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Thomas Url, Schwache Einmalerläge dämpfen 2016 Prämieneinnahmen der Privatversicherungswirtschaft

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), S.701-711
   
Das Volumen der Einmalerläge halbierte sich 2016 in der klassischen Lebensversicherung nahezu. Die positiven Einkommensimpulse der Steuerreform wurden vom niedrigen Zinsniveau überkompensiert, und die Privathaushalte scheuten vor Veranlagungen mit langer Bindungsfrist zurück. Auf der Angebotsseite waren die Versicherer weniger bereit, langfristige Garantien zu übernehmen. Dadurch lagen die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung um 9% unter dem Vorjahreswert. Das Prämienvolumen der gesamten Versicherungswirtschaft sank um 1,8%. Das robuste Wachstum der privaten Krankenzusatzversicherung (+4,7%) und die Erholung der Schaden- und Unfallversicherung (+1,7%) verhinderten den weiteren Rückgang der Versicherungsdurchdringung auf 4,9% nicht. Die Prognosen für die Jahre 2017 und 2018 erwarten eine abgeschwächte Fortsetzung dieser Entwicklung. Erste Erfahrungen mit Solvency II deckten von Land zu Land abweichende Auslegungen des Regelwerkes auf. Im Stresstest 2016 erwies sich der Bestand an Solvenzkapital österreichischer Versicherer als ausreichend hoch.
 
Online seit: 22.09.2017 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Private Insurance Premium Intakes Declined in 2016

The volume of single premium payments (with long-run guarantees) almost halved in 2016. Positive effects of the tax reform were more than compensated by low interest rates, making private households increasingly shy away from contracts with long commitment periods. On the supply side, insurers were less willing to underwrite long-run guarantees. This caused premiums in the life insurance business to decline by 9 percent and the whole premium intake to shrink by 1.8 percent. Robustly growing private health insurance (+4.7 percent) and a recovery in non-life and accident insurance (+1.7 percent) did not prevent a further drop of the insurance density to 4.9 percent of GDP. Forecasts for 2017 and 2018 expect that this development will continue, albeit at a slower pace. The first year of experience with Solvency II revealed some scope for interpretation across the member countries' supervisory bodies. Austrian insurers emerged from the stress test in 2016 with sufficient amounts of solvency capital.

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