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Werner Hölzl, Michael Böheim, Michael Klien, Eva Pichler, Das öffentliche Beschaffungswesen im Spannungsfeld zwischen Billigst- und Bestbieterprinzip

Monographien, Jänner 2017, 72 Seiten
   
Diese Studie analysiert die Verwendung von Bestbieter- und Billigstbieterprinzip in Österreich auf Basis ökonomischer Argumente und empirischer Evidenz. Wie die ökonomische Literatur zeigt, ist das Bestbieterprinzip bei Vorliegen bestimmter Projekteigenschaften (Volumen, Komplexität und vertragliche Unvollständigkeit) bzw. Marktstrukturen dem Billigstbieterprinzip überlegen. Österreich befindet sich zwar hinsichtlich der Verwendung des Bestangebotsprinzips mit Deutschland, Schweden und Finnland im europäischen Mittelfeld, die Gewichtung von preisfremden Kriterien im Rahmen von Bestbieterverfahren ist aber deutlich unterdurchschnittlich. Diese Befunde werden durch Interviews auf Auftraggeber und Auftragnehmerseite validiert und wirtschaftspolitische Implikationen diskutiert.
 
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Metalltechnische Industrie – Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 31.01.2017 0:00
Forschungsbereich:Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Public Procurement and the Tension Between the Economically Most Advantageous Tender and Lowest Price

This study analyses the use of most economically advantageous tender criterion and the lowest price criterion in public procurement in Austria using economic arguments and empirical evidence. The review of the relevant economics literature reveals that the advantage of the use of most economically advantageous tender criterion compared to the lowest price criterion depends on the presence of specific project characteristics (volume, complexity and contractual incompleteness) and market structure. Empirical evidence shows that regarding the use of the most economically advantageous tender criterion, Austria is – together with countries such as Germany, Sweden and Finland – close to the European average, but that the weighting of non-price criteria in Austria is below average. These findings are validated by interviews with contracting authorities and contractors. Policy implications are discussed.

Verwandte Einträge

Werner Hölzl (Projektleitung), Das öffentliche Beschaffungswesen im Spannungsfeld zwischen Billigbieter- und Bestbieterprinzip. Argumentarium für die wirtschaftspolitische Reformdiskussion

Abgeschlossene Forschungsprojekte
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
Abgeschlossen: 2016

Heinz Handler (WIFO), Nachhaltige öffentliche Beschaffung

Jour fixe Budget- und Steuerpolitik, 28.9.2015 17:00
Kommentar: Michael Fruhmann (BKA), Andreas Tschulik (BMLFUW)
 
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Ewald Volk, Innovationsförderung durch Beschaffungspolitik der öffentlichen Hand (Procurement Policy). Fallstudie für die elektrotechnische Produktion

Monographien, 1986, 136 Seiten
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Österreichische Industrieverwaltungs-Aktiengesellschaft

Helmut Kramer, Volkswirtschaftliche Bedeutung des wirtschaftlichen Ausgleichs bei Beschaffungen der öffentlichen Hand. Am Beispiel der Beschaffung von militärischen Ausrüstungen

Geheime Studien
 
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten – AOEM – Vereinigung Österreichischer Zulieferexporteure

Kurt Bayer, Michael Peneder, Der österreichische Schienenfahrzeugbau vor der Liberalisierung der Beschaffungsmärkte

WIFO-Monatsberichte, 1992(12), S.646-654
Wie die meisten europäischen Bahnverwaltungen vergeben auch die ÖBB den Großteil ihrer Aufträge an heimische Produzenten. Ein Abschluß des EWR-Vertrages wird diese historisch gewachsene Bevorzugung aufheben. Während die ÖBB den österreichischen Erzeugern für die nächsten zwei Jahre, in denen der Großteil der europäischen Exportmärkte noch durch ähnliche Verträge abgeschottet sein wird, mit einem Rahmenauftrag in der Höhe von 3,6 Mrd. S eine Grundauslastung sichern, muß diese Zeit dazu genutzt werden, eine stärkere Wettbewerbsposition auf ausländischen Märkten aufzubauen und die strukturelle Abhängigkeit von den ÖBB zu verringern.
 

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