{"id":109818,"date":"2024-01-22T16:21:26","date_gmt":"2024-01-22T15:21:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/publication\/109818\/"},"modified":"2026-02-17T16:36:06","modified_gmt":"2026-02-17T15:36:06","slug":"oesterreich-und-schweiz-erfahrungen-mit-und-ohne-eu-mitgliedschaft","status":"publish","type":"publication","link":"https:\/\/www.wifo.ac.at\/en\/publication\/109818\/","title":{"rendered":"Austria and Switzerland \u2013 Experience With and Without EU Membership"},"content":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":0,"template":"","class_list":["post-109818","publication","type-publication","status-publish","hentry"],"acf":{"subtitle":"","text":"Austria and Switzerland have chosen to follow entirely different paths towards European integration: Austria, joining the EU in 1995, became a member of the Economic and Monetary Union in 1999. Switzerland, on the other hand, rejected the EEA treaty in 1992 and opted for a strategy of bilateral approach to the EU, with the result that today it is linked to the EU in key areas of economic integration. Austria, utilising its position of full economic integration, is able to exploit the potential integration effects of the single market and euro zone, but, being a full-fledged EU and euro member, is subject to the economic policy constraints connected with such membership. Moreover, rich EU countries tend to be net contributors to the EU budget. Altogether, after ten years of EU membership, Austria comes out on the positive side: its GDP appears to have grown by up to \u00bd percentage point p.a. more rapidly on average than might have been the case without EU integration. Switzerland, through its tardy and partial participation in the EU's internal market, gained only a few advantages from this type of approach to the EU. Nevertheless, its bilateral strategy allows it to pick out, through sectoral treaties, only those integration aspects that are in its national interest. In this way, Switzerland evades the disadvantage of being a net contributor to the EU budget and is able to continue pursuing its own economic policy. 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Die Schweiz schlug hingegen nach der Ablehnung des EWR-Abkommens 1992 den Weg der bilateralen Ann{\\\\\\\"a}herung an die EU ein und ist heute mit der EU {\\\\\\\"u}ber zwei bilaterale Abkommen in den wesentlichen {\\\\\\\"o}konomischen Integrationsfeldern verbunden. {\\\\\\\"O}sterreich kann \u2013 ein Vorteil der vollen {\\\\\\\"o}konomischen Integration \u2013 die potentiellen Integrationseffekte des Binnenmarktes und der W{\\\\\\\"a}hrungsunion aussch{\\\\\\\"o}pfen, unterliegt allerdings als EU- und Euro-Land den damit verbundenen wirtschaftspolitischen Zw{\\\\\\\"a}ngen. {\\\\\\\"U}berdies ist ein reiches EU-Land in der Regel Nettozahler in den EU-Haushalt. Insgesamt f{\\\\\\\"a}llt die Bilanz nach zehn Jahren EU-Mitgliedschaft f{\\\\\\\"u}r {\\\\\\\"O}sterreich positiv aus: Im Durchschnitt d{\\\\\\\"u}rfte das BIP um bis zu \u00bd Prozentpunkt pro Jahr rascher gewachsen sein als ohne EU-Integration. Die Schweiz bezog durch die verz{\\\\\\\"o}gerte und nur partielle Teilnahme am europ{\\\\\\\"a}ischen Binnenmarkt nur vereinzelt Vorteile aus dieser Form der Ann{\\\\\\\"a}herung an die EU. Der Bilateralismus erlaubt allerdings, im Rahmen von sektoriellen Abkommen nur jene Integrationspunkte zu verhandeln, die im nationalen Interesse sind. Die Schweiz entgeht zum einen dem Nachteil der Nettozahler ins EU-Budget und kann zum anderen weiterhin eine eigenst{\\\\\\\"a}ndige Wirtschaftspolitik betreiben. 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Die Schweiz schlug hingegen nach der Ablehnung des EWR-Abkommens 1992 den Weg der bilateralen Ann\u00e4herung an die EU ein und ist heute mit der EU \u00fcber zwei bilaterale Abkommen in den wesentlichen \u00f6konomischen Integrationsfeldern verbunden. \u00d6sterreich kann \u2013 ein Vorteil der vollen \u00f6konomischen Integration \u2013 die potentiellen Integrationseffekte des Binnenmarktes und der W\u00e4hrungsunion aussch\u00f6pfen, unterliegt allerdings als EU- und Euro-Land den damit verbundenen wirtschaftspolitischen Zw\u00e4ngen. \u00dcberdies ist ein reiches EU-Land in der Regel Nettozahler in den EU-Haushalt. Insgesamt f\u00e4llt die Bilanz nach zehn Jahren EU-Mitgliedschaft f\u00fcr \u00d6sterreich positiv aus: Im Durchschnitt d\u00fcrfte das BIP um bis zu \u00bd Prozentpunkt pro Jahr rascher gewachsen sein als ohne EU-Integration. 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