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Projektberichte (in Arbeit) (862 Treffer)

Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Bundeskanzleramt
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Studie liefert einen aktualisierten Befund über die Einkommenssituation privater Haushalte vor und nach Umverteilung durch Einnahmen und Ausgaben des Staates. Der vorliegende Zwischenbericht zum ersten Teil der Studie bezieht sich auf das Jahr 2015 und knüpft methodisch an frühere WIFO-Umverteilungsstudien an. Neben den Markt- und Primäreinkommen werden die Sozialabgaben sowie die direkten und indirekten Steuern in Hinblick auf ihre Verteilungswirkung und Progressivität auf der Haushaltsebene diskutiert. Einen Schwerpunkt der Analyse bilden die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Geld- und Sachleistungen der öffentlichen Hand in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und Mindestsicherung. Die Verteilung und Bedeutung dieser Leistungen auf Ebene der privaten Haushalte wird im Detail erläutert und mit der Situation im Jahr 2010 verglichen.
Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
This study estimates the potential revenues from introducing a financial transaction tax (FTT) through the enhanced cooperation set-up, as currently discussed between 10 EU countries (FTT10). In the EU the implementation of a financial transaction tax has been discussed for several years now, with the concept being redefined across several important dimensions. Using the methodology of the European Commission, we provide new country-specific estimates with the most recent data regarding the turnover volumes of key financial instruments for the FTT10 countries. We therefore can report both the overall revenue potential of an FTT as well as country-specific potential revenues. Depending on the key parameters (for elasticities, evasion effects and transaction costs) we estimate three different scenarios for the potential revenues from the FTT. We obtain potential revenues between 7.7 and 14.5 billion € for the FTT10 countries and between 158 and 380 million € for Austria. In the middle scenario, the estimated annual potential revenues are 11 billion € for the FTT10 countries and 242 million € for Austria. We also discuss the currently envisioned exemptions for certain types of products and market segments and estimate the revenue shortfall caused by these exemptions.
Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Das bestehende System der internationalen Unternehmensbesteuerung sieht für multinationale Unternehmen die getrennte Gewinnbesteuerung in jedem Land ihrer Tätigkeit vor. Dies bringt hohe Verwaltungskosten für Unternehmen und Steuerbehörden und die Möglichkeit von internationaler Gewinnverlagerung mit sich. Um diesen entgegenzuwirken, präsentierte die Europäische Kommission nun eine Neuauflage des Richtlinienvorschlages für eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB). Demnach sollen multinationale Konzerne innerhalb der EU die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer einheitlich berechnen. In einem zweiten Schritt soll die unternehmensweite Bemessungsgrundlage konsolidiert und anhand eines Verteilungsschlüssels auf die Mitgliedsländer aufgeteilt werden (Formelzerlegung). Diese Studie untersucht die Auswirkungen dieses Vorschlages auf die fiskalische Situation in Österreich. Wie der Vergleich der harmonisierten Bemessungsgrundlage mit der aktuellen Regelung in Österreich vermuten lässt, wären die statischen fiskalischen Auswirkungen der Einführung einer einheitlichen Bemessungsgrundlage gering. Die Konsolidierung und Formelzerlegung würde einen mäßigen Rückgang der Steuereinnahmen in Österreich bewirken. Der zweite Teil der Studie beschäftigt sich mit längerfristigen Auswirkungen des GKKB-Vorschlages und untersucht die veränderten Anreize für Unternehmen und Steuerwettbewerb.
Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Der Bericht diskutiert empirisch relevante Theorien zu den Wirkungskanälen zwischen Sozialpartnerschaft und makropolitischen Kennzahlen, vergleicht wesentliche Institutionen von Lohnverhandlungssystemen in 16 europäischen Ländern und zeichnet die Entwicklung der institutionellen bzw. korporatistischen Landschaften in diesen Ländern anhand vergleichbarer Daten in der längeren Frist und seit Ausbruch der Krise nach. Der deskriptive Vergleich der Länder mit ihren unterschiedlichen Lohnverhandlungsstrukturen im Hinblick auf ihre makroökonomische Performance zeigt, dass Länder mit einem sowohl auf der Arbeitnehmer- als auch auf der Arbeitgeberseite hohen verbandlichen Organisations- bzw. Koordinationsgrad ("sozialpartnerschaftliche Gruppe") im Durchschnitt hinsichtlich wichtiger makroökonomischer Größen tendenziell bessere Ergebnisse erzielen als andere Ländergruppen. Der Vergleich der Periode vor und nach 2008 zeigt darüber hinaus, dass sich die Ländergruppe durch eine schnellere Krisenbewältigung auszeichnet.
Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Um kurzfristige, saison- und nicht saisonbedingte Schwankungen des Arbeitskräftebedarfs auszugleichen, beenden viele Betriebe in Zeiten geringerer Auslastung Beschäftigungsverhältnisse und stellen anschließend bei verbesserter Auftragslage dieselben Arbeitskräfte wieder ein ("temporärer Layoff"). Sie wälzen damit Personalkosten auf die öffentliche Hand ab, da viele der betroffenen Personen während der Beschäftigungsunterbrechung als arbeitslos vorgemerkt sind und Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung beziehen. Diese personalpolitische Flexibilisierungsstrategie wurde bisher kaum thematisiert, spielt jedoch in Österreich seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2017 waren 13,7% aller Beschäftigungsaufnahmen Wiedereinstellungen von temporär Arbeitslosen bei demselben Arbeitgeber innerhalb einer Zeitspanne von einem Jahr. Die registrierte Arbeitslosigkeit während temporärer Layoffs trug mehr als ein Achtel zur registrierten Gesamtarbeitslosigkeit bei. Sie war damit für rund 1 Prozentpunkt der Arbeitslosenquote maßgebend. Die Aussetzung von Dienstverhältnissen war mit Kosten für die Arbeitslosenversicherung in einer Größenordnung zwischen 400 und 500 Mio. € pro Jahr verbunden.
Digitale Technologien stellen bestehende Marktmechanismen, wirtschaftspolitische Instrumente, Strukturen sowie ökonomische und soziale Interaktionen grundlegend in Frage. Während auf traditionellen Märkten den Preisen von Gütern und Dienstleistungen die zentrale Allokationsfunktion zukommt, wird der Konnex zwischen Preis und Wert in der datengetriebenen Ökonomie weitgehend aufgelöst. Die Ursache dafür liegt in der spezifischen Kostenstruktur, die durch hohe Fixkosten bei gleichzeitig äußert niedrigen Grenzkosten (nahe Null) gekennzeichnet ist. Diese Kostenstruktur begünstigt die monetär (fast) kostenlose Skalierung digitaler Produkte und Dienstleistungen auf "Plattformmärkten". In der digitalen Ökonomie bildet die Verfügungsmacht über Daten den entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Im Extremfall entstehen daraus (natürliche) Monopole. Auf der Grundlage von sechs Themenfeldanalysen (Makroökonomie, Öffentlicher Sektor, Wettbewerb, Raum, Soziale Sicherheit, Umwelt und Energie) werden die Erkenntnisse zu drei Metahypothesen verdichtet, die den Handlungsspielraum zur optimalen Nutzung der Vorteile der Digitalisierung für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand abstecken: 1. Die "neue" Ökonomie ist eine Ökonomie digitaler Daten ("Digitalismus"). 2. Vorhandene Strukturen brechen auf ("Strukturbruch"). 3. Neue Strukturen manifestieren sich in Extremen ("Polarisierung").
Projektberichte (in Arbeit), Juli 2018
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Für die einzelnen Durchführungswege der betrieblichen und privaten Altersvorsorge werden in Österreich 13 unterschiedliche Förderungsarten eingesetzt. Diese Vielfalt erschwert auf gesamtwirtschaftlicher Ebene die Kostenabschätzung und vermindert auf individueller Ebene die Transparenz der Förderung. Sowohl aus wirtschafts- und sozialpolitischen Überlegungen als auch aus Gründen des Verbraucherschutzes besteht ein erheblicher Reformbedarf mit dem Ziel einer Vereinheitlichung. Institutionelle Investoren schaffen durch Diversifikation, durch einen langfristigen Vermögensaufbau und durch die Bildung von Schwankungsreserven in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge ein ausreichendes Maß an Risikotragfähigkeit und können so verstärkt zur Unternehmensfinanzierung beitragen. Bei langfristiger Anlage kann am Beginn des Ansparprozesses in der Veranlagung ein hoher Aktienanteil gehalten werden; er würde in einem Lebensphasenmodell zuerst langsam abnehmen und gegen Ende der Veranlagungsperiode beschleunigt zugunsten risikoloser Investitionen verringert werden. Dieses Lebenszyklusmodell erzeugt in Simulationsstudien mit laufender Beitragszahlung über 40 Jahre nur in sehr seltenen Fällen Kapitalverluste und bietet daher auch ohne eine Garantiezusage ein hohes Sicherheitsniveau.
Projektberichte (in Arbeit), Juni 2018
Auftraggeber: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Durch Nutzung digitaler Technologien entwickeln und verbreiten sich sowohl neue Qualifikationsanforderungen für die Erwerbsbevölkerung als auch neue Arbeits- und Einkommensformen. Die Studie analysiert die jüngsten Arbeitsmarktentwicklungen im Hinblick auf die digitalisierungsbedingten neuen Arbeitsformen (Plattformarbeit) und die daraus entstehenden Veränderungen in der Sozialversicherung. In der jüngeren Vergangenheit verloren demnach Berufe mit manueller Tätigkeit an Bedeutung. Gleichzeitig steigt die Zahl der Solo-Selbständigen stärker als die der unselbständig Erwerbstätigen. Die Sozialversicherungsbeiträge sind für Solo-Selbständige um rund 8% geringer als für unselbständig Beschäftigte. Auch fallen hier keine Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, keine Kommunalabgabe usw. an. Im einkommenszentrierten österreichischen Sozialsystem hat dies ein geringeres individuelles Sicherungsniveau wie auch eine Dämpfung der Finanzierungsbasis insgesamt zur Folge. Anhand der Plattformarbeit zeigen sich die Herausforderungen für das nationale Sozialversicherungssystem, die in einer EU-weit einheitlichen Regulierung und Erfassung von Plattformarbeit münden sollten.
Projektberichte (in Arbeit), Juni 2018
EDV: Georg Böhs (WIFO)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Institut für Höhere Studien
Auftraggeber: Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
Mit finanzieller Unterstützung von: Europäischer Sozialfonds – Arbeitsmarktservice Wien – Magistrat der Stadt Wien, MA 24 – Gesundheits- und Sozialplanung
Die Maßnahme "Back to the Future – Beschäftigung" (B2F) bietet seit November 2016 Wiener Jugendlichen (18 bis 24 Jahre) mit Mindestsicherungsbezug wirtschaftsnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und unterstützt sie bei der Vermittlung auf weitere Arbeitsplätze. Die Maßnahme wird gemeinsam von Arbeitsmarktservice Wien, Stadt Wien und Europäischem Sozialfonds finanziert, im Rahmen zweier sehr unterschiedlich konzipierter Projekte abgewickelt und ist vorläufig bis Sommer 2018 befristet. Die Implementierung der Maßnahme erfolgte unter großem zeitlichen Druck, dennoch konnten viele operative Zielvorgaben erfüllt werden. Wie sich zeigt, wurden die vorgesehenen innovativen Elemente jedoch in unterschiedlichem Maße umgesetzt.
Projektberichte (in Arbeit), Juni 2018
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen
Anhand von internationalen Daten über den korporatistischen Konzentrationsgrad auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite bei Lohnverhandlungen wurde deren Zusammenhang mit einem zu beobachtenden sozialen Frieden im Arbeitsbereich untersucht. Demnach geht ein hoher Zentralisierungsgrad auf der Arbeitnehmerseite kombiniert mit einem geringen Organisationsgrad auf der Arbeitgeberseite mit einem statistisch niedrigeren Streikvolumen einher. Trotz der hohen statistischen Signifikanz der Parameter für den Zentralisierungsgrad kann nur ein kleiner Teil der Gesamtvarianz der Daten zum Streikvolumen mit dem verwendeten Modell erklärt werden. Offenbar wird das Streikvolumen von einer Vielzahl weiterer Faktoren beeinflusst, wie etwa gesetzlichen Regelungen oder landestypischen Gegebenheiten. Die Schätzungen ergeben für Österreich allein auf Basis der Konzentrationsgrade bei Lohnverhandlungen ein hypothetisches Streikvolumen von 1,9 Tagen je 1.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, das beinahe dem langjährigen Durchschnitt in Österreich entspricht. Der Mittelwert der Konzentrationsgrade der beobachteten Länder (ohne Österreich) würde ein Streikvolumen von 8,2 Tagen, der Median von 7,0 Arbeitstagen je 1.000 Beschäftigte ergeben. Exemplarisch wurden auch die damit einhergehenden möglichen Verluste an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung für Österreich berechnet.
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