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WIFO publications and research project papers(10640 hits)

René Böheim, Marian Fink, Silvia Rocha-Akis, Christine Zulehner, Die Entwicklung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede in Österreich

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), pp.713-725
   
Daten der EU-SILC von 2005 bis 2015 zeigen einen insgesamt sinkenden Unterschied zwischen den mittleren Verdiensten von Frauen und Männern in Österreich. Der Teil des Unterschiedes, der nicht durch beobachtete Merkmale erklärt wird, stieg vor Ausbruch der Finanzmarktkrise bis 2008 noch, ist aber seit 2008 rückläufig und verringerte sich seit 2005 um 3,0 Prozentpunkte. Im selben Zeitraum stieg der durch beobachtbare Merkmale erklärte Teil um 0,7 Prozentpunkte. Die beobachteten, aber auch die nicht anhand von Beobachtungen erklärbaren Unterschiede zwischen Männern und Frauen wurden geringer, sodass sich auch der Lohnunterschied verringerte.
 
Online since: 22.09.2017 0:00

Thomas Url, Schwache Einmalerläge dämpfen 2016 Prämieneinnahmen der Privatversicherungswirtschaft

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), pp.701-711
   
Das Volumen der Einmalerläge halbierte sich 2016 in der klassischen Lebensversicherung nahezu. Die positiven Einkommensimpulse der Steuerreform wurden vom niedrigen Zinsniveau überkompensiert, und die Privathaushalte scheuten vor Veranlagungen mit langer Bindungsfrist zurück. Auf der Angebotsseite waren die Versicherer weniger bereit, langfristige Garantien zu übernehmen. Dadurch lagen die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung um 9% unter dem Vorjahreswert. Das Prämienvolumen der gesamten Versicherungswirtschaft sank um 1,8%. Das robuste Wachstum der privaten Krankenzusatzversicherung (+4,7%) und die Erholung der Schaden- und Unfallversicherung (+1,7%) verhinderten den weiteren Rückgang der Versicherungsdurchdringung auf 4,9% nicht. Die Prognosen für die Jahre 2017 und 2018 erwarten eine abgeschwächte Fortsetzung dieser Entwicklung. Erste Erfahrungen mit Solvency II deckten von Land zu Land abweichende Auslegungen des Regelwerkes auf. Im Stresstest 2016 erwies sich der Bestand an Solvenzkapital österreichischer Versicherer als ausreichend hoch.
 
Online since: 22.09.2017 0:00

Gunther Tichy, Mangelnde Effizienz als Erfolgsbremse

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), pp.677-699
   
Ein zügiger Aufholprozess führte Österreich in die Gruppe der Länder mit dem höchsten Lebensstandard; eine weitere Verbesserung erfordert die Hebung der bestehenden Effizienzpotentiale. Auf fast allen Gebieten wurden und werden die österreichischen Erfolge mit überhöhtem Aufwand erkauft bzw. stehen dem hohen Aufwand unzureichende Erfolge gegenüber. In öffentlicher Verwaltung und Subventionswesen könnten die relativ guten Leistungen mit erheblich geringerem Aufwand erzielt werden, in Bildungs- und Gesundheitswesen führt falscher Mitteleinsatz zu unzureichenden Ergebnissen, und die Innovationsförderung übersieht, dass die Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsquote bloß bei beträchtlichen Anpassungen der Organisation die erwünschten Innovationen bringen kann. Insgesamt könnten Effizienzreserven von zumindest 10% bis 20% gehoben werden. Das ist allerdings nicht allein mit Verwaltungsreformen zu schaffen, wie etwa Zusammenführung von Entscheidungs- und Finanzierungsebene, Verbesserung der organisatorischen Abläufe oder Restrukturierung der Aufwendungen. Die Reformen müssen an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Politik ansetzen; es gilt, auf politischer Ebene ein Grundverständnis über wünschenswerte Entwicklungen zu erarbeiten, diese auf konkrete und konsistente Ziele herunterzubrechen und deren Realisierung zu kontrollieren.
 
Online since: 22.09.2017 0:00

Kennzahlen zur Wirtschaftslage

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), pp.664-676
   
 
Online since: 22.09.2017 0:00

Stefan Schiman, Höchster Beschäftigungszuwachs in Österreich seit 2008

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), pp.655-661
   
Die sehr hohe Beschäftigungsdynamik verstärkte sich im Sommer weiter. Gleichzeitig blieben die Konjunkturindikatoren auf sehr hohem Niveau, verbesserten sich aber nicht mehr; das höchste Wachstumstempo dürfte erreicht sein. Angesichts dieser ausgezeichneten Konjunkturlage ist die Arbeitslosenquote mit saisonbereinigt 8,5% noch recht hoch.
 
Online since: 22.09.2017 0:00

WIFO-Monatsberichte, Heft 9/2017

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), 76 pages
   
Stefan Schiman, Höchster Beschäftigungszuwachs in Österreich seit 2008 • Kennzahlen zur Wirtschaftslage • Gunther Tichy, Mangelnde Effizienz als Erfolgsbremse • Thomas Url, Schwache Einmalerläge dämpfen 2016 Prämien-einnahmen der Privatversicherungswirtschaft • René Böheim, Marian Fink, Silvia Rocha-Akis, Christine Zulehner, Die Entwicklung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede in Österreich
 
Online since: 22.09.2017 0:00

Matthias Firgo, Alexandros Charos, Nicole Schmidt, Gerhard Schwarz, Anna Strauss, OÖ-DESI 2017 – Digital Economy and Society Index für Oberösterreich

Reports (work in progress), September 2017
DESI (Digital Economy and Society Index) ist ein von der EU entwickelter und auf nationaler Ebene jährlich erhobener Index, der einen Vergleich der "digitalen Performance" der Mitgliedsländer in fünf Dimensionen und ein Monitoring der Entwicklung über die Zeit erlaubt. Er ist damit ein geeignetes Instrument, um die Wirtschaftspolitik in Digitalisierungs-Agenden zu begleiten und Entscheidungshilfen zu geben. Das vorliegende Projekt widmete sich der Erstellung eines regionalisierten DESI für das Bundesland Oberösterreich zur Standortbestimmung des Digitalisierungsfortschrittes im Vergleich zu Österreich und den Ländern der EU. Die Ergebnisse zeigen für Oberösterreichs Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt einen etwas höheren Digitalisierungsgrad als im Österreich-Durchschnitt. Insbesondere im Unternehmenssektor scheinen digitale Technologien in Oberösterreich bereits stark integriert.
 
Commissioned by: Business Upper Austria
Study by: Austrian Institute of Economic Research

Margit Schratzenstaller, Fanny Dellinger, Genderdifferenzierte Lenkungswirkungen des Abgabensystems

Reports (work in progress), September 2017
Im Rahmen der Wirkungsorientierung des Bundes ist jedes Ressort zur Formulierung eines Gleichstellungszieles verpflichtet. Gemäß einem der Gleichstellungsziele des Bundesministeriums für Finanzen soll das Abgabensystem zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Erwerbsarbeit und der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern beitragen. Vor diesem Hintergrund bietet die Studie einen Literaturüberblick über empirische Ergebnisse zum Einfluss von Steuern und Abgaben auf das Arbeitskräfteangebot von Frauen, die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit in Paarhaushalten sowie Ausbildungsentscheidungen und Unternehmensgründungen von Frauen. Dabei werden nicht nur direkte, sondern auch indirekte Steuern berücksichtigt. Das Arbeitskräfteangebot von Frauen reagiert demnach in Österreich wie generell in den Industrieländern sowohl hinsichtlich der Arbeitsmarktpartizipation als auch des Stundenausmaßes wesentlich empfindlicher auf die gesamte direkte Abgabenbelastung der Arbeitseinkommen als jenes von Männern. Zudem dürften eine Reihe von Begünstigungen im Einkommensteuersystem bzw. im Rahmen der Sozialversicherungsbeiträge die Partizipationsentscheidung und die Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern beeinflussen. Die Belastung der Arbeitseinkommen durch direkte Steuern und Abgaben (Lohnsteuer, Sozialversicherungs¬beiträge) spielt die wichtigste Rolle, aber auch indirekte Steuern könnten das Arbeitskräfteangebot von Frauen sowie die Arbeitsteilung in Paarhaushalten beeinflussen; diese Fragestellung wurde allerdings für Industrieländer in der Literatur bislang kaum untersucht, empirische Belege für diese Annahmen fehlen daher bislang. Die Ausgestaltung von Steuern und Abgaben soll insgesamt primär Anreize für eine Verringerung der Frauenerwerbsbeteiligung vermeiden oder dämpfen sowie eine gleichmäßige Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern unterstützen und durch Sonderregelungen im Steuer- und Abgabenrecht fördern. Der Literaturüberblick untermauert darüber hinaus die Annahme, dass durch die Besteuerung auch andere individuelle ökonomische Entscheidungen von Männern und Frauen – in unterschiedlichem Ausmaß – beeinflusst werden, etwa Bildungsentscheidungen oder Unternehmensgründungen. Hier besteht allerdings noch erheblicher Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der empirischen Überprüfung möglicher Effekte allgemein und für Frauen im Besonderen.
 
Commissioned by: Federal Ministry of Finance
Study by: Austrian Institute of Economic Research

Michael Klien, Baubewilligungen für neue Wohneinheiten in Österreich. Prognose Herbst 2017

Reports (work in progress), September 2017
Das WIFO prognostiziert für 2017 einen Anstieg der Zahl der Baubewilligungen für Wohneinheiten um 1.100 (+2,1%). Das Wachstum kommt aus dem Mehrgeschoßbau (+3,2%, +1.100 Einheiten), während die Bewilligungen von Ein- und Zweifamilienhäusern stagnieren. Spätestens 2018 ist ein erster Rückgang zu erwarten: Im Mehrgeschoßbau sinkt die Zahl der Baubewilligungen laut Prognose um 2,5% oder 900 Einheiten, jene für Ein- und Zweifamilienhäuser um 1,8% oder 300 Einheiten. Dennoch dürfte die Gesamtzahl der Baubewilligungen über 50.000 Einheiten bleiben.
 
Commissioned by: Austrian Economic Chamber, Association for Building, Materials and Ceramic Industries
Study by: Austrian Institute of Economic Research
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