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Günstige Konjunkturlage stützt Prämienwachstum in der Privatversicherung (Favourable Business Cycle Conditions Support Premium Growth in Private Insurance)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.647-657
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Vergleichsweise hohe Beschäftigungszuwächse und die gute Einkommenslage stärkten 2018 die Nachfrage in der Nicht-Lebensversicherung. Im Gegensatz dazu litt die Lebensversicherung weiterhin unter dem niedrigen Zinsniveau und der hohen Liquiditätspräferenz der Privathaushalte. Mit einem Prämienzuwachs von 5% übertraf die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung bei weitem die Erwartungen, und die Krankenzusatzversicherung setzte mit +4,2% den stabilen Wachstumskurs der Vorjahre fort. In der Lebensversicherung war das Prämienvolumen hingegen mit –3,7% weiterhin rückläufig. Das Prämienvolumen der gesamten Privatversicherung wuchs wesentlich schwächer als das nominelle Bruttoinlandsprodukt. Die Versicherungsdurchdringung ging damit auf 4,5% des BIP zurück und lag weit unter dem europäischen Durchschnitt von 7,6%. Gemäß aktuellen Umfragen des WIFO wird sich diese Entwicklung nur leicht abschwächen. Erstmals bewirkte die lange Phase niedriger Renditen auf festverzinsliche Wertpapiere sichtbare Einbußen im Überschuss aus der Kapitalveranlagung. Insgesamt war das Finanzergebnis um etwa ein Zehntel niedriger als im Vorjahr.
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Favourable Business Cycle Conditions Support Premium Growth in Private Insurance
Favourable labour market conditions and robust income growth strengthened demand for non-life insurance in 2018. In contrast, life insurance continued to suffer from low interest rates and the high liquidity preference of private households. With premiums growing by 5 percent, non-life and accident insurance exceeded expectations by far, and private health insurance continued its stable growth path with +4.2 percent. The premium volume in life insurance, on the other hand, prolonged its decline at –3.7 percent. In comparison with the nominal gross domestic product, the premium volume of the entire private insurance sector developed modestly; insurance penetration in Austria fell to 4.5 percent of GDP and it is thus far below the European average of 7.6 percent. Current WIFO surveys show that this trend will continue – at a lesser pace – over the next two years. For the first time, the long phase of low yields on fixed-interest securities caused visible losses in the revenue from capital investments. In total, the financial result was about one tenth lower than in the previous year.

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