{"id":120742,"date":"2024-01-23T05:58:36","date_gmt":"2024-01-23T04:58:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/publication\/120742\/"},"modified":"2024-04-19T08:36:07","modified_gmt":"2024-04-19T06:36:07","slug":"fiw-policy-brief-nr-23-warum-die-neue-industriepolitik-die-deindustrialisierung-beschleunigen-wird","status":"publish","type":"publication","link":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/en\/publication\/120742\/","title":{"rendered":"FIW Policy Brief No. 23: Why the New Industrial Policy Will Accelerate Deindustrialisation"},"content":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":0,"template":"","class_list":["post-120742","publication","type-publication","status-publish","hentry"],"acf":{"subtitle":"","text":"The sustained productivity advantage in the USA and the increasing competition from emerging economies have triggered an intensive debate on competitiveness issues in Europe since the mid-1990s. The highlight is the European Commission's recent call for reindustrialisation, with the aim of giving industry a 20 percent share of the overall economic value added. Against this background, this article raises the question of whether structural change from manufacturing to services is fundamentally reversible. Although individual economies can increase their share of industry through comparative advantages in international trade, overall deindustrialisation is determined by the below-average growth in demand and higher-than-average productivity growth in manufacturing. A passive, trade-restrictive policy is undesirable and, due to increasing global interdependence, is also becoming increasingly difficult to implement. On the other hand, an active industrial policy that strengthens productivity growth is necessary. 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Vor diesem Hintergrund stellt dieser Beitrag die Frage, ob der Strukturwandel von der Sachg{\\\\\\\"u}tererzeugung hin zu den Dienstleistungen grunds{\\\\\\\"a}tzlich umkehrbar ist. Einzelne Volkswirtschaften k{\\\\\\\"o}nnen zwar durch komparative Vorteile im internationalen Handel ihren Industrieanteil erh{\\\\\\\"o}hen, insgesamt wird die Deindustrialisierung aber von der mit steigendem Einkommen unterdurchschnittlich wachsenden Nachfrage und der {\\\\\\\"u}berdurchschnittlich steigenden Produktivit{\\\\\\\"a}t in der Erzeugung von Sachg{\\\\\\\"u}tern bestimmt. Eine passive, auf Handelsbeschr{\\\\\\\"a}nkungen gerichtete Politik ist nicht w{\\\\\\\"u}nschenswert und aufgrund der zunehmenden weltweiten Verflechtungen auch praktisch immer schwieriger umzusetzen. Eine aktive, das Produktivit{\\\\\\\"a}tswachstum st{\\\\\\\"a}rkende Industriepolitik ist hingegen notwendig und sinnvoll. 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H\u00f6hepunkt ist der j\u00fcngste Appell der Europ\u00e4ischen Kommission zur Reindustrialisierung verbunden mit dem Ziel eines Anteils der Industrie an der gesamtwirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung von 20%. Vor diesem Hintergrund stellt dieser Beitrag die Frage, ob der Strukturwandel von der Sachg\u00fctererzeugung hin zu den Dienstleistungen grunds\u00e4tzlich umkehrbar ist. Einzelne Volkswirtschaften k\u00f6nnen zwar durch komparative Vorteile im internationalen Handel ihren Industrieanteil erh\u00f6hen, insgesamt wird die Deindustrialisierung aber von der mit steigendem Einkommen unterdurchschnittlich wachsenden Nachfrage und der \u00fcberdurchschnittlich steigenden Produktivit\u00e4t in der Erzeugung von Sachg\u00fctern bestimmt. Eine passive, auf Handelsbeschr\u00e4nkungen gerichtete Politik ist nicht w\u00fcnschenswert und aufgrund der zunehmenden weltweiten Verflechtungen auch praktisch immer schwieriger umzusetzen. Eine aktive, das Produktivit\u00e4tswachstum st\u00e4rkende Industriepolitik ist hingegen notwendig und sinnvoll. Paradoxerweise wird sie aber entgegen der Zielsetzung der Europ\u00e4ischen Union langfristig den R\u00fcckgang des Anteils der Industrie an den gesamtwirtschaftlichen Einkommen nicht umkehren, sondern beschleunigen.<\\\/p><p>AB  - Der anhaltende Produktivit\u00e4tsvorsprung der USA und die zunehmende Konkurrenz aus den Schwellenl\u00e4ndern l\u00f6sen in Europa seit Mitte der 1990er-Jahre eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Wettbewerbsf\u00e4higkeit aus. H\u00f6hepunkt ist der j\u00fcngste Appell der Europ\u00e4ischen Kommission zur Reindustrialisierung verbunden mit dem Ziel eines Anteils der Industrie an der gesamtwirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung von 20%. Vor diesem Hintergrund stellt dieser Beitrag die Frage, ob der Strukturwandel von der Sachg\u00fctererzeugung hin zu den Dienstleistungen grunds\u00e4tzlich umkehrbar ist. 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Paradoxerweise wird sie aber entgegen der Zielsetzung der Europ\u00e4ischen Union langfristig den R\u00fcckgang des Anteils der Industrie an den gesamtwirtschaftlichen Einkommen nicht umkehren, sondern beschleunigen.<\\\/p><p>M3  - Studie<\\\/p><p>T3  - FIW \u2013 Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft<\\\/p><p>BT  - FIW Policy Brief Nr. 23: Warum die Neue Industriepolitik die Deindustrialisierung beschleunigen wird<\\\/p><p>ER  - <\\\/p><\\\/div>\"}","scientific_assistance":"[]","scientific_review":"[]","version":"","release_date":null,"expiration_date":null,"surveyor":"","research_assistance":"","edv":"","additional_info_de":"","additional_info_en":""},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v28.0 (Yoast SEO v28.0) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>FIW Policy Brief No. 23: Why the New Industrial Policy Will Accelerate Deindustrialisation - WIFO<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.wifo.ac.at\/en\/publication\/120742\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"FIW Policy Brief No. 23: Why the New Industrial Policy Will Accelerate Deindustrialisation\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.wifo.ac.at\/en\/publication\/120742\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"WIFO\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/WIFOat\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-04-19T06:36:07+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.wifo.ac.at\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/WIFO-Gebaeude-FotoAlexanderMueller-www.alexandermueller.at-IMG_6326-Bearbeitet-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1920\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1280\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@WIFOat\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.wifo.ac.at\\\/en\\\/publication\\\/120742\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.wifo.ac.at\\\/en\\\/publication\\\/120742\\\/\",\"name\":\"FIW Policy Brief No. 23: Why the New Industrial Policy Will Accelerate Deindustrialisation - 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