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Thomas Leoni, Entwicklung und Struktur der Arbeitskosten und der Lohnstückkosten 2000 bis 2015. Ein kommentierter Datenüberblick

Monographs, August 2017, 66 pages
   
Aufbauend auf Daten aus der europäischen Arbeitskostenerhebung analysiert dieser Bericht die Entwicklung und Zusammensetzung der Arbeitskosten im internationalen Vergleich. Besonderes Augenmerk gilt länderspezifischen Unterschieden in der Höhe und Struktur der Lohnnebenkosten, die auch im Lichte eines detaillierten Vergleichs zwischen Österreich, Deutschland, Schweden und den Niederlanden untersucht werden. Abschließend wird das Verhältnis zwischen Arbeitskosten und Produktivität anhand der Entwicklung der Lohnstückkosten und der österreichischen Lohnstückkostenposition dargestellt.
 
Commissioned by: Advisory Council for Economic and Social Affairs
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 01.09.2017 0:00
Research group:Labour Market, Income and Social Security
Language:German

Development and Structure of Labour Costs and Unit Labour Costs 2000-2015. Data Survey and Comment

This report describes and analyses the development of labour costs and their composition as well as unit labour costs in the EU over the past 15 years. Particular attention is devoted to country-specific differences in the level and structure of indirect labour costs, which are also examined in the light of a detailed comparison between Austria, Germany, Sweden and the Netherlands.

Related issues

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Christine Zulehner, International Unit Labour Cost Position Slightly Improved in 2008

Austrian Economic Quarterly, 2009(4), pp.193-204
In 2008, Austria ranked ninth in the international labour cost hierarchy. Labour was most expensive in Norway, Belgium, Switzerland and Sweden. As the Austrian economy was less affected by the global economic crisis than the economies of its trading partners, Austria's labour productivity and international unit labour cost position improved in 2008. A decline is expected in 2009.
 

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Christine Zulehner, Internationale Lohnstückkostenposition 2008 leicht verbessert

WIFO-Monatsberichte, 2009(9), pp.703-714
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie lag Österreich 2008 an der 9. Stelle. Am teuersten war die Arbeitsstunde in Norwegen, Belgien, der Schweiz und Schweden. Da die österreichische Wirtschaft 2008 von der weltweiten Wirtschaftskrise weniger betroffen war als die der Handelspartner, verbesserten sich in Österreich die Beschäftigtenproduktivität und die internationale Lohnstückkostenposition. 2009 ist eine Verschlechterung zu erwarten.
 

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Internationale Lohnstückkostenposition der Warenherstellung verschlechtert sich 2016

WIFO-Monatsberichte, 2017(10), pp.783-795
Den jüngsten Daten zufolge verschlechterte sich die internationale Lohnstückkostenposition der österreichischen Volkswirtschaft in der Herstellung von Waren im Jahr 2016 gegenüber dem gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner. Diese Entwicklung war vor allem auf den stärkeren Anstieg der Arbeitskosten in Österreich zurückzuführen. Auch im Vergleich mit den EU-Handelspartnern und mit Deutschland erhöhten sich die Lohnstückkosten in Österreich. Längerfristig entwickelten sie sich – abgesehen von den Krisenjahren 2008/09 – relativ stabil, mit einer Verschlechterung der Lohnstückkostenposition seit 2013.
 
Online since: 25.10.2017 0:00

Thomas Leoni (Project co-ordinator), Berechnung der Lohnnebenkosten

Current research studies (work in progress)
 
Study by: Austrian Institute of Economic Research

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Lohnstückkostenposition der Warenherstellung 2015 leicht verbessert

WIFO-Monatsberichte, 2016(9), pp.655-666
Trotz des nur mäßigen Wirtschaftswachstums verbesserte sich die internationale Lohnstückkostenposition der Hersteller von Waren in Österreich relativ zum gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner. Dies war vor allem der günstigen Wechselkursentwicklung zuzuschreiben. Im Vergleich mit den EU-Handelspartnern ergab sich dagegen 2015 wie im Vorjahr eine leichte Verschlechterung. Längerfristig (seit 2005) veränderte sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Warenherstellung nur wenig, mit einer tendenziellen Verschlechterung seit 2009.
 
Online since: 21.09.2016 0:00

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Lohnstückkostenposition der Warenherstellung 2014 neuerlich leicht verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 2015(9), pp.707-718
Die Konjunkturschwäche hatte in Österreich nach 2013 auch im Jahr 2014 in Verbindung mit einer Erhöhung der Arbeitskosten eine Steigerung der Lohnstückkosten in der Herstellung von Waren zur Folge. Relativ zum gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner verschlechterte sich die österreichische Lohnstückkostenposition zum zweiten Mal in Folge. In einer längerfristigen Betrachtung unterliegt die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Warenherstellung seit 2003 vergleichsweise geringen Schwankungen, bis 2008 mit einem tendenziell konstanten, seither leicht negativen Verlauf.
 
Online since: 24.09.2015 0:00

Entwicklung der relativen Lohn- und Lohnstückkosten der Industrie (WIFO-Monatsberichte)

Current research studies (work in progress)
 
Study by: Austrian Institute of Economic Research

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Lohnstückkostenposition in der Warenherstellung 2012 trotz Konjunkturdelle stabil

WIFO-Monatsberichte, 2013(9), pp.781-792
Die Konjunkturschwäche bestimmte in Österreich 2012 die Entwicklung der Lohnstückkosten. Die Arbeitskosten erhöhten sich in der Warenproduktion um 3,2%, während die Arbeitsproduktivität sich sehr schwach entwickelte (+0,1%). Daraus ergibt sich ein konjunkturbedingter Anstieg der Lohnstückkosten um rund 3%. Die internationale Wettbewerbsposition relativ zum Durchschnitt aller Handelspartner wie auch relativ zu Deutschland verbesserte sich 2012 aber dennoch leicht, weil sich die Produktivität bei den Handelspartnern 2012 noch ungünstiger entwickelte.
 
Online since: 20.09.2013 0:00

Alois Guger, 2005 internationale Lohnstückkostenposition unverändert

WIFO-Monatsberichte, 2006(9), pp.655-663
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie lag Österreich 2005 an 9. Stelle. Am teuersten ist die Arbeitsstunde in Norwegen, Dänemark und Deutschland. 2005 kostete die Arbeiterstunde in Österreichs Sachgütererzeugung 21,40 €, um 1¾% weniger als im EU-Durchschnitt. Von Mitte der neunziger Jahre bis 2002 hatte sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung durch günstige Währungsrelationen, unterdurchschnittlichen Lohnauftrieb und hohe Produktivitätszuwächse kontinuierlich um rund 20% verbessert. Weil die Produktivitätszuwächse nachließen und der Euro aufwertete, erhöhten sich die Lohnstückkosten seither in Relation zum Durchschnitt der Handelspartner um rund 6%. Zuletzt (2005) blieb die internationale Lohnstückkostenposition der Sachgütererzeugung unverändert.
 

Alois Guger, Internationale Lohnstückkostenposition 2004 verbessert

WIFO-Monatsberichte, 2005(11), pp.751-760
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie lag Österreich 2004 an neunter Stelle. Am teuersten war die Arbeitsstunde in Dänemark, Norwegen und Deutschland. 2004 kostete die Arbeiterstunde in Österreichs Sachgütererzeugung 20,80 €, um 2¼% weniger als im EU-Durchschnitt. Seit Mitte der neunziger Jahre hat sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung durch günstige Wechselkursrelationen, niedrigeren Lohnauftrieb und hohe Produktivitätszuwächse kontinuierlich um rund 20% verbessert. 2004 sanken die Lohnstückkosten um 3,5%; auch in Relation zu den Handelspartnern gewann Österreich an Boden.
 

Alois Guger, Internationale Lohnstückkostenposition 2003 wechselkursbedingt verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 2004(9), pp.679-687
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie lag Österreich 2003 an neunter Stelle. Am teuersten war die Arbeitsstunde in Norwegen, Dänemark, Deutschland und der Schweiz. In der Sachgütererzeugung Österreichs kostete eine Arbeitsstunde mit 20,62 € so viel wie im EU-Durchschnitt. Seit Mitte der neunziger Jahre hat sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung durch günstige Währungsrelationen, mäßigen Lohnauftrieb und hohe Produktivitätszuwächse kontinuierlich um 16,6% verbessert. Zuletzt verschlechterte sich die Lohnstückkostenposition der österreichischen Wirtschaft allerdings 2003 durch die Abwertung der Währungen einiger Handelspartner gegenüber dem Euro.
 

Alois Guger, Internationale Lohnstückkostenposition 2002 geringfügig verbessert

WIFO-Monatsberichte, 2003(9), pp.683-691
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie liegt Österreich an 10. Stelle. Am teuersten ist die Arbeitsstunde in Norwegen, der Schweiz, in Dänemark und in Deutschland. 2002 kostete die Arbeiterstunde in Österreichs Sachgütererzeugung 20,93 €, um 3% mehr als im EU-Durchschnitt. Seit Mitte der neunziger Jahre hat sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung durch günstige Währungsrelationen, schwächeren Lohnauftrieb und hohe Produktivitätszuwächse kontinuierlich um rund 15% verbessert. Zuletzt sanken die Lohnstückkosten leicht. Auch in Relation zu den Handelspartnern verbesserte sich die Lohnstückkostenposition 2002.
 

Alois Guger, Internationale Lohnstückkostenposition 2001 unverändert

WIFO-Monatsberichte, 2002(9), pp.573-579
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie liegt Österreich nach Norwegen, Deutschland und der Schweiz, den anderen skandinavischen Ländern, Japan, den USA und den Niederlanden an 11. Stelle. 2001 betrugen die Kosten der Arbeitsstunde in der Sachgütererzeugung Österreichs 20,31 €, um 4% mehr als im EU-Durchschnitt. Nach einer deutlichen Verschlechterung in der ersten Hälfte der neunziger Jahre verbesserte sich die relative Lohnstückkostenposition seit Mitte der neunziger Jahre durch unterdurchschnittlichen Lohnauftrieb, anhaltend hohe Produktivitätszuwächse und stabilere Währungsrelationen um rund 15%. Zuletzt stiegen 2001 die Lohnstückkosten der Sachgütererzeugung Österreichs um gut 2%, blieben aber in Relation zu den Handelspartnern in einheitlicher Währung unverändert.
 
Online since: 24.09.2002 0:00

Alois Guger, Hohe Produktivitätszuwächse und Euro-Kursrückgang verbessern Lohnstückkostenposition

WIFO-Monatsberichte, 2001(9), pp.547-552
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie nimmt Österreich nach Deutschland, der Schweiz, skandinavischen Ländern, Japan, den USA und den Niederlanden die 11. Stelle ein. 2000 betrugen die Kosten der Arbeiterstunde in der Sachgütererzeugung Österreichs 270,4 S, um ein Viertel mehr als in der deutschen. Nach einer deutlichen Verschlechterung in der ersten Hälfte der neunziger Jahre hat sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung seit Mitte der neunziger Jahre durch niedrigeren Lohnauftrieb, anhaltend hohe Produktivitätssteigerung und stabilere Währungsrelationen um fast 15% verbessert. 2000 sanken die relativen Lohnstückkosten in einheitlicher Währung um 6,4%.
 
Online since: 24.09.2001 0:00

Alois Guger, Verbesserung der relativen Lohnstückkostenposition durch Euro-Kursrückgang

WIFO-Monatsberichte, 2000(9), pp.541-546
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie liegt Österreich nach Deutschland, den skandinavischen Ländern, der Schweiz, den Niederlanden und Japan an 10. Stelle. 1999 betrugen die Kosten der Arbeiterstunde in der Sachgütererzeugung Österreichs 265,2 S; die deutsche Sachgütererzeugung zahlte um 25% mehr. Nach einer merklichen Verschlechterung in der ersten Hälfte der neunziger Jahre hat sich die relative Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung seit Mitte der neunziger Jahre durch niedrigeren Lohnauftrieb, anhaltend hohe Produktivitätssteigerung und stabilere Währungsrelationen um fast 5% verbessert; allein 1999 sanken die relativen Lohnstückkosten in einheitlicher Währung um 1,4%.
 
Online since: 20.09.2000 0:00

Ewald Walterskirchen, Peter Huber, Gerhard Lehner, Andrea Weber, Möglichkeiten und Auswirkungen einer Senkung der Lohnnebenkosten

WIFO-Monatsberichte, 2000(2), pp.113-122
Die Lohnnebenkosten sind in Österreich relativ hoch. Eine Möglichkeit zur Senkung ergibt sich in den nächsten Jahren dadurch, dass zu erwartende Überschüsse zweckgebundener Fonds nicht für Ausgabensteigerungen oder zur Budgetkonsolidierung, sondern für Beitragssenkungen verwendet werden. Dies betrifft vor allem die Fonds im Bereich des Familienlastenausgleichs, der Insolvenz-Entgeltsicherung, der Unfallversicherung, der Wohnbauförderung und der Arbeitslosenversicherung. Der Spielraum zur Senkung der Lohnnebenkosten beträgt etwa 16 Mrd. S.
 
Online since: 25.02.2000 0:00

Egon Smeral, Zur Entwicklung der Lohnstückkosten im Beherbergungs- und Gaststättenwesen. Ergänzung zum Bericht über die Lage der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Österreich 1998

Reports (completed projects), December 1999
 
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Commissioned by: Federal Ministry of Economic Affairs

Ewald Walterskirchen, Peter Huber, Gerhard Lehner, Andrea Weber, Möglichkeiten und Auswirkungen einer Senkung der Lohnnebenkosten

Monographs, November 1999, 60 pages
Die Lohnnebenkosten sind in Österreich relativ hoch. Dies liegt vor allem an den Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung, an den lohnsummenabhängigen Abgaben und an den Ausfallzeiten. Eine Senkung der Lohnnebenkosten könnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern, den Anreiz zur Schwarzarbeit etwas vermindern und die Substitution von Arbeitskräften durch Automatisierung verlangsamen – zumindest aus beschäftigungspolitischer Sicht ein wünschenswerter Effekt. Ein Spielraum zur Senkung der Lohnnebenkosten ergibt sich in den nächsten Jahren vor allem dadurch, daß zu erwartende Überschüsse der Fonds im Bereich der sozialen Sicherheit nicht für Ausgabensteigerungen, sondern für Beitragssenkungen verwendet werden könnten. Weitere Möglichkeiten zur Senkung der Lohnnebenkosten würde eine Verringerung der Ausfallzeiten bringen.
 
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Commissioned by: Federal Ministry of Economic Affairs

Alois Guger, 1998 leichter Anstieg der relativen Lohnstückkosten in der Sachgütererzeugung

WIFO-Monatsberichte, 1999(9), pp.643-649
Bisher bezog sich die Arbeitskostenanalyse des WIFO auf die Daten der Industrie. In der vorliegenden Arbeit wird die gesamte Sachgütererzeugung (Industrie und Gewerbe) berücksichtigt. Dadurch sind die durchschnittlichen Kosten der Arbeiterstunde im Jahr 1998 mit 256,8 S um 20 S niedriger als gemäß dem Bericht aus dem Vorjahr. Hatte sich die internationale Lohnstückkostenposition Österreichs nach einer Verschlechterung in der ersten Hälfte der neunziger Jahre 1996 und 1997 deutlich verbessert, so verlor Österreich 1998 leicht an Boden. Die Lohnstückkosten der Sachgütererzeugung Österreichs sanken wohl um 0,7%, im gewichteten Durchschnitt der Handelspartner verringerten sie sich aber um 1,2%.
 
Online since: 21.09.1999 0:00

Lohnkosten und Produktivität in Österreich und im Ausland

Beilagen zu den WIFO-Monatsberichten, 1955, (30), 14 pages
 

Alois Guger, Lohnnebenkostenbericht

Reports (completed projects), 1994
 
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Commissioned by: Advisory Council for Economic and Social Affairs

Alois Guger, Lohnstückkostenposition der Industrie 1992 verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 1993(7), pp.387-392
Die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie Österreichs hatte sich in den Jahren 1988 bis 1991 kontinuierlich verbessert, 1992 war eine Verschlechterung zu verzeichnen. Durch die Abflachung der Konjunktur schwächte sich das Produktivitätswachstum ab, und die Lohnstückkosten stiegen – nach einem Jahrzehnt der Stagnation – um 2,2%. Obwohl der Lohnstückkostenauftrieb für den Durchschnitt der Konkurrenten um 1½ Prozentpunkte stärker war als in Österreich, nahmen die relativen Lohnstückkosten der Industrie Österreichs in einheitlicher Währung um 0,4% zu, da sich für den Schilling aus den Währungsturbulenzen im Herbst 1992 eine effektive Aufwertung um rund 2% ergab.
 

Alois Guger, Verbesserung der internationalen Lohnstückkostenposition trotz beschleunigten Lohnauftriebs

WIFO-Monatsberichte, 1993(3), pp.136-140
Während sich 1991 der Lohnauftrieb beschleunigte, hat sich die Steigerung der Produktivität deutlich abgeschwächt. Die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten weisen daher den höchsten Zuwachs seit 1981 aus, und die Lohnquote, die in den achtziger Jahren kontinuierlich gesunken war, hat sich wieder etwas erholt. Da aber im Ausland der Lohnkostenauftrieb höher war als in Österreich, sind die relativen Lohnstückkosten gesunken, und die preisbestimmte Wettbewerbsposition hat sich verbessert.
 

Alois Guger, Lohnstückkostenposition der Industrie 1991 verbessert

WIFO-Monatsberichte, 1992(7), pp.381-386
Nachdem die Lohnstückkosten der Industrie Österreichs im Durchschnitt der zweiten Hälfte der achtziger Jahre stagniert hatten, nahmen sie 1991 um 1,6% zu. Dennoch verbesserte sich die internationale Lohnstückkostenposition der österreichischen Industrie im Vorjahr deutlich, da in den Konkurrenzländern der Lohnauftrieb stärker war. In einheitlicher Währung stiegen die Lohnstückkosten um 3 Prozentpunkte langsamer als im Durchschnitt der wichtigsten westlichen Handelspartner und um rund 2 Prozentpunkte weniger als in Westdeutschland.
 

Alois Guger, Lohnstückkostenposition der Industrie 1990 verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 1991(7), pp.412-417
Die internationale Wettbewerbsposition der österreichischen Industrie hat sich 1990 trotz stabiler Lohnstückkosten verschlechtert. Das kräftige Arbeitskostenwachstum von 7,1% pro Stunde wurde wohl durch gleich hohe Produktivitätszuwächse ausgeglichen; da aber der Schilling durch die starke Abwertung einiger Währungen effektiv um 3,4% aufwertete, hat sich die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie gegenüber den Handelspartnern um 0,7% verschlechtert. Die Kosten der Arbeitsstunde betrugen 1990 in der verarbeitenden Industrie Österreichs 202 S. Sie lagen damit im Durchschnitt der EG-Industrieländer und etwa auf dem Niveau Frankreichs und Italiens. Österreichs Sachgüterproduktion hat seit 1970 einen Produktivitätsrückstand gegenüber der BRD von einem Drittel aufgeholt und 1990 das Produktivitätsniveau der BRD erreicht.
 

Alois Guger, Lohnstückkostenposition der Industrie 1989 weiter verbessert

WIFO-Monatsberichte, 1990(9), pp.519-524
Obwohl die Stundenverdienste real deutlich rascher wuchsen als in anderen Ländern konnte Österreichs verarbeitende Industrie 1989 ihre internationale Wettbewerbsposition verbessern. Starke Produktivitätssteigerungen ließen die Lohnstückkosten gegenüber dem Durchschnitt der Handelspartner um 3¼% und im Vergleich zur BRD um 1½% sinken. Der Wettbewerbsvorsprung dürfte sich heuer weiter vergrößern. Damit wird eine Verschlechterung in den Jahren 1986/87 wettgemacht, als eine Reihe von Währungen gegenüber dem Schilling kräftig abwertete. Die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie in einheitlicher Währung ist heute ebenso günstig wie zu Anfang der siebziger Jahre. Die Arbeitsstunde kostete 1989 im Durchschnitt 189 S an Lohn- und Lohnnebenkosten und war damit gleich teuer wie in Italien und den USA. Unter den Industrieländern war sie nur in Großbritannien und Frankreich billiger.
 

Wolfgang Pollan, Die Lohnstückkosten als Kennzahl der Wettbewerbsfähigkeit. Methodische Bemerkungen

WIFO-Monatsberichte, 1989(10), pp.613-619
Nach dem Konzept der produktivitätsorientierten Lohnpolitik sollen sich die Löhne nach der langfristigen Entwicklung der Arbeitsproduktivität richten. Dann bleiben die Arbeitskosten je Produktionseinheit unverändert. Dieses Konzept gilt jedoch nur für eine Volkswirtschaft, die sich im Gleichgewicht befindet; es gilt nicht für Zeiträume, in denen bestehende Ungleichgewichte berichtigt werden. Die Entwicklung der Wirtschaft Großbritanniens und jene der Verstaatlichten Industrie Österreichs dienen hiefür als Beispiele. Die tatsächlich gemessene Arbeitsproduktivität ist keine von außen gegebene Größe, sondern wird über Substitutionsprozesse durch die Lohnentwicklung beeinflußt. Die Lohnpolitik kann daher nicht nach der Entwicklung der Produktivität, sondern muß nach den üblichen Eckdaten der Wirtschaftspolitik beurteilt werden.
 

Alois Guger, Sinkende Lohnstückkosten erhöhen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie

WIFO-Monatsberichte, 1989(8), pp.508-511
Mäßige Lohnzuwächse und rascher Produktivitätsfortschritt haben der österreichischen Industrie in den letzten zehn Jahren beträchtliche Vorteile im internationalen Kostenwettbewerb verschafft. Diese Verbesserung der relativen Lohnstückkostenposition wurde allerdings zeitweise von starken Wechselkursänderungen überlagert. Anders als noch vor vier Jahren kostet nun die Arbeitstunde in Österreich mehr als in den USA, in Frankreich oder Italien. 1988 hat sich die Wettbewerbsposition Österreichs wieder gefestigt, sie sollte sich auch heuer weiter verbessern.
 

Alois Guger, Relative Lohnstückkosten der Industrie 1996 gesunken

WIFO-Monatsberichte, 1997(8), pp.477-483
Nach einer Verschlechterung in der ersten Hälfte der neunziger Jahre besserte sich die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie Österreichs 1996 deutlich. Durch anhaltend hohe Produktivitätszuwächse und geringere Lohnkostensteigerungen sanken die Lohnstückkosten um 1%, während sie im Durchschnitt der Handelspartner um ½% zunahmen. Da sich die Wechselkurse einiger wichtiger Handelspartner erholten, wertete der Schilling effekiv um 1,5% ab, sodaß die relativen Lohnstückkosten der österreichischen Industrie gegenüber dem Durchschnitt der Handelspartner um 3% sanken.
 

Alois Guger, Internationale Lohnstückkostenposition 1995 deutlich verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 1996(8), pp.511-517
Hatte sich die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie Österreichs in den achtziger Jahren verbessert, so verschlechterte sie sich seit Anfang der neunziger Jahre merklich. Trotz deutlich höherer Produktivitätszuwächse konnten der relative Anstieg der Arbeitskosten und die Höherbewertung des Schillings nicht wettgemacht werden, sodaß die Lohnstückkosten gegenüber dem Durchschnitt der Handelspartner pro Jahr um gut ½% stiegen. 1994 und 1995 verstärkte sich diese Entwicklung mit Positionsverlusten von 1,8% gegenüber allen Handelspartnern und von 1,5% gegenüber der EU.
 

Alois Guger, 1993 wechselkursbedingt leichte Verschlechterung der Lohnstückkostenposition der Industrie

WIFO-Monatsberichte, 1994(8), pp.460-465
Waren die Lohnstückkosten der Industrie Österreichs 1992 um über 3% gestiegen, so stagnierten sie 1993 (+0,2%). Der schwächere Lohnauftrieb (+4½%) wurde durch höhere Produktivitätszuwächse weitgehend wettgemacht. Dennoch hat sich internationale Lohnstückkostenposition der Industrie Österreichs weiter leicht verschlechtert (–0,4%), da die stärkeren Lohnkostensteigerungen in den Konkurrenzländern durch eine Reihe von Abwertungen mehr als ausgeglichen wurden.
 

Alois Guger, 1997 kräftiger Rückgang der relativen Lohn- und Lohnstückkosten der Industrie

WIFO-Monatsberichte, 1998(9), pp.609-615
Die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie Österreichs verbesserte sich – nach einer Verschlechterung in der ersten Hälfte der neunziger Jahre – 1996 und 1997 deutlich. Durch anhaltend hohe Produktivitätszuwächse und geringere Lohnkostensteigerungen sanken die Lohnstückkosten in Österreich 1996 um 1% und 1997 um 5%, im Durchschnitt der Handelspartner um 0,2% bzw. 2,1%. Da sich die Währungen einiger wichtiger Handelspartner erholten, wertete der Schilling 1996 um 1,5% und 1997 um 2% ab, sodaß sich in einheitlicher Währung die relativen Lohnstückkosten der österreichischen Industrie gegenüber dem Durchschnitt der Handelspartner um 2,2% bzw. 4,9% verbilligten.
 

Alois Guger, Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit trotz sinkender Lohnstückkosten

WIFO-Monatsberichte, 1995(8), pp.533-538
Hatte sich die internationale Lohnstückkostenposition der Industrie Österreichs in den achtziger Jahren pro Jahr um 0,7% verbessert, so verschlechtert sich seit 1990 pro Jahr um ½%. Trotz anhaltend hoher Zuwächse konnten die Produktivitätsgewinne in den neunziger Jahren den Lohnauftrieb und den Wertgewinn des Schillings nicht ausgleichen. 1994 sanken die Lohnstückkosten in der österreichischen Industrie durch eine deutliche Steigerung der Produktivität um 3,6%. Da sich jene der Handelspartner noch stärker verringerten, verschlechterte sich aber die internationale Wettbewerbsposition.
 

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Lohnstückkostenposition der Warenherstellung 2013 durch Wechselkursentwicklung und Konjunkturflaute leicht verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 2014(9), pp.619-630
Die aufgrund der Konjunkturschwäche verhaltene Entwicklung der Beschäftigtenproduktivität hatte 2013 einen Anstieg der Lohnstückosten um rund 2,1% gegenüber dem Vorjahr zur Folge. Zusammen mit der ungünstigen Wechselkursentwicklung (+1,8%) schlug sich dies in einer leichten Verschlechterung der Lohnstückkostenposition der österreichischen Warenherstellung relativ zum Durchschnitt aller Handelspartner nieder. Im Vergleich zu Deutschland ergab sich dennoch wie im Vorjahr eine geringfügige Verbesserung. Längerfristig hat sich die Lohnstückkostenposition der Warenherstellung in Österreich relativ zu den Handelspartnern seit 2003 kaum verändert.
 
Online since: 17.09.2014 0:00

Thomas Leoni, Lohnstückkosten in der Warenherstellung 2011 rückläufig

WIFO-Monatsberichte, 2012(9), pp.723-736
Die Konjunkturerholung nach der Wirtschaftskrise ging in Österreich auch 2011 mit einer Senkung der Lohnstückkosten in der Herstellung von Waren einher. Obwohl dieser Rückgang den Anstieg der Lohnstückkosten in den Jahren 2008 und 2009 nur zum Teil kompensierte, verlief die Lohnstückkostenentwicklung seit Beginn der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise insgesamt günstiger als im gewichteten Durchschnitt der Vergleichsländer. Die kostenbestimmte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft dürfte sich allerdings etwas besser entwickelt haben, als es aus den Lohnstückkostendaten für den Bereich "Herstellung von Waren" ersichtlich ist.
 

Stefan Ederer, Werner Hölzl, Lohnstückkostenposition 2010 konjunkturbedingt verbessert

WIFO-Monatsberichte, 2011(9), pp.605-616
Die österreichische Lohnstückkostenposition verbesserte sich dank der Konjunkturerholung und des damit verbundenen Produktivitätsanstiegs wieder. Die Arbeitskosten pro Kopf stiegen in der Sachgütererzeugung nur mäßig, die Beschäftigtenproduktivität erhöhte sich stärker. Insgesamt entwickelten sich die Lohnstückkosten der Sachgütererzeugung in Österreich etwas weniger günstig als bei den EU-Handelspartnern und in Deutschland. Eine Betrachtung der Entwicklung über die vergangenen fünf bzw. zehn Jahre bringt aufgrund konjunkturbedingter Sondereffekte mehr Aufschluss.
 

Werner Hölzl, Thomas Leoni, Internationale Lohnstückkostenposition 2009 durch Wirtschaftskrise stark beeinflusst

WIFO-Monatsberichte, 2010(9), pp.753-766
Die Wirtschaftskrise beeinflusste die Lohnstückkostenposition der österreichischen Sachgütererzeugung 2009 erheblich. Sie bewirkte einen Einbruch der Produktionsleistung je Arbeitskraft, einen Anstieg der Arbeitskosten und in der Folge eine erhebliche Erhöhung der Lohnstückkosten. Gleichzeitig beeinträchtigte die Krise jedoch wegen der Sondereffekte aus konjunkturpolitischen Maßnahmen und des international unterschiedlich starken Rückgangs von Produktion und Beschäftigung die Aussagekraft der Lohnstückkosten als aktueller Indikator der kostenbestimmten Wettbewerbsfähigkeit.
 

Alois Guger, Thomas Leoni, Internationale Lohnstückkostenposition 2007 leicht verschlechtert

WIFO-Monatsberichte, 2008(9), pp.715-724
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie lag Österreich 2007 an 11. Stelle. Am teuersten war die Arbeitsstunde in Norwegen, Belgien, Schweden, Dänemark und Deutschland. 2007 kostete die Beschäftigtenstunde in Österreichs Sachgütererzeugung 29,9 €. Nach einer deutlichen Verbesserung im Jahr 2006 verschlechterte sich die österreichische Lohnstückkostenposition in Relation zum Durchschnitt der Handelspartner im Jahr 2007 um knapp 1%.
 

Alois Guger, Thomas Leoni, Internationale Lohnstückkostenposition 2006 verbessert

WIFO-Monatsberichte, 2007(10), pp.815-824
In der internationalen Arbeitskostenhierarchie liegt Österreich an 11. Stelle. Am teuersten ist die Arbeitsstunde in Norwegen, Belgien, der Schweiz, Schweden und Deutschland. 2006 kostete die Beschäftigtenstunde in Österreichs Sachgütererzeugung 29,15 €. Nach einer deutlichen Verbesserung in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre hatten zwischen 2003 und 2005 geringe Produktivitätszuwächse und die Aufwertung des Euro eine Verschlechterung der österreichischen Lohnstückkostenposition in Relation zum Durchschnitt der Handelspartner zur Folge. 2006 verbesserte sie sich erstmals wieder, und zwar um fast 2%.
 
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