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Thomas Url, Langfristige Prognose des Aufwands für Langzeitpflege

Monographien, Mai 2016, 77 Seiten
   
Die Ausgaben für Pflege (2014: 8,3 Mrd. €) werden in Österreich von Bund, Ländern und privaten Haushalten finanziert. Die künftige Entwicklung des Pflegeaufwandes wird durch demographische, gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Faktoren bestimmt. Während demographische, soziale und wirtschaftliche Faktoren die künftigen Pflegeausgaben steigern, sollte der verbesserte Gesundheitszustand der österreichischen Bevölkerung in Zukunft den Pflegebedarf senken. Bis 2030 wird der Bund für das Pflegegeld um knapp ein Fünftel mehr ausgeben. Dennoch sinkt das Pflegegeld bis zum Jahr 2030 von 0,8% (2014) auf 0,7% des Bruttoinlandsproduktes. Die Nettoausgaben der Bundesländer für Sachleistungen werden hingegen von 0,6% des Bruttoinlandsproduktes (2014) auf 0,9% (2030) zunehmen. Da das Pflegegeld – trotz steigender Fallzahlen – hinter dem Wirtschaftswachstum zurückbleibt, sind in Zukunft höhere Eigenbeiträge der Pflegebedürftigen zu erwarten. Restriktivere Kriterien für den Zugang zum Pflegegeld, potentielle Qualitätsverschlechterungen oder eine beschränkte Ausweitung der Sachleistungen eröffnen ein zusätzliches Potential für die private Pflegeversicherung.
 
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 31.05.2016 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Long-term Forecast of Expenditures for Long-term Care

Expenditures for long-term care in Austria (2014: 8.3 billion €) are covered by the Federal state, the Länder, and private households. The future development of these expenditures will be jointly determined by demographic, health, social, and economic factors. While demographic, social and economic factors tend to increase spending on long-term care, improvements in health will dampen demand for care services. Spending on care allowance by the Federal state will increase by one fifth until 2030, nevertheless, in relation to economic activity, spending on care allowance will decline from 0.8 percent (2014) to 0.7 percent of gross domestic product by 2030. Net expenditures on in-kind benefits by the Länder will increase from 0.6 percent of GDP (2014) to 0.9 percent (2030). Because expenditures on care allowance lag behind economic growth – despite the higher number of cases – co-payments are expected to accelerate over the next years. Together with more restrictive access criteria for care allowance, potential reductions in care quality, or a limited expansion of in-kind benefits this creates additional demand for private care insurance.

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