Who Finances the Welfare State?

02.01.2024

Results from the WIFO Redistribution Study

According to the WIFO redistribution study, in Austria, the average balance between public benefits received and taxes paid is only negative in the top two tenths of the primary income distribution.

In 2019, 37 percent of the population were net contributors, 2 percent of whom were in the second and 22 percent in the top tenth of the distribution. The concentration of net payers in the top tenth results from the high concentration of market incomes.

It is important to note in interpreting these results that the balance does not capture all public benefits and taxes and that it originates from a complex interplay of horizontal, intertemporal, and vertical redistribution. Over the years analysed – 2005, 2010, 2015, and 2019 –, the proportion of net contributors and the ratio of the balance to market income remained largely stable.
 

Publications

Wer finanziert den Wohlfahrtsstaat?. Erkenntnisse aus der WIFO-Umverteilungsstudie (Who Finances the Welfare State?. Results from the WIFO Redistribution Study)
WIFO-Monatsberichte, 2023, 96(12), pp.883-895
Online since: 21.12.2023 0:00
 
Laut WIFO-Umverteilungsstudie ist in Österreich der durchschnittliche Saldo aus empfangenen wohlfahrtsstaatlichen Leistungen und geleisteten Abgaben nur in den oberen beiden Zehnteln der Primäreinkommensverteilung negativ. Insgesamt waren 2019 37% der Bevölkerung Nettozahlende, davon entfielen 2% auf das zweite und 22% auf das oberste Einkommenszehntel. Die Konzentration der Nettozahlenden im oberen Zehntel wird durch die hohe Konzentration der Markteinkommen verursacht. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass der Saldo nicht alle öffentlichen Leistungen und Abgaben abbilden kann und ihm ein komplexes Zusammenspiel aus horizontaler, intertemporaler und vertikaler Umverteilung zugrunde liegt. In den untersuchten Jahren 2005, 2010, 2015 und 2019 blieben der Anteil der Nettozahlenden und das Verhältnis des Saldos zum Markteinkommen weitgehend stabil.
Studies, October 2023, 254 pages
Commissioned by: Federal Chancellery – Oesterreichische Nationalbank – Federal Ministry of Social Affairs, Health, Care and Consumer Protection
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 23.10.2023 0:00
 
Die Studie analysiert die Auswirkungen des Wohlfahrtsstaates auf Einkommensungleichheit und die relative Armut in Österreich. Ausgehend von den Markteinkommen werden die Verteilungseffekte von staatlichen Geld- und Sachleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung sowie von Sozialbeiträgen und (in)direkten Steuern untersucht. Die jüngsten verknüpfbaren Daten für eine solche Analyse beziehen sich auf das Jahr 2019. Durch die Umverteilung sinkt der Gini-Koeffizient im Jahr 2019 von 0,466 (Markteinkommen) auf 0,213 (Sekundäreinkommen), die Armutsgefährdungsquote sinkt zwischen Markteinkommen und verfügbarem Einkommen um den Faktor 2,5. Ein ähnlicher Effekt zeigt sich für die Jahre 2005, 2010 und 2015. Den größten Umverteilungsbeitrag leisten die gesetzlichen Bruttopensionen, gefolgt von den öffentlichen Gesundheitsleistungen. Im Zeitverlauf hat der relative Umverteilungsbeitrag der direkten Abgaben deutlich zugenommen. Hinter den stabilen Verteilungsmaßen im Querschnitt der Bevölkerung in privaten Haushalten verbergen sich divergierende Einkommensentwicklungen zwischen Haushalten nach Altersgruppen. Das Armutsrisiko ist in Haushalten mit Kindern und Hauptverdienenden unter 46 Jahren überdurchschnittlich hoch und hat zwischen 2005 und 2019 zugenommen.
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Mag. Marian Fink

Research groups: Labour Economics, Income and Social Security

Mag. Dr. Silvia Rocha-Akis

Research groups: Labour Economics, Income and Social Security
© Jacek Dylag/Unsplash
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