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WIFO-Publikationen und Projektberichte(83 Treffer)

Josef Baumgartner, Serguei Kaniovski, Hans Pitlik, Stefan Schiman, Deutlich verbesserte Wachstumsaussichten. Mittelfristige Prognose der österreichischen Wirtschaft bis 2022

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(10), S.763-781
   
Nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (BIP 2009 –3,8%) und der flauen Entwicklung 2012/2015 (+0,7% p. a.) gewann das Wirtschaftswachstum ab Mitte 2016 wieder deutlich an Schwung. Für die Jahre 2017 und 2018 wird ein BIP-Zuwachs von jeweils 2¾% prognostiziert. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2018/2022 wird eine Steigerung um 2% pro Jahr erwartet (2013/2017 +1,2% p. a.). Sie ist um rund ¼ Prozentpunkt höher als im Durchschnitt des Euro-Raumes. Die gute internationale Konjunktur belebt die Exportwirtschaft (+3,7% p. a.), was sich wiederum positiv in den Ausrüstungsinvestitionen niederschlägt. Der private Konsum wird durch den Anstieg der verfügbaren Einkommen im Prognosezeitraum um 1½% p. a. wachsen (2013/2017 +0,7% p. a.). Die Expansion ermöglicht gemeinsam mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (Beschäftigungsbonus und Aktion 20.000) bis einschließlich 2019 eine Ausweitung der Beschäftigung über jener des Arbeitskräfteangebotes und damit einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ab 2020 dürfte das Arbeitskräfteangebot wieder stärker als die Nachfrage zunehmen; die Arbeitslosenquote würde in der Folge von 8,0% im Jahr 2019 auf 8,4% zum Ende des Prognosezeitraumes steigen. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern. Die Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex wird mit durchschnittlich 1,9% p. a. prognostiziert. Ein ausgeglichener Staatshaushalt (sowohl strukturell als auch nach Maastricht-Definition) wird aufgrund des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ab der Mitte des Prognosezeitraumes unterstellt. Daraus abgeleitet geht die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2017 bis 2022 um rund 17 Prozentpunkte auf knapp 64% zurück.
 
Online seit: 25.10.2017 0:00

Hans Pitlik, Österreich 2025 – Verwaltungsreform zwischen Effizienzstreben und Reformwiderständen. Ein Überblick

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(3), S.205-217
   
Überlegungen zur Reform der öffentlichen Verwaltung nehmen seit Langem einen prominenten Platz in der politischen Debatte ein. Die Notwendigkeit von Reformen ist in vielen Verwaltungsbereichen unbestritten; Reformschritte unterbleiben jedoch, oder initiierte Prozesse verlaufen sehr zögerlich. Möglichkeiten und Grenzen einer effizienzorientierten Verwaltungsreform werden von politisch-institutionellen und ökonomischen Faktoren bestimmt. Reformwiderstände sind mitunter besonders groß, weil Akteure in Politik und Bürokratie von Verwaltungsreformen unmittelbar betroffen sind. Budgetkrisen können Reformprozesse in Gang setzen, sind aber weder notwendige noch hinreichende Erfolgsfaktoren. Erfolgreiche Strategien zur Überwindung des Reformstillstandes müssen der Unsicherheit über Reformwirkungen ebenso wie den Eigeninteressen der Politik und der Bürokratie Rechnung tragen. Unter bestimmten Bedingungen kann eine reformfreundliche Regierung durch Bündelung komplementärer Reformvorhaben die Zustimmung im politischen Prozess gewinnen. Konsensbildende Institutionen und wechselseitige Kontrollen haben hohe Relevanz für die Akzeptanz und Glaubwürdigkeit der Reformpolitik.
 
Online seit: 23.03.2017 0:00

Hans Pitlik, Michael Klien, Stefan Schiman, Stabilitätskonforme Berücksichtigung nachhaltiger öffentlicher Investitionen

Monographien, Februar 2017, 108 Seiten
   
Der Rechtsrahmen zur fiskalpolitischen Steuerung in der EU sieht erhebliche Restriktionen für die Mitgliedsländer vor. Aufgrund von Beschränkungen der Kreditaufnahme durch restriktive Budgetregeln können öffentliche Investitionsvorhaben unterdimensioniert oder aufgeschoben werden, u. a. weil nach den Verbuchungsregeln der VGR Investitionsausgaben nicht periodengerecht dargestellt werden. Allerdings versuchen die Mitgliedsländer, die Restriktionen durch außerbudgetäre Finanzierung und Bereitstellung zu umgehen. Durch eine "Goldene Regel", wonach die staatliche Kreditaufnahme nur zur Finanzierung der Nettoinvestitionen zulässig ist, könnten Investitionsanreize gesetzt und Entscheidungsneutralität bezüglich der Bereitstellungsmodelle erreicht werden. Dabei ist dieses Modell nicht auf alle Investitionsgüter anwendbar. Die Ergebnisrechnung als zentrales Steuerungselement im neuen österreichischen Haushaltsrecht wäre mit dieser Regelrevision kompatibel.
 
Auftraggeber: Verbindungsstelle der Österreichischen Bundesländer
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Josef Baumgartner, Sandra Bilek-Steindl, Serguei Kaniovski, Hans Pitlik, Moderate Economic Growth – Unemployment Remaining High. Medium-term Forecast for the Austrian Economy Until 2021

WIFO Bulletin, 2016, 21(19), S.185-201
   
After the sluggish advance of 0.6 percent p.a. between 2012 and 2015, economic growth in Austria is expected to pick up to an annual rate of 1.5 percent over the period from 2017 to 2021. While firms may remain cautious in their investment behaviour and net exports contribute less to GDP growth than before the financial market crisis and the recession 2008-09, higher disposable incomes will push domestic private consumption growth to a rate of 1¼ percent p.a. (2012-2016 +0.3 percent p.a.). The stronger momentum of output growth will allow employment to expand by an average 1 percent p.a.; nevertheless, unemployment will keep rising, as supply of domestic and even more of foreign labour will outpace the creation of new jobs. By 2019-20, the jobless rate should reach a peak of 9.8 percent of the dependent labour force (national definition), before edging down to 9.7 percent by the end of the projection period. Inflation pressure stays low over the medium term, at an expected annual rate of 1¾ percent. The inflation differential vis-à-vis the euro area average is expected narrow noticeably. Given the business cycle profile and the economic policy assumptions underlying the projections, a balanced general government budget (headline deficit as well as in structural terms) may only be reached at the end of the forecast horizon. General government debt, as a ratio of nominal GDP, is set to decline from 2015 onwards by around 10 percentage points to 75¼ percent by 2021.
 
Online seit: 22.12.2016 0:00

Monika Köppl-Turyna, Hans Pitlik, Do Equalisation Payments Affect Subnational Borrowing? Evidence From Regression Discontinuity

WIFO Working Papers, 2016, (528), 36 Seiten
According to the fiscal federalism literature sub-central budget constraints become softer when local governments are more dependent on revenues over which they have no discretion. As a consequence of higher "transfer dependency", sub-central governments can expect to be bailed out by the central government and therefore tend to accumulate higher levels of debt. We test this conjecture with data from Austrian municipalities. Austria is a fiscally highly centralised federation in which tax autonomy at the sub-central level is almost absent. Our identification strategy is based on a discontinuity caused by a special regulation on population weights in the tax sharing agreement between central government and the municipalities. We analyse the discontinuity in the conditional expectation of borrowing given population size to unveil an average causal effect of the treatment. Our results indicate that in line with theoretical expectations municipalities with higher revenue dependency observe higher net borrowing per capita. We also find that almost one half of the observed discontinuity works through an investment channel. Net borrowing is spatially correlated.
 
Online seit: 27.10.2016 0:00

Josef Baumgartner, Sandra Bilek-Steindl, Serguei Kaniovski, Hans Pitlik, Mäßiges Wirtschaftswachstum – Arbeitslosigkeit hoch. Mittelfristige Prognose der österreichischen Wirtschaft bis 2021

WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(10), S.729-746
   
Nach der flauen Entwicklung 2012/2015 (+0,6% p. a.) expandiert die heimische Wirtschaft mittelfristig wieder etwas stärker (2017/2021 +1,5% p. a.). Die Investitionsnachfrage wächst weiterhin verhalten, und der Außenbeitrag trägt zum Wirtschaftswachstum weniger bei als vor der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise. Der private Konsum wird durch den Anstieg der verfügbaren Einkommen im Prognosezeitraum um 1¼% p. a. wachsen (2012/2016 +0,3% p. a.). Die leichte Expansion ermöglicht zwar eine Ausweitung der Beschäftigung (2017/2021 +1% p. a.), diese reicht aber nicht aus, um einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, da das Arbeitskräfteangebot aus dem Inland und vor allem aus dem Ausland stärker zunimmt. Die Arbeitslosenquote dürfte 2019/20 einen Höchstwert von 9,8% (gemäß AMS-Definition) erreichen und könnte bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 9,7% leicht zurückgehen. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig gering, das Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich merklich verringern. Die Inflationsrate wird durchschnittlich 1¾% betragen. Ein ausgeglichener Staatshaushalt (sowohl strukturell als auch nach Maastricht-Definition) wird aufgrund des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen erst zum Ende des Prognosezeitraumes erwartet. Von 2015 geht die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) bis 2021 um rund 10 Prozentpunkte auf 75¼% zurück.
 
Online seit: 27.10.2016 0:00

Bodo Knoll, Hans Pitlik, Who benefits from big government? A life satisfaction approach

Empirica, 2016, 43(3), S.533-557, http://www.springer.com/10663
Which impact does government size have on life satisfaction, and how do effects of bigger government differ between income groups in society? Previous studies typically employed country averages and thus neglected possibly heterogeneous happiness effects between income groups. This paper addresses empirically the effects of government spending on subjective well-being of individuals belonging to different income groups. Our analysis is based on individual data from 25 European countries participating in the European Social Survey. In contrast to most previous studies we take account of the endogeneity between relative income position and reported life satisfaction by an instrumental variable approach. Our results suggest, first, that most government spending categories, including social protection, are on average negatively related to individual well-being. Secondly, estimated marginal effects of health, education and social protection spending at different income levels show that spending increases always have a stronger negative effect on high income groups' well-being than on low income groups' life satisfaction. For all government spending categories, marginal happiness effects of higher public spending are clearly negative for income groups at the top.
 

Hans Pitlik, Christina Seyfried, Steuerautonomie der Schweizer Kantone: Vorbild für Österreich?

WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(6), S.423-435
   
In Anbetracht der kontroversen theoretischen Argumente für und wider eine Steuerautonomie der österreichischen Bundesländer sind die empirischen Erfahrungen anderer föderativer Staaten interessant. In Europa zeichnet sich der Föderalismus der Schweiz durch hohe Autonomie der Kantone in der Besteuerung der persönlichen Einkommen, Vermögen und Unternehmensgewinne und in der Bereitstellung öffentlicher Leistungen aus. Ein intensiver Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen wird durch das neugeordnete Finanzausgleichssystem (NFA) gedämpft. Trotz Kritik im Detail sind die Erfahrungen der Schweiz mit der Steuerautonomie der Kantone positiv. Das System des Steuerföderalismus wird als wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg und die hohe Effizienz des Staatssektors gesehen. Allerdings werden durch die Fiskalkonkurrenz mobile und wohlhabende Steuerpflichtige und Unternehmen bevorzugt. Auch besteht eine Tendenz zur Segregation: Reiche und ärmere Steuerpflichtige konzentrieren sich in bestimmten Kantonen und Gemeinden. Die etablierten direktdemokratischen Elemente leisten einen wesentlichen Beitrag zur Funktionsfähigkeit des Steuerwettbewerbs. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Kontrolle des (wettbewerblichen) Verhaltens der Kantonsregierungen und tragen dazu bei, dass die Steuerkonkurrenz keinen ruinösen Charakter annimmt. Letztlich ist abzuwägen, welchen Faktoren bei einer möglichen Neukonzeption des österreichischen Fiskalföderalismus höheres Gewicht eingeräumt werden soll. Wenngleich direkte Demokratie kein unverzichtbarer Bestandteil einer Steuerautonomie ist, ist sie doch ein wichtiges Element zur Kanalisierung des Wettbewerbs.
 
Online seit: 28.06.2016 0:00

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