Silvia Rocha-Akis (Projektleitung), Umverteilung durch die öffentlichen Haushalte in Österreich

Abgeschlossene Forschungsprojekte
Das Projekt schließt an die früheren Arbeiten des WIFO zur Umverteilung aus den Jahren 1986, 1996 und 2009 an. Mit der Verfügbarkeit der Konsumerhebung 2009/10 und der jüngsten EU-SILC-Daten (2011/12) soll die aktuelle Verteilungseffizienz der Einnahmen und Ausgaben des öffentlichen Sektors in Österreich beurteilt werden, wobei der Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den früheren WIFO-Analysen hohe Priorität eingeräumt wird. Darüber hinaus sind inhaltliche und methodische Weiterentwicklungen geplant.
 
Auftraggeber: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2016
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

Redistribution to the Public Sector in Austria

The structure builds on previous work undertaken by WIFO (1986, 1996, 2009) on the topic of redistribution. Using the data from the consumer survey 2009/10 and the EU-SILC data 2011/12 we intend to focus on the distributive efficiency of public revenues and expenditures while giving high priority to the comparability with the earlier studies. Moreover, the project will include conceptual and methodological developments.

Verwandte Einträge

Alois Guger, Markus Marterbauer, Umverteilung durch den Staat

WIFO-Monatsberichte, 2009(11), S.859-877
Die Verteilung der Markteinkommen wird durch wohlfahrtsstaatliche Leistungen in Österreich in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Während aber die Steuern und Abgaben kaum umverteilend wirken, kommen die Staatsausgaben in höherem Maße den Haushalten mit niedrigem Markteinkommen zugute als jenen mit hohem. Unter Berücksichtigung der Haushaltsgröße gewinnen die Haushalte in der unteren Hälfte der Einkommenspyramide aus dem staatlichen Umverteilungsprozess, während jene in der oberen Hälfte die Leistungen finanzieren, da sie mehr an Abgaben zahlen als sie an öffentlichen Leistungen erhalten.
 

Alois Guger, Umverteilung durch den Staat in Österreich

Pressenotizen, 24.09.2009 0:00
 

Alois Guger (Projektleitung), Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Hans Pitlik, Simon Sturn, Michael Wüger, Umverteilung durch den Staat in Österreich. Executive Summary

Monographien, September 2009, 12 Seiten
Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Sekundärverteilung, d.h. die Verteilung der Einkommen nach Berücksichtigung aller Abgaben und öffentlichen Leistungen, ist deutlich gleichmäßiger als die Verteilung der Primär- oder Markteinkommen. Während die öffentlichen Abgaben insgesamt weitgehend proportional wirken und alle Einkommensschichten in Relation zu ihrem Markteinkommen gleichmäßig belasten, wirken die Staatsausgaben stark progressiv: Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer. Obwohl universelle wohlfahrtsstaatliche Leistungen und horizontale Verteilungsprinzipien dominieren, erfolgt eine deutliche vertikale Umverteilung; die Staatsausgaben, die an private Haushalte fließen, wirken in Summe eindeutig progressiv auf die Einkommensverteilung. Der Progressionsgrad der monetären und realen öffentlichen Transfers hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Berücksichtigt man neben dem Einkommen auch die Haushaltsgröße, so entfielen im Jahr 2005 auf das untere Drittel der Nicht-Selbständigenhaushalte gut 43% aller öffentlichen Transfers, auf das mittlere gut 31% und auf das obere 25%. In Relation zu den auf dem Markt erzielten Bruttoeinkommen betragen die öffentlichen Leistungen (ohne Pensionen, die hier als Markteinkommen behandelt werden) im unteren Drittel 84%, im mittleren Drittel 29% und im oberen 12%. Im Durchschnitt betrugen die hier analysierten Staatsausgaben 2005 27% der Bruttomarkteinkommen.
 
Mit finanzieller Unterstützung von: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 23.09.2009 9:00

Alois Guger (Projektleitung), Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Hans Pitlik, Simon Sturn, Michael Wüger, Umverteilung durch den Staat in Österreich

Monographien, September 2009, 371 Seiten
Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Sekundärverteilung, d.h. die Verteilung der Einkommen nach Berücksichtigung aller Abgaben und öffentlichen Leistungen, ist deutlich gleichmäßiger als die Verteilung der Primär- oder Markteinkommen. Während die öffentlichen Abgaben insgesamt weitgehend proportional wirken und alle Einkommensschichten in Relation zu ihrem Markteinkommen gleichmäßig belasten, wirken die Staatsausgaben stark progressiv: Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer. Obwohl universelle wohlfahrtsstaatliche Leistungen und horizontale Verteilungsprinzipien dominieren, erfolgt eine deutliche vertikale Umverteilung; die Staatsausgaben, die an private Haushalte fließen, wirken in Summe eindeutig progressiv auf die Einkommensverteilung. Der Progressionsgrad der monetären und realen öffentlichen Transfers hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Berücksichtigt man neben dem Einkommen auch die Haushaltsgröße, so entfielen im Jahr 2005 auf das untere Drittel der Nicht-Selbständigenhaushalte gut 43% aller öffentlichen Transfers, auf das mittlere gut 31% und auf das obere 25%. In Relation zu den auf dem Markt erzielten Bruttoeinkommen betragen die öffentlichen Leistungen (ohne Pensionen, die hier als Markteinkommen behandelt werden) im unteren Drittel 84%, im mittleren Drittel 29% und im oberen 12%. Im Durchschnitt betrugen die hier analysierten Staatsausgaben 2005 27% der Bruttomarkteinkommen.
 
Mit finanzieller Unterstützung von: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 23.09.2009 9:00

Christine Mayrhuber, Thomas Url, Umverteilung und Beitragsäquivalenz in der Alterssicherung

WIFO-Monatsberichte, 2000(9), S.547-557
Im österreichischen Pensionssystem werden 15% des Bruttoinlandsproduktes großteils im Umlageverfahren an Pensionisten umverteilt. Das Ausmaß der Umverteilung zwischen den Generationen wird nicht nur durch die Reife eines Pensionssystems bestimmt, sondern auch durch exogene Faktoren: Den demographischen Wandel, zunehmende Instabilität der Arbeitsverhältnisse und eine Abnahme der Erwerbsbeteiligung erzeugen in einem Umlageverfahren Finanzierungsengpässe und letztlich Verschiebungen der Einkommensverteilung zwischen den Generationen. Die Methode des Generational Accounting bietet ein Schätzverfahren zur Bestimmung der Umverteilungswirkung zwischen den Generationen. Die vergangenen Pensionsreformen verstärkten das Versicherungsprinzip und schränkten dabei meist das Leistungsrecht künftiger Pensionisten ein. Die aktuelle Pensionsreform setzt Zutrittsbeschränkungen für Versicherte im pensionsfähigen Alter und erhöht die Abschlagsätze für die vorzeitige Alterspension.
 
Online seit: 20.09.2000 0:00

Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, 450 Seiten
Mit Beiträgen von Alois Guger, Ewald Walterskirchen, Georg Busch, Margarete Czerny, Wilfried Puwein, Peter Mooslechner
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, Juli 1996, 230 Seiten
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Alois Guger, Umverteilung durch den Staat in Österreich

Pressenotizen, 18.10.1996 0:00
 

Gerhard Lehner, Steuerreform zielt auf Umverteilung und Eigenkapitalbildung

Pressenotizen, , Jänner 1994
 

Georg M. Busch, Einkommensumverteilung durch die öffentliche Altersversorgung

WIFO-Monatsberichte, 1987(9), S.558-566
 

Alois Guger, Umverteilungseffekte familienpolitischer Maßnahmen

WIFO-Monatsberichte, 1987(8), S.498-506
 

Alois Guger, Umverteilung durch den Staat in Österreich

WIFO-Monatsberichte, 1996(10), S.635-652
Die Umverteilung durch den Staat erreicht in Österreich einen beträchtlichen Umfang: Das obere Drittel der Haushalte, das über 60% des Brutto-Haushaltseinkommens verfügt, zahlt 62% der Abgaben und Steuern und erhält 43% der erfaßten öffentlichen Transfers. Der hohe Anteil an den (an der Zahl der Empfänger orientierten) Transfers spiegelt die überdurchschnittliche Haushaltsgröße wider. Für das obere Drittel der Haushalte machen diese Transfers aber nur 12% des Bruttoeinkommens aus, die Abgaben dagegen 37%. Das mittlere Drittel der nach dem Einkommen gereihten Haushalte verfügt über 28% des Brutto-Haushaltseinkommens, zahlt 28% der Abgaben und bezieht 35% der Transfers. Das untere Drittel der Haushalte verfügt über nur 12% des Brutto-Haushaltseinkommens, zahlt knapp 10% aller Abgaben, erhält aber 22% aller erfaßten Transfers. Diese Leistungen machen hier 31% des Einkommens der betroffenen Haushalte aus, im oberen Drittel nur 12%.
 

Ewald Walterskirchen, Lohnunterschiede nach Betrieben und Branchen, in: Alois Guger (Koord.), Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.429-446
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Peter Mooslechner, An wen fließen die Zinszahlungen für die österreichische Staatsschuld?, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.409-428
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Wilfried Puwein, Verteilungswirkungen des Verkehrswesens, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.377-408
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Margarete Czerny, Verteilungswirkungen der Wohnbauförderung in Österreich, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.291-376
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Alois Guger, Umverteilungseffekte familienpolitischer Maßnahmen, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.255-290
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Ewald Walterskirchen, Verteilungswirkungen der Arbeitslosenversicherung, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.211-254
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Georg M. Busch, Einkommensumverteilung durch die öffentliche Altersversorgung, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.173-210
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Alois Guger, Die Verteilungswirkungen des Umsatz- und Verbrauchsteuersystems in Österreich, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.145-172
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Alois Guger, Modellrechnungen zur Netto-Verteilungswirkung der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.99-144
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Ewald Walterskirchen, Verteilungswirkungen der Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen Haushalte, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.61-98
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen

Alois Guger, Der Einfluß der Staatstätigkeit auf die "Wohlstandsverteilung". Von der Primär- zur Sekundärverteilung, in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich

Monographien, November 1987, S.3-60
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
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