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Thomas Url, Atanas Pekanov, Kosten der betrieblichen und privaten Altersvorsorge für die öffentliche Hand

Monographien, Dezember 2017, 121 Seiten
   
Unternehmen und private Haushalte zahlten 2015 in Österreich insgesamt 8,6 Mrd. € an Beiträgen für die betriebliche und private Altersvorsorge. Die Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge ist für jeden Durchführungsweg unterschiedlich ausgestaltet. Für direkte Förderungen wurden 42 Mio. € aufgewandt. Die indirekten Kosten zur Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge machten im Vergleich mit einem Referenzsystem mit vorgelagerter Besteuerung (z. B. Sparbuch) insgesamt 1,6 Mrd. € aus. Im Vergleich mit einer nachgelagerten Besteuerung (z. B. Nachkauf von Schulzeiten) entstanden für den öffentlichen Haushalt insgesamt indirekte Erträge von 520 Mio. €, weil die Prämienzahlungen der privaten Lebensversicherung aus dem voll versteuerten persönlichen Einkommen stammen und die damit verbundenen Abgaben- und Steuereinnahmen bei vorgelagerter Besteuerung entfallen würden. Über die gesamte Laufzeit betrachtet verursachen Kapitalabfindungen in der betrieblichen Lebensversicherung entsprechend § 3 Abs. 15 EStG und die in Renten umgewandelten Auszahlungen der Betrieblichen Vorsorgekassen die höchsten indirekten Kosten. Niedrige indirekte Kosten entstehen für Arbeitnehmerbeiträge in Pensionskassen (ohne Steuerbegünstigung) und für Renten aus individuellen Lebensversicherungen.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.12.2017 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Public Costs of Private and Occupational Pensions

In 2015 Austrian firms and private households paid 8.6 billion € into occupational and private pension schemes. Subsidies for occupational and private pensions vary across schemes. The burden for public budgets from direct subsidies was 42 million € in 2015. Indirect costs resulting from the beneficial treatment of social security contributions and income taxes were at 1.6 billion € if compared to a reference taxation of saving accounts. If compared to the treatment of voluntary contributions into the public pension system (for covering years of school attendance) indirect revenues of 520 million € emerge, because contributions and taxes associated with private life insurance would be inapplicable. Considering the whole life time of pension schemes, the lump sum payments out of occupational life insurance according to § 3 Abs. 15 EStG and annuities from "Betriebliche Vorsorgekassen" create the highest indirect costs. Low indirect costs, on the other hand, are associated with employee contributions to pension funds (without public premium) and annuities from private life insurance.

Verwandte Einträge

Thomas Url (Projektleitung), Kosten der betrieblichen und privaten Altersvorsorge für die öffentliche Hand

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Im Zuge der Reformen öffentlicher Pensionssysteme setzte die Bundesregierung mehrere Anreize zur Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Das Förderausmaß und die steuerliche Behandlung der Beitrags- und Rentenzahlungen in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge unterscheiden sich je nach Durchführungsweg. Dadurch entstehen Einnahmenausfälle oder direkte Kosten in Form staatlicher Prämienzahlungen, die sowohl den aktuellen als auch künftige öffentliche Haushalte belasten. Diese Studie ermittelt die direkten und indirekten Kosten der betrieblichen und privaten Altersvorsorge für die öffentlichen Haushalte.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Thomas Url, Altersvorsorgesysteme in Europa

Monographien, April 2015, 72 Seiten
In Europa besteht eine Vielfalt an Altersvorsorgesystemen, die sich entweder am Ziel der Armutsvermeidung oder am Ziel der Erhaltung des Lebensstandards orientieren. Diese Studie vergleicht die Systeme anhand des Rasters des Dreisäulenmodells. Europäische Länder setzen in unterschiedlichem Ausmaß verpflichtende staatliche Einrichtungen, Betriebspensionen oder freiwillige private Instrumente ein. Betriebliche und private Einrichtungen sind in Ländern, die eher am Ziel der Armutsvermeidung im Alter ausgerichtet sind, stärker verbreitet. Unter Berücksichtigung aller drei potentiellen Quellen für Pensionszahlungen erhalten Erwerbstätige mit einem Durchschnittseinkommen eine Pensionsleistung zwischen 55% und 100% ihres Erwerbseinkommens; der Großteil der Länder liegt im Bereich zwischen 68% und 85% des Erwerbseinkommens. Die betriebliche und die private Altersvorsorge haben vor allem in Ländern mit (aus derzeitiger Sicht) hohen prognostizierten Abgängen im öffentlichen Pensionssystem (Luxemburg, Zypern, Slowenien, Belgien, Malta und Slowakei) bzw. hohen erwarteten Kürzungen der Leistungsquote (Polen, Lettland, Portugal, Österreich, Rumänien, Griechenland, Zypern und Frankreich) ein Potential.
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs

Thomas Url (Projektleitung), Die Rollenteilung zwischen öffentlicher und privater Altersvorsorge in Europa

Abgeschlossene Forschungsprojekte
Einige Länder verwenden für die intertemporale Umverteilung zwischen Versicherten, die Beiträge zahlen, und jenen, die eine Pension erhalten, nahezu ausschließlich das Umlageverfahren. Die Mittel dazu stammen meist aus gesetzlich vorgeschriebenen Beiträgen zur Sozialversicherung. Im anderen Extremfall stellt der Staat nur eine Mindestpension zur Verfügung, und Privatpersonen müssen selbständig einen Kapitalbetrag ansammeln, der den Kauf einer ewigen Rente zum Pensionsantrittszeitpunkt ermöglicht. Das Projekt analysiert diese Rollenteilung zwischen öffentlichen und privaten Altersvorsorgesystemen in einem Ländervergleich.
 
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2013

Thomas Url, Betriebliche und private Altersvorsorge in Österreich. Durchführungswege und Kosten für die öffentliche Hand

Projektberichte (abgeschlossen), August 2010
Diese Studie schätzt erstmals für die wichtigsten betrieblichen und privaten Altersvorsorgeformen in Österreich die direkten und indirekten Kosten der steuerlichen Förderung. Österreichische Unternehmen und private Haushalte brachten im Jahr 2008 insgesamt 8,8 Mrd. € an Beitragszahlungen für die Altersvorsorge auf. Die direkten Kosten der öffentlichen Hand betrugen 90 Mio. €. Zur Berechnung der indirekten Kosten wird das Konzept der entgangenen Einnahmen mit einem Cash-Flow-Ansatz kombiniert. Als Referenzsysteme für die aktuelle rechtliche Regelung werden die vorgelagerte (TTE) und die nachgelagerte Besteuerung (EET) verwendet. Im Vergleich zum TTE-Referenzsystem entstehen aus der steuerlichen Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge dem Staat indirekte Kosten von 1,35 Mrd. €; in Bezug auf ein EET-Referenzsystem ergeben sich hingegen indirekte Erträge von 2,8 bis 3,4 Mrd. €. Die große Abweichung zwischen den Vergleichsrechnungen ist auf die sehr unterschiedliche steuerliche Behandlung betrieblicher (Pensionskassen) und individueller (Lebensversicherung) Durchführungswege zurückzuführen.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Thomas Url, Betriebliche Altersvorsorge in Österreich 2007

WIFO-Monatsberichte, 2010(1), S.61-72
Die Verbreitung von Betriebspensionen ist in Österreich im internationalen Vergleich niedrig und über mehrere Durchführungswege verteilt. Von den drei bedeutendsten Durchführungswegen Pensionskassen, Gruppenlebensversicherungen und direkte Leistungszusagen sind nur die Daten der Pensionskassen gut erfasst. Eine Einschätzung der anderen Durchführungswege ist auf Unternehmensbefragungen angewiesen, wie sie das WIFO bereits dreimal durchgeführt hat. Die Umfrageergebnisse zeigen eine Ausweitung von Betriebspensionen in der Privatwirtschaft. Die Umsetzung von Gehaltsreformen im öffentlichen Dienst verstärkte die Verbreitung der Betriebspensionen deutlich. Allerdings sind die durchschnittlichen Beitragszahlungen der Neuverträge niedrig, sodass in Zukunft verhältnismäßig geringe Zusatzpensionen zu erwarten sind.
 

Thomas Url, Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich 2007

Monographien, September 2009, 148 Seiten
Im internationalen Vergleich zeigt sich deutlich, dass die betriebliche Altersvorsorge in Österreich den Charakter eines freiwilligen Zusatzeinkommens zur öffentlichen Pension hat. Verbreitungsgrad, Beitrags- und Leistungsvolumen sind vergleichsweise niedrig und die Vielfalt der Durchführungswege hoch. Die direkte Befragung von Unternehmen durch das WIFO im Frühjahr 2008 ermöglicht eine umfassende Einschätzung der Beweggründe für und gegen die betriebliche Altersvorsorge und bildet die Datenbasis für eine Hochrechnung auf die Gesamtwirtschaft. Insgesamt bietet ein Viertel der aktiven Betriebe in Österreich ihren Beschäftigten eine Betriebspension an. Im öffentlichen Dienst, unter Finanzdienstleistern und in der Energiewirtschaft ist die Verbreitung traditionell hoch. Besonders selten werden Betriebspensionen hingegen im Gastgewerbe und in der Bauwirtschaft angeboten. 2007 verfügten knapp ein Drittel der unselbständig Beschäftigten über eine Anwartschaft in einer betrieblichen Altersvorsorge. Ein Achtel der Personen, die eine Alterspension in der Pensionsversicherung der Unselbständigen bezogen, erhielten zusätzlich eine Betriebspension. Im Jahr 2007 betrug die durchschnittliche monatliche Betriebspension 890 € (14-mal jährlich). Die starke Ausweitung der betrieblichen Altersvorsorge seit dem Jahr 2000 geht auf Kosten der künftigen Pensionshöhe. Die Zahl der Personen mit Pensionsbezug wird klein bleiben, weil die derzeit populären Gruppenlebensversicherungen überwiegend in Form einer einmaligen Pauschalzahlung abgelöst werden können.
 
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Pensionskassen
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Thomas Url, Betriebliche und private Altersvorsorgeformen in Österreich

Projektberichte (abgeschlossen), Oktober 2004
Diese Studie vergleicht für alle bestehenden betrieblichen und privaten Altersvorsorgeformen die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten, die Prämieneinnahmen und Leistungen sowie den verwalteten Vermögensbestand.
 
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Thomas Url, Einschätzung langfristiger Kapitalrenditen in der Veranlagung zur Altersvorsorge. Ergänzung

Projektberichte (abgeschlossen), November 2003
 
Auftraggeber: Arbeitsgemeinschaft der BVP-Pensionskassenpensionisten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Oskar Grünwald, Thomas Url, Heinz Zeilhofer, Helmut Hoskovec, Günther Schiendl, Marc Bittner, Betriebliche Altersvorsorge in Österreich

Monographien, Juli 2003, 224 Seiten
Vor dem Hintergrund der in den neunziger Jahren überzogenen Erwartungen an die Pensionskassen erweisen sich die Regelungen zu Mindestertrag und Zuschusspflicht heute als problematisch, die Veranlagungsvorschriften sind nicht eindeutig. Die Studie analysiert Rahmenbedingungen und Struktur der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich und legt auf der Basis von Umfrageergebnissen Verbesserungsvorschläge im Bereich der Information der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten, der Verwaltungskosten des Pensionskassensystems sowie der Fachkompetenz und Mitbestimmung vor.
 
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Thomas Url, Die Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich

WIFO-Monatsberichte, 2003(4), S.325-331
Im Jahr 2000 waren 430.000 Personen als Anwartschaftsberechtigte in ein betriebliches Altersvorsorgesystem einbezogen. Das entsprach etwa einem Sechstel der unselbständig Beschäftigten und lag damit deutlich unter dem Durchschnitt der EU. Die größte Verbreitung haben Betriebspensionen unter den Großbetrieben, dort sind auch durchwegs alle Mitarbeiter in das System einbezogen. In den kleinen und mittleren Betrieben sind betriebliche Altersvorsorgesysteme seltener. Betriebspensionen sind auch nach Wirtschaftsbereichen ungleich verteilt. Der höchste Versorgungsgrad besteht in der Energie- und Wasserversorgung sowie in der Finanzwirtschaft. Im Gaststätten- und Beherbergungswesen und im Bildungsbereich bieten besonders wenige Betriebe ihren Mitarbeitern diese freiwillige Sozialleistung an.
 
Online seit: 17.04.2003 0:00

Thomas Url, Die Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich

Monographien, März 2003, 140 Seiten
Die betriebliche Altersvorsorge weist in Österreich eine im europäischen Vergleich geringe Verbreitung auf. Während im europäischen Durchschnitt etwa die Hälfte der Erwerbspersonen in eine betriebliche Altersvorsorge einbezogen ist, hat in Österreich nur etwa ein Sechstel der unselbständig Erwerbstätigen einen betrieblichen Pensionsanspruch. Anhand der Ergebnisse einer Unternehmensbefragung untersuchte das WIFO Durchführungswege, Verbreitung, Leistungsvolumen, Ausgestaltung und die Motive zur betrieblichen Altersvorsorge. Die Hochrechnung für die Gesamtwirtschaft zeigt, dass in Österreich im Jahr 2000 etwa 31.200 Betriebe rund 430.000 unselbständig Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge anboten. Insgesamt erhielten 103.000 Personen Leistungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge. Der Aufwand für Beitragszahlungen und die Nettodotierung der Pensionsrückstellung betrugen 2000 insgesamt etwa 745 Mio. € oder 0,9% der Bruttolohn- und -gehaltssumme. Die Leistungen für Pensionisten, d. h. die Zahlungen an Pensionisten aus den vier möglichen Durchführungswegen (direkte Leistungszusage, Pensionskasse, Gruppenlebensversicherung und Höherversicherung im ASVG) erreichten insgesamt 1.216 Mio. €. Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge hat seit der letzten WIFO-Hochrechnung für das Jahr 1996 stark zugenommen.
 
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Pensionskassen – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Peter Mooslechner, Thomas Url, Betriebliche Altersvorsorge in Österreich

Monographien, Dezember 1995, 210 Seiten
Die Studie stellt die erste umfassende Hochrechnung zur Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge in der nichtlandwirtschaftlichen Privatwirtschaft Österreichs vor und analysiert die Motive zur Gewährung von Betriebspensionen. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse einer WIFO-Erhebung unter Unternehmen aus der Industrie, dem Bauwesen, der Energie- und Wasserversorgung.
ISBN 3-901069-31-3 • Gefördert vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Pensionskassen

Peter Mooslechner, Thomas Url, Betriebliche Altersvorsorge in Österreich

Pressenotizen, , August 1995
 

Peter Mooslechner, Thomas Url, Betriebliche Altersvorsorge in Österreich. Vorläufige Endfassung

Projektberichte (abgeschlossen), August 1995
Gefördert vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Pensionskassen

Thomas Url, Pensionsreform und betriebliche Altersvorsorge im internationalen Vergleich

WIFO-Monatsberichte, 1998(6), S.415-423
Die Pensionsreform 1997 umfaßte neben arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auch Beitragserhöhungen und Leistungseinschränkungen sowie eine erste Harmonisierung des Beamtenpensionsrechts mit dem Sozialversicherungsrecht. Diese gemischte Vorgangsweise Österreichs entspricht dem internationalen Trend. Angesichts der hohen öffentlichen Pensionsausgaben werden auch Maßnahmen zur Förderung der betrieblichen und individuellen Altersvorsorge diskutiert. Im Vergleich mit anderen Industrieländern ist die Verbreitung von Betriebspensionen in Österreich gering. Daher besteht noch ein großes Potential für eine breitere Streuung der Einkommensquellen im Alter.
 

Alois Guger, Perspektiven der österreichischen Altersvorsorge im internationalen Vergleich

WIFO-Monatsberichte, 1997(9), S.535-546
Der demographische Alterungsprozeß erzwingt in allen Industriestaaten Pensionsreformen. Bis 2030 wird die Bevölkerung im Pensionsalter um über 70% steigen und jene im Erwerbsalter um 12% schrumpfen. Um die Finanzierung des Systems zu sichern müßten nach EU-Schätzungen entweder die Betragssätze um gut 50% gesenkt, das Pensionsantrittsalter um 11 Jahre angehoben oder die Netto-Einkommensersatzrate um 45% gesenkt werden. Das System der österreichischen Altersvorsorge erweist sich im internationalen Vergleich als relativ großzügig. Angesichts des sehr niedrigen Pensionsantrittsalters und hoher Netto-Einkommensersatzraten bietet das österreichische Pensionssystem ausreichend Spielraum, um seine nachhaltige Finanzierbarkeit zu gewährleisten.
 

Peter Mooslechner, Thomas Url, Aus WIFO-Studien: Betriebliche Altersvorsorge in Österreich

WIFO-Monatsberichte, 1996(2), S.153-156
 
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