{"id":124866,"date":"2024-01-23T09:23:37","date_gmt":"2024-01-23T08:23:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/publication\/124866\/"},"modified":"2024-11-19T10:22:39","modified_gmt":"2024-11-19T09:22:39","slug":"geht-der-arbeitsgesellschaft-die-arbeit-aus","status":"publish","type":"publication","link":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/en\/publication\/124866\/","title":{"rendered":"Is the Working Society Running Out of Jobs?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":0,"template":"","class_list":["post-124866","publication","type-publication","status-publish","hentry"],"acf":{"subtitle":"","text":"The widely-debated \"digital acceleration\" has, in the view of some analysts, the potential of making up to half of the existing jobs obsolete. The fervid reaction of the media and the public at large overlooks that other estimates expect \"only\" one job out of ten to become redundant. In addition, such estimates refer to gross job losses that do not consider any job-creating effects of a purported digital acceleration. Yet, historical evidence suggests that technical progress raises on balance the number of jobs rather than reducing it. Besides, there is no evidence so far that digital acceleration and technology-induced labour shedding have speeded up technical progress. The current high unemployment has its roots, apart from sluggish demand, in immigration, rising labour force participation and rationalisation of production. The studies at hand differ not only with regard to the scope of potential job losses due to digitalisation, but also on the perception whether such losses will primarily affect unskilled workers. Even if the danger of a massive technology-induced discharge of labour (in net terms) appears small for the foreseeable future, economic policy should take appropriate action as from now. First and foremost, the disproportionally high tax burden on labour in relation to other production factors needs to be corrected, which would also ease the pressure towards rationalisation. Second, the education and training system as well as vocational redeployment measures ought to provide the qualifications required for the digital era and, third, the regulatory framework should be adjusted accordingly. Fourth, aggregate demand management must create overall economic conditions that facilitate transition from one job to another. Finally, competition policy and the design of income (re )distribution need to ensure that the benefits from industrial automation will not be enjoyed by a handful of companies and persons only.","onlinedate":"2016-12-22 12:00:00","lang":"German","publication_series":"","publication_date":"20161201","publication_date_year":"","publication_date_full":false,"publication_num_pages":"","keywords":"[\"Digitalisierung\",\"Technischer Fortschritt\",\"Technologisch bedingte Arbeitslosigkeit\"]","jelcodes":"[]","related_publications":"[]","pdf":417267,"zip":null,"link":"","monthly_report":true,"monthly_report_main":false,"monthly_report_volume":"89","monthly_report_pages":"853-871","monthly_report_pages_sort":"853","issue":"12","journal":"WIFO-Monatsberichte","publisher":"","invisible":false,"external":false,"embargo_date":"2016-12-22 12:00:00","types":[44312],"research_groups":[3510],"collaboration":"","persons":[4877],"persons_data":"[{\"personId\":4877,\"personName\":\"Gunther Tichy\",\"organisationNames\":[]}]","clients":[],"subclients":[],"partners":[],"topics":[],"host_publication_title":"","host_publication_subtitle":"","place_of_publication":"","host_publication_editors":"[]","type_description":"","output_media":"","chapter":"","article_number":"","citations":"{\"apa\":\"<div class=\\\"rendering rendering_researchoutput  rendering_researchoutput_apa rendering_contributiontoperiodical rendering_apa rendering_contributiontoperiodical_apa\\\"><span>Tichy, G.<\\\/span> (2016). <span>Geht der Arbeitsgesellschaft die Arbeit aus?<\\\/span> <span><em>WIFO-Monatsberichte<\\\/em><\\\/span>, <em>89<\\\/em>(12), 853-871. <a onclick=\\\"window.open(this.href, '_blank','noopener,noreferrer'); return false;\\\" href=\\\"https:\\\/\\\/www.wifo.ac.at\\\/wwa\\\/pubid\\\/59202\\\" class=\\\"link\\\"><span>https:\\\/\\\/www.wifo.ac.at\\\/wwa\\\/pubid\\\/59202<\\\/span><\\\/a><\\\/div>\",\"vancouver\":\"<div class=\\\"rendering rendering_researchoutput  rendering_researchoutput_vancouver rendering_contributiontoperiodical rendering_vancouver rendering_contributiontoperiodical_vancouver\\\"><span>Tichy G<\\\/span>. <span class=\\\"title\\\"><span>Geht der Arbeitsgesellschaft die Arbeit aus?<\\\/span><\\\/span> <span>WIFO-Monatsberichte<\\\/span>. 2016 Dec;89(12):853-871.<\\\/div>\",\"bibtex\":\"<div class=\\\"rendering rendering_researchoutput  rendering_researchoutput_bibtex rendering_contributiontoperiodical rendering_bibtex rendering_contributiontoperiodical_bibtex\\\"><div>@misc{ca041d4f63474f85a974215bc3f7eafa,<\\\/div><div>  title    = \\\"Geht der Arbeitsgesellschaft die Arbeit aus?\\\",<\\\/div><div>  abstract = \\\"Die vielfach diskutierte {\\\"}digitale Beschleunigung{\\\"} hat nach manchen Sch{\\\\\\\"a}tzungen das Potential, bis zur H{\\\\\\\"a}lfte der bestehenden Arbeitspl{\\\\\\\"a}tze obsolet zu machen. Die heftige publizistische und {\\\\\\\"o}ffentliche Reaktion {\\\\\\\"u}bersieht, dass andere Sch{\\\\\\\"a}tzungen blo{\\\\ss} auf ein Zehntel kommen; {\\\\\\\"u}berdies geht es um Bruttofreisetzungen: die gleichzeitig arbeitsplatzschaffende Wirkung einer eventuellen digitalen Beschleunigung wird somit nicht ber{\\\\\\\"u}cksichtigt. Wie historische Erfahrungen zeigen, schafft der technische Fortschritt per Saldo eher Arbeitspl{\\\\\\\"a}tze als sie zu vernichten. Auch ist bisher eine Verst{\\\\\\\"a}rkung des technischen Fortschrittes durch digitale Beschleunigung und technologisch verursachte Freisetzungen nicht zu verzeichnen. Die derzeit relativ hohe Arbeitslosigkeit hat neben schwacher Nachfrage Immigration, einen Anstieg der Erwerbsbeteiligung und Rationalisierungen zur Ursache. Die vorliegenden Studien differieren nicht blo{\\\\ss} {\\\\\\\"u}ber das Ausma{\\\\ss} der potentiellen digitalisierungsbedingten Freisetzungen, es besteht auch keineswegs Einigkeit dar{\\\\\\\"u}ber, ob prim{\\\\\\\"a}r ungelernte T{\\\\\\\"a}tigkeiten davon betroffen sein w{\\\\\\\"u}rden. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit massiver technologisch bedingter Nettofreisetzungen auf absehbare Zeit nicht sehr gro{\\\\ss} sein d{\\\\\\\"u}rfte, sollte die Wirtschaftspolitik bereits jetzt reagieren. An erster Stelle sollte die Schlechterstellung der Arbeit relativ zu anderen Produktionsfaktoren im Abgabensystem korrigiert werden, was zugleich auch den Rationalisierungsdruck mindern w{\\\\\\\"u}rde. Zweitens gilt es, durch Aus- und Weiterbildung sowie durch Umschulungen die entsprechenden digitalen Qualifikationen bereitzustellen und drittens die Regulierungen entsprechend anzupassen. Viertens muss durch geeignete Nachfragepolitik ein Klima geschaffen werden, in dem der {\\\\\\\"U}bergang zwischen den Arbeitspl{\\\\\\\"a}tzen erleichtert wird. 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Die vorliegenden Studien differieren nicht blo\u00df \u00fcber das Ausma\u00df der potentiellen digitalisierungsbedingten Freisetzungen, es besteht auch keineswegs Einigkeit dar\u00fcber, ob prim\u00e4r ungelernte T\u00e4tigkeiten davon betroffen sein w\u00fcrden. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit massiver technologisch bedingter Nettofreisetzungen auf absehbare Zeit nicht sehr gro\u00df sein d\u00fcrfte, sollte die Wirtschaftspolitik bereits jetzt reagieren. An erster Stelle sollte die Schlechterstellung der Arbeit relativ zu anderen Produktionsfaktoren im Abgabensystem korrigiert werden, was zugleich auch den Rationalisierungsdruck mindern w\u00fcrde. Zweitens gilt es, durch Aus- und Weiterbildung sowie durch Umschulungen die entsprechenden digitalen Qualifikationen bereitzustellen und drittens die Regulierungen entsprechend anzupassen. 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