{"id":58227,"date":"2023-12-01T20:21:54","date_gmt":"2023-12-01T19:21:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/publication\/vorschlaege-fuer-einen-zukunftsorientierten-eu-beihilfenrahmen\/"},"modified":"2024-04-20T07:56:38","modified_gmt":"2024-04-20T05:56:38","slug":"vorschlaege-fuer-einen-zukunftsorientierten-eu-beihilfenrahmen","status":"publish","type":"publication","link":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/en\/publication\/58227\/","title":{"rendered":"Proposals for a Future-Oriented EU State Aid Framework"},"content":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":0,"template":"","class_list":["post-58227","publication","type-publication","status-publish","hentry"],"acf":{"subtitle":"","text":"European state aid control is currently not optimally able to distinguish justified from unjustified aid: in part, member states are prohibited from taking measures by the European Commission and the Union Courts, although they may be considered harmless to the internal market and competition. Such excessive application of the state aid rules is itself harmful to the internal market and competition and thus thwarts the goals that state aid law actually serves. Although the European Commission has repeatedly evaluated and legally reformed state aid law over the past 20 years, it has consistently failed to take a far-reaching approach. This study identifies shortcomings in European state aid law and formulates recommendations for action in the following three areas. Firstly, the European Commission and Union courts sometimes interpret state aid rules imprecisely, inconsistently and in a way that is difficult to predict; secondly, these rules are partly outdated in essential parts; and thirdly, they are only directed against EU member states and do not offer any means of dealing with the challenges of a globalised economy, such as competition-distorting subsidies by third countries. A cautious evolutionary further development of the proven EU state aid framework, while maintaining its competition-oriented basic orientation, opens up sufficient room for manoeuvre for the member states with regard to the granting of state aid for sensible reform measures and more economic policy decision-making freedom, especially for a successful digital and ecological transformation of the European Union.","onlinedate":"2022-03-08 12:00:00","lang":"German","publication_series":"","publication_date":"20220301","publication_date_year":"","publication_date_full":false,"publication_num_pages":"170","keywords":"[]","jelcodes":"[]","related_publications":"[]","pdf":247911,"zip":null,"link":"","monthly_report":false,"monthly_report_main":false,"monthly_report_volume":"","monthly_report_pages":"","monthly_report_pages_sort":"0","issue":"","journal":"","publisher":"","invisible":false,"external":false,"embargo_date":"2022-03-08 00:00:00","types":[81966],"research_groups":[3491],"collaboration":"","persons":[3705,17139,17141,4377],"persons_data":"[{\"personId\":3705,\"personName\":\"Michael B\u00f6heim\",\"organisationNames\":[]},{\"personId\":17139,\"personName\":\"Thomas Jaeger\",\"organisationNames\":[\"University of Vienna\"]},{\"personId\":17141,\"personName\":\"Moriz Kopetzki\",\"organisationNames\":[\"University of Vienna\"]},{\"personId\":4377,\"personName\":\"Birgit Meyer\",\"organisationNames\":[]}]","clients":[10690,10822],"subclients":[],"partners":[],"topics":[],"host_publication_title":"","host_publication_subtitle":"","place_of_publication":"","host_publication_editors":"[]","type_description":"","output_media":"","chapter":"","article_number":"","citations":"{\"apa\":\"<div class=\\\"rendering rendering_researchoutput  rendering_researchoutput_apa rendering_bookanthology rendering_apa rendering_bookanthology_apa\\\"><span>B\u00f6heim, M.<\\\/span>, Jaeger, T., Kopetzki, M.<span>, &amp; Meyer, B.<\\\/span> (2022). <span><em>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen zukunftsorientierten EU-Beihilfenrahmen<\\\/em><\\\/span>. 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Eine solche {\\\\\\\"u}berschie{\\\\ss}ende Anwendung der Beihilfenbestimmungen ist selbst sch{\\\\\\\"a}dlich f{\\\\\\\"u}r Binnenmarkt und Wettbewerb und konterkariert so die Ziele, denen das Beihilfenrecht eigentlich dient. Die Europ{\\\\\\\"a}ische Kommission hat das Beihilfenrecht in den vergangenen 20 Jahren zwar wiederholt evaluiert und legistisch reformiert, lie{\\\\ss} dabei jedoch einen tiefgreifenden Ansatz durchwegs vermissen. Die vorliegende Studie identifiziert Fehlstellungen im europ{\\\\\\\"a}ischen Beihilfenrecht und formuliert entsprechende Handlungsempfehlungen in folgenden drei Bereichen. Erstens legen die Europ{\\\\\\\"a}ische Kommission und Unionsgerichte die Beihilfenbestimmungen mitunter unpr{\\\\\\\"a}zise, uneinheitlich und schwer vorhersehbar aus, zweitens sind diese in wesentlichen Teilen teilweise veraltet und drittens richten sie sich nur gegen die EU-Mitgliedsl{\\\\\\\"a}nder und bieten keine Handhabe f{\\\\\\\"u}r die Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft wie wettbewerbsverzerrende Subventionen durch Drittl{\\\\\\\"a}nder. Durch eine behutsame evolutorische Weiterentwicklung des bew{\\\\\\\"a}hrten EU-Beihilfenrahmens unter Beibehaltung dessen wettbewerbsorientierter Grundausrichtung er{\\\\\\\"o}ffnet sich ausreichender Gestaltungsspielraum f{\\\\\\\"u}r die Mitgliedsl{\\\\\\\"a}nder hinsichtlich der Gew{\\\\\\\"a}hrung staatlicher Beihilfen f{\\\\\\\"u}r sinnvolle Reformma{\\\\ss}nahmen und mehr wirtschaftspolitische Entscheidungsfreiheit, insbesondere f{\\\\\\\"u}r eine erfolgreiche digitale und {\\\\\\\"o}kologische Transformation der Europ{\\\\\\\"a}ischen Union.\\\",<\\\/div><div>  author   = \\\"Michael B{\\\\\\\"o}heim and Thomas Jaeger and Moriz Kopetzki and Birgit Meyer\\\",<\\\/div><div>  note     = \\\"Vorschl{\\\\\\\"a}ge f{\\\\\\\"u}r einen zukunftsorientierten EU-Beihilfenrahmen\\\",<\\\/div><div>  year     = \\\"2022\\\",<\\\/div><div>  month    = mar,<\\\/div><div>  language = \\\"Deutsch\\\",<\\\/div><p>}<\\\/p><\\\/div>\",\"ris\":\"<div class=\\\"rendering rendering_researchoutput  rendering_researchoutput_ris rendering_bookanthology rendering_ris rendering_bookanthology_ris\\\"><p>TY  - BOOK<\\\/p><p>T1  - Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen zukunftsorientierten EU-Beihilfenrahmen<\\\/p><p>AU  - B\u00f6heim, Michael<\\\/p><p>AU  - Jaeger, Thomas<\\\/p><p>AU  - Kopetzki, Moriz<\\\/p><p>AU  - Meyer, Birgit<\\\/p><p>N1  - Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen zukunftsorientierten EU-Beihilfenrahmen<\\\/p><p>PY  - 2022\\\/3<\\\/p><p>Y1  - 2022\\\/3<\\\/p><p>N2  - Die europ\u00e4ische Beihilfenkontrolle ist derzeit nicht optimal in der Lage, gerechtfertigte von ungerechtfertigten Beihilfen zu unterscheiden: Zum Teil werden den Mitgliedsl\u00e4ndern durch die Europ\u00e4ische Kommission und die Unionsgerichte Ma\u00dfnahmen untersagt, obwohl sie als unsch\u00e4dlich f\u00fcr den Binnenmarkt und den Wettbewerb gelten k\u00f6nnen. Eine solche \u00fcberschie\u00dfende Anwendung der Beihilfenbestimmungen ist selbst sch\u00e4dlich f\u00fcr Binnenmarkt und Wettbewerb und konterkariert so die Ziele, denen das Beihilfenrecht eigentlich dient. Die Europ\u00e4ische Kommission hat das Beihilfenrecht in den vergangenen 20 Jahren zwar wiederholt evaluiert und legistisch reformiert, lie\u00df dabei jedoch einen tiefgreifenden Ansatz durchwegs vermissen. Die vorliegende Studie identifiziert Fehlstellungen im europ\u00e4ischen Beihilfenrecht und formuliert entsprechende Handlungsempfehlungen in folgenden drei Bereichen. Erstens legen die Europ\u00e4ische Kommission und Unionsgerichte die Beihilfenbestimmungen mitunter unpr\u00e4zise, uneinheitlich und schwer vorhersehbar aus, zweitens sind diese in wesentlichen Teilen teilweise veraltet und drittens richten sie sich nur gegen die EU-Mitgliedsl\u00e4nder und bieten keine Handhabe f\u00fcr die Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft wie wettbewerbsverzerrende Subventionen durch Drittl\u00e4nder. Durch eine behutsame evolutorische Weiterentwicklung des bew\u00e4hrten EU-Beihilfenrahmens unter Beibehaltung dessen wettbewerbsorientierter Grundausrichtung er\u00f6ffnet sich ausreichender Gestaltungsspielraum f\u00fcr die Mitgliedsl\u00e4nder hinsichtlich der Gew\u00e4hrung staatlicher Beihilfen f\u00fcr sinnvolle Reformma\u00dfnahmen und mehr wirtschaftspolitische Entscheidungsfreiheit, insbesondere f\u00fcr eine erfolgreiche digitale und \u00f6kologische Transformation der Europ\u00e4ischen Union.<\\\/p><p>AB  - Die europ\u00e4ische Beihilfenkontrolle ist derzeit nicht optimal in der Lage, gerechtfertigte von ungerechtfertigten Beihilfen zu unterscheiden: Zum Teil werden den Mitgliedsl\u00e4ndern durch die Europ\u00e4ische Kommission und die Unionsgerichte Ma\u00dfnahmen untersagt, obwohl sie als unsch\u00e4dlich f\u00fcr den Binnenmarkt und den Wettbewerb gelten k\u00f6nnen. 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Erstens legen die Europ\u00e4ische Kommission und Unionsgerichte die Beihilfenbestimmungen mitunter unpr\u00e4zise, uneinheitlich und schwer vorhersehbar aus, zweitens sind diese in wesentlichen Teilen teilweise veraltet und drittens richten sie sich nur gegen die EU-Mitgliedsl\u00e4nder und bieten keine Handhabe f\u00fcr die Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft wie wettbewerbsverzerrende Subventionen durch Drittl\u00e4nder. 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