Obwohl die Entwicklung der Produktivität eine der wichtigsten Kennzahlen zur Messung der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft ist, fehlen bislang hinreichend vergleichbare Daten. Im Rahmen dieses Projektes werden detaillierte sektorale Produktivitätskennzahlen für die EU 15 und die fünf neuen EU-Mitgliedsländer in Mitteleuropa (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen und Slowenien) sowie für Japan und die USA ermittelt und analysiert. Diese Indikatoren beleuchten die spezifischen Wettbewerbsvorteile einzelner Länder und Sektoren und erlauben die genauere Einschätzung der Effekte von wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Das WIFO ist Teil eines internationalen Konsortiums, dem 14 Forschungseinrichtungen aus 10 europäischen Ländern sowie die Universitäten in Harvard (USA) und Keio (Japan) angehören. Das WIFO entwickelt gemeinsam mit Statistik Austria die österreichischen Kennzahlen für die Produktivitätsanalyse und wird zudem den Beitrag der zunehmenden Arbeitsteilung sowie der Verbesserung der Qualifikationsstruktur zum Produktivitätswachstum auf internationaler Ebene analysieren. EU KLEMS wird durch das 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission finanziert und läuft bis Herbst 2007. Die Forschungsgemeinschaft wird vom Groningen Growth and Development Center (GGDC) in den Niederlanden unter Prof. Bart van Ark geleitet. |