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Fritz Breuss, EU-Mitgliedschaft Österreichs. Eine Evaluierung in Zeiten der Krise

Monographien, Oktober 2012, 107 Seiten
   
Die Studie stellt die erzielten Integrationseffekte der immer tieferen EU-Integration Österreichs anhand von Modellergebnissen vor. Aufgrund eines internationalen Vergleiches (z. B. mit der Schweiz) wird diskutiert, ob die EU-Mitgliedschaft in Zeiten der Krise Vor- oder Nachteile hatte und was ein Abseitsstehen von der EU-Integration bedeutet hätte. Abschließend folgt eine Diskussion über die Euro-Krise und über die Zukunft der WWU. Ein Zerfall der Währungsunion wäre demnach um vieles teurer als die anhaltenden Rettungsmaßnahmen und der Einsatz zum Erhalt der Währungsunion. Österreich profitierte, wie die Untersuchung zeigt, ökonomisch auf allen Stufen der Integration (Ostöffnung BIP-Wachstum +0,2 Prozentpunkte pro Jahr, EU-Mitgliedschaft +0,6 Prozentpunkte, WWU-Teilnahme +0,4 Prozentpunkte, EU-Erweiterung +0,4 Prozentpunkte). Die aus Modellsimulationen abgeleiteten Integrationseffekte durch die Teilnahme an allen EU-Projekten verstärkten das Wachstum des österreichischen BIP insgesamt um ½ bis 1 Prozentpunkt pro Jahr. Die Plausibilität dieser Modellergebnisse wird durch den Vergleich der Wirtschaftsentwicklung Österreichs mit anderen EU-Ländern und mit Drittländern unterstrichen. So entsprach der Wachstumsvorsprung Österreichs vor Deutschland und der Schweiz den genannten Integrationseffekten. Dieser "Wachstumsbonus" ist ohne die Integrationswirkungen der Teilnahme Österreichs an allen EU-Projekten schwer bis gar nicht erklärbar.
Projektkoordination: Christian Glocker
 
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 22.10.2012 6:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Austria's Membership in the European Union. An Evaluation in Times of Crisis

The study presents the effects produced by Austria's ever deeper integration in the EU, based on model results. Using international comparisons (e.g., with Switzerland), it discusses whether EU membership had advantages or disadvantages in times of crisis and what non-membership would have meant. It is followed by a debate on the euro crisis and the future of economic and monetary union. A collapse of the monetary union would have been much more expensive than the ongoing rescue measures and the commitment to saving it. The study showed that Austria profited economically at all levels of integration (eastern opening accelerated GDP growth by 0.2 percentage point per year, EU membership yielded 0.6 percentage point, EMU membership added 0.4 percentage point, and the EU enlargement made for 0.4 percentage point. The integration effects, deduced from model simulations, of Austria's participation in all EU projects enhanced GDP growth in Austria by altogether 0.5 to 1 percentage point per year. The plausibility of these model results is underlined by comparing Austria's economic development to that of other EU members and third countries. Thus, Austria had a growth advantage over Germany and Switzerland that corresponded to these integration effects. This "growth bonus" would be difficult to impossible to explain without the integration effects generated by Austria's participation in all EU projects.

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