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Gunther Tichy, Mangelnde Effizienz als Erfolgsbremse

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(9), S.677-699
   
Ein zügiger Aufholprozess führte Österreich in die Gruppe der Länder mit dem höchsten Lebensstandard; eine weitere Verbesserung erfordert die Hebung der bestehenden Effizienzpotentiale. Auf fast allen Gebieten wurden und werden die österreichischen Erfolge mit überhöhtem Aufwand erkauft bzw. stehen dem hohen Aufwand unzureichende Erfolge gegenüber. In öffentlicher Verwaltung und Subventionswesen könnten die relativ guten Leistungen mit erheblich geringerem Aufwand erzielt werden, in Bildungs- und Gesundheitswesen führt falscher Mitteleinsatz zu unzureichenden Ergebnissen, und die Innovationsförderung übersieht, dass die Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsquote bloß bei beträchtlichen Anpassungen der Organisation die erwünschten Innovationen bringen kann. Insgesamt könnten Effizienzreserven von zumindest 10% bis 20% gehoben werden. Das ist allerdings nicht allein mit Verwaltungsreformen zu schaffen, wie etwa Zusammenführung von Entscheidungs- und Finanzierungsebene, Verbesserung der organisatorischen Abläufe oder Restrukturierung der Aufwendungen. Die Reformen müssen an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Politik ansetzen; es gilt, auf politischer Ebene ein Grundverständnis über wünschenswerte Entwicklungen zu erarbeiten, diese auf konkrete und konsistente Ziele herunterzubrechen und deren Realisierung zu kontrollieren.
 
Online seit: 22.09.2017 0:00
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Lack of Efficiency Slows Down Growth

Thanks to its speed of catching up with the top league, Austria has joined the group of countries with the highest living standards; yet any further improvement requires that potentials for improving efficiency are explored. In almost all fields Austria achieves its success only by an excessive input or finds itself inadequately successful compared to the high input. Public administration and government subsidies could obtain their relatively good results with considerably less input; education and health care are faced with inadequate results thanks to their wrong use of funds; and institutions that foster innovation overlook that any rise in the R&D rate will yield the desired innovations only if the organisational structure is substantially changed. Altogether, it would be possible to boost efficiency by at least 10 to 20 percent, although this requires more than administrative reforms such as merging the decision-making with the financing level, improving organisational flows or restructuring expenditures. Reforms would need to focus on the interface between administration and politics: it is necessary to develop some basic understanding at the political level on desirable developments, break these down to concrete and consistent targets and monitor their implementation.

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