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Thomas Url, Steigende Internationalisierung erzeugt neue Herausforderungen für staatliche Exportgarantien

WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(8), S.593-603
   
Im internationalen Handel ist die Lieferung auf Ziel wegen längerer Transportwege das dominante Zahlungsverfahren und umfasst etwa 80% der Geschäftsfälle. Die Republik Österreich unterstützt deshalb österreichische Unternehmen mit Bundeshaftungen für Lieferforderungen aus Exportgeschäften. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Exportgarantiesystems ist langfristig ausgeglichen. Als Folge einer hypothetischen Einstellung von Exportgarantien für Einzeldeckungen im Wert von 1,6 Mrd. € würden die Exporte i. w. S. dauerhaft um 2% unter dem Referenzpfad liegen, das Bruttoinlandsprodukt wäre um 0,6% geringer als in der Basislösung ohne diese Maßnahme, und etwa 30.000 Arbeitsplätze würden verlorengehen. Die Vergabe von Exportgarantien ist an einen Mindestanteil der inländischen Wertschöpfung am Exportvolumen gebunden, der wegen der steigenden Integration Österreichs in internationale Wertschöpfungsketten zunehmend schwieriger zu erfüllen ist.
 
Online seit: 22.08.2016 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Growing Internationalisation Creates New Challenges for State Export Guarantees

Trade credit is a regular feature in international trade. Due to longer distances and delivery times trade credit is used in about 80 percent of business transactions. Austria supports domestic exporters by providing public export credit guarantees. In the long run, the export guarantee system is balanced in its operational result. If no new export credit guarantees were granted any more, exports of goods and services would, in the long term, be reduced by 2 percent compared to reference figures; gross domestic output would be down by 0.6 percent, and about 30,000 jobs could be expected to be lost. Underwriting of export credit guarantees is subject to a minimum local content rule. This minimum level is increasingly difficult to observe because Austrian businesses become ever more integrated in international value added chains.

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