Karl Aiginger
Das europäische Wirtschafts- und Sozialmodell
WIFO-Vorträge, 2006, (97), 15 Seiten
Vortrag anlässlich der ÖGB-Betriebsrätekonferenz in Villach
Online seit: 20.01.2006 0:00
Die Hauptstrategie Europas – auf europäischer wie auf nationaler Ebene – muss es sein, das Wirtschaftswachstum zu erhöhen. Bei einem Wachstum von 2% besteht keine Chance auf ein Sinken der Arbeitslosigkeit bei gleichzeitig befriedigendem, die Konkurrenzfähigkeit gewährleistendem Produktivitätsanstieg. Dies gilt besonders für Länder, in denen das Arbeitskräfteangebot steigt (wie in Österreich). Sekundär soll eine Feinsteuerung der Arbeitsmärkte in Richtung besserer Kombination von Flexibilität und Absicherung angestrebt werden. Für die Forcierung des Wachstumszieles wäre erstens eine Infrastrukturoffensive etwa im Bereich der Transeuropäischen Projekte notwendig. Zweitens muss die Lissabonstrategie forciert werden.
Forschungsbereich:Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
Sprache:Deutsch

The European Economic and Social Model
The main strategy necessarily to be pursued by Europe (at European as much as national level) is to increase economic growth. A growth of 2 percent does not support any reduction of unemployment combined with a rise in productivity that is similarly satisfactory and ensures competitiveness. This applies in particular to countries (such as Austria) that see their labour supply growing. As a secondary line, the aim is to fine-tune labour markets to obtain a better combination of flexibility and security. To achieve the growth target, it would be necessary to accelerate infrastructure investments (such as the trans-European projects) and put more emphasis on the Lisbon strategy.
Lecture held at the Conference of Shop Stewards of the Austrian Trade Union Federation, Villach