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WIFO publications and research project papers(51 hits)

Peter Huber, Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Begleitende Evaluierung der Umsetzung des verpflichtenden Integrationsjahres in Österreich

Reports (work in progress), April 2018
Der Bericht analysiert den Umsetzungskontext des arbeitsmarktpolitischen Förderungsprogrammes des verpflichtenden Integrationsjahres in Österreich. Die befragten Experten und Expertinnen loben vor allem die erhöhte Verbindlichkeit seit der Einführung des Gesetzes. Hinsichtlich der meisten quantitativen Ziele zur Betreuung der Zielgruppe des Integrationsjahrgesetzes wurden ebenfalls Fortschritte erzielt. So konnten die Betreuung der Zielgruppe verbessert, Benachteiligungen bestimmter Zielgruppen (insbesondere von Frauen) abgebaut und regional unterschiedliche Angebote etwas vereinheitlicht werden. Die Erfassung der Zielgruppe in Arbeitstrainings ist aber immer noch sehr gering und wird sich wohl auch nicht deutlich erhöhen. Auch hinsichtlich der im Integrationsjahrgesetz avisierten besseren Koordination zwischen Asylverfahren und Betreuung durch das AMS ist der Fortschritt geringer als erhofft. Die Budgetplanung für dieses Programm sollte berücksichtigen, dass die Bedeutung der Zielgruppe voraussichtlich weiter steigen wird und es zur Umsetzung eines solchen Programms vor allem einer mittelfristig gesicherten Finanzierung bedarf.
 
Commissioned by: Federal Ministry of Labour, Social Affairs, Health and Consumer Protection
Study by: Austrian Institute of Economic Research

Rainer Eppel, Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Helmut Mahringer, Der österreichische Arbeitsmarkt seit der Wirtschaftskrise

WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(3), pp.191-204
   
Die Entwicklung des österreichischen Arbeitsmarktes war im vergangenen Jahrzehnt geprägt von einem markanten Wachstum der Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte, insbesondere durch eine Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Arbeitskräften und die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, den mit einem Rückgang der Nachfrage nach geringen Qualifikationen einhergehenden Strukturwandel der Wirtschaft und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Zunächst die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 und kurz darauf eine mehrere Jahre andauernde Periode mit geringem Wirtschaftswachstum hinterließen auf dem Arbeitsmarkt bleibende Spuren: Die Arbeitslosenquote stieg auf einen neuen Höchstwert. Ende 2016 setzte schließlich eine mögliche Trendwende ein: Infolge einer merklichen Konjunkturbelebung ging die Arbeitslosigkeit nach fünf Jahren des Anstieges erstmals wieder zurück. Sie liegt dennoch auf hohem Niveau und hat sich im mehrjährigen Abschwung des Arbeitsmarktes in manchen Segmenten verfestigt. Dies ist auch im aktuellen Aufschwung nur schwer abzubauen.
 
Online since: 28.03.2018 0:00

Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Thomas Leoni, Arbeitsmarktchancen durch Digitalisierung

Monographs, December 2017, 66 pages
   
Die Detailanalyse der Beschäftigung nach Tätigkeitsschwerpunkten wird ergänzt um Expertenbefragungen, um das Phänomen der Digitalisierung aus detaillierten Informationen zur aktuellen Situation und zur Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit zu ermitteln. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen formuliert, um die Arbeitsmarktchancen aus der Digitalisierung in Österreich verstärkt zu nutzen.
 
Commissioned by: Federal Ministry of Science, Research and Economy
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 29.01.2018 0:00

Ulrike Huemer, Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Hedwig Lutz, Christine Mayrhuber, Österreich 2025 – Arbeitszeitverteilung in Österreich. Analyse und Optionen aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(11), pp.865-876
   
Die Analyse der Arbeitszeitlandschaft der unselbständig Beschäftigten in Österreich zeigt einen hohen Gender Time Gap: Männer arbeiten durchschnittlich 39,8 Stunden pro Woche, Frauen mit 31,6 Stunden um ein Fünftel weniger. Eine Annäherung der Arbeitszeit entspricht sowohl individuellen Wünschen als auch gesellschaftspolitischen Zielen. Dabei würden Frauen laut Befragung durchschnittlich gern mehr Stunden pro Woche berufstätig sein, Männer hingegen weniger. Die Ansatzpunkte zu einer Verringerung der geschlechtsspezifischen Unterschiede zwischen den Arbeitszeitprofilen im Laufe des Erwerbslebens sind vielschichtig und reichen von der Änderung der Rahmenbedingungen bis hin zur Einführung neuer Arbeitszeitoptionen.
 
Online since: 24.11.2017 0:00

Ulrike Famira-Mühlberger, Matthias Firgo, Oliver Fritz, Klaus Nowotny, Gerhard Streicher, Alexander Braun, Österreich 2025 – Herausforderungen und volkswirtschaftliche Effekte der Pflegevorsorge

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(8), pp.639-648
   
Die erste österreichweite mikroökonometrische Analyse der häuslichen Pflege zeigt den Gesundheitszustand als primären Faktor für die Wahl der Pflegeform sowie eine komplementäre Beziehung zwischen informeller und formeller Pflege. Projektionen der öffentlichen Ausgaben für Langzeitpflege unterstreichen die Bedeutung der demographischen Entwicklung für die zu erwartenden Kostensteigerungen. Die öffentlichen Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste werden bereits 2025 real um etwa 50% höher sein als 2015, jene für das Pflegegeld um rund 12%. Der markante Kostenanstieg setzt jedoch erst nach 2025 mit zunehmender Alterung der Babyboom-Generationen ein. Zwischen 2025 und 2050 verdreifachen sich dadurch die Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste. Über direkte und indirekte wirtschaftliche Verflechtungen generieren die Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste ein Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen von etwa 70% der Ausgaben und lasteten 2015 etwa 115.000 Beschäftigte aus, wie die erstmalige Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte des österreichischen Pflegesektors belegt.
 
Online since: 24.08.2017 0:00

Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Thomas Horvath, Ulrike Huemer, Gleichstellungsindex Arbeitsmarkt. Eine Analyse des Geschlechterverhältnisses in Österreich – Aktualisierung 2017

Monographs, July 2017
   
Die Stellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt wird von einer Vielzahl an Indikatoren beeinflusst. Vor diesem Hintergrund hat das WIFO in Abstimmung mit dem AMS einen "Gleichstellungsindex Arbeitsmarkt" konzipiert, der 30 Indikatoren aus vier Themenfeldern – Arbeit, Einkommen, Bildung und Familie – zu einem Index bündelt, um in aggregierter Form die Arbeitsmarktlage von Frauen und Männern zu skizzieren. Die für die vier Themenfelder berechneten Indikatoren erfassen die Rolle von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt quantitativ, spiegeln ihre Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven wider, zeigen die Aus- und Weiterbildungsstruktur für beide Geschlechter sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 2017 erarbeitete das WIFO eine Aktualisierung der 2015 publizierten Ergebnisse.
 
Commissioned by: Public Employment Service Austria
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 26.01.2018 0:00

Ulrike Famira-Mühlberger, Die Bedeutung der 24-Stunden-Betreuung für die Altenbetreuung in Österreich

Monographs, July 2017, 51 pages
   
Seit Einführung des Pflegegeldes im Jahr 1993 stieg die Zahl der Pflegegeldempfängerinnen und Pflegegeldempfänger kontinuierlich. Zur Zeit erhalten rund 5% der österreichischen Bevölkerung Pflegegeld. Zusätzlich zu Geldleistungen können Pflegebedürftige Sachleistungen in Form von stationärer, mobiler, teilstationärer und Kurzzeitpflege erhalten, wobei der stationäre Bereich mit 74% der Nettoausgaben für Sachleistungen den größten Anteil der Mittel bindet. Zur Entlastung der Ausgaben für stationäre Pflege – aber auch um den Wünschen der Betroffenen gerecht zu werden – wurde und wird die mobile Pflege ausgebaut und ein Fördermodell der 24-Stunden-Betreuung zu Hause etabliert. Letzteres erfreut sich wachsender Beliebtheit: Waren im Jahr 2008 durchschnittlich 3.200 Förderfälle pro Monat verzeichnet worden, so erreichte ihre Zahl im Jahr 2015 bereits 21.900. Es gibt Hinweise, dass die 24-Stunden-Betreuung den Bedarf an stationärer bzw. auch mobiler Pflege hinausschiebt und etwas verringert. Damit das Modell der 24-Stunden-Betreuung allerdings zu einem nachhaltigen Modell werden kann, sind qualitätsfördernde Maßnahmen unabdingbar.
 
Commissioned by: Institut für angewandte Gewerbeforschung
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 25.10.2017 0:00

Ulrike Famira-Mühlberger, Matthias Firgo, Oliver Fritz, Gerhard Streicher, Österreich 2025 – Pflegevorsorge – Künftiger Finanzierungsaufwand und regionalwirtschaftliche Verflechtungen

Publications from the research programme "Austria 2025", June 2017, 48 pages
   
Die öffentlichen Ausgaben für Pflegevorsorge werden, wie aktuelle Projektionen zeigen, bereits bis 2025 kräftig steigen. Unter der Annahme einer gleichbleibenden Betreuungsstruktur ergeben sich jedoch vor allem aufgrund der demographischen Entwicklung insbesondere zwischen 2025 und 2050 drastische Kostensteigerungen. Die Projektionen für das Pflegegeld zeigen bis 2025 gegenüber 2015 einen realen Ausgabenanstieg um etwa 12%, bis 2050 jedoch um 67%. In den von Ländern und Gemeinden finanzierten Pflege- und Betreuungsdiensten erhöhen sich die öffentlichen Ausgaben bis 2025 bereits um knapp 50%, bis 2050 sogar um 360%. Gemäß Schätzungen zu den regionalwirtschaftlichen Verflechtungen der Pflegedienste waren die öffentlichen und privaten Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste von 3,4 Mrd. € im Jahr 2015 mit direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekten von 5,9 Mrd. € sowie 115.000 Beschäftigungsverhältnissen (bzw. 86.500 Vollzeitäquivalenten) verbunden. Die Gesamtausgaben generieren somit ein Steueraufkommen von rund 1,1 Mrd. € und Sozialversicherungsabgaben von rund 1,3 Mrd. €. Die volkswirtschaftlichen Multiplikatoren des Pflegesektors sind aufgrund des hohen Anteils von Löhnen und Gehältern an den direkten Ausgaben und der damit verbundenen hohen direkten Wertschöpfung vergleichsweise hoch.
 
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 08.06.2017 9:00

Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Ulrike Huemer, Instrumente der Existenzsicherung in Weiterbildungsphasen in Österreich

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(5), pp.393-402
   
Der Strukturwandel und die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt erfordern ein leistungsfähiges System der Aus- und Weiterbildung für Erwachsene. Die wesentlichen Instrumente zur Existenzsicherung in Weiterbildungsphasen in Österreich – Bildungskarenz, Bildungsteilzeit, Fachkräftestipendium und Selbsterhalterstipendium – bieten, wie die Analyse zeigt, jenen, die insbesondere vom Strukturwandel und der Digitalisierung der Arbeitswelt betroffen sind, nur unzureichende Unterstützung. Es bedarf daher einer Anpassung der vorhandenen Instrumente der existenzgesicherten Weiterbildung, die insbesondere auf Personen mit geringen und mittleren Qualifikationen fokussiert.
 
Online since: 29.05.2017 0:00

Ulrike Huemer, Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Hedwig Lutz, Christine Mayrhuber, Österreich 2025 – Arbeitszeitverteilung in Österreich. Analyse und Optionen aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Publications from the research programme "Austria 2025", February 2017, 118 pages
   
Wie die Analyse von Dauer, Lage und Verteilung der Wochenarbeitszeit von unselbständig Beschäftigten in Österreich zeigt, ist die Erwerbsarbeitszeit ungleich zwischen Frauen und Männern verteilt. Die realisierten und die präferierten Arbeitszeiten stimmen für ein Viertel der unselbständig Beschäftigten nicht zusammen. Darauf aufbauend werden als Stellschrauben einer modernen Arbeitszeitpolitik vorhandene Instrumente im Bereich der Familien-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik skizziert und Reformoptionen aufgezeigt, die eine Gleichstellungs- und Lebensphasenorientierung in der Arbeitszeitgestaltung unterstützen und den sich ändernden Arbeitszeitpräferenzen und Arbeitszeitmöglichkeiten im Lebensverlauf Rechnung tragen.
 
Supported by: Federal Ministry of Labour, Social Affairs and Consumer Protection
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 24.02.2017 16:00
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