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Josef Baumgartner, Sandra Bilek-Steindl, Serguei Kaniovski, Hans Pitlik, Mäßiges Wirtschaftswachstum – Arbeitslosigkeit hoch. Mittelfristige Prognose der österreichischen Wirtschaft bis 2021

WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(10), S.729-746
   
Nach der flauen Entwicklung 2012/2015 (+0,6% p. a.) expandiert die heimische Wirtschaft mittelfristig wieder etwas stärker (2017/2021 +1,5% p. a.). Die Investitionsnachfrage wächst weiterhin verhalten, und der Außenbeitrag trägt zum Wirtschaftswachstum weniger bei als vor der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise. Der private Konsum wird durch den Anstieg der verfügbaren Einkommen im Prognosezeitraum um 1¼% p. a. wachsen (2012/2016 +0,3% p. a.). Die leichte Expansion ermöglicht zwar eine Ausweitung der Beschäftigung (2017/2021 +1% p. a.), diese reicht aber nicht aus, um einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, da das Arbeitskräfteangebot aus dem Inland und vor allem aus dem Ausland stärker zunimmt. Die Arbeitslosenquote dürfte 2019/20 einen Höchstwert von 9,8% (gemäß AMS-Definition) erreichen und könnte bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 9,7% leicht zurückgehen. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig gering, das Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich merklich verringern. Die Inflationsrate wird durchschnittlich 1¾% betragen. Ein ausgeglichener Staatshaushalt (sowohl strukturell als auch nach Maastricht-Definition) wird aufgrund des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen erst zum Ende des Prognosezeitraumes erwartet. Von 2015 geht die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) bis 2021 um rund 10 Prozentpunkte auf 75¼% zurück.
 
Online seit: 27.10.2016 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Moderate Economic Growth, with Unemployment Remaining High. Medium-term Forecast for the Austrian Economy until 2021

After the sluggish advance of 0.6 percent p.a. between 2012 and 2015, economic growth in Austria is expected to pick up to an annual rate of 1.5 percent over the period from 2017 to 2021. While firms may remain cautious in their investment behaviour and net exports contribute less to GDP growth than before the financial market crisis and the recession 2008-09, higher disposable incomes will push domestic private consumption growth to a rate of 1¼ percent p.a. (2012-2016 +0,3 percent p.a.). The stronger momentum of output growth will allow employment to expand by an average 1 percent p.a.; nevertheless, unemployment will keep rising, as supply of domestic and even more of foreign labour will outpace the creation of new jobs. By 2019-20, the jobless rate should reach a peak of 9.8 percent of the dependent labour force (national definition), before edging down to 9.7 percent by the end of the projection period. Inflation pressure stays low over the medium term, at an expected annual rate of 1¾ percent; hence, the differential vis-à-vis the euro area average should narrow noticeably. Given the cyclical profile and the policy assumptions underlying the projections, a balanced general government budget (in nominal as well as in structural terms) may only be reached at the forecast horizon. General government debt, as a ratio of nominal GDP, is set to decline from 2015 onwards by around 10 percentage points to 75¼ percent by 2021.

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