haushalte mit Bezug von Sozialhilfe bzw. Bedarfsorientierter Mindestsicherung von 1,8% auf 3,6%. Die Mindestsicherungstransfers konzentrieren sich auf die untersten Einkommensgruppen und machten 2015 durchschnittlich ein Viertel der Gesamteinkommen der betreffenden Haushalte aus. Auch etwa drei Viertel des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe flossen in das untere Drittel der Einkommensverteilung und waren dort, ähnlich wie im Jahr 2010, mit etwa der Hälfte des Bruttogesamteinkommens eine wichtige Einkommensquelle.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.375-383
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die Verteilung der Familienleistungen spiegelt weitgehend die Häufigkeitsverteilung der Kinder in den Einkommensgruppen wider und unterstreicht die Dominanz von Leistungen, die den Haushalten mit Kindern unabhängig vom Einkommen in gleicher Höhe gewährt werden. Zwischen 2010 und 2015 verschlechterte sich die Einkommensposition der Haushalte mit Kindern relativ zur Gesamtbevölkerung – sowohl vor als auch nach Berücksichtigung von öffentlichen Geldleistungen. Der Beitrag der Familienleistungen zum Bruttogesamteinkommen eines Kinderhaushaltes war 2015 mit 29% im unteren Einkommenszehntel am höchsten. Zwischen 2010 und 2015 sanken die in Anspruch genommenen Familienleistungen gemessen am Bruttogesamteinkommen der Kinderhaushalte in den beiden unteren Einkommenszehnteln markant. Dieser Effekt war auf die Abnahme der Bedeutung der Summe aus Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulgeld, aber auch des Kinderbetreuungsgeldes in Relation zum Einkommen zurückzuführen. Für diese Entwicklung waren u. a. die Reform der Familienbeihilfe im Jahr 2011 und das Ausbleiben einer Anpassung der Höhe dieser Leistungen an das Preisniveau über mehrere Jahre bestimmend.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.385-389
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die Verteilungswirkung der öffentlichen Bildungsausgaben hängt vorrangig von der Verteilung der Schüler und Schülerinnen sowie Studierenden auf die Ausbildungszweige und der damit verbundenen Ausbildungsdauer ab. Die öffentlichen Schulausgaben hatten im Jahr 2015 wie auch gemäß den früheren WIFO-Umverteilungsstudien einen vergleichsweise hohen Stellenwert für die Haushalte im unteren Einkommensdrittel. Die Ausgaben für Hochschulen hatten insgesamt eine sehr differenzierte Wirkung auf die Einkommensverteilung. Aufgrund der besonderen Haushaltsstruktur dürften sie vorwiegend Jugendlichen aus Haushalten mit mittlerem oder höherem Einkommen zugutekommen.
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