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WIFO-Publikationen und Projektberichte(169 Treffer)

Alois Guger, Silvia Rocha-Akis, Redistribution by the State in Austria

WIFO Bulletin, 2016, 21(11), S.100-115
   
In Austria, the available potential of redistribution by the state is of a scale similar to that in the Scandinavian countries, Belgium, France and Italy. In 2010, the overall tax to GDP ratio stood at 40.8 percent, 4.2 percentage points above the EU 15 average. Redistribution primarily takes place through public expenditures. Due to the regressive structure of indirect taxes and social insurance contributions, and the comparatively low weight of taxes on income and wealth, the total redistributive effect of the tax system is only modest. The redistribution effect is much larger when it comes to public welfare and public services: apart from old-age pensions, monetary transfers and benefits in kind mostly relate to the areas of health care, education and families, and are enjoyed by all households irrespective of their income. Consequently, their relative importance is much greater for low-income than for high-income households. Being more highly exposed to risks such as unemployment and illness, benefits relating to unemployment, social assistance, housing subsidies, survivor's pensions, long-term care benefits, as well as some family benefits such as the child-care allowance and the public child care infrastructure are typically taken up more frequently by low-income households for whom they constitute a substantial part of their income. Between 2000 and 2010, the distribution of primary incomes (market incomes and old-age pensions) became substantially more unequal, especially in the second half of the decade – a development that was not offset by the state's redistribution efforts. Thus, the distribution of secondary household incomes (primary incomes plus monetary and in-kind public transfers, net of all direct and indirect taxes), which had remained relatively stable between 2000 and 2005, was found to be more unequal in 2010 than in the mid-2000s.
 
Online seit: 22.09.2016 0:00

Alois Guger, Silvia Rocha-Akis, Umverteilung durch den Staat in Österreich

WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(5), S.329-345
   
In Österreich ist das Umverteilungspotential des Staates ähnlich wie in den skandinavischen Ländern, in Belgien, Frankreich und Italien hoch. Die Abgabenquote lag 2010 mit 40,8% um 4,2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der EU 15. Die Umverteilung erfolgt vor allem über die Ausgabenseite. Durch die regressive Struktur von indirekten Steuern und Sozialabgaben und das relativ niedrige Gewicht von Steuern auf Einkommen und Vermögenserträge verteilt das Abgabensystem nur in geringem Maße um. Deutlich umverteilend wirken dagegen die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Leistungen der öffentlichen Hand: Neben den Pensionsausgaben entfallen die sozialen Geld- und Sachleistungen überwiegend auf die Bereiche Gesundheit, Bildung und Familie und kommen allen Haushalten unabhängig von ihrem Einkommen gleichermaßen zugute, sodass ihre relative Bedeutung für Haushalte mit niedrigem Einkommen wesentlich höher ist als für einkommensstärkere Haushalte. Leistungen im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit sowie die Sozialhilfe, die Wohnbeihilfe, die Hinterbliebenenpension, das Pflegegeld und einzelne Familienleistungen wie das Kinderbetreuungsgeld und die öffentliche Kinderbetreuungsinfrastruktur werden hingegen aufgrund der stärkeren Betroffenheit häufiger von Haushalten mit niedrigem Einkommen in Anspruch genommen und bilden für diese einen substanziellen Einkommensbestandteil. Zwischen 2000 und 2010 wurde die Verteilung der Primäreinkommen (Markteinkommen und Pensionen) insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts erheblich ungleicher; diese Entwicklung wurde durch die staatlichen Umverteilungsaktivitäten nicht ausgeglichen. Auch die Verteilung der Sekundäreinkommen der Haushalte (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller monetären und realen öffentlichen Transfers), die zwischen 2000 und 2005 relativ stabil geblieben war, war 2010 ungleicher als Mitte der 2000er-Jahre.
 
Online seit: 25.05.2016 9:00

Silvia Rocha-Akis, Jürgen Bierbaumer-Polly, Martina Einsiedl, Alois Guger, Michael Klien, Thomas Leoni, Hedwig Lutz, Christine Mayrhuber, Umverteilung durch den Staat in Österreich

Monographien, Mai 2016, 302 Seiten
   
Die Untersuchung der Umverteilungswirkungen der staatlichen Aktivitäten in Österreich im Jahr 2010 schließt an die bisherigen Arbeiten des WIFO zu diesem Thema an. Mit einer Abgabenquote von 40,8% und einer Staatsausgabenquote von 53% des BIP weist Österreich ähnlich wie die skandinavischen Länder, Belgien, Frankreich und Italien ein hohes Umverteilungspotential des Staates auf. Die Umverteilung erfolgt vor allem über die Ausgabenseite. Durch die regressive Struktur der indirekten Steuern und Sozialabgaben und das relativ niedrige Gewicht der Steuern auf Einkommen und Vermögenserträge verteilt das Abgabensystem nur in geringem Maß um. Eindeutig umverteilend wirken dagegen die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Leistungen der öffentlichen Hand: Neben den Pensionsausgaben entfällt der Großteil der sozialen Geld- und Sachleistungen auf die Bereiche Gesundheit, Bildung und Familie und kommt allen Haushalten unabhängig von ihrem Einkommen gleichermaßen zugute, sodass deren relative Bedeutung für Haushalte mit niedrigem Einkommen deutlich höher ist als für einkommenstärkere Haushalte. Leistungen im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit sowie die Sozialhilfe, die Wohnbeihilfe, die Hinterbliebenenpensionen, das Pflegegeld und einzelne Familienleistungen wie das Kinderbetreuungsgeld und die öffentliche Kinderbetreuungsinfrastruktur werden hingegen aufgrund der stärkeren Betroffenheit häufiger von Haushalten mit niedrigem Einkommen in Anspruch genommen und bilden für diese einen substanziellen Einkommensbestandteil. Zwischen 2000 und 2005 und vor allem zwischen 2005 und 2010 wurde die Verteilung der Primäreinkommen der privaten Haushalte deutlich ungleicher. Auch die Sekundäreinkommen (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller monetären und realen öffentlichen Transfers), die zwischen 2000 und 2005 relativ stabil geblieben waren, waren 2010 ungleicher verteilt als Mitte der 2000er-Jahre.
 
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Auftraggeber: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 25.05.2016 9:00

Silvia Rocha-Akis, Christine Mayrhuber, Alois Guger, Wege der Umverteilung durch die Aktivitäten der öffentlichen Hand. WIFO-Text zur Kurzbroschüre

Monographien, März 2016, 24 Seiten
   
Diese Kurzzusammenfassung der aktuellen WIFO-Umverteilungsstudie analysiert das Umverteilungspotential in Österreich. Trotz der hohen Abgabenquote von fast 42% erfolgt die Umverteilung vor allem über die Ausgaben- und nicht über die Einnahmenseite der öffentlichen Hand. Das untere Einkommensdrittel der Haushalte verfügt nach dem Umverteilungsprozess über ein um 60% höheres Einkommen als davor. In der mittleren Einkommensgruppe wird das Primäreinkommen um 5% verringert, im oberen Einkommensdrittel um knapp 25%. Insgesamt gewinnen Haushalte in der unteren Hälfte der Einkommensverteilung im kurzfristigen jährlichen Umverteilungsprozess durch die Geldleistungen, vor allem aber durch die Sachleistungen der öffentlichen Haushalte.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Alois Guger, Christine Mayrhuber, Marcus Scheiblecker, Möglichkeiten zur Ermittlung und Systematisierung der Nicht-Lohn-Erwerbseinkommen und ihrer Verteilung in Österreich

Monographien, Juni 2014, 113 Seiten
   
Obwohl die Selbständigeneinkünfte für die Erwerbstätigen an Bedeutung gewinnen, werden sie in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht disaggregiert ausgewiesen. Die Studie entwickelt im ersten Schritt ein Konzept zur detaillierten Erfassung der unterschiedlichen Einkunftsarten der privaten Haushalte in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die Aufgliederung der Betriebsüberschüsse der privaten Haushalte in Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, freiberuflicher und gewerblicher Tätigkeit mit Hilfe der verfügbaren Kreuztabellierung zwischen Wirtschaftsaktivitäten und Haushaltskonto würde die Verteilungsrechnung verbessern und wäre mit der Umsetzung des ESVG 2010 im Herbst 2014 formal gut umsetzbar. Im zweiten Abschnitt wird gezeigt, dass auch die Integrierte Lohn- und Einkommensteuerstatistik die Einkommen aus Vermögen, Vermietung und Verpachtung unzureichend abbildet. Ausschließlich selbständig erwerbstätige Männer erzielen ein um gut die Hälfte höheres Einkommen als ausschließlich unselbständig erwerbstätige Männer (Faktor 1,6); für Frauen ist der Unterschied etwas geringer (Faktor 1,4). Die Erfassung der Nicht-Lohn-Erwerbseinkommen auf Personenebene sollte durch ein Meldesystem jenseits der Steuerstatistik verbessert werden. Die Befunde der personellen Einkommensungleichheiten werden im dritten Abschnitt durch eine Analyse der Haushaltseinkommen bestätigt: Die stärkste Ungleichverteilung weisen Haushalte mit einem selbständigen Hauptverdiener auf (Gini-Koeffizient 0,413; Haushalte mit unselbständigem Hauptverdiener: 0,313).
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien – Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
Online seit: 09.07.2014 0:00

Alois Guger, Wirtschaftsforschung mit internationaler Reputation: Josef Steindl 1912-1993

WIFO-Monatsberichte, 2012, 85(6), S.481-484
   
Das internationale Ansehen des WIFO wurde bereits in den frühen Jahren durch Persönlichkeiten wie Ludwig von Mises, Friedrich A. von Hayek und Oskar Morgenstern begründet. Neben dem Jubiläum des 85-jährigen Bestandes begeht das WIFO heuer auch den 100. Geburtstag eines seiner verdienstvollsten WIFO-Mitarbeiter mit großer internationaler Reputation, der dieses Ansehen entscheidend geprägt hat: Josef Steindl. Neben seiner Tätigkeit als empirischer Wirtschaftsforscher lieferte er vielbeachtete Beiträge zur Wirtschaftstheorie.
 

Alois Guger, Markus Marterbauer, Umverteilung durch den Staat

WIFO-Monatsberichte, 2009, 82(11), S.859-877
   
Die Verteilung der Markteinkommen wird durch wohlfahrtsstaatliche Leistungen in Österreich in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Während aber die Steuern und Abgaben kaum umverteilend wirken, kommen die Staatsausgaben in höherem Maße den Haushalten mit niedrigem Markteinkommen zugute als jenen mit hohem. Unter Berücksichtigung der Haushaltsgröße gewinnen die Haushalte in der unteren Hälfte der Einkommenspyramide aus dem staatlichen Umverteilungsprozess, während jene in der oberen Hälfte die Leistungen finanzieren, da sie mehr an Abgaben zahlen als sie an öffentlichen Leistungen erhalten.
 

Alois Guger (Projektleitung), Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Hans Pitlik, Simon Sturn, Michael Wüger, Umverteilung durch den Staat in Österreich. Executive Summary

Monographien, September 2009, 12 Seiten
   
Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Sekundärverteilung, d.h. die Verteilung der Einkommen nach Berücksichtigung aller Abgaben und öffentlichen Leistungen, ist deutlich gleichmäßiger als die Verteilung der Primär- oder Markteinkommen. Während die öffentlichen Abgaben insgesamt weitgehend proportional wirken und alle Einkommensschichten in Relation zu ihrem Markteinkommen gleichmäßig belasten, wirken die Staatsausgaben stark progressiv: Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer. Obwohl universelle wohlfahrtsstaatliche Leistungen und horizontale Verteilungsprinzipien dominieren, erfolgt eine deutliche vertikale Umverteilung; die Staatsausgaben, die an private Haushalte fließen, wirken in Summe eindeutig progressiv auf die Einkommensverteilung. Der Progressionsgrad der monetären und realen öffentlichen Transfers hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Berücksichtigt man neben dem Einkommen auch die Haushaltsgröße, so entfielen im Jahr 2005 auf das untere Drittel der Nicht-Selbständigenhaushalte gut 43% aller öffentlichen Transfers, auf das mittlere gut 31% und auf das obere 25%. In Relation zu den auf dem Markt erzielten Bruttoeinkommen betragen die öffentlichen Leistungen (ohne Pensionen, die hier als Markteinkommen behandelt werden) im unteren Drittel 84%, im mittleren Drittel 29% und im oberen 12%. Im Durchschnitt betrugen die hier analysierten Staatsausgaben 2005 27% der Bruttomarkteinkommen.
 
Mit finanzieller Unterstützung von: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 23.09.2009 9:00

Alois Guger (Projektleitung), Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Hans Pitlik, Simon Sturn, Michael Wüger, Umverteilung durch den Staat in Österreich

Monographien, September 2009, 371 Seiten
   
Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Sekundärverteilung, d.h. die Verteilung der Einkommen nach Berücksichtigung aller Abgaben und öffentlichen Leistungen, ist deutlich gleichmäßiger als die Verteilung der Primär- oder Markteinkommen. Während die öffentlichen Abgaben insgesamt weitgehend proportional wirken und alle Einkommensschichten in Relation zu ihrem Markteinkommen gleichmäßig belasten, wirken die Staatsausgaben stark progressiv: Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer. Obwohl universelle wohlfahrtsstaatliche Leistungen und horizontale Verteilungsprinzipien dominieren, erfolgt eine deutliche vertikale Umverteilung; die Staatsausgaben, die an private Haushalte fließen, wirken in Summe eindeutig progressiv auf die Einkommensverteilung. Der Progressionsgrad der monetären und realen öffentlichen Transfers hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Berücksichtigt man neben dem Einkommen auch die Haushaltsgröße, so entfielen im Jahr 2005 auf das untere Drittel der Nicht-Selbständigenhaushalte gut 43% aller öffentlichen Transfers, auf das mittlere gut 31% und auf das obere 25%. In Relation zu den auf dem Markt erzielten Bruttoeinkommen betragen die öffentlichen Leistungen (ohne Pensionen, die hier als Markteinkommen behandelt werden) im unteren Drittel 84%, im mittleren Drittel 29% und im oberen 12%. Im Durchschnitt betrugen die hier analysierten Staatsausgaben 2005 27% der Bruttomarkteinkommen.
 
Mit finanzieller Unterstützung von: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 23.09.2009 9:00

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