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Silvia Rocha-Akis, Ein Vergleich der monetären Einkommensverteilung und -umverteilung 2010 und 2015. WIFO-Beitrag zum Sozialbericht 2015-2016

Monographien, Jänner 2017, 26 Seiten
   
Während die Verteilung der Bruttomarkteinkommen in Österreich zwischen 2010 und 2015 laut Gini-Koeffizient etwas ungleicher wurde, waren die verfügbaren Haushaltseinkommen (Bruttomarkteinkommen einschließlich monetärer Sozialleistungen, ohne Sozialbeiträge und Einkommensteuer) 2015 geringfügig gleichmäßiger verteilt als 2010. Der Gini-Koeffizient betrug 2015 für die Bruttomarkteinkommen 0,53 und verringerte sich durch die monetäre Umverteilung auf 0,27. Insgesamt erwies sich die Verteilung der Bruttomarkteinkommen, Pensionen und Abgaben als außergewöhnlich stabil. Wie in Österreich verringerte sich, wie der Vergleich mit den anderen EU-15-Ländern zeigt, die Spreizung der verfügbaren Haushaltseinkommen in Großbritannien, Belgien und Finnland in den Krisenjahren 2010 bis 2015 leicht. Die Verteilung der Selbständigeneinkommen wurde aber in dieser Zeitperiode wesentlich ungleicher, und die Personen mit Einkommen aus selbständiger Tätigkeit konzentrierten sich 2015 stärker im unteren Drittel der Verteilung der Haushaltseinkommen. Auch die Zahl und Konzentration der Personen, die Notstandshilfe bezogen, stieg mit der zunehmenden Verfestigung der Arbeitslosigkeit im unteren Terzil deutlich. Der Beitrag der Haushalte im unteren und mittleren Einkommensdrittel zu den Einnahmen aus Sozialabgaben und Einkommensteuer erhöhte und sich, die Progressionswirkung der Einkommensteuer nahm ab.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 01.02.2017 0:00
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

Monetary Income Distribution and Redistribution 2010 and 2015. WIFO Contribution to to Social Report 2015-2016

Whereas the gross market incomes of private households in Austria were slightly more unequally distributed in 2015 than in 2010, the distribution of disposable income (market income plus social benefits minus social contributions and income taxes) appeared to be less unequally distributed. The Gini coefficient in 2015 dropped from 0.53 for the gross household market income to 0.27 for the household disposable income. Generally, the comparison is characterised by a noticeably stable distribution of gross market incomes, pensions, income taxes and social contributions. Among the EU 15 countries, Austria together with the UK, Belgium and Finland stands out in that the disparity of disposable household income has slightly decreased in the crisis years 2010-2015. Nevertheless, the analysis also shows that the distribution of self-employed income has become considerably more inequitable, with increasing numbers of self-employed persons in the bottom third of the household income distribution. Moreover, as a result of rising and increasingly prolonged periods of individual unemployment, the number and concentration of persons receiving unemployment assistance has risen substantially in the lower third of the income distribution. On the revenue side, it is shown that the contribution from households in the lower and middle third of the distribution to the revenue from personal income tax and social contributions has increased. The income tax has become less progressive.

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